Telekom-Glasfaser eigene Gf-TA?

  • Hallo zusammen,

    bei uns wird in diesem Jahr (hoffentlich) FTTH von der Telekom ausgebaut.

    Abgesehen davon, ob es finanziell sinnvoll ist: Ist es möglich, sich auf eigene Kosten vorher schon eine eigene Gf-TA (z. B. Kaiser E3S Connect Unterputz) einzubauen und das entsprechende Kabel bereits zu verlegen, welches dann später einfach vom Techniker an den "HÜP" angeschlossen wird?

    Oder besteht die Telekom bzw. der Techniker darauf, dass deren eigene Kabel und (Aufputz-)Dosen verlegt und verwendet werden?

    Danke schonmal für alle Hinweise und Erfahrungen! :)


    (Es hätte für mich u. a. den Vorteil, dass ich im Voraus weiß, ob wir die Glasfaser durch das bestehende Leerrohr kriegen - und sonst nochmal umplanen könnten -, und dass es mit einer Unterputzdose etwas schicker ist.)

  • Ist es möglich, sich auf eigene Kosten vorher schon eine eigene Gf-TA (z. B. Kaiser E3S Connect Unterputz) einzubauen und das entsprechende Kabel bereits zu verlegen, welches dann später einfach vom Techniker an den "HÜP" angeschlossen wird?

    Sollte kein grundsätzliches Problem sein. Es gibt von der Telekom diesen Ratgeber für Gebäudenetze, bei dem in Kapitel 8.4 auch Empfehlungen für verschiedene Varianten von Glasfaser-TA (Aufputz und Unterputz) gegeben werden. Der Ratgeber ist dazu gedacht Empfehlungen zu geben, wie man bei einem Neubau oder einer Sanierung ein Gebäude netzbetreiberunabhängig auf FTTH vorbereitet.

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  • Danke euch! Zwar zwei verschiedene Einschätzungen, aber dadurch kann ich mir schonmal ein Bild machen.

    Mir ist auch noch eingefallen, dass, sollte das mit der Gf-TA und dem Kabel nicht möglich sein oder der Techniker einen schlechten Tag haben, ich das Kabel und die Dose auch einfach als Verbindung zwischen Gf-TA und ONT nutzen könnte. Das wäre ja praktisch mein Verantwortungsbereich. Gf-AP und Gf-TA kommen dann einfach direkt nebeneinander.

  • Da gibt es einfach zwei Grundgedanken. Die erste ist den Provider möglichst lange in der Verantwortung zu lassen und da sind Gf-AP/HÜP und Gf-TA weit voneinander entfernt (beispielsweise in MFH sollte es immer so sein: HÜP im Keller, Gf-TA in der Wohnung).

    Der andere Gedanke ist aus der Idee geboren möglichst viel in der eigenen Hoheit zu haben, hier sitzen HÜP und Gf-TA dicht beieinander.

    Es ist weniger eine Frage von richtig oder falsch, sondern hängt vielfach von den Bedingungen vor Ort ab, welche Lösung man wählt.

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  • In meinem Fall ist es ein EFH. Glasfaser wird im Keller ankommen und die ganze aktive Technik steht im EG.

    Eine Aufputz-Telekom-Dose hätte ich lieber nicht im Technikraum; da wirkt die eigene Glasfaser-Dose im Brüstungskanal schon wesentlich attraktiver. Zudem wird sicherlich einiges im Laufe der Zeit hin und her gebastelt - da wäre es von Vorteil, wenn ich bei Schäden schnell selbst das Kabel tauschen oder bei Bedarf die Dose versetzen könnte bzw. dürfte. Das würde dann eher für Gf-TA im Keller sprechen.

    Großer Nachteil wäre eben, wenn die Leitung irgendwelche Probleme verursacht... Das LWL-Kabel wird durch einen Kanal gezogen, in dem bisher ein Koax-Kabel liegt, weshalb ich davon ausgehe, dass die Biegeradien passen werden, aber wer weiß... :S Werde das verlegte Kabel definitiv vorher mit Medienkonvertern testen. Wenn nichts läuft, müsste ich meine Entscheidung eben doch noch ändern und der Techniker muss sein Glück versuchen.

    Auf jeden Fall nochmal danke für den Input! Bringt mich der optimalen Lösung ein ganzes Stück näher.

  • Im Grunde ist es so:

    Gf-TA ist der gesetztlich vorgeschriebene Netzabschluss und wird/muss vom Netzbetreiber installiert werden da der Anbieter ja auch die Haftung übernehmen muss... wird ja hier auch immer wieder mal drauf hingewiesen.

    Wenn du Pech hast, und es kommt einer der es ganz genau nimmt, wird er es nicht in Betrieb nehmen da es keinen Support für Kundennetze gibt.

    Was denkbar wäre ist: hab ich auch schon einige Male vorgeschlagen: Telekom Gf-TA neben den HÜP/OneBox von dort kannst du dann deine eigene Leitung einstecken die dann ins EG/OG führt.

    Der Standart verlängerte Leitungsweg wird bei Dir nicht gehen da es kein UP Gf TA im Sortiment der Telekom gibt.

    Glasfasermonteur aus Leidenschaft

  • Telekom Gf-TA neben den HÜP/OneBox von dort kannst du dann deine eigene Leitung einstecken die dann ins EG/OG führt.

    Genau das ist seit dem letzten Post auch mein favorisierter Weg. :thumbup:

    kein UP Gf TA im Sortiment der Telekom gibt

    Was ich als Glasfaser-Planungs-Laie für eine komische Entscheidung halte. Bei Kabel oder DSL hängt mir doch auch niemand irgendeine Box einfach an die Wohnungswand. (Dass man nicht in 19"-Schränken und co. installiert, leuchtet mir hingegen absolut ein.) Aber ist auch kein Weltuntergang - für Leute, die das stört, gibt es ja zumindest im EFH die o. g. Lösung.

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  • Genau das ist seit dem letzten Post auch mein favorisierter Weg. :thumbup:

    Was ich als Glasfaser-Planungs-Laie für eine komische Entscheidung halte. Bei Kabel oder DSL hängt mir doch auch niemand irgendeine Box einfach an die Wohnungswand. (Dass man nicht in 19"-Schränken und co. installiert, leuchtet mir hingegen absolut ein.) Aber ist auch kein Weltuntergang - für Leute, die das stört, gibt es ja zumindest im EFH die o. g. Lösung.

    Die Herausforderung besteht eher darin dass die Buchse unterhalb des Gf TA sitzt. bei einer UP Installation wäre das schwierig.

    Ich hab mal als Beispiel eine Duplex TA angehangen, Simplex sehen im Prinzip gleich aus, eben nur mit einer Buchse

  • no6mis Für mich ist der Unterschied, dass solche Platten nie in Wohnzimmern oder Fluren (deshalb schrieb ich "Wohnungswand") verbaut wurden (hoffe ich jedenfalls sehr! ^^). Diese schönen Konstrukte haben wir auch im Keller - aber eben im Keller und nicht in der Wohnung. Und das ist für mich der große Unterschied zwischen den anderen Anschlussarten und FTTH.

    TAE- und Koax-Dosen werden standardmäßig (meiner Erfahrung nach) ja auch UP ausgeführt, integriert in die jeweiligen Schalterprogramme. Finde es komisch, dass bei Glasfaser da anders vorgegangen wird bzw. diese Option Telekom-seitig nicht einmal vorgesehen wird.

    Wie gesagt, im EFH alles okay, da dann - wie beim Kabelnetz - die Kabel in die Wohnung in der Verantwortung des Hauseigentümers liegt. Aber beim MFH finde ich es irgendwie nicht optimal. Hoffe, mein Gedankengang ist jetzt besser nachvollziehbar.


    Merlin_GF Ah okay. Ich hatte in meiner Naivität gedacht, dass eine solche Art von UP-Dose stattdessen auch verwendbar wäre, wenn die Telekom dies eben wollte.

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  • Merlin_GF Ah okay. Ich hatte in meiner Naivität gedacht, dass eine solche Art von UP-Dose stattdessen auch verwendbar wäre, wenn die Telekom dies eben wollte.

    ich denke es ist eine Frage des Preises... Es macht eben einen Unterschied von Anbieter A 100 000 Stück zu kaufen oder von Anbieter A und B "nur" 50 000


    Mir fällt da allerdings noch was ein... Ich habe mal von der Telekom gehört dass sämtliche NE4 Installation Rückbaufähig sein muss. Vllt ist das auch der Grund warum es keine UP Variante gibt

    Glasfasermonteur aus Leidenschaft

    Einmal editiert, zuletzt von Merlin_GF (17. Februar 2024 um 22:51)

  • Der Rückbau (ohne großen Aufwand) von Komponenten der Netzebene 4 scheitert ja schon bei der CuDA. Üblicherweise ist diese Unterputz ohne Leerrohr verlegt. Genauso wie die TAE Dose, die den passiven Netzabschlusspunkt darstellt.

    Der Immobilienbesitzer ist zwar Eigentümer des Telefondrahtes, das Nutzungsrecht hat jedoch der Provider. Insofern unterscheidet sich CuDA auch nicht von Gf.

    Freilich wird sowohl an CuDA-, als auch an Gf-Installationen herumgebastelt. Ist ja nur ein Kabel... Im Gegensatz zu Kabel-Coax jedoch sehr robust, da muss nicht die Verstärkung individuell eingemessen und ggf. Dämpfungsglieder verbaut werden.

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  • Hi - ich stehe nun vor der gleichen Herausforderung.

    Welcher der 2 Gf-TAs der Fa. Kaiser wäre der richtige (Telekom Glasfaser)? Der mit der LC/APC QD Kupplung oder der mit der SC/APC DX Kupplung? Ich werde versuchen den Techniker der Telekom zu überzeugen, den passenden Gf-TA (Unterputz) der Fa. Kaiser zu nehmen und nicht die Standard Telekom-Aufputz-Gf-TA Dose.

    Herzlichen Dank!

  • Die Telekom verwendet LC/APC: https://www.telekom.com/de/blog/netz/a…il-3-4--1002356

    Die Netzebene 4 können Eigentümer so bauen wie sie wollen, natürlich müssen sie das auch selbst bezahlen. (Wenn die Telekom es ausführt, bestimmt die Telekom, wie es aussieht.)

    Der offizielle Anschluss ans Glasfasernetz erfolgt am optischen Splitter (MFH) oder am Hausübergabepunkt.

    Einmal editiert, zuletzt von wandler (20. Mai 2025 um 13:37)

  • Das öffentliche Netz endet am passiven Netzabschlusspunkt. In einem MFH ist das der Gf-TA in der Wohnung. Bis dahin hat ein Eigentümer oder auch Mieter nichts an der Glasfaser-Infrastruktur zu fummeln!

    In einem EFH ist häufig am HÜP eine Buchse für das Einstecken eines Glasfaserkabels frei zugänglich. Wohlwollend kann man diese Buchse als passiven Netzabschluss bezeichnen.

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  • Wohlwollend kann man diese Buchse als passiven Netzabschluss bezeichnen.

    Da der Gesetzgeber keine konkreten Vorgaben zu Form und Ausgestaltung des passiven Abschlusses macht, braucht es kein Wohlwollen. Die Buchse ist zugänglich und erfüllt damit die Vorgabe des Gesetzes.

  • Das öffentliche Netz endet am passiven Netzabschlusspunkt. In einem MFH ist das der Gf-TA in der Wohnung.

    Das ist die TKG-Definition des öffentlichen Netzes, diese beschreibt aber nicht die Eigentumsverhältnisse

    Das Telekom-Netz Ebene 3 endet am Hausübergabepunkt. Ab dort ist der Eigentümer der Netzebene 4 zuständig, regelmäßig der Eigentümer der Immobilie.

    Wenn die Telekom (ggf. gratis) eine Netzebene 4 für den Immobilieneigentümer errichtet, dann tut das sie natürlich nach ihren eigenen Vorgaben, ggf. mit Aufputzkanälen und Aufputz-Dosen. Aber niemand hindert einen Eigentümer daran, jemanden damit zu beauftragen, die NE4 selbst zu errichten. Diese muss dann nur am Übergabepunkt angeschlossen werden.