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Beiträge von Sowieso

  • Telekom Konkurrenten wollen "Fairplay-Vereinbarung" / Open Access

    • Sowieso
    • 12. August 2026 um 08:56
    Zitat von Silverio

    Die ersten Projekte fingen 2009 an.

    Vermutlich nicht ganz zufällig. Denn 2009 begann das erste Förderprogramm des Landes Schleswig-Holstein. Damals wurden auch kommunale Zweckverbände gegründet, um entsprechende Förderprojekte durchzuführen, also Fördergelder zu beantragen, die Netze zu bauen und an Betreiber zu verpachten. Beispiel wäre etwa der ZBmSH. Dass Stadtwerke grundsätzlich außen vor waren weil sie als Stadtwerke "schon dem Staat gehören", aber gleichzeitig die Kommunen kommunale Zweckverbände gegründet haben um die Fördergelder des Landes abzurufen und im Betreibermodell kommunale Glasfasernetze zu bauen und an Netzbetreiber zu verpachten halte ich für unwahrscheinlich.

  • Telekom Konkurrenten wollen "Fairplay-Vereinbarung" / Open Access

    • Sowieso
    • 11. August 2026 um 22:43
    Zitat von Silverio

    Eigenfinanzierter Ausbau durch die Stadtwerke. Förderung gab es damals nicht, da die Stadtwerke ja schon "dem Staat" gehören.

    Wann war "damals"? Im Breitbandprogramm des Bundes (seit 2015) gibt es z.B. keine solche Einschränkung.

    In der Liste mit den mittlerweile 2032 Projekten im Bundesförderprogramm mit erteilten Zuschlag (Stand 10.07.2026) findet sich z.B. als erstes Projekt mit Stadtwerksbeteiligung die Nummer 44 in Emsdetten. Dort hatte die Stadt Emsdetten Fördergelder beantragt und den Ausbau ausgeschrieben. Gewonnen haben die Ausschreibung 2018 die eigenen Stadtwerke ("...die sich in einem aufwändigen Ausschreibungsverfahren gegen die Konkurrenz durchsetzen konnte.")

    Alternativ behalten die Kommunen/Landkreise beim Ausbau nach dem Betreibermodell das Geld selbst und bauen ein kommunales bzw. landkreiseigenes Netz, für das dann der Netzbetrieb ausgeschrieben wird. Da kann es dann laufen wie bei der Projektnummer 2014 in Mühlacker: hier wurden offensichtlich die Stadtwerke Mühlacker direkt beauftragt mit den Fördergeldern ein kommunales Netz zu bauen. Die Stadtwerke haben den Netzbetrieb dann ausgeschrieben, Netzbetreiber des kommunalen Netzes wird hier die Netcom BW.

  • Glasfaser-NordWest versaut den Ausbau in dem es nur Tarife mit niedriger Bandbreite anbietet (bis 1Gbit)

    • Sowieso
    • 6. Juli 2026 um 21:49
    Zitat von Thomas1978

    Interessant, da Deutschland von 1969 bis 1982 SPD-regiert war.

    Na klar. Das war ja der Grund warum die Union nur wollte und nicht konnte. Und weswegen sie an die Umsetzung ging sobald sich 1982 die Situation änderte.

    In den 70ern war Privatfernsehen und zugehörige Kabelfernsehnetze lange Zeit ein Streitthema. Die Union wollte Privatfernsehen und Kabelnetze weil sie die ÖR als "zu sozialdemokratisch" ansah. Die SPD wollte das nicht weil sie (zumindest offiziell) die Bevölkerung "vor den schädlichen Einflüssen einer Reizüberflutung" schützen wolle.

    Und vor diesem Hintergrund war eine Grundsatzentscheidung zum Bau eines Glasfasernetzes "sobald die technischen Voraussetzungen vorliegen" eben auch ein Versuch diese Diskussion zu beerdigen. Und ob man die Einsatzreife einer Technik jetzt alleine an politischen Willensbekundungen festmachen möchte, oder daran wann diese Technik dann tatsächlich weltweit eingesetzt wurde ist vielleicht auch ein bisschen Einstellungssache...

  • Glasfaser-NordWest versaut den Ausbau in dem es nur Tarife mit niedriger Bandbreite anbietet (bis 1Gbit)

    • Sowieso
    • 6. Juli 2026 um 21:12
    Zitat von Schnurz

    Korrekt. Aber Kohl ja den Ausbau des Koax-Kabels statt GF forciert. Das hatte schon auch Auswirkung.

    Ja, die hätte die Union am liebsten sogar schon in den 70ern gebaut. Die ersten Glasfasenetze wurden ab Mitte der 80er errichtet (1984 wurde die Strecke Hamburg-Hannover in Betrieb genommen). Zehn Jahre später, bei Auflösung der Bundespost, hatte sie ein Glasfasernetz von 80.000km... "Echtes FTTH", über das wir heute reden, wurde aufgrund der teueren Technik damals aber weltweit noch nicht marktreif. Deutschland war aber auch in den 90ern schon Meister der Übergangslösungen. Aus gegebenem Anlass, weil sowieso viele Netze neu errichtet werden mussten.

  • Glasfaser-NordWest versaut den Ausbau in dem es nur Tarife mit niedriger Bandbreite anbietet (bis 1Gbit)

    • Sowieso
    • 6. Juli 2026 um 20:54
    Zitat von Thomas1978

    In Deutschland hat der flächendeckende Ausbau deutlich später und bei höheren Kosten begonnen.

    Bedanke dich bei Helmut Kohl für die heutige Situation, aber die deutschen Provider können nichts dafür.

    Keine Sorge: in den anderen Ländern hat der FTTH-Ausbau auch erst nach der Jahrtausendwende begonnen. Da war Kohl schon Geschichte.

  • Kupfer-Glas-Migration: „Homes connected macht keinen Sinn“

    • Sowieso
    • 5. Juli 2026 um 11:56
    Zitat von Edding

    ganz einfach linecard tausch bzw die wir wohl schon vorhanden sein optik tausch.

    Ich meinte das in der Hinsicht ob man nur die Optik tauschen muss, oder tatsächlich noch die Linecard. Ich würde vermuten dass letzteres zumindest in neueren Gebieten nicht mehr nötig ist.

  • Kupfer-Glas-Migration: „Homes connected macht keinen Sinn“

    • Sowieso
    • 5. Juli 2026 um 01:00
    Zitat von DLMttH

    Ist aber so. Bei Glasfaserplus hat die Telekom augenscheinlich noch mehr Kontrolle, von XGS ist da keine Spur.

    In Fördergebieten, die durch GF+ ausgebaut werden, habe ich das schon gesehen. Generell baut GF+ ja nur das passive Netz, die Technik wird von der Telekom gemietet.

  • Kupfer-Glas-Migration: „Homes connected macht keinen Sinn“

    • Sowieso
    • 5. Juli 2026 um 00:58
    Zitat von Schnurz

    Das wird denen irgendwann böse auf die Füße fallen, wenn ja die öffentlichen Förderungen heute auch symmetrische Datenraten als Fähigkeit fordern und höhere sich Datenraten als 1Gbit/s langsam etablieren.

    Geförderten Ausbau darf GFNW ja sowieso nicht machen. Wie gut sich die GFNW Hardware auf XGS-PON hochrüsten lässt wird man sehen. Ich denke das wird auch bei GFNW kommen.

    In einem der Dokumente zum Standardanangebot findet sich z.B. der Satz:

    "GFNW befindet sich aktuell in der Erweiterung der in dieser Ziffer 1 beschriebenen Produktvarianten hinsichtlich der Einführung einer Variante FTTH L2 PON 2000 1000 und beabsichtigt diese zukünftig anzubieten."

    (L2_FB_(2100)_V3.0_Anh_A_LB_Access_20241015.pdf in dem ZIP-Paket auf dieser Seite)

  • Glasfaser-NordWest versaut den Ausbau in dem es nur Tarife mit niedriger Bandbreite anbietet (bis 1Gbit)

    • Sowieso
    • 30. Juni 2026 um 19:16
    Zitat von BlackMage2

    Der BNetzA muss doch auch klar sein, das es wenig Sinn macht noch "ein Netz mit niedriger Kapazität" überhaupt noch als förderfähig zu erklären

    Die Bundesnetzagentur legt diese Mindestanforderungen nicht fest, das macht der Geldgeber des Förderprogramms. Beim Bundesförderprogramm also der Bund.

  • Warum wird die Telekom immer ausgezeichnet

    • Sowieso
    • 28. Juni 2026 um 18:59
    Zitat von Edding

    Theoretisch ja aber ob das von der DG freiwillig gewünscht ist, ist sehr fraglich.

    Zumindest in Pilotprojekten hat die DG mal entbündelte Glasfaser in ihrem PtP Netz angeboten. Das war zumindest so bei der (mittlerweile eingestellten) Kooperation mit der Telekom in Lüdinghausen (Seite 26 )

    "Eine erste Pilotvereinbarung zwischen der Deutschen Glasfaser und der Deutschen Telekom wurde in Lüdinghausen (Kreis Coesfeld) geschlossen.

    [...]

    Als Vorleistung wird der Deutschen Telekom eine entbündelte Glasfaser-TAL zur Verfügung gestellt."

    1&1 und Vodafone nutzen hingegen wohl Bitstrom-Vorleistungen. Ob das an einem mittlerweile mangelnden Interesse der DG an Vorleistungen mit entzündeter Glasfaser liegt, oder weil 1&1 und Vodafone kein Interesse haben. tausende PoPs mit eigener Technik zu bespielen weiß ich nicht. Ich würde aber vermuten dass zumindest letzteres auch eine wichtige Rolle spielt.

  • Warum dauert alles so lange

    • Sowieso
    • 23. Juni 2026 um 11:54
    Zitat von Michi

    Habt recht. Ich war bei Vodafone, ist eine wenig schwierig alles. Ob jetzt Telekom besser ist? Umgestellt auf DSL wurde ja das ich Magenta benutzen kann und die bei uns die Leitungen für Glasfaser verlegen sind zwar dran aber noch nicht fertig

    Wobei du ja nicht vorher hättest wechseln müssen. Du hättest auch einen Glasfasertarif ohne Übergangstarif buchen können. Dann wärst du bis zur Bereitstellung des Glasfaseranschlusses bei Vodafone geblieben. Es gibt eben viele (insbesondere die Haustürvertreter) die einem diese Übergangstarife aufschwatzen (oder sogar unterschieben).

  • 3 unterschiedliche Glasfaser-Anbieter

    • Sowieso
    • 22. Juni 2026 um 20:45
    Zitat von Poker_face

    Vor 10 Jahren wurde hier in jedem Dorf jeder Verteiler von der Telekom "verglast", da gab es das Neubaugebiet in unserem Dorf noch nicht. Jetzt mussten Sie wohl Glasfaser verlegen, oder nicht ? Weil Kupfer ist ja nicht

    Sie musste nicht Glasfaser verlegen, sie hätte auch Kupfer verlegen können, oder (zumindest wenn das Neubaugebiet nach 2021 gebaut wurde) gar nichts.

    Allerdings hat die Telekom ab 2015 angefangen Neubaugebiete oft per Glasfaser zu erschließen, wenn zumindest ein Anschluss an ihr Glasfasernetz relativ einfach möglich ist, wenn also z.B. an den Verteilern im Ort schon Glasfaser liegt. Das gilt auch für einzelne größerer Bauprojekte (z.B. Mehrfamilienhäuser insbesondere in Städten). Dementsprechend findet sich auf der Abdeckungskarte der Telekom in zahlreichen Städten und Kommunen Neubauten und Neubaugebiete mit FTTH-Versorgung, auch wenn die Umgebung nur FTTC hat.

  • Opfer des eigenen Erfolgs: Breitbandausbau kostet den Landkreis Millionen mehr [GVG Glasfaser, Landkreis Diepholz, Niedersachsen]

    • Sowieso
    • 18. Juni 2026 um 13:43
    Zitat von Edding

    Eher Opfer der eigenen Monopolisierung auf den Netzbetrieb.
    Diese Flecken Programme laufen deshalb so gut, weil man den Hausanschluss kostenfrei bekommt ohne den zwang einen der teuren Tarife buchen zu müssen.

    Das war im Landkreis Diepholz zumindest ursprünglich nicht so, siehe z.B. hier:

    "Voraussetzung für den kostenlosen Glasfaser-Hausanschluss ist der Abschluss eines Vertrages bei der GVG Glasfaser GmbH bis zum 31. März 2021, die mit ihrer Marke „nordischnet“ Telefon- und Internetprodukte bis ins Haus anbietet."

    Die Regel dass bei geförderten Ausbau der Anschluss auch ohne Tarifbuchung immer kostenlos sein muss wurde im Bundesförderprogramm glaube ich erst nach 2020 eingeführt, und gilt dann meines Wissens auch nur für die Förderprojekte die nach diesen Regeln gestartet wurden. Und das Projekt in dem Landkreis ist älter.

    Aber bei Förderprojekten für "weiße Flecken" war die Nutzungsquote eigentlich "schon immer" hoch. Das sind ja Adressen mit vorher weniger als 30 Mbit/s im Download. Und die hatten dann in der Regeln nicht 25 Mbit/s, sondern ADSL, und das oft mit einem Bruchteil des theoretischen ADSL-Maximums von 16 Mbit/s.

  • Pilotprojekt Deutsche Glasfaser + Telekom (2020 gescheitert)

    • Sowieso
    • 14. Juni 2026 um 10:55
    Zitat von frank_m

    Es ist nicht wie früher bei DSL und der Telekom, wo eine Regulierungsbehörde den Zugang gesetzlich geregelt hat. Der Glasfaser-Markt ist nicht reguliert, und das bedeutet, dass der Zugang zum Netz eines Netzbetreibers in erheblichem Umfang vom Netzbetreiber beeinflusst werden kann, vor allem die Preisgestaltung.

    Dass der Glasfasermarkt nicht reguliert ist, ist nicht ganz richtig. Voraussetzung für Regulierung ist derzeit, dass die Bundesnetzagentur ein Unternehmen als "marktbeherrschend" einstuft. Was eben bei der Telekom der Fall ist. Deswegen gab es auch beim Glasfasernetz der Telekom von Anfang an eine Zugangs- und Entgeltregulierung, siehe z.B. dieses Schreiben der Telekom an die Bundesnetzagentur von 2017:

    "Derzeit ist die Telekom für FttH/B als marktbeherrschend eingestuft und somit Zugangs- und Entgeltreguliert, obwohl sie kaum über FttH/B-Anschlüsse verfügt und FttH/B im Markt auch insgesam eine geringe Rolle spielt. Die Bundesnetzagentur hatte die Telekom im Jahre 2010 alleine aufgrund der Ankündigung eines begrenzten FttH Ausbaus als einzigen Anbieter der Zugangs- und Entgeltregulierung unterworfen."

    Seit 2022 gibt es ein neues Regulierungsmodell, nachdem die Telekom ein Standardangebot für den Zugang zu ihrem FTTB/H-Netz vorlegen muss. Seit 2024 gilt das auch für ihre Joint Venture-Beteiligungen GlasfaserPlus und Glasfaser Nordwest.

  • Kupfer-Glas-Migration: „Homes connected macht keinen Sinn“

    • Sowieso
    • 21. Mai 2026 um 22:39
    Zitat von frank_m

    Was vorsichtshalber niemand sagt: wie kommen die fehlenden 20+x% ans Netz, wenn Kupfer abgeschaltet wird?

    Die 80% Homes Connected müssen nach dem Konzept der Bundesnetzagentur erreicht werden damit der Migrationsprozess überhaupt starten kann. Dieser dauert dann mindestens drei Jahre, in denen (im Prinzip) alle Haushalte im Migrationsgebiet noch angeschlossen werden sollen wenn sie wollen. Ausnahmen soll es z.B. insbesondere in Fällen geben wo von Eigentümern selbst bewohnte Wohnungen auf deren Wunsch nicht angeschlossen werden sollen. Bevor dann die Kupferinfrastruktur tatsächlich abgeschaltet werden kann muss dann nochmal überprüft werden ob die Bedingungen für eine Abschaltung tatsächlich vorliegen.

    Zitat von frank_m

    Und da der Ausbau von 80% Homes connected schon als zu teuer bezeichnet wird: wer zahlt dann die Anschlüsse, wenn es soweit ist?

    Argument der Netzbetreiber ist wohl, dass die Nachfrage ohne drohende Kupferabschaltung nicht hoch genug ist. Um die 80% Homes Connected zu erreichen bevor der Prozess für eine Abschaltung drei Jahre später überhaupt startet müssten sie dann viele Homes Connected "auf Vorrat bauen", also ohne dass zahlende Kunden dahinter stecken. Würde der Migrationsprozess schon basierend auf Homes Passed starten müssten sie die Anschlüsse natürlich trotzdem bauen. Aber die Hoffnung ist wohl dass dann auch viele konkrete Buchungen dahinter stehen. Man baut also nicht Homes Connected auf Vorrat, sondern direkt Homes Activated. Da wäre es dann vermutlich auch verschmerzter wenn der Prozess etwas länger dauert als drei Jahre.

  • Ausbau durch die UGG (Unsere Grüne Glasfaser 2026

    • Sowieso
    • 11. Mai 2026 um 16:05
    Zitat von floh667

    Aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen das die Telekom Anfang 2026 alle kehler Gemeinden zum Ausbaugebiet deklariert nur um dann kurze Zeit später das Handtuch zu werfen weil der Ausbaupartner nicht mit macht?

    Das Missverständnis hat sich ja schon geklärt. Aber der Vollständigkeit halber, da ich gerade die passende Pressemitteilung von heute gesehen habe:

    Kehl: Spatenstich für weiteren Glasfaserausbau
    Kehl, 11. Mai 2026 MEDIENINFORMATION Kehl: Spatenstich für weiteren Glasfaserausbau - 10.500 Haushalte und Unternehmen können jetzt angeschlossen werden -…
    www.presseportal.de
  • Unsere Grüne Glasfaser UGG GmbH Telefonica O2

    • Sowieso
    • 4. April 2026 um 13:49
    Zitat von HubeBube

    Wahrscheinlich erst dann, wenn die Gelder aus öffentlicher Hand fließen.

    Die entscheidende Frage ist ob es für die Telekom wirtschaftlich wäre.

    Die Telekom wird vermutlich solange eigenwirtschaftlich Gebiete neu ausbauen solange es noch von ihr nicht ausgebaute Gebiete gibt in denen es sich für die Telekom lohnt.

    Die Ortsteile die auf der Seite der Stadt als ehemalige UGG-Ausbaugebiete genannt werden sind z.B. Saitzenhahn, Watzhahn und Wingsbach. Das sind relativ kleine, aber auch kompakte Orte, in denen die Telekom schon Glasfaser an den Verteilern liegen hat. Die Ausbaukosten dürften für sie da nicht viel höher sein als in den typischen Vorort-Einfamilien- und Doppelhaussiedlungen. Gerade die Art von Siedlung auf die sie sich jetzt mehr konzentrieren will, weil dort die Anschlussquoten höher sind.

    Derzeit gibt es allerdings noch massenhaft Gebiete dieser Art (und insbesondere vermutlich auch lukrativere), und die obigen Orte haben da natürlich keine besondere Priorität. Aber über die Jahre wird der Pool an möglichen Ausbaugebieten abnehmen. Ich halte es für wahrscheinlich dass die Telekom irgendwann auch dazu kommen würde derartige Orte auszubauen, wenn sie nicht vorher schon in Förderprojekten landen.

    Wo ich aber mit Dir durchaus übereinstimme: durch das "Handtuchwerfen" auf die Prio1-Gebiete wie die Hauptorte verschafft sich die Telekom Zeit. Man kann auf diese Weise erstmal den umfassenderen Ausbau eines Wettbewerbers verhindern und die anderen Ortsteile auf später verschieben. Ob man sich dann um einen geförderten Ausbau bewirbt, oder geeignete Ortsteile doch vorher in die eigenwirtschaftliche Ausbaupipline passen kann man dann in Ruhe abwarten.

  • Unsere Grüne Glasfaser UGG GmbH Telefonica O2

    • Sowieso
    • 4. April 2026 um 12:59
    Zitat von HubeBube

    Hier Mal ein Beispiel aus dem benachbarten Landkreis mit der üblichen Vorgehensweise 2025/2026:

    Die wesentliche Frage wäre eben, ob solche Gebiete die die UGG ausbauen wollte letztlich in den nächsten Jahren auch durch die Telekom ausgebaut worden wären. Es handelt sich hier ja um Ortsteile in denen die Telekom schon FTTC anbietet. Die liegen in der Priorität vielleicht nicht weit oben. Aber die bisher nicht mit FTTH ausgebauten Gebiete werden in den nächsten Jahren kräftig abnehmen, und da werden jedes Jahr neue, bisher nicht ausgebaute Gebiete abgearbeitet werden. Mit Fördergeldern kann man natürlich die Prioritäten verschieben.

    Das hat man hier in Bayern auch beim geförderten FTTC-Ausbau gesehen. Da wurden vor ca. 15 Jahren teilweise größere Orte gefördert ausgebaut, obwohl dann im Laufe der 2010er Jahren auch kleiner Orte einen eigenwirtschaftlichen Ausbau bekommen haben. Die größeren Orte haben den Ausbau mit Fördergeldern letztlich nur beschleunigt.

  • Unsere Grüne Glasfaser UGG GmbH Telefonica O2

    • Sowieso
    • 4. April 2026 um 12:50
    Zitat von alex_k

    Geförderter Ausbau heißt am Ende des Tags auch nciht anderes, wie dass der Großteil der Kosten am Steuerzahler hängen bleibt.

    Kommt darauf an. Letztlich sind die Anbieter wohl typischerweise bereit Investitionen um die 1500-2000 Euro pro Haushalte selbst zu tragen. Welcher Anteil dann aus Fördermitteln kommt hängt dann entsprechend von den Gesamtkosten pro Haushalt ab. Das kann mehr oder weniger sein als der Eigenanteil des Anbieters.

  • Unsere Grüne Glasfaser UGG GmbH Telefonica O2

    • Sowieso
    • 4. April 2026 um 12:33
    Zitat von HubeBube

    Da zitiere ich mal aus einem anderen Infrastruktur-Bereich, der Schiene/Bahn:

    Der wesentliche Unterschied zu Post, Telekom & Co ist natürlich: die Bahn wurde zwar in eine privatwirtschaftliche Rechtsform überführt, aber nie wirklich privatisiert im Sinne von: an private (Mit-)Eigentümer verkauft. D.h. der Staat hat bei der Bahn immer noch zu 100% das Sagen und steuert die Firmenpolitik, macht die Vorgaben an denen die Manager sich messen lassen müssen, kann den Vorstand abberufen wenn ihm das Vorgehen nicht passt.

    Es gab z.B, im Koalitionsvertrag 2018 mal den Plan, das Geschäftsziel in der Satzung der DB zu ändern das "Gewinn" nur noch eine untergeordnete Rolle spielen sollte und dafür volkswirtschaftlicher Nutzen wie die Steigerung der Verkehrsleistung als Primärziel festgelegt werden sollte. Hat man dann aber nicht gemacht. Grundsätzlich steht es dem Bund natürlich auch immer frei die Rechtsform der DB zu ändern, wenn man meint die politischen Ziele mit der aktuellen Rechtsform nicht erreichen zu können. Da es ja keine Miteigentümer gibt ist das eine rein politische Entscheidung.

    Aber grundsätzlich ist die Rechtsform der DB im europäischen Vergleich auch nicht ungewöhnlich. Die Bahnen in Österreich, Schweiz und den Niederlanden sind z.B. auch staatseigene AGs.

    Und gerade Großprojekte wie Neubaustrecken und Ausbau von Verkehrsknoten leben sowieso vom politischen Willen so etwas umzusetzen. Dass wir bis heute nur einen Flickenteppich an Schnellfahrstrecken zur Entmischung der Verkehre haben (Frankfurt-Mannheim wird seit 30 Jahren geplant...) ist ein signifikanter Beitrag zu den aktuellen Problemen. Ebenso dass der Ausbau von Verkehrsknoten wie Frankfurt (geplant in den 90ern) auf die lange Bank geschoben wurden, die jetzt völlig überlastet sind. In Frankfurt ist das Projekt eines Fernbahntunnels in abgespeckter Form wieder aufgelebt. Wird jetzt eben noch in die 2040er Jahre dauen (wenn man diesmal durchhält).

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