Beiträge von murphaph

    Ich bin gerade im Urlaub und merkte gestern, dass meine wireguard Verbindung getrennt wurde. Failover (VDSL der O2) funktioniert weiterhin. Bei der DNS:Net-Verbindung bekommt der Router keine PADO Pakete mehr vom ISP zurück. Aus der Ferne will ich nichts weiteres versuchen, falls ich gar kein VPN mehr habe. Habe eh nur mein Handy dabei. Hat sonst jemand das Problem auf einmal? Ist DNS:Netz gestern Nachmittag im Ort gewesen? Jemand was gesehen? Es ist ca. 15 Uhr ausgefallen.

    Na dann schauen wir mal was passiert. Ich denke nicht, dass die Kündigungen nur im Vertrieb sind. Der Kundendienst ist noch schlechter geworden (Fragen, die im Chat gestellt werden werden nicht mehr bearbeitet). Features werden nicht weiter entwickelt. Es würde mich nicht wundern wenn die Kündigungen einfach die Firma vor einem Verkauf "schlanker" zu machen sind. Das kennt man ja, das sowas passiert.

    Auf Facebook liest man auch über Entlassungen unter den Software-Entwicklern zumindest. Vielleicht erklärt das, warum ich nach mehr als einem Jahr immer noch nicht meine Rechnungen im Kundenportal sehen kann. Es ist bei euch auch so?

    Mir ist vor kurzem auch etwas "lustiges" passiert. Seit März sind keine Geldbeträge von unserem Konto abgebucht worden (Lastschriftverfahren). Dies ist uns aber nicht aufgefallen. Dann hat DNS:Net Mitte Oktober einfach mehrere hundert € auf einmal abgebucht. Wir waren erstmals geschockt und haben sofort versucht das mit dem Kundendienst zu klären....erfolglos. Eine Antwort bleibt bis heute aus. Erst nachdem wir durchs Konto gesucht haben war es halbwegs klar was passiert ist aber auf genau die Summe, die abgebucht wurde kommen wir nicht. Es herrscht nach wie vor Chaos im Laden.

    Eine Dame in Brieselang wartet seit über 2 Wochen auf Feedback. Ihre Leitung wurde durch Bauarbeiten in der Straße beschädigt und niemand fühlt sich zuständig sie zu reparieren. Das ist die größte Gefahr für mich. Wenn alles rund läuft, merkt man nicht wie chaotisch die Firma ist. Wenn was kaputt geht, hat man möglicherweise (wie diese Dame in Brieselang) die A...karte. Deswegen behalten wir weiterhin unseren VDSL-Anschluss.

    Apropos VDSL...Aus Kostengrunden wollte mein Nachbar DNS:Net kündigen und zu seiner alten VDSL der Telekom zurück wechseln. Abgelehnt! Angeblich sind keine Ports im MSAN mehr verfugbar. Die einzige sinnvolle Erklärung für mich ist, dass die Telekom fängt an die Linecards auszubauen. VDSL gibt es auf jeden Fall noch, da wir unsere Leitung noch haben. Da tut die Telekom der DNS:Net einen Gefallen lol.

    Ich habe vorhin Spülbohrungen vor der Fleischerei Gädecke (Nauener Str.) in Richtung Total-Tanke/Gewerbegebiet feststellen können. Alle Fahrzeuge mit polnischen Kennzeichen, also weder Strom noch Wasser. ;)

    Heute in der Maxim Gorki Str. in Brieselang habe ich ein Polnisches Team, das im Auftrag der DNS:Net gearbeitet hat gesehen. Die haben einen Hausanschluss gemacht.

    Hier sieht man schön, wie man keinen Einfluss hat, weil der ISP irgendetwas an seinem Netzwerk umstellt. Dafür habe ich mein Fallback. Aber so etwas passiert auch gerne mal tagsüber.

    Nur die IP-Adresse wird sich dann auch mit hoher Wahrscheinlichkeit ändern. Somit wird man viele Dienste neu aufbauen müssen.

    Jedenfalls lieber eine echte öffentliche IP-Adresse, die wechselt, anstelle einem CGNAT mit dauerhaften privaten IP-Adresse wie bei Vodafone.

    Und wenn die 24-Std.-Trennung, wie ich per Cron, auf dieMorgenstunden schiebe ist es so gar kein Problem, ich bin selten um 03:00 Uhr wach. ;)

    Eben. Ist mir auch vor ein paar Tagen passiert:

    Mitten am Tag. Nichts mit einer Zwangstrennung zu tun, einfach kurz weg. Wenn man sowas nicht dulden kann wirds schon sehr schwierig mit der ISP-Suche. Das war O²-VDSL aber wie bei dir ist mein GF auch ab und zu mal kurz weg. Nun ob das einmal die Woche passiert oder halt einmal am Tag um 04 Uhr macht wirklich kein Unterschied, finde ich. Bei der Zwangstrennung ist es sogar innerhalb von <10s wieder da. Schöner wäre es ohne Zwangstrennung und die "Notwendigkeit" dies in den frühen Morgenstunden zu verschieben aber ein Deal-Breaker ist es wirklich nicht.

    Gut zu wissen. Damit ist das kein Provider, den ich in Betracht ziehen würde.

    Das wird etwas schwierig sein für dich fürchte ich. Hier in D machen vielen oder sogar die meisten ISPs immer noch diese Zwangstrennung. Ist wirklich ein deutsches Phänomen, deswegen findet man die "Zwangstrennungselbermachenknopf" bei AVM aber bei vielen nicht deutschen Router-Herstellern eben nicht. Mein Edgerouter kann es nativ auch nicht. Benutze ebenfalls ein Cronjob und habe gar keine Probleme mit 2x Reconnects oder sowas. 1 Zwangstrennung um 04:00 für DNS:Net GF und dann eine Stunde später wieder für O² DSL. Läuft einwandfrei.

    OP: Habe ich sofort vermutet, dass es an deinem Cronjob lag. Kann passieren! Freut mich, dass die Lösung so einfach war :)

    Ist das nicht der Normalbetrieb?

    Nein. Normalbetrieb für diese "Multifunktionsgeräte" ist Modem+Router+WLAN.

    Genau, im "Modem-Modus" läuft dann kein DHCP-Server im Speedport (oder billigem Fritzbox 7412 von eBay). Das ist alles im ER. Im Modem-Modus wird (mehr oder weniger) ausschließlich die DSL-Signale in Ethernetsignale umgewandelt, ähnlich wie im ONT die Lichtsignale in Ethernetsignale umgewandelt werden. Da ist nichts mit Routing usw, einfach DSL->Ethernet.

    Du verbindest ein DSL-Modem direkt mit einer Buchse des ER-X und gibst dann im ER-X die Zugangsdaten an und das funktioniert als Failover? Aber mit welchem Modem soll das funktionieren?

    Ich habe dafür einen kleinen Fritz Box 7412 auf eBay für 10€ gekauft. Der kann Vectoring bis 100 mbps. Reicht also für meine 50er Leitung völlig aus. Dieser läuft als reines DSL-Modem, nicht als Router. PPPOE-Einwahl wird vom ER-X übernommen. Funktioniert einwandfrei. Sobald Glasfaser weg ist, läuft alles (unbemerkt) über die gute alte DSL. Wenn GF wieder da ist, springt der ER-X darauf zurück. Fast jeder handelsübliche DSL-Modem/Router/WLAN-Dingsbums kann als dummes Modem ohne Router/WLAN fähigkeiten dienen.

    Also ist der ERX eine zentraler Hub im Netz der auf beide WANs Zugriff hat, mit einer statischen IP konfiguriert ist und einen DHCP-Server laufen lässt.
    Den Endgeräten im Netz gibst du vermutlich die statische IP des ERX als Gateway?

    Der ERX ist der Router/Firewall in meinem Netzwerk. Er macht das ganze Routing. Er ist VLAN-Fähig, damit man seine unterschiedliche Netzwerke trennen kann (in meinem Fall gibt es Home, Child, SmartDNS, IoT und Security). Mein Sohn z.B. kommt nur auf das Internet und den Drucker. Ich (Home) komme auf alles. Unsere Chinesischen Saugroboter mit fragwürdiger Firmware kommen auch nur auf das Internet um Updates zu erhalten aber nicht auf das Heimnetz usw. Alles schön gentrennt. Dafür muss der Switch natürlich auch VLAN-fähig sein.

    Der ERX hat eine feste IP aber in meinem Fall beziehen die Endgeräten selber alles (Gateway-IP-Adresse, eigene IP-Adresse, DNS-Adressen) per DHCP vom ERX.

    Für jemanden, der bis gestern noch nicht wusste, ob es eventuell besser sei, den DSL Anschluss noch für 3-6 Monate zu behalten, bist du heute bereit, recht großen Aufwand zu betreiben.

    Ich hätte das Ganze recht pragmatisch gelöst, wenn es hier nur um German angst geht.

    Das stimmt. Wenns nur um diese 3-6 Monate geht lohnt es sich kaum in neuer Hardware zu investieren.

    Was macht nun der ER-X? Würde man nun die beiden Routerund den Switch einfach alle zuammen an den ER-X hängen und dessen DHCP-Server nutzen?

    Ja. Bei mir habe ich nur den ERX als Router im Betrieb. DHCP übernimmt er auch, also keine Probleme mit Leases falls WAN1 nicht erreichbar ist. Vorm ERX sind GF-ONT (WAN1) und DSL-Modem (WAN2). Hinter dem ERX ist der Switch. Wireguard habe ich extra auf dem ERX installiert, damit mein Netzwerk von Außen erriechbar ist, nativ im GUI unterstützt er nur openVPN und IPSEC. Das einzige was er nicht (mehr) macht ist DNS. Dafür habe ich 2x Rasperrys mit PiHole drauf. Relativ Leistungsfähig für 50€ ehrlich gesagt.

    Eigentlich hänge ich einer meiner Access Points (der im EG, der mir am wichtigsten ist) direkt am POE-Port des Routers, als Redundanz falls der Switch mal ausfällt (wenn der ERX mal ausfällt ist alles tot, für diesen speziellen Fall habe ich aber einen Zweiten Gerät mit der aktuellen Konfiguration parat aber das ist wirklich Geschmackssache.

    Der Router OS (EdgeOS) ist Vyatta basiert, also Linux. Man kann alles per SSH und CLI machen, also mehr als im GUI, obwohl man relativ viel im GUI machen kann. Zwangstrennungen sind nur per CLI einzurichten, nicht im GUI.