Beiträge von frank_m

    Damit die Auto-Konfiguration funktioniert, müsste zunächst der physikalische Link funktionieren.


    Oben auf den Bildern, wo man die Verkabelung sieht (Beitrag #43), vor allem auf dem mittleren Bild: Gibt es dort vielleicht zwei Kabel-Buchsen? Steckt das Kabel im richtigen Anschluss?


    Ist der Anschluss definitiv schon scharf geschaltet?

    Du benötigst einen Konverter für 1000BASE-BX10-U. Mir ist keiner bekannt. Es gibt einige SFP Module dafür, aber dafür muss man natürlich auch das passende Gerät haben. Viele SFP Module lassen sich nur in bestimmten Geräten nutzen, bzw. Geräte setzen spezifische SFP Module voraus. AVM macht das z.B. so. Wenn du nun Komponenten verschiedener Hersteller zusammenkaufst, dann besteht da ein gewisses Risiko, dass es nicht funktioniert.


    Ob nun 7490 oder 7590 ändert im Grunde nichts an der Herangehensweise. Die von dir verlinkte Anleitung weist ja auch an diversen Stellen darauf hin, dass gewisse Informationen vom Anbieter benötigt werden, eben z.B. VLAN IDs. Hast du alles, was da benötigt wird?

    Nein, der beschriebene Medienkonverter hilft dir nicht weiter. Der ist für den völlig falschen Standard. Fraglich ist, ob man einfach ein anderes SFP Modul benutzen kann.


    Hast du alle Informationen, um eine 7490 hinter einem Mediaconverter in Betrieb zu nehmen? VLAN IDs etc? Das kann komplex sein.


    Was spricht gegen die 5530? Das scheint mir ein gutes Angebot.


    Generell würde ich den Empfehlungen des Anbieters bei der Endgeräte Wahl folgen. Wenn man sich davon entfernt, sollte man sehr genau wissen, was man tut.

    Gerade die Anzahl der Fehlerquellen ist bei GPN deutlich höher, durch:

    • erhöhten Energieverbrauch durch Verschlüsselung auf beiden Seiten
    • schlechtere QoS durch die Verschlüsselung, vor allem Latenz und Jitter
    • erhöhten Wartungs- und Prozessaufwand durch das Einpflegen von Modem- und Installationscodes auf beiden Seiten
    • Gefahr von Rückwegstörern durch unsachgemäße Installationen und/oder Endgeräte
    • gegenseitige Beeinflussung der Endkundenanschlüsse (Shared Medium)


    Insgesamt ist GPON schon extrem Nachteilig gegenüber AON. Die Entscheidung werden die Provider auch garantiert noch bereuen, ein Business Case ist das auf Dauer nicht.

    Mich würde nur interessieren wie hoch die DG bei dem Gigabit Tarif überprivisioniert.

    Bei AON gar nicht, da der Physical Layer an den Privatkundenanschlüssen auf 1 GBit/s läuft.


    "Überprovisioniert" heißt aber auch bei GPON: Im Rahmen dessen, was einem die anderen 31 oder 63 Kunden von den 2,5 GBit/s übrig lassen.

    Und ansonsten bitte nicht so konfrontativ.

    Naja. Ich reagiere empfindlich, wenn Netze komplett am Anspruch vorbei geplant werden.


    Ich kann ja noch verstehen, dass man sein LAN auf 10G oder 2,5G beschleunigen will, und auch für ein schnelles WLAN hab ich Verständnis. Was ich nicht mag, wenn man solche OpenWRT Aktionen lostritt, ohne den Hauch einer Ahnung zu haben, worauf man sich einlässt. Zumal, wenn dann noch Standards verbogen werden, was definitiv zu Problemen führen wird (ULAs). Ich bin auch gern bereit, mich für Detailfragen in der Konfiguration in irgendwelche Anleitungen reinzuwühlen oder Dinge auszuprobieren, aber hier fehlt es schon an den grundlegendsten Konfigurationen. Da sind einfach erstmal Grundlagen-Howtos an der Reihe, und da hilft auch nicht das von HubeBube vorgeschlagene Wiki mit Basiskonfigurationen.


    Und das alles, wo diese Konstellation in Bezug auf Performance und Funktionalität nicht den geringsten Vorteil hat im Vergleich zur Alternative, die stabil funktioniert hat. Da fragt man sich echt: Wofür das alles?

    Naja mein Windows 10 Pc sollte DHCP v6 nutzen können, RA hat nicht funktioniert. ULA ist aktuell das einzige was geht

    Ich will dich ja jetzt nicht zu sehr schocken, aber ULAs werden per RAs verteilt. Wenn RAs nicht gingen, dann würde es jetzt auch nicht funktionieren.


    Windows 10 kann DHCPv6 verwenden, aber es muss auch wissen, was es damit anfangen soll. Hast du dafür gesorgt? Zum Beispiel durch entsprechende Router Advertisements vom OpenWRT? Denn auch DHCPv6 benötigt richtig konfigurierte RAs.


    Ich bekomme mehr und mehr das Gefühl, dass dir einfach das Grundwissen fehlt, um so ein Netz zu konfigurieren.


    gewechselt wurde da wir alle geräte von AVM aus dem Haus schmeißen und wir interne Bandbreiten von 10G und 2,5G fahren wollen, dazu brauchen wir Wifi 6 bei Routern mit 2,5G Uplink. Geupgradet wird auf OpenWRT 19.07.5 in einer Proxmox VM.mit 1G WAN und 10G SFP+ Lan.

    Oh. Ihr braucht "Wifi6 bei Routern mit 2,5G Uplink". Ok. Cool!

    Du schmeißt ein System mit 1G WAN raus und ersetzt es durch ein System mit 1G WAN, dass du nicht konfigurieren kannst? Ja, das klingt nach Checker.


    Dass du auch hinter jeder Fritzbox ein LAN mit 2,5, 10 oder 40 GBit/s aufbauen kannst, lassen wir mal außen vor.;(

    Das müsste vor allem jemand pflegen. Da sehe ich das größte Problem. Aber ob es in diesem Fall helfen würde?


    Sehen wir uns den Fall noch mal an: Da wird ein laufendes System durch OpenWRT ersetzt - ein System, dass deutlich flexibler ist, aber eben auch ein Stück weit komplexer zu konfigurieren. Dann wird versucht, damit DHCPv6 in Betrieb zu nehmen, warum auch immer (das erfährt man leider nicht). Das funktioniert im Zusammenspiel mit den Clients nicht wie gewünscht, warum auch immer. Fehleranalyse gibt es ja keine, also ob die Clients überhaupt DHCPv6 unterstützen oder gar benötigen weiß man nicht. Und am Ende ist die Lösung für das Problem eine Verteilung von vergewaltigten ULAs? Da dreht sich einem der Magen um. Warum überhaupt der Wechsel auf OpenWRT, und was sollte das Intermezzo mit DHCPv6, wenn ULAs am Ende das Netz zum laufen bringen? Das ist so abstrus, da möchte man ja fasst ein paar Schauspieler nach Satirevideos fragen ...


    Ich glaube, da hilft die beste Doku nicht. Da passte die verfügbare Technologie einfach nicht zu den Vorstellungen des Anwenders.

    ... was im Grunde aber auch nicht kundenfreundlich ist.


    Als ich damals umgezogen bin, konnte Vodafone die DSL 50 MBit/s der alten Adresse an der neuen Adresse nicht bieten - maximal 16. War mir aber egal, denn die neue Wohnung war im deugl Ausbaugebiet und es dauerte zum Zeitpunkt des Umzugs nur noch wenige Wochen bis zum Glasfaseranschluss.

    Also dachte ich mir: Umzug und gut, die paar Wochen hältst du mit 16 MBit/s durch und danach gibts Glasfaser. Am Ende der Vodafone Vertragslaufzeit hätte ich dann die Rufnummern portiert und gut.


    Ja denkste: Da die Leistung nicht zur Verfügung gestellt werden konnte, hatte ich nur die Wahl zwischen sofortiger Sonderkündigung oder Neuvertrag mit 2 Jahren Mindestvertragslaufzeit. Den Vertrag einfach mit Umzug laufen lassen war nicht möglich. Ich hab damals tatsächlich übergangsweise einen DSL Anschluss eines anderen Anbieters mit 1 Monat Kündigungsfrist gehabt.


    Aber Strafe muss sein: Die Rufnummer hab ich bei Vodafone gelassen und eine Rufweiterleitung eingerichtet, für die sie nach Ende des Vertrags natürlich kein Abrechnungsziel mehr hatten. War mir aber egal - derartige Unflexibilität gehört bestraft, da hatte ich nicht mal ein schlechtes Gewissen.

    Also ich hab mir das spaßeshalber gerade noch mal bei mir im Netz angesehen und extra einige Geräte neugestartet. Dabei hab ich die ganze Zeit einen Paketmitschnitt im Netz laufen lassen.


    Die Informationen werden praktisch alle über RAs übertragen. DHCPv6 nutzen nur mein Fernseher und ein Windows 10 PC, und auch nur, um Informationen wie DNS oder NTP Server anzufragen. Adressinformationen nutzte niemand über DHCPv6.


    Vielleicht ändert sich dass, wenn es keine RAs gibt, oder wenn die RAs auf einen DHCPv6 Server hinweisen. Aber darauf würde ich mich bei vielen Geräten nicht verlassen.

    Du bist dir darüber im Klaren, dass viele Endgeräte kein DHCPv6 nutzen?


    So wie ich es verstanden habe, willst du deine Fritzbox ersetzen. Also musst du OpenWRT so konfigurieren, dass er sich ein Prefix aus dem PD Bereich von DG für Router Advertisements im LAN verwendet. Ich bin kein OpenWRT Experte, aber das wird gehen laut deren Wiki Seite. DHCPv6 wird in der Fritzbox nur für DNS Server verwendet, falls es überhaupt irgendein Client benutzt.


    Ansonsten läufst du in Probleme. Für ULA Adressen gibt es festgelegte Prefix Bereiche, das sollte man nicht unterschätzen. Der Mechanismus ist nicht dafür gedacht, dort von Hand irgendwelche statischen Prefixes anderer Anbieter einzutragen. Nicht umsonst erlaubt die Fritzbox nur ULA Prefixes, die mit "fd" beginnen. Ich betone: Alles andere ist Gewurschtel und wird sich rächen!