Habe ich Glasfaserkabel im Keller?

  • Willkommen im Forum!

    Du hast kein Glasfaserkabel im Keller. Auf den Fotos erkennt man zwei 7x1,5 mm Mikrokabelrohre des Herstellers Emtelle in denen ein Glasfaserkabel eingeblasen werden könnte.

  • Danke für die Info!


    Bei uns im Ort steht der Glasfaserausbau an.

    Wir überlegen noch ob wir abschließen.

    Wir hatten Bedenken, wenn die Kabel mit der Erdrakete durchs Erdreich geschossen werden, dass Wasserleitungen o.ä. beschädigt werden könnten.

    Können wir davon ausgehen, dass die Ausbaufirma (Glasfaser Plus) die 2 gezeigten Rohre verwendet? Das wird für die so am einfachsten sein, oder? Wie genau muss man sich das Einblasen über bei uns ca 15 Meter vorstellen?

    Ich würde weniger mit der Unterschrift zögern wenn ich wüsste dass keine Erdrakete zum Einsatz kommt....

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  • Nun schießt die Erdrakete sich nicht durch das Erdreich, sondern hämmert sich langsam mit einem pneumatischen Antrieb hindurch. Der Begriff Erdrakete ist da sehr verfälschend. Mit der gleichen Technologie werden übrigens auch Gasleitungen verlegt.

    Bei uns wurde, obwohl vorgartenfreundlich mit Erdrakete versprochen, mit Handschachtung gearbeitet. Sanfter geht es gar nicht und die Gf-Mikrokabelrohre liegen auch nur Mindertief, d.h. knapp eine Spatenlänge tief. Wasserleitungen müssen deutlich tiefer liegen.

    Wie dem auch sei, GlasfaserPlus ist eine Kooperation von Deutscher Telekom und dem IFM Investmentfond als Geldgeber. Insofern ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, das die Telekom die von ihr verlegten Kabelrohre verwendet. Entscheidend ist allerdings, dass alle beiden Rohrenden (bzw. deren Lokation) bekannt ist.

  • Ok. Nochmal danke!

    Ich werde versuchen irgendeinen Bauleiter hier am Ort zu konsultieren, ob diese Rohre verwendet würden.

    Die Lokation werden die strassenseitig schon wissen, wird halt der Anschlusspunkt sein wo auch die DSL-Leitung abzweigt?

    Das Einblasen funktioniert auch wenn die Rohre ums Eck gehen?

  • Üblicherweise gibt es vor dem Einblasen eine Hausbegehung bei der die Montageorte von HÜP und Gf-TA festgelegt werden. Ebenso die Leitungswege.

    Grundsätzlich ist es jedoch eine gute Idee sich mit einem Bauleiter in Verbindung zu setzen. Ich gehe davon aus, dass GlasfaserPlus nichts von den vorhandenen Mikrokabelrohren weiß und sich erst einmal schlau machen müssen. Je zeitiger dies geschieht, desto besser ist es. Alles andere klärt sich dann.

    Zu den Begrifflichkeiten gibt es hier im Forum eine Art Glossar: Deutsche Glasfaser: verbaute Hardware

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  • Ich würde weniger mit der Unterschrift zögern wenn ich wüsste dass keine Erdrakete zum Einsatz kommt....

    An deiner Stelle würde ich den Anschluss auf alle Fälle abschließen. Falls sich dann vor dem Ausbau noch Erkenntnisse für dich ergeben die dich zweifeln lassen kannst du immer noch stornieren. Wenn du aber mal zu lange gewartet hast, fährt der Glasfaserzug erstmal an deinem Haus vorbei.

  • Wenn du vor drei Jahren gebaut hast, wo kommen denn da die beiden Leerrohre her? Wer hat die denn gelegt?

    Zum Thema Erdrakete: Falls bei dir überhaupt ein neues Leerrohr gelegt werden muss, dann liegt das in der Verantwortung des ausbauenden Unternehmens. Die Erdrakete kam weltweit viele Millionen Male zum Einsatz.

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  • An deiner Stelle würde ich den Anschluss auf alle Fälle abschließen. Falls sich dann vor dem Ausbau noch Erkenntnisse für dich ergeben die dich zweifeln lassen kannst du immer noch stornieren.

    Ein Storno ist lt. Telekom bis 2 Wochen nach Vertragsabschluss möglich.


    Wenn ich heute abschließe und in 4 Wochen findet die Begehung statt wo festgestellt wird, dass eine Technik zum Einsatz kommt, die mir missfällt, kann zumindest lt. Auskunf im Telekom Shop nicht mehr storniert werden.

  • Wenn du vor drei Jahren gebaut hast, wo kommen denn da die beiden Leerrohre her? Wer hat die denn gelegt?

    Zum Thema Erdrakete: Falls bei dir überhaupt ein neues Leerrohr gelegt werden muss, dann liegt das in der Verantwortung des ausbauenden Unternehmens. Die Erdrakete kam weltweit viele Millionen Male zum Einsatz.

    Da die beiden Leerrohre bei der Mehrsparteneinführung genau dort rauskommen wo auch das DSL-Kabel rauskommt muss vmtl. es die Telekom selbst gewesen sein, die diese Lehrrohre mit eingezogen hat.

    Da ich schlüsselfertig gebaut habe und nicht selbst vor Ort war habe ich nichts davon mitbekommen.


    Erdrakete: Verantwortlichkeit nicht bei mir ist gut. Wenn die mein Wasserrohr oder Stromanschluss beschädigen und danach bis zu einer Reparatur nichts mehr geht, ist mir damit nicht geholfen. Auch hätte ich keine Lust auf das Durchsetzen irgendwelcher Ansprüche und Streitigkeiten .

  • Ein Storno ist lt. Telekom bis 2 Wochen nach Vertragsabschluss möglich.

    Wenn ich heute abschließe und in 4 Wochen findet die Begehung statt wo festgestellt wird, dass eine Technik zum Einsatz kommt, die mir missfällt, kann zumindest lt. Auskunf im Telekom Shop nicht mehr storniert werden.

    Die Vorgehensweise im Erdreich wird nicht bei der Hausbegehung festgelegt. Dies entscheiden die Tiefbau-Mitarbeiter vor Ort in "Echtzeit".
    Wenn du dir da unsicher bist, kannst du ja ein Leerrohr bis zur Grundstücksgrenze selber legen oder nichts bestellen. Hat viele Vorteile (Jahreszeit, Tiefe, etc). Grundsätzlich werden ja die Glasfaser-Pipe nur so in 40 bis 60 cm Tiefe auf dem Grundstück verlegt, die Bautrupps sind schon wenig begeistert, wenn man sie nötigt über die Mehrspartenhauseinführung in 120-160 cm Tiefe zu buddeln. ;) Aber nur dann kommen sie ja in den Bereich der anderen Versorgungsleitungen.

    Bei uns im Ort wurden von 4500 Grundstücke 3500 mit Glasfaser erschlossen. Dabei wurden auch die Variante mit der Bodenverdrängungshammer genutzt, allerdings nur im Bereich der Straßen, nie den Einsatz auf Grundstücken gesehen. Es gab hier keine Schäden. Im Gegensatz zu den Wasserbetrieben, die in derselben Zeit mit dem Bagger 2x die Mittelstrom-Versorgung gekappt haben. Ich war im Rahmen der Gemeindevertretung in dem Thema Glasfaser eingebunden, daher das Hintergrundwissen.

    Jedenfalls hört man fast nie von Problemen auf Grundstücken, besonders bei den Tausenden von erstellten Anschlüssen.

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  • Handelt es sich um ein Neubaugebiet? Vielleicht hat ja die Telekom vor drei Jahren schon gewusst, dass sie die Erschließung mit GF bekommen wird. Dann könnte es sein, dass die Pipes bereits bis zu den Verteilkästen laufen und die GF nur noch eingeblasen werden muss. Das wäre natürlich der Idealfall - aber es kann ja auch mal ideal laufen im Leben ;)

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