(gelöst) Welche Verbindung für Glasfaseranschluss und FritzBox

  • Hallo! Wir haben seit Kurzem einen Glasfaseranschluss von DNS:NET und haben uns dazu eine FB 5690 Pro geholt. Die steht gerade direkt neben unserem ONT (Genexis FiberTwist G2410) im Keller und ist über WAN mit diesem verbunden. Von dort aus übertragen wir dann das Signal über Powerline in den Rest des Hauses und haben außerdem in der nächsten Etage trotz stahlverstärktem Zwischenboden immer noch ein annehmbares WLAN-Signal von der FB selber. Wir würden den Aufbau aber gerne verbessern und wissen nicht, was die beste Option ist.

    Die erste Variante wäre unser ONT mit dem passiven Genexis FiberTwist F2115 auszutauschen und dann von dort aus ein Glasfaserkabel in den Mittelraum von unserem Keller zu legen, wo wir die FB dann direkt an die GF anschließen und das Signal wieder über Powerline im Haus verteilen würden.

    Die zweite Variante wäre das ONT mit einem alten, aktuell ungenutzten Ethernetkabel, was vom Keller in unser Wohnzimmer führt zu verbinden und dann die FB im Wohnzimmer über WAN mit unserem aktuellen ONT zu betreiben.

    Eine GF-Verbindung vom ONT direkt ins Wohnzimmer zu legen ist leider keine Option, weil wir durch den Zwischenboden nicht bohren können. Andere Ideen sind natürlich auch sehr willkommen.

    Vielen Dank schonmal vorab

    Einmal editiert, zuletzt von Tovi08 (6. Oktober 2024 um 19:34)

  • Ich würde auf jeden Fall zu einer Variante ohne Powerline raten. Das macht einfach zu häufig Ärger, wenn man sich so durch die Foren liest. Von daher finde ich die Variante mit dem Ethernet Kabel sehr charmant.

  • Wenn die Möglichkeit ein Gf-Kabel zu verlegen ausscheidet, dann ist die zweitbeste Lösung die mit der Verwendung des Ethernetkabels.

    Powerline, in den modernen G.hn Varianten ist zwar keinesfalls der Störer, so wie es häufig hingestellt wird (da wird nur papageienartig wiedergegeben, was vor über 20 Jahren für billigste Chinaware galt), dennoch hast Du ggf. mit Instabilitäten zu kämpfen, auf alle Fälle mit drastischer Bandbreitenreduzierung. Es stellt eine Notlösung dar, wenn nichts anderes geht.

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  • Powerline, in den modernen G.hn Varianten ist zwar keinesfalls der Störer, so wie es häufig hingestellt wird (da wird nur papageienartig wiedergegeben, was vor über 20 Jahren für billigste Chinaware galt)

    Gilt für xDSL immer noch, da hier die Frequenzbereiche übereinstimmen, also xDSL Signal durch Powerline gestört werden kann. Bei einem GF-Anschluß aber irrelevant.

  • Gilt für xDSL immer noch, da hier die Frequenzbereiche übereinstimmen,

    Nein, da moderne Hardware entsprechende Kammfilter besitzt und die sogar im Falle von devolo Hardware diese im Zusammenspiel mit AVM Fritzen automatisch anpassen (via TR-064).

  • Unser Experiment mit besagtem Magic 2 führte zu sofortigem Syncverlust der versorgenden VDSL-Leitung.

    Die automatische Anpassung finde ich auch recht egoistisch, der Nachbar hätte ja wahrscheinlich auch gerne eine stabile VDSL-Verbindung und dessem Fritz!Box kann dem Adapter nichts erzählen.

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  • Je nachdem wie relevant gutes WLAN im Keller ist, könnte der Router im Keller bleiben und im Wohnzimmer könnte man einen Repeater über das vorhandene Ethernet Kabel anschließen, dann hätte man am Repeater auch eine stabile Verbindung und guten WLAN Empfang in 2 Etagen.

  • könnte der Router im Keller bleiben und im Wohnzimmer könnte man einen Repeater über das vorhandene Ethernet Kabel anschließen,

    Das hätte zudem auch den gravierenden Vorteil, dass durch die Verwendung eines Repeaters als Accespoint, eine WLAN Datenübertragung nicht wie bei einer Funkverbindung zum Router nahezu halbiert wird. Zusätzlich könnte man auch einen Switch im Wz für direkte LAN-Anschlüsse installieren...

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  • Unser Experiment mit besagtem Magic 2 führte zu sofortigem Syncverlust der versorgenden VDSL-Leitung.

    Die automatische Anpassung finde ich auch recht egoistisch, der Nachbar hätte ja wahrscheinlich auch gerne eine stabile VDSL-Verbindung und dessem Fritz!Box kann dem Adapter nichts erzählen.

    Habt ihr eine manuelle Anpassung (das geht ja ebenfalls) durchgeführt?

  • Das hätte zudem auch den gravierenden Vorteil, dass durch die Verwendung eines Repeaters als Accespoint, eine WLAN Datenübertragung nicht wie bei einer Funkverbindung zum Router nahezu halbiert wird. Zusätzlich könnte man auch einen Switch im Wz für direkte LAN-Anschlüsse installieren...

    Halbiert? Wird sie das? Habe ich bisher so nicht beobachtet.

    Gleich mal getestet:

    MacBook Air --- Wifi 5 GHz --- FritzRepeater 6000 --- Wifi 5 GHz --- FritzBox 4000 --- DG (Tarif 400/200) ...

  • Nein, ich war da aber auch selbst nicht vor Ort. Im nächsten Schritt wollte man dann erstmal die betroffenen Steckdosen auf die gleiche Phase legen, das war beim ersten Versuch nicht einmal sichergestellt.

    Leider ist der Standort eine KiTa und da wollte man nicht gleich am helllichten Tage alles außer Gefecht setzen.

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  • Also Powerline bleibt die mit Abstand schlechteste Lösung und ein gutes Stück Lotterie.

    Da gebe ich Dir absolut Recht. Bis vor 6 Monaten hatte ich auch ein aktuelles Fritz Powerline im Haus und immer wieder Störungen und x-fache Neusynchronisationen bei VDSL 175. Dann habe ich feste Leitungen verlegt - seitdem ist das Netz stabil.

    Gruß Jan

  • Halbiert? Wird sie das? Habe ich bisher so nicht beobachtet.

    Gleich mal getestet:

    MacBook Air --- Wifi 5 GHz --- FritzRepeater 6000 --- Wifi 5 GHz --- FritzBox 4000 --- DG (Tarif 400/200) ...

    Das ganze hängt von der Hardware ab und wie Mesh umgesetzt wird. Bei AVM gibt es eine Kombi, die nutzt eine 2. Funknetz bei 5 GHz, da wird dann nichts langsamer.

    Aber grundsätzlich halbiert sich die WLAN-Geschwindigkeit bei Meshnetze, die denselben Kanal und Antennen nutzen. Die liegt daran, dass WLAN die Kommunikation in Zeitschlitze verteilt.

    Bei manchen AP kann man auch sagen Mesh per 5 GHz und zu den Client 2,4. Dies ist bei großen Meshnetzen hilfreich.

    Dein Fritz Repeater 6000 sollte es können. Ist aber auch kein Schnäppchen.

    2400 MBit/s (5 GHz, 4 x 4, 80 MHz)
    + 2400 MBit/s (5 GHz, 4 x 4, 80 MHz)
    + 1200 MBit/s (2,4 GHz, 4 x 4, 40 MHz)

  • Alo sollten wir auf keinen Fall Powerline zur Signalverteilung nutzen? Wäre es dann theoretisch besser, z.B. einen Fritz Repeater 1200 AX oder einen anderen direkt über dem Kellerraum zu platzieren, per WLAN mit der FB zu verbinden und die FB mit GF direkt anzuschließen oder ist da die Option mit der FB im Wohnzimmer immer noch besser? Und ist eigentlich ein Bandbreitenverlust oder eine Latenzerhöhung durch ein aktives ONT vor der FB spürbar oder überhaupt vorhanden?

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  • Direkte Netzwerkverbindung via Gf- oder auch Kupfer (LAN) Kabel ist immer noch das beste und störunempfindlichste.

    Weder bei WLAN noch bei Powerline hast Du eine exklusive Leitung nur für die Datenübertragung.

  • Alo sollten wir auf keinen Fall Powerline zur Signalverteilung nutzen?

    Sagen wir mal so: Powerline ist die absolute Notlösung wenn gar nichts anderes geht. Solange es Alternativen gibt, würde ich die bevorzugen.

    Wäre es dann theoretisch besser, z.B. einen Fritz Repeater 1200 AX oder einen anderen direkt über dem Kellerraum zu platzieren, per WLAN mit der FB zu verbinden und die FB mit GF direkt anzuschließen oder ist da die Option mit der FB im Wohnzimmer immer noch besser?

    WLAN Verbindungen über Stockwerke hinweg sind immer tückisch. Zwar besser als Powerline, aber wenn es ein Kabel vom Keller ins EG gibt, dann nutze das Kabel. Falles es ein OG gibt, kannst du vom EG ins OG dann im Zweifel immer noch per WLAN arbeiten.

    Und ist eigentlich ein Bandbreitenverlust oder eine Latenzerhöhung durch ein aktives ONT vor der FB spürbar oder überhaupt vorhanden?

    Der ist nicht vorhanden.

    Es gibt zwei Möglichkeiten: Den Router im Keller an den ONT anschließen und dann per LAN ins Wohnzimmer und dort Switch/Repeater usw. unterbringen.

    Alternativ Router ins Wohnzimmer und per Kabel an den ONT anschließen. Daran kannst du ebenfalls Geräte per LAN Anschließen und sparst so vielleicht den Repeater/Switch.

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  • Tovi08 8. Oktober 2024 um 17:42

    Hat den Titel des Themas von „Welche Verbindung für Glasfaseranschluss und FritzBox“ zu „(gelöst) Welche Verbindung für Glasfaseranschluss und FritzBox“ geändert.
  • Wir haben uns jetzt für die Lösung mit der FB im Wohnzimmer entschieden, weil eine gute WLAN-Abdeckung im Keller für ins absolut nich essentiell ist und wir außerdem wahrscheinlich sogar gar keine Repeater brauchen, um das WLAN im Haus zu verteilen