Pfusch bei Hausverkabelung durch Deutsche Giganetz: Welches sind berechtigte Mängel?

  • Dann kommt noch erschwerend hinzu, dass aus irgendwelchen Brandschutzgründen ziemlich massive Metallkanäle verwendet werden (müssen?). Somit fallen die relativ kleinen und unscheinbaren Eckkabelkanäle aus dem Rennen, was ich ehrlich gesagt nicht verstehe. Denn der ziemlich dünne LWL benötigt eigentlich kaum Platz.

  • Genau das ist der Punkt, und es gibt sicherlich Gründe, warum einige Anbieter vom Kunden verlangen, die Leitungswege vorzubereiten. Dann sind nämlich genau diese Diskussionen vom Tisch.

    Wobei sie dann nur für die handwerklich motivierten Kunden vom Tisch sind.

    Die anderen buchen dann das kostenpflichtige Installationspaket. Das ist dann hoffentlich für den Auftragnehmer so auskömmlich, dass er eine ordentliche Arbeit abliefern kann und will - ansonsten hat man als Kunde nichts gewonnen.

  • Wobei sie dann nur für die handwerklich motivierten Kunden vom Tisch sind.

    Naja, aber der Kunde kann dann den Handwerker seines Vertrauens beauftragen, der saubere Arbeit abliefert.

    Einige der oben gezeigten Bilder gehen halt gar nicht. Trotzdem möchte ich nicht in der Haut des Betroffenen stecken, denn das wird Diskussionen geben, z.B. um die defekte Fliese. Da werden die Handwerker behaupten, das waren sie nicht. Das Gegenteil zu beweisen, kann schwierig werden.

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  • Der Vertrag bei der Deutschen GigaNetz ist - zumindest in unserer Stadt - ein Komplettpaket: Kostenfreier Hausanschluss sowie Innenhaus-Verkabelung bis in die Wohnungen direkt nach Vertragsabschluss. Die Hausverwaltung hat pauschal die Installation "Aufputz" im Treppenhaus ggü. der Deutschen Giganetz genehmigt. Da ich nur einer von 8 Eigentümern bin, habe ich keinen Grund gesehen, selbst irgendwie im Treppenhaus oder im Keller handwerklich tätig zu werden.

    Termin wurde vereinbart, Handwerker (Subunternehmer) sind gekommen und haben 4-5 Stunden gewerkelt und sind ohne Verabschiedung weggefahren. Das Ergebnis seht Ihr in den Bildern... Tja!

    Die Nachbarn und anderen Eigentümer sprechen mich ziemlich gereizt regelmäßig drauf an, inwiefern die GigaNetz die Mängel noch beseitigen wird. Telefonisch und per Mail werde ich bei der Deutschen GigaNetz nur vertröstet: Man sei mit seinen Firmen im Gespräch und schaue dass da irgendwann Jemand kommt die Mängel zu beheben.

  • Dann musst du vielleicht doch Anzeige wegen Unterschriftenfälschung erstatten um den Druck zu erhöhen. Was sich diese Glasfaser Bumsbuden teilweise erlauben überschreitet jegliche Grenzen.

  • Ich finde den grundsätzlichen Verlauf des Kabelkanals sehr merkwürdig. Sowas realisiert man doch möglichst unauffällig in der Ecke. So mitten uf der Wand … ich würde mich als Miteigentümer auch beschweren.

    Geht manchmal nicht anders wenn die Wände von unten nach oben verjüngen. Auch Stromführende Leitungen in den Ecken kann die Montage im Eck verhindern.

    Zumal eine Montage ganz in der Ecke nie möglich ist, dafür sind die Bohrmaschienen zu "dick".

    Glasfasermonteur aus Leidenschaft

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  • Wobei ich mir halt die Frage stelle warum man in so einem Fall nicht selber Kabelkanaele vorbereitet... dann kann man das komplett nach eigenem Gusto und Geldbeutel organisieren...

    Ich hätte auch 0 Lust selber in meinem Haus herum zu basteln, "nur" nur wegen einer neuen Anschlusstechnik für die Breitbandversorgung. Das Hausalter spielt dabei keine Rolle. Die meisten Leute wollen sicherlich einfach nur gewohnt ihre bisherige Geräte ohne Aufriss weiter an irgend einem Anschluss einstöpseln und nutzen können.

    Da kann man schon erwarten, dass der zukünftige Versorger das "all in one Paket" anbietet und brauchbar Anschlüsse umsetzt. So, wie in diesem Beispiel gezeigt jedenfalls nicht. Das ist ein Paradebeispiel, wie es eben nicht aussehen sollte - ohne wenn und aber!

  • Da kann man schon erwarten, dass der zukünftige Versorger das "all in one Paket" anbietet und brauchbar Anschlüsse umsetzt.

    Naja, Incentives, Incentives, Incentives... die Motivation eines ISPs ist es halt das ganze so guenstig wie moeglich zu erledigen... man kann mehr erhoffen, aber realistisch sollte mann sich klar sein, wo der Hase laeuft.

    So, wie in diesem Beispiel gezeigt jedenfalls nicht. Das ist ein Paradebeispiel, wie es eben nicht aussehen sollte - ohne wenn und aber!

    Da stimme ich Dir zu, aber hier ist der Punkt, wer zahlt schafft an; zahlt der ISP dann wird halt auch nur in der Qualitaet gearbeitet die der ISP akzeptiert...

    Aber als Mieter in verschiedenen Wohnungen habe ich auch schon aehnliches bei der Kabelverlegung in der Wohnung erlebt, z.B. Kabelkanaele die auf Tapete aufgeklebt wurden...


    P.S.: Das waren "Handwerker" im Auftrag der Hausverwaltung, die Verwaltung war auch mehr auf billig erpicht als auf gut gemacht und dem Hausbesitzer war es recht...

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (5. Dezember 2024 um 16:47)

  • Die Hausverwaltung hat der Montage Aufputz zugestimmt, und das mangelhafte Ergebnis sorgt für Ärger mit den Nachbarn.

    Eigentlich hätte ich erwartet, dass die Hausverwaltung die nicht fachgerechte Montage in den Fluren und Treppenaufgang selber beim Auftragnehmer reklamiert. Dafür ist m.M.n. eine Hausverwaltung zuständig. In den Wohnungen wohl eher der Wohnungseigentümer oder?

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  • Da kann man schon erwarten, dass der zukünftige Versorger das "all in one Paket" anbietet und brauchbar Anschlüsse umsetzt. So, wie in diesem Beispiel gezeigt jedenfalls nicht. Das ist ein Paradebeispiel, wie es eben nicht aussehen sollte - ohne wenn und aber!

    Gibt es auch. DIN 18015 in Verbindung mit DIN 50173 helfen da schon, den passenden Ansatz zu finden. Aber wer heute bei einem Neubau in dieser Richtung immer noch die "Geiz ist geil" Methode wirken lässt, ist selber schuld.

    2 Mal editiert, zuletzt von Schnurz (5. Dezember 2024 um 20:55)

  • Geht manchmal nicht anders wenn die Wände von unten nach oben verjüngen. Auch Stromführende Leitungen in den Ecken kann die Montage im Eck verhindern.

    Zumal eine Montage ganz in der Ecke nie möglich ist, dafür sind die Bohrmaschienen zu "dick".

    Warum Bohren? Man kann auch kleben.

    Bei uns im Büro sind alle Brüstungskanäle geklebt. Und da sind pro Raum neben 6 Dosen Ethernet auch noch 12x Strom drin. Und das muss den Mitarbeiter und Putzkolonnen widerstehen, klappt seit 10 Jahren.
    Letztendlich wird es Zeit, dass endlich stromlosen Verkabelungen anders bewertet werden als mit Strom. Dann wäre vieles einfacher und hätte auch größere Akzeptanz.
    Die Verlegung von Kabelkanälen waren in allen 3 Objekten, in den wir eine Eigentumswohnung haben, das mit Abstand größte Problem für die Besitzer.

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  • Mit Kleben kommt man selten durch eine Betondecke.

    Aber grundsätzlich hast du recht. Warum kann man nicht ein dünnes GF-Kabel irgendwie in die Ecken „nageln“? Ging ja früher auch, wenn man einen weitern Telefonanschluss im Obergeschoss benötigte.

  • Mein Post bezog sich eher auf die Deckendurchbrüche, wurde ja aber oben schon geschrieben.

    Kleben geht aus Brandschutzgründen in Fluchtwegen (Flur) nicht, in der Wohnung/Büro ist das was anderes... obwohl die Regelungen von Anbieter zu Anbieter sicher anders sin. Bei der Telekom heist es dazu dass der Kabelkanal (in der Wohnung) jederzeit Schadensfrei Rückbaufähig sein muss, da fällt kleben dann auch weg da du sonst die halbe Tapete von der Wand reisst.

    "Warum kann man nicht ein dünnes GF-Kabel irgendwie in die Ecken „nageln“? Ging ja früher auch, wenn man einen weitern Telefonanschluss im Obergeschoss benötigte."

    bis zu einem gewissen Maße ginge das sogar... Ich hatte mal in einem Post eine Verlängerungsbox der Telekom gezeigt, die Faser könnte der Mieter/Eigentümer tatsächlich mit einer Heißklebepistole in die Ecken kleben...

    Glasfasermonteur aus Leidenschaft

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  • Kleben geht aus Brandschutzgründen in Fluchtwegen (Flur) nicht, in der Wohnung/Büro ist das was anderes... obwohl die Regelungen von Anbieter zu Anbieter sicher anders sin.

    Das kann nicht sein. Die haben bei uns damals dasselbe Material genutzt in Treppenhäuser mit dem auch die Wanddurchbrüche abgeschottet wurden.

    Und wir haben einen Sicherheits Ingenieur der bei jedem Verstoß dam Rad dreht. :D:D:D

  • Wobei ich mir halt die Frage stelle warum man in so einem Fall nicht selber Kabelkanaele vorbereitet... dann kann man das komplett nach eigenem Gusto und Geldbeutel organisieren...

    Jetzt im Nachhinein absolut hier im Haus war und ist auch so ein Fall da kann ich bald ein Buch schreiben.

    Im Nachhinein hätte ich niemals Glasfaser bestellt, bzw. die einzige Lösung ist eine eine Fachfirma zu beauftragen und die Kosten selbst zu Tragen. Werden wohl 1,5-2,5 k € zusätzlich sein bei 5 Stockwerken sein (Amateurschätzung). Von kostenlos (oder nur ~700€ auszugehen) war ein Trugschluss. Das müsste die Telekom oder wer da jeweils Ausbaut besser kommunizieren. Und nicht auf Gedeih und Verderb durchboxen. „Das Geld wird dann später verdient die Optik ist egal“

  • Jetzt im Nachhinein absolut hier im Haus war und ist auch so ein Fall da kann ich bald ein Buch schreiben.

    Im Nachhinein hätte ich niemals Glasfaser bestellt, bzw. die einzige Lösung ist eine eine Fachfirma zu beauftragen und die Kosten selbst zu Tragen. Werden wohl 1,5-2,5 k € zusätzlich sein bei 5 Stockwerken sein (Amateurschätzung). Von kostenlos (oder nur ~700€ auszugehen) war ein Trugschluss. Das müsste die Telekom oder wer da jeweils Ausbaut besser kommunizieren. Und nicht auf Gedeih und Verderb durchboxen. „Das Geld wird dann später verdient die Optik ist egal“

    Also ich habe jetzt 3 Glasfaser-Anschlüsse durch. Telekom, 5x DNS-NET und E.ON.
    Alle sind gut ausgeführt worden und dort verlegt wie besprochen.
    Ich war auch immer anwesend und habe mit »guten« Ratschlägen unterstützt. ;)
    DNS-NET: Allerdings habe ich schon bei den Verlegearbeiten gleich gesagt, was geht oder wie es umgesetzt werden soll. Die nehmen gerne den für sie schnellsten/bequemsten Weg. z.B. durch die Hauswand bohren an Stelle die Mehrsparteneinführung zu nutzen (die liegt halt so in 120-160 cm tiefe). Aber auch bei den 150 m Pflasterarbeiten in der Privatstraße musste man hinterher sein.
    TELEKOM: Aber auch, dass bei Beginn der Verlegung im Treppenhaus dem Techniker ein Leerrohr mit Telefonkabel aufgefallen ist. Das positive, abweichende Verlegen an Stelle des geplanten Kabelkanals ging nur, weil ich vor Ort war und es abgesegnet habe.
    PS: alle Anschlüsse waren kostenfrei.

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  • Das kann nicht sein. Die haben bei uns damals dasselbe Material genutzt in Treppenhäuser mit dem auch die Wanddurchbrüche abgeschottet wurden.

    Und wir haben einen Sicherheits Ingenieur der bei jedem Verstoß dam Rad dreht. :D:D:D

    Müsste man wissen was für ein Wunderkleber die dort genutzt haben... idR müssen Durchbrüche zwischen verschiedenen Brandabschnitten (Wohnungen, Büros ect / Flur) mit Branschutzspachtel abgedichtet werden, dieser dehnt sich bei Hitze aus. Wenn bei euch die Kabelkanäle mit Brandschutz geklebt wurden, würden diese bei Brand wegen der aufquellenden Wirkung keine Haftung mehr haben... ka ob das Brandschutztechnisch iO ist.

    Das Geld wird dann später verdient die Optik ist egal

    Das ist so... die Anbieter sind Telekommunikationsfirmen und keine "schöner Wohnen-feng shui - Designer". Es gibt Standartmaterial wie zB den Metallkanal der nunmal lt geltenden Recht verbaut werden muss und dieser ist weiß. Klar... es sollte immer Sach- und Fach-gerecht gebaut werden aber Metallkanal in sämtlichen Pastellfarben vorzuhalten ist nun mal unmöglich.


    Es gibt Regelungen wo wir uns selber manchmal fragen ob das alles Ernst gemeint ist wie zB, im Flur ist bereits ein (Kunstsoff) Kabelkanal verbaut wo genügend Platz für die Gf wäre, dieser darf aber nicht genutzt werden und statt dessen muss zusätzlich der Metallkanal verbaut werden.


    Metallkanal bereits im Flur verbaut (zB Wechselsprech, Tür Kamera AS o.ä.), darf nicht genutzt werden da wir nicht wissen ob 100% geerdet ist.


    TELEKOM: Aber auch, dass bei Beginn der Verlegung im Treppenhaus dem Techniker ein Leerrohr mit Telefonkabel aufgefallen ist. Das positive, abweichende Verlegen an Stelle des geplanten Kabelkanals ging nur, weil ich vor Ort war und es abgesegnet habe.

    Wir sollen zB immer so bauen wie es der Auskunder ausgekundet hat, die Lösung bei Dir wäre technisch fragwürdig da Brandschutz davon ausgeht dass das GF Kabel ohne Schutz (Metallkanal, Verkoffert hinter Brandschutzwand o.ä.) die Brandlast erhöht.

    Glasfasermonteur aus Leidenschaft