Kupfer raus, Glas rein?

  • Wie man dann Signal zum Router bringt interessiert niemanden. Und wir wissen alle, wie gut WLAN aus einem im Keller stehenden Router funktioniert. Und Mehrfamilienhäuser sind ein ganz anderes Thema.

    Leerrohre gibt es nicht erst seit gestern.

    Wer in neueren Bauten die DIN18015 missachtet, ist selber schuld und wird eben dann so bestraft.

    Ich habe seit 25 Jahren eine Sternverkabelung im Haus ...

    Wenn Stadtwerke Wasserrohr austauschen wollen, machen die es Einfach. Man muss dann bezahlen, aber man muss nicht überlegen, ob und wann man von Stahlrohr auf Kunststoffrohr umsteigt. Wasserzähler wird dann an der gleiche Stelle weiter mit Wasser versorgt.

    Es bleibt aber immer noch Wasser. CuDA transportiert elektrische Ladung, genannt Strom. GF transportiert Photonen, genannt Licht. Ist dann doch ein anderes Medium.

  • Da wären wir bei Theorie und Praxis. Leerrohre gibt es vielleicht nicht seit gestern, oft wurden die aber nicht benutzt. Und bei der derzeitigen Marktlage kann man schlecht auf eine Immobilie verzichten nur, weil die Kabel direkt in den Wänden verlegt wurden.

    Interessant wird auch, wer am Ende mehr leidet: Kunden, die Internet über 5G oder Starlink kaufen müssen oder die Provider, die keine Kunden finden weil nirgendwo Glasfaser liegt.

  • Wir haben übrigens vorher in Wiesbaden-Biebrich gewohnt. Es wäre interessant zu wissen, wo genau getestet wird. Bis 2020 gab es in dem MFH kein Glasfaser, es scheint sich aber geändert zu haben.

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  • Ende dieses Jahrhunderts??? Das ist in ca. 75 Jahren. Uns allen fehlt die Vorstellung, was allein in den nächsten 10 Jahren auf uns zurollt.

    Ich erwarte das Abschalten von DSL persönlich irgendwann zwischen 2030 und 2040 im großen Stil. In Gebieten mit Telekom Fiber wird es hier und da früher passieren, weil sie dann ihr eigenes Kupfernetz abschalten können, ohne wirklich Kunden zu verlieren. In Orten mit Ausbau durch Wettbewerber wird die Telekom aus meiner Sicht dafür etwas länger am Kupfer hängen.

    Etwas länger setze ich mit dauerhaft gleich.

    Solange die DT keine Cu-Abschaltung verordnet bekommt, wird sie einen Teufel tun und Cu-Abschaltungen in Gebieten ohne eigene FTTH-Anschlüsse mit daraus folgendem Kundenverlust freiwillig umsetzen.

    Und da es zukünftig immer schwieriger wird, Restgebiete im Flickenteppich wirtschaftlich mit FTTH auszubauen, wird die DT noch 75 Jahre versuchen die Cu-DA auszulutschen. Zur Not wird lieber noch mehr Geld in zweifelhafte Hybrid-Projekte gesteckt, als endlich einmal zusammen und nicht gegen den Wettbewerb das Ziel 100% in 2030 umzusetzen.

  • Daher fehlt, meiner Ansicht nach, dann auch eine Option, das Wettbewerber im GF Markt, die einen überwiegenden Marktanteil in z.B. einem Vorwahlbereich haben, also z.B. 2/3 aller Anschlüsse, auch den Antrag auf Abschaltung des CuDA-Netzes stellen können. Das würde nämlich dann die Telekom unter Druck setzen, entweder Kooperationen einzugehen oder dort selber auszubauen.

  • Aber mit welcher Begründung beziehungsweise mit welchem Recht würdest du so etwas denn begründen wollen? Es ist doch einzig die Sache der Telekom, wann aus ihrer Sicht ein bestehendes Netz nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben ist, so dass sie es abschalten.

    FTTH DG 1000/500 | FRITZ!Box 5590 Fiber | 2 mal FRITZ!Repeater 3000AX als Access Points

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  • Ich hab gestern eine Werbung der Deutschen Bahn gesehen, da spielen sie auf den Deutschland Takt an. Der wird 2070 eingeführt. Also langfristig planen können wir in Deutschland, vor allem in den ehemaligen Staatsunternehmen.

  • Bringt nur leider nix wenn bis dahin irgendein neuer Vorstand die Pläne wieder über Bord wirft. Bis 2070 kann dermaßen viel passieren, da wird sich einiges ändern bis das Jahr dann mal da ist und viele von uns werden es nicht einmal mehr erleben.

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4
    und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+IN, MikroTik CRS305-1G-4S+IN
  • Leerrohre gibt es nicht erst seit gestern.

    Wer in neueren Bauten die DIN18015 missachtet, ist selber schuld und wird eben dann so bestraft.

    Ich habe seit 25 Jahren eine Sternverkabelung im Haus ...

    :D:D:D:D Die meisten Häuser in Berlin wurden zw. 1890 - 1920 und zw. 1950 - 1980 gebaut , also 100 bis 50 Jahre alt. Ist ca. 80 % des Wohnungsbestandes in Berlin. Und das sind 100.000er von Wohnungen in Mehrfamilienhäuser.
    Meine Mutter wohnt in so einem. Es war 2 Jahre Kampf, dass überhaupt ausgebaut wird. Von 16 Wohnungen pro Aufgang haben sich nur 4 für GF entschieden. Der Rest hat Internet über Kabel incl. TV (Vodafone) oder VDSL 250 Telekom & Co.

    Es besteht aus Sicht der Nutzer gar kein Bedarf und somit werden sie nicht investieren. Und wenn es keine Kunden gibt, wird nicht gebaut. Ob es schlau ist? Aus Sicht des Mieters JA, warum soll er ohne Mehrwert mehr zahlen. Alle GF-Tarife kosten hier im Monat 5-10 € mehr bei selber Bandbreite und in Verbindung mit TV/Streaming ist Vodafon/Kabel noch deutlich günstiger in den Paketen.

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  • Die meisten Häuser in Berlin wurden zw. 1890 - 1920 und zw. 1950 - 1980 gebaut

    Da wird es aber mal Zeit, zu renovieren. Sternverkabelung mit Leerrohren in meinem Gebäude Bj. 1963.

    Es geht, wenn man drüber nachdenkt und sich informiert.

    Btw. Das Nebenkostenprivileg für Koaxverkabelung endet Mitte 2024.

  • Alle GF-Tarife kosten hier im Monat 5-10 € mehr bei selber Bandbreite

    Hast du da Rechenbeispiele? Supervectoring via Telekom kostet ja schon länger 54,95 € mtl.

    Bei 1&1 bekomme ich Glasfaser 250 dauerhaft betrachtet sogar günstiger (39,99), als DSL (49,99).

    Die aktuellen Vodafone Kabel Preise sind auch alles andere als günstig. Da scheinen viele Glück zu haben, in deutlich besseren Älterträgen zu verweilen.

  • Ich glaube auch, dass das mittlerweile bei fast allen Anbietern harmonisiert wurde.

    Es ist lediglich für die Kunden nachteilig, die bisher in sehr kleinen Tarifen unterwegs und damit zufrieden waren.

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  • Hast du da Rechenbeispiele? Supervectoring via Telekom kostet ja schon länger 54,95 € mtl.

    Bei 1&1 bekomme ich Glasfaser 250 dauerhaft betrachtet sogar günstiger (39,99), als DSL (49,99).

    Die aktuellen Vodafone Kabel Preise sind auch alles andere als günstig. Da scheinen viele Glück zu haben, in deutlich besseren Älterträgen zu verweilen.

    Das ist ja gerade der Witz an der Ausrede zu teuer. Es ist eigentlich keine.

    Konkretes Beispiel aus Magdeburg: OpenInfra vs. Telekom + deren Wiederverkäufer ala 1&1. Es gibt keinen preislichen Vorteil für den DSL-Schrott.

  • Ich kann nur sagen, dass meine Mutter seit 2009 bei O2 ist und dsl classic s hat. Sind 28 € mit 50/25 und, dies war wichtig, Flat zu Festnetz und Mobil-Netz. Sie hat nur WLAN für ein Handy, später noch für den Fernseher zum Stream benötigt.
    Um bei Glasfaser wieder Mobil- und Festnetz-Flat zu haben ist man bei 24 Monate im Schnitt bei 48 €, hat dann aber 250/100. Aber ich konnte sie überzeugen, dass es eine Investition in die Eigentumswohnung ist.

  • 50/10 meinst du wahrscheinlich? Und welches Unternehmen hat ausgebaut, dass 250/100 angeboten wird?

    o2 ruft jedenfalls 37,50 monatich gemittelt über zwei Jahre für den 100er FTTH-Tarif auf und dieser hat auch die Mobilfunk-Flat.

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  • o2 ruft jedenfalls 37,50 monatich gemittelt über zwei Jahre

    Gemittelt ist aber nicht der Nominalpreis. Denn erstens sind wenige Anbieter über die jeweils lokal vorhandene GF verfügbar. Zweitens unterscheiden sich die Angebote gerade in Hinblick Telefonie schon deutlicher und daher ist drittens das ausweichen auf andere Anbieter um einen "mittleren Preis" zu erzielen eben so nicht wirklich machbar.

  • Ich kann nur sagen, dass meine Mutter seit 2009 bei O2 ist und dsl classic s hat. Sind 28 € mit 50/25 und, dies war wichtig, Flat zu Festnetz und Mobil-Netz. Sie hat nur WLAN für ein Handy, später noch für den Fernseher zum Stream benötigt.

    Bei meiner Schwiegermutter ist es exakt das Gleiche! Ein Narr wäre ich, den DSL Vertrag zu kündigen. Der Fairness wegen muss man aber auch erwähnen, das es diesen Vertrag mit diesen Bestandteilen zu diesem Preis längst nicht mehr gibt.

    Nebenbei erwähnt: aus wirtschaftlichen Gründen habe ich ihr abgeraten am Glasfaserausbau teilzunehmen. Nachanschluss wäre jedoch möglich.

  • Denn erstens sind wenige Anbieter über die jeweils lokal vorhandene GF verfügbar

    Das war jetzt auf die Wohnung von Phinos Mutter bezogen, dort war ich mir eigentlich sicher, dass die Telekom ausgebaut hätte und bei Wunsch nach Telefonie-Flat ins Mobilfunketz o2 der logischerweise zu wählende und auch ziemlich sicher verfügbare Provider gewesen wäre.

    Die 250/100 verwirren mich aber, das kann ja kein Telekom-Ausbau sein. Und auch die Telekom-Glasfaser-Tarife sind nicht teurer als bei DSL, das passt also auch nicht.

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  • Bei meiner Schwiegermutter ist es exakt das Gleiche! Ein Narr wäre ich, den DSL Vertrag zu kündigen. Der Fairness wegen muss man aber auch erwähnen, das es diesen Vertrag mit diesen Bestandteilen zu diesem Preis längst nicht mehr gibt.

    Nebenbei erwähnt: aus wirtschaftlichen Gründen habe ich ihr abgeraten am Glasfaserausbau teilzunehmen. Nachanschluss wäre jedoch möglich.

    Auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache, genau diese Einstellung meiner Nachbarn verhindert hier gerade den Glasfaserausbau. 85% Ablehnung für das OpenInfra Angebot.

  • Auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache, genau diese Einstellung meiner Nachbarn verhindert hier gerade den Glasfaserausbau. 85% Ablehnung für das OpenInfra Angebot.

    Morgen in die Runde, meinst du das Ausbaugebiet in Diesdorf oder von OI im ganzen in Magdeburg. Wo ich am Montag mit einer Außendienstmitarbeiterin von OI gesprochen habe, sagte sie das es momentan genug Vorverträge . Ich selbst bin aus dem Bereich Ottersleben .