Endlich hat das Elend ein Ende mit der Deutschen Glasfaser

  • Das spielt überhaupt keine Rolle ob das gewerblich oder privat durch uns vertrieben wird, und ob es nur die CuDa oder ein L2BSA Anschluss ist.

    Aber auch ihr habt Verträge mit den Netzbetreibern. Und wenn diese Verträge von denen gekündigt werden bzw. ein Anschluß nach Ablauf der MVLZ und Kündigung als nicht mehr verfügbar gekennzeichnet wird, habt ihr keine Möglichkeit. Die Gestaltung des Netzes und Verfügbarkeit liegt allein in den Händen des Netzeigentümers.

    Worum bekommen immer mehr Kunden keinen Hausanschluß? Die Telekom baut in den Fällen keine und muss es auch nicht, solange sie nicht als Grundversorger dort verpflichtet wird.

  • Aber auch ihr habt Verträge mit den Netzbetreibern. Und wenn diese Verträge von denen gekündigt werden bzw. ein Anschluß nach Ablauf der MVLZ und Kündigung als nicht mehr verfügbar gekennzeichnet wird, habt ihr keine Möglichkeit. Die Gestaltung des Netzes und Verfügbarkeit liegt allein in den Händen des Netzeigentümers.

    Worum bekommen immer mehr Kunden keinen Hausanschluß? Die Telekom baut in den Fällen keine und muss es auch nicht, solange sie nicht als Grundversorger dort verpflichtet wird.

    Aus dem Grund kam ja mein Beispiel mit den Bestands-E1 Leitungen der DTAG. Wir haben sogar noch L2BSA Anschlüsse der Telekom, die ATM verwenden. Das wird so schnell nicht abgeschaltet wie es die Telekom groß rausposaunt hat. Das wird uns noch mindestens 10-15 Jahre begleiten.

  • Das neue TKG bietet aber genau dafür die Grundlagen. Es reicht ein Anbieter, um die Grundversorgung sicherzustellen, und das muss nicht mehr die Telekom sein.

    Du übersiehst anscheinend, dass sie bereits damit begonnen haben - siehe die verlinkten Artikel von oben.

    Dann verlasse mal die Stadtgrenze und frage die Leute, die nicht in einer Metropole wohnen. Außerdem muss das Netz dann plötzlich die Kapazität vieler Kunden schlucken, denen der Glasfaseranschluss fehlt und die keine andere Möglichkeit mehr haben. Ähnliches gilt für Satellit - auch da sind die Kapazitäten begrenzt.

    Nicht zuletzt werden auch all diese Bereiche zukünftig unter dem Fachkräftemangel leiden, sodass eine Konsolidierung zwangsläufig schon allein aus dem Grund erfolgen wird. Darüber hinaus hat die marktwirtschaftliche Bereinigung im Telekommunikationsmarkt nicht erst gestern begonnen.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn man die Chance hat, über einen geförderten oder einen eigenwirtschaftlichen Erstausbau an einen Glasfaseranschluss zu kommen, dann muss man den wahrnehmen. Alles andere ist grob fahrlässig, wenn man sich die aktuellen Tendenzen in der Branche ansieht.

    Man könnte den Eindruck bekommen, dass du bei einem Glasfaseranbieter arbeitest so hartnäckig hältst du diese Gerücht am Leben. ;)

    Wie hier schon andere erwähnte haben hat die Telekom lediglich angekündigt einzelne Linecards abzuschalten. Die Telekom wird einen Teufel tun DSL abzuschalten, solange die Wartungskosten niedriger sind als die Einnahmen durch die verbliebenen DSL-Anschlüsse. Einzige Ausnahme die ich mir vorstellen kann sind Gebiete in denen die Telekom Glasfaser selbst ausgebaut hat und dann ihre Kunden zwingt auch auf diese umzustellen.

    Vielleicht reden wir aber auch etwas aneinander vorbei: Ja, es ist sinnvoll einen kostenlosen Glasfaseranschluss sich legen zu lassen. Wenn er in den ersten 24 Monaten nicht überzeugt, dann kündigt man ihn halt und man hat die Leitung im Haus für die Zukunft. Aber wenn sich einzelne Haushalte - nicht ganz Orte - gegen einen Anschluss entscheiden, dann haben sie mit Mobilfunk und Starlink gute Alternativen. Übrigens in Punkto Mobilfunk auch außerhalb der Metropolen. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man auch auf dem Land gut mit Mobilfunk über die Runden kommt. Ich hatte selbst 2 Jahre Internet auf dem Land über Mobilfunk (idR 100/30 Mbit) und damit deutlich weniger Störungen als mit DG - nämlich keine einzige Störung.

    Trotzdem - aber das ist eine andere Debatte - würde mich mal die Kalkulation der Glasfaseranbieter interessieren und die Frage wie viele Glasfaserkunden eigentlich zu Mobilfunk (oder zu DSL zurück) gehen müssen, damit die Kalkulation ins Rutschen gerät. Mein Eindruck ist, dass der Anteile der Internetzugänge über Mobilfunk steigt. Beispielsweise in Frankreich gehen bereits 13% der Haushalte per Mobilfunk ins Netz. Ich vermute mit steigender Tendenz.

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  • ISDN und POTS sind irgendwann auch recht zügig verschwunden.

    Wenn ein Anbieter ein Gf-Netz ausgebaut hat und viele Kunden dahin migriert sind, lohnt sich irgendwann weder ein VDSL- noch ein HFC-Netz.

    Ist es nicht gerade erst im DNS:NET-Ausbaugebiet passiert, dass der Anbieter dort sein VDSL-Netz runtergefahren hat, weil er jetzt Gf ausgebaut hat?

    Die Kunden können auf der Doppelkupferader noch ADSL bis 16 Mbps bekommen.

    Klar, 4G/5G sind andere Fallbacks. Starlink vielleicht, obwohl der Stern bereits verblasst: https://www.golem.de/news/datenrate…301-171146.html

  • Die Telekom wird einen Teufel tun DSL abzuschalten, solange die Wartungskosten niedriger sind als die Einnahmen durch die verbliebenen DSL-Anschlüsse.

    Genau. Denk mal drüber nach, unter Berücksichtigung von Fachkräftemangel und Komponentenverfügbarkeit.

    Aber wenn sich einzelne Haushalte - nicht ganz Orte - gegen einen Anschluss entscheiden, dann haben sie mit Mobilfunk und Starlink gute Alternativen.

    Das sehe ich halt anders. Dafür sind es zu viele Haushalte, um sinnvoll im Mobilfunknetz aufgefangen zu werden, komplett inkl. Streaming bei gewohnter Nutzung.

  • Du meinst das, was sie lieber heute als morgen loswerden würden, da es unglaublich viel Bandbreite für unglaublich wenig Mehrwert verschlingt? Dauerhaft hunderte MB/s weg, auch wenn nur 10 Leute einschalten? Wer braucht sowas noch in Zeiten von Zattoo, Waipu und ähnlichen Angeboten?

    Ganz im Gegenteil, sie sind extrem hinterher, dieses aufrecht zu erhalte.

    Ich habe im Umfeld von 3 Eigentumswohnungen in Berlin, Rodgau und Regensburg folgende Situation.

    Aufgrund des aktuellen WEG und Mietrecht dürfen nicht mehr Kabel-TV abgerechnet werden. Somit fallen alle Verträge die Kabel-Netzanbieter mit Hausverwaltungen hatten und auf die Miete umgelegt wurde in sich zusammen.
    In allen 3 Objekten war es Kabel Deutschland/Vodafone.
    Jetzt versucht sich Vodafone bei allen Objekten bei der nächsten WEG-Versammlung ein kostenfreier Betrieb absegnen zu lassen. Diese Verträge sind immer auf 10 Jahre ausgelegt. Dann werden die Mieter dazu gebracht, doch bitte bei Vodafone wieder TV zu ordern.

    Bei einem 4 Objekt gab es bisher eine SAT-Anlage für 55 Wohnungen. Sie müsste jetzt nach 10 Jahren auf komplett HD aufgerüstet werden für 5000 €. Die Hausverwaltung biete hier an, dass ein Nutzungsvertrag mit Vodafone abgeschlossen werden kann als Alternative. Vodafone will das bestehende SAT-Hausnetz kostenfrei umsetzen.
    Man sieht also, dass Vodafone sehr wohl weiterhin am TV interessiert ist. Sie verkaufen ja in ihren Paketen reichlich Pay-Anbieter.

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  • Ist es nicht gerade erst im DNS:NET-Ausbaugebiet passiert, dass der Anbieter dort sein VDSL-Netz runtergefahren hat, weil er jetzt Gf ausgebaut hat?

    Die Kunden können auf der Doppelkupferader noch ADSL bis 16 Mbps bekommen.

    Das ist nicht ganz richtig. DNS:Net-Bestandskunden, die kein GF-Vertrag abschließen wollten behalten einfach ihre VDSL-Leitungen. Nur GF-Kunden, die VDSL-Kunden waren, werden gezwungen auf ihre VDSL-Leitungen zu verzichten aber aber ich nehme an, dass Neukunden werden auch zumindest provisorisch mit VDSL versorgt bis eine GF-Erschließung möglich ist.

    Es werden hier aber schon ein bisschen Äpfel mit Birnen verglichen, da in diesen Gebieten DNS:Net ist sowohl VDSL- als auch GF-Netzbetreiber. Die Firma hat also einen sehr guten Grund das VDSL-Netz irgendwann mal auszuschalten. Die Telekom oder Vodafone haben aber diesen Grund in diesen Gebieten definitiv nicht, da sie ihre Kunden dann weitestgehend an DNS:Net verlieren. Das ist nicht der Fall hier beim OP.

  • Man könnte den Eindruck bekommen, dass du bei einem Glasfaseranbieter arbeitest so hartnäckig hältst du diese Gerücht am Leben. ;)

    Wie hier schon andere erwähnte haben hat die Telekom lediglich angekündigt einzelne Linecards abzuschalten. Die Telekom wird einen Teufel tun DSL abzuschalten, solange die Wartungskosten niedriger sind als die Einnahmen durch die verbliebenen DSL-Anschlüsse. Einzige Ausnahme die ich mir vorstellen kann sind Gebiete in denen die Telekom Glasfaser selbst ausgebaut hat und dann ihre Kunden zwingt auch auf diese umzustellen.

    Die Telekom sagt schon sehr konkret, dass sie das Kupernetz abschalten wollen, wenn sie ausgebaut haben.

    Zitat

    Ziel der Bundesregierung ist, dass 2030 jeder Haushalt in Deutschland einen Glasfaseranschluss bekommen kann, wenn er das möchte. Gibt es bei der Deutschen Telekom einen Zeitplan für die Abschaltung des Kupfernetzes?

    Abdurazak Mudesir: „Im Moment haben wir keinen konkreten Zeitplan, wann wir das Kupfernetz abschalten. Und dafür gibt es auch gute Gründe. Denn hier müssen viele Voraussetzungen erfüllt sein, auch regulatorischer Art von der Bundesnetzagentur. Aber wichtig ist uns vor allem, dass wir unsere Kunden dabei mitnehmen. Glasfaser ist die Zukunft, und wir bauen Zukunft. Aber wir wollen auch sicherstellen, dass wir überall Glasfaser haben, bevor wir das Kupfernetz abschalten.“

    Wird es irgendwann einen einzigen Stichtag für die Abschaltung des Kupfernetzes geben?

    Abdurazak Mudesir: „Nein, diese Abschaltung wird nicht als Big Bang von heute auf morgen passieren. Wir machen das Stück für Stück. Und wie machen wir das? Wir fangen jetzt schon damit an. Wenn wir ein Gebiet haben, in dem sehr viel Glasfaser gebaut ist, dann nehmen wir Linekarten, also quasi Netzwerkkarten für die Kupferanschlüsse, außer Betrieb. So sparen wir auch Strom. Das ist gut und nachhaltig. Erst, wenn das Gebiet komplett mit Glasfaser ausgebaut ist, schalten wir Kupfer dort ab.“

    Quelle

    Wenn die Telekom einen Glasfaseranschluss anbieten kann, sollte man schon mit einer Abschaltung rechnen, Sicherlich nicht in den nächsten Jahren, aber auch das analoge Festnetz war irgendwann abgeschaltet.Und die Telekom ist auch kein Grundversorger mehr. Sie istalso per Gesetz nicht verpflichtet ihr DSL Netz in einem Ort aufrechtzuerhalten, wenn Glasfaser/Kabel vorhanden ist.

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  • Das stelle ich mir sehr interessant vor. Das beflügelt den Markt an professionellen IoT-Lösungen, den sich sicher kein TK-Provider entgehen lassen möchte:

    • Hausnotrufe
    • Aufzugnotrufe
    • Fernablesungspflicht ab 2027 aufgrund der Heizkostenverordnung
    • ...

    Es wird ein sehr spannendes Jahrzehnt in dieser Richtung werden!

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  • Das hängt davon ab, wie Du wohnst ;)

    Als Eigentümer in einem selbstbewohnten EFH ohne Mietwohnung, brauchst Du dich erst einmal nicht darum zu kümmern.

    In MFH mit Zentralheizung oder vermietetem Eigentum und WEGs gilt die Heizkostenverordnung. Spätestens ab 2031 ist die Möglichkeit zur Fernablesung über standardisierte SmartMeter vorgeschrieben. Nach aktuellem Stand (der sich freilich noch ändern kann) ist eine permanente Onlineverbindung nicht gefordert.

    Letztlich hat die HeizkostenV den Zweck Energie einzusparen und den Verbraucher monatlich auf die "verbrauchte" Enerige (physikalisch ja nicht möglich) hinzuweisen.

    Verordnung über Heizkostenabrechnung – Wikipedia

  • Eben, und das ist ja noch schlimmer, denn die können im betroffenen Gebiet einfach direkt Glasfasertarife verkaufen und haben noch weniger Grund, eine doppelte Kupferinfrastruktur zu sponsern.

    Ja und ? Dann bin ja auch wieder dabei.

    Es geht mir nicht um den Anschluss selber. Es geht um die Deutche Glasfaser.

    Dachte das erkennt man am Threadtitel. Aber anscheinend wohl nicht.

    Und was interessiert mich VDSL ?

    Sollte Vodafone Glasfaser anbieten bin ich sofort bei denen 🥰🥰

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  • Es geht mir nicht um den Anschluss selber. Es geht um die Deutche Glasfaser.

    Vodafone bietet seine Tarife auf der Infrastruktur der Deutschen Glasfaser an. Von denen wirst du den Anschluss also auf jeden Fall brauchen. Die Frage ist, wann du ihn bekommst, siehe die oben verlinkten Artikel.

  • Hat die Vodafone nicht eine Zusammenarbeit mit der DG? Da kannst Du dann ja Vodafone über DG bestellen.

    Aktuell hier nicht, aber auch nicht weiter schlimm.

    Liegt auch wohl daran der Hauptsitz der DG nur 1400 Meter von hier ist.

    Vor 2 oder 3 Wochen war hier auch die Innenstadt gesperrt, weil DG eine Bombendrohung hatte 🤣🤣

    War aber nur ein Kunder der sagte, das man seine ganze Installation von der DG besser in die Luft jagen sollte.

    Hat die DG wohl etwas falsch verstanden, aber die verstehen eh nix 😁

    Eine zusammenarbeitet mit Vodafone käme der DG dann wohl zu gute.

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  • Ja, der Bedarf sinkt und Linecards werden zurückgebaut.

    Wenn dann keine Ports mehr frei sind, gibt's nur noch ADSL.

    Naja, das ist aber weit hergeholt.

    Man baut doch nicht so zurück, dass exakt genau GAR KEIN Port mehr frei ist.

    Wenn zb von 100 ports nur noch 53 gebraucht werden und man dann zb 40 ausbaut dann ist doch für dich noch genug da.

    Das müsste ja ganz genau aufgehen mit Kunden vs. Ports auf der Karte dass man exakt so viele ausbaut dass GAR NICHTS mehr frei ist. Und selbst dann lässt man doch Reserve.

    Ich meine: linecards haben die übrig. Kein invest nötig. Nur Stromkosten.

    Das wäre doch extrem dumm zahlende Kunden abzulehnen. Selbst WENN man dafür irgendwie wieder eine linecard DAZU stecken müsste.

    Ausnahme natürlich: es ist schon überbaut.

    Einmal editiert, zuletzt von southy1234 (23. November 2023 um 08:18)