Der Bagger kommt nicht wieder

  • Bei den Berechnungen immer auch dran denken, dass:

    - einige Anbieter die Phase der MVLZ des alten Anbieters manchmal kostenfrei überbrücken

    - nach 24 Monaten grundsätzlich Verträge nach einem Monat kündbar sind

    Bis da ein Produkt aktiv geschaltet wird, vergeht ja noch ein bisschen Zeit.

  • Die Telekom baut hier als GlasfaserPlus in Kooperation mit einem Investor aus. Bei 1&1 zu bleiben ist daher keine Option. Daher auch doppelte Grundgebühren für mehrere Monate.

    in kurz, nein, keine doppelte Grundgebühr wenn du nicht noch in der 24 Monate Frist bist. Einfach der Telekom die Kündigung und die Rufnummernmitnahme überlassen und du zahlst keinen Monat doppelt.

  • Ich halte mich für einen sehr technikaffinen Menschen, gleichzeitig bin ich jedoch auch ein sparaamer Mensch. Beim Thema Glasfaserausbau kollidieren diese Einstellungen gleich in zweifacher Hinsicht:

    Zum einen ist GF (zumindest bei der Telekom) deutlich teurer, als mein aktueller Vertrag bei 1&1. Konkret reden wir hier über 50 EUR vs. 25 EUR für eine 250er Leitung. Zum anderen bedeutet der Abschluss eines GF Vertrags 300 EUR zusätzliche Kosten, weil ich über mehrere Monate hinweg zwei Anschlüsse bezahlen müsste. Kulanz wie bei Deutsche Glasfaser (bis 12 Monate frei bei vorhandener Vertragsbindung) gibt es nicht bei der Telekom.

    Vielleicht sollten daher nicht per se alle GF Verweigerer als desinteressierte Technikfeinde abgekanzelt werden. GF ist eine tolle Technik, jedoch nicht um jeden Preis.

    Dann hast du hier aber noch nicht genug Erfahrungsberichte gelesen.
    Einen GF-Anschluss gibt es nicht unter 1 1/2 Jahren, mittlerweile eher 2. Somit bist du aus jeder Tarifbindung raus, wenn dein GF anliegt. Und nach der Mindestlaufzeit hast du gesetzlich verbrieft einmonatige Kündigungsfrist.
    Was mich etwas verwundert, ich kenne es bisher nur bei mehrere Verwandten/Bekannte in Berlin und Umland, bei den die Telekom GF gelegt hat, dass sie keine Anschlussgebühr erhoben hat. Es waren auch keine Fördergebiete.

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  • eine Immobilie ohne Glasfaseranbindung erfährt eine Wertminderung in einem ausgebauten Gebiet.

    Das ist der Punkt, den ich auch so sehe, aber nur deshalb, weil wir in der Bekanntschaft/Verwandschaft alle in eigen Immobilen wohnen.

    Als Mieter kann man das genau andersherum sehen, Wohnung mit GF-Anschluss steigt im Mietspiegel. Wenn man schon VDSL 250 hat, würde ich als Mieter auch keinen Vertrag erstellen, nachher will der Vermieter noch mehr, weil bessere Wohnqualität. ;)

  • Was mich etwas verwundert, ich kenne es bisher nur bei mehrere Verwandten/Bekannte in Berlin und Umland, bei den die Telekom GF gelegt hat, dass sie keine Anschlussgebühr erhoben hat. Es waren auch keine Fördergebiete.

    Bei Ausbau durch die Telekom direkt ist das so. Hier geht es aber um einen Ausbau durch GlasfaserPlus. Da gibt es den Anschluss nur mit Tarifbuchung kostenlos, und buchbar sind bisher nur Tarife von der Telekom.

  • Ich finde leider aktuell den Pressebericht nicht mehr, das die Deutsche Telekom denjenigen Interessenten kündigt bzw. an das Ende der Ausbauwarteschlange schiebt, die einen Anschluss ohne Vertrag geordert haben. Mit der Einlassung, das man nach vorne rutscht, wenn doch ein Vertrag abgeschlossen wird.

    Evtl. findet den Bericht jemand von euch. Dieser ist höchstens 7 Tage alt.

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  • Bei Ausbau durch die Telekom direkt ist das so. Hier geht es aber um einen Ausbau durch GlasfaserPlus. Da gibt es den Anschluss nur mit Tarifbuchung kostenlos, und buchbar sind bisher nur Tarife von der Telekom.

    Da verstehe ich aber das Problem nicht, du beauftragst Glasfaser Plus mit dem Telekom-Vertrag. Die Telekom übernimmt die Kündigung und Portierung bei 1&1 (wichtig, nicht selber machen und nichts aufschwatzen lassen, da ist 1&1 groß drin).

    Dein alter Vertrag läuft aus, bis die fertig sind. :D
    Bei mir waren 1 1/2 Jahre, bei meiner Mutter sind es jetzt 1 Jahr und 3 Monate und da sehen wir noch keine Glasfaser.

    PS: Mein Favorit was 1&1 noch nie, schon alleine die Hindernisse die sie beei Kündigungen einbauen.

  • Ich finde leider aktuell den Pressebericht nicht mehr, das die Deutsche Telekom denjenigen Interessenten kündigt bzw. an das Ende der Ausbauwarteschlange schiebt, die einen Anschluss ohne Vertrag geordert haben. Mit der Einlassung, das man nach vorne rutscht, wenn doch ein Vertrag abgeschlossen wird.

    Evtl. findet den Bericht jemand von euch. Dieser ist höchstens 7 Tage alt.

    Gibt diverse Artikel dazu, z.B. diesen hier. Wobei sich ja eigentlich nichts grundsätzlich ändert, die Option soll ja erhalten bleiben. Neu ist nur dass Eigentümer jetzt evtl länger warten müssen, bis sie einen Anschluss bekommen den sie vorerst sowieso nicht nutzen wollen.

    Kurios ist die im Artikel erwähnte Kritik des VATM: dass diese Haushalte jetzt erst später ausgebaut werden sei gezielte Marktabschottung, weil manche Anschlüsse erst später gelegt werden. Würde ein VATM-Unternehmen ausbauen würden diese Haushalte garnicht angeschlossen (zumindest nicht kostenlos), und die Glasfaser würde trotzdem in der Strasse verlegt werden.

  • Mein Favorit was 1&1 noch nie, schon alleine die Hindernisse die sie beei Kündigungen einbauen.

    So unterschiedlich sind die Überzeugungen. Für mich wäre ein Telekom-Anschluss via Glasfaserplus tatsächlich das Einzige, was ist nicht mitnehmen würde. Da würde ich mir dann eher Starlink aufs Dach schnallen, bis irgendwann doch andere Provider auf der Faser verfügbar sind.

    1&1 hat schon mal einen schlechteren Job gemacht, Kündigungserschwerung dürfte mittlerweile irrelevant sein, wenn man mit Abstand die besten Konditionen bieten kann... warum sollte man da noch kündigen.

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  • Da verstehe ich aber das Problem nicht, du beauftragst Glasfaser Plus mit dem Telekom-Vertrag.

    Das Problem der Doppelzahlung sollte man so umgehen können. Das Hauptproblem für ByteRipper ist wohl, dass er trotzdem für 24 Monate mehr zahlen müsste. Ich sehe das Problem letztlich auch nicht, ich würde das an seiner Stelle sicher machen (zumindest sofern er Eigentümer ist).

    Bei mir wird nächstes Jahr die Telekom direkt ausbauen, wie ich kürzlich festgestellt habe. Da gibt es sowieso wieder mehr Optionen. Allerdings muss ich hier (als Mieter) darauf hoffen dass die Eigentümergemeinschaft dem Ausbau zustimmt...

  • Danke!

    Der Artikel ist doch schon über zwei Wochen alt, so kann man sich täuschen...

    Ja der VATM, im Jammern ist man da immer gut dabei. Ist halt ein Lobbyverein. An anderer Stelle hätte ich mal gelesen, das auch die DTAG sich rechtfertigen muss, wenn das Verhältnis zwischen homes passed zu homes connected sehr groß wird. Homes passed kostet Geld und nur homes connected bringt Geld ein. Eigentlich müsste es noch ein homes activated geben, da als connected auch ein MFH mit 20 Wohnungen zählt, in dem nur eine einzige einen Gf-Anschluss nutzt. Das sind eben nur Zahlenspiele, um bei den Aktionären gut dazustehen.

  • Also langfristig kann kein Provider oder Netzbetreiber ein Interesse daran haben, nur theoretisch Kunden anschließen zu können.

    Bei der Telekom wird es mit Sicherheit in absehbarer Zeit neue Tarife geben, die noch weniger zwischen DSL und Gf unterscheiden und es attraktiv(er) machen, einen Gf-Anschluss zu aktivieren.

    Die Reseller legen doch bereits los, um mehr Kunden zu begeistern.

    Da wird sich zeigen, wie lange wir bei uns noch Mondpreise >90€ für 1000/500 aufrufen können.

    Spanien (mit zugegebenermaßen einer anderen Einkommensstruktur) liegt eigentlich recht konsequent bei 40-50€ für symmetrische 1000 Mbps.

    Das wird schon werden.

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  • Ja der VATM, im Jammern ist man da immer gut dabei. Ist halt ein Lobbyverein. An anderer Stelle hätte ich mal gelesen, das auch die DTAG sich rechtfertigen muss, wenn das Verhältnis zwischen homes passed zu homes connected sehr groß wird. Homes passed kostet Geld und nur homes connected bringt Geld ein. Eigentlich müsste es noch ein homes activated geben, da als connected auch ein MFH mit 20 Wohnungen zählt, in dem nur eine einzige einen Gf-Anschluss nutzt. Das sind eben nur Zahlenspiele, um bei den Aktionären gut dazustehen.

    Genant werden von der Telekom Homes Passed und Homes Activated (wobei letzteres in den genannten Zahlen eine Untermenge von Homes Passed ist). Und erst "Activated" (also mit aktivem Tarif) bringen die Anschlüsse Geld ein. Zur Jahresmitte meldete die Telekom 6,2 Mio Homes Passed (Seite 6) und 833.000 aktive FTTH-Kunden (Seite 16). Zu Homes Connected (Anschluss bis Glasfaserdose fertig gestellt, aber unter Umständen ohne gebuchten Tarif) macht die Telekom keine angaben.

    833k aktive Anschlüsse bei 6,2 Mio Homes Passed entspricht eine Quote von 13,5%, das ist nicht wirklich viel, und das ist was der VATM kritisiert. Das liegt sicher auch daran, dass die Telekom ohne Mindestquote ausbaut, und man sich - nach wie vor - den kostenlosen Hausanschluss auch ohne Tarifbuchung sicher kann (wenn die Telekom selbst ausbaut). Ausserdem hat die Telekom laut verlinkter Präsentation noch einen Backlog von 650k gebuchten Tarifen. Teils sicher in Gebieten die noch im Ausbau oder gar Vorvermarktung sind. Aber sicher auch noch in den Gebieten, in denen der Ausbau im Sinne "Homes Passed" als fertig gestellt betrachtet wird. Dass man da im Moment nicht ganz hinterher kommt dürfte der Grund sein warum man sich jetzt im Notfall erstmal auf die Anschlüsse mit Tarifbuchung konzentrieren will.

  • Da wird sich zeigen, wie lange wir bei uns noch Mondpreise >90€ für 1000/500 aufrufen können.

    Spanien (mit zugegebenermaßen einer anderen Einkommensstruktur) liegt eigentlich recht konsequent bei 40-50€ für symmetrische 1000 Mbps.

    Das wird schon werden.

    In Deutschland geht alles teurer als in den anderen EU-Staaten, egal ob Strom-, Gas- oder Benzinpreise, wobei der Staat noch mitverdient.

    Aber grundsätzlich haben wir noch Zeit. :saint:

    In der digitalen Dekade möchten wir vor allem dafür sorgen, dass jeder europäische Haushalt bis 2025 eine leistungsfähige Internetverbindung und bis 2030 eine Gigabit-Anbindung hat.

  • Danke für das verlinkte PDF.

    Man hat aus gutem Grund nicht die Zahlen von homes passed und homes activated (cudtoners) auf einer Seite dargestellt.

    Interessant das das Backlog fast genauso groß ist, wie die Gesamtkundenanzahl (FTTH): 650k zu 833k

    Das erinnert mich irgendwie an die Gewinnversprechungen bei Kettenbriefaktionen...

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  • Die Telekom baut hier als GlasfaserPlus in Kooperation mit einem Investor aus. Bei 1&1 zu bleiben ist daher keine Option. Daher auch doppelte Grundgebühren für mehrere Monate.

    Die 25 EUR im Monat lassen sich bei fristgemäßem Vertragswechsel durchaus realisieren. Bei 1&1 habe ich aktuell 13 Freimonate. Preise < 30 EUR für DSL250 lassen sich regelmäßig bei verschiedenen Anbietern realisieren (siehe Schnäppchenportale) . Unterm Strich würde mich ein Wechsel zu GF in den nächsten zwei Jahren rund 660 EUR zusätzlich Kosten (300 EUR parallel laufende Verträge + 24x 15 EUR Mehrpreis.

    Ja, weniger als die 799 EUR, die aktuell bei einem nachträglichen Ausbau verlangt werden, trotzdem bleibt es eine Stange Geld für einen reinen Technologiewechsel ohne direkten Benefit.

    Danke für das verlinkte PDF.

    Man hat aus gutem Grund nicht die Zahlen von homes passed und homes activated (cudtoners) auf einer Seite dargestellt.

    Interessant das das Backlog fast genauso groß ist, wie die Gesamtkundenanzahl (FTTH): 650k zu 833k

    Das erinnert mich irgendwie an die Gewinnversprechungen bei Kettenbriefaktionen...

    Oder die "Unfähigkeit" der Telekom, das Produkt Glasfaser als Anschluß zu verkaufen. Insbesondere, wenn man die unterschiedlichen Ausbauansätze betrachtet.

  • Die Glasfaser-Anbieter können ja keinen Menschen zwingen, bei ihnen einen Vertarg abzuschliessen. - Sicherlich ist es kruzfristif gedacht, zu sagen: "Meine Bandbreite reicht mir vollkommen aus!".

    Wenn der Traffic pro Einwohner / Haushalt so weiter ansteigt, dann wird in 10-15 Jahren ein 100 Mbit-Anschluss wohl eher nicht mehr für die "Alltags-Aufgaben" ausreichen.

    Heute glotzen wir in HD, aber Online-Inhalte gibts heute schon in 4K oder 8K, was ja schon deutlich mehr Bandbreite braucht.

    Dazu kommt auch noch, dass heute selbst beim surfen im Internet schon deutlich mehr Daten übertragen werden, als vor 20 Jahren.

    Wer hier glaubt, dass die Bandbreite wieder nach unten geht, oder gar nur stagnieren wird, der irrt - meiner Meinung nach.

    Ich kann nur jedem Internet-User raten, sobald Er/Sie die Möglichkeit hat, sich einen Glasfaseranschluss legen zu lassen, es zu tun. - Man kann ja bei allen Anbietern auch nur 100 Mbit Bandbreite buchen, wenn das heute ausreicht. - Aber die Bandbreite aufstocken sollte kein Problem sein, wenn man bereit ist, die Vertragslaufzeit entsprechend anpassen zu lassen.

    Fakt ist auch: - Die Kupfer-Doppelader ist am Ende. - Da wird nach den 250 Mbit für Super-Vecoring nichts mehr kommen. Da hat auch die Deutsche Telekom als Netzbetreiber des (V)-DSL Netztes kein Interesse daran. - Ein (V)DSL Netz ist in der Unterhaltung einfach viel teurer, wenn man das miit dem Betrieb eienes Glasfasernetzes vergleicht. - Strom ist teuer.

    Die Glasfaseranbieter machen ja auch (meistens) die Offerte, dass, wenn man sich wärhend bzw vor der Bauphase für einen Glasfaseranschluss entscheidet, dass die Erschlißungs- und Anschlusskosten entfallen. - Was sollen die GF Anbieter denn noch an Rabatten raushauen, wenn man sich vin Anfang an für einen GF-Anscliuss entscheidet?

  • Ich bin mir nicht sicher, ob die Anforderungen an die Spitzenbandbreiten so deutlich steigen werden. Der Anstieg der Datenmengen ist meines Erachtens eher auf die Benutzung von Streaming und Cloud-Diensten zurückzuführen: Die Übertragungen benötigen nicht unbedingt hohe Spitzenbandbreiten, die Haushalte lasten die Leitung täglich nur länger aus. Und auch eine 100 MBit/s Leitung reicht für 4 parallele Streams.

    Tatsächlich halte ich die Bandbreite für das schwächste Argument für Glasfaser. Die anderen QoS Parameter sind deutlicher vor den Kupfer-Konkurrenten, und natürlich die Zukunftssicherheit. Man muss sich darüber klar sein, dass Glasfaser über kurz oder lang das einzige Netz ist, dass bestehen bleibt.

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  • Einer könnte mehr oder weniger Zwangsweise. Nämlich die Telekom. Sie darf, aufgrund der GEE/GNV der schon für CuDA existiert alle CuDA versorgten Gebäude gemäß § 134 TKG auch mit Glasfaser/Glasfaser APL ausrüsten. Damit sind große "Hindernisse" schon einmal überwunden. O.K. in MFH mag die Versorgung einzelner WE dann noch ein Problem sein. Das Gebäude hat aber schon einmal den Anschluß. Und wenn man dann noch bedenkt, dass die Telekom das schon seit 15 Jahren und länger hätte machen können ...

  • Wenn der Traffic pro Einwohner / Haushalt so weiter ansteigt, dann wird in 10-15 Jahren ein 100 Mbit-Anschluss wohl eher nicht mehr für die "Alltags-Aufgaben" ausreichen.

    Heute glotzen wir in HD, aber Online-Inhalte gibts heute schon in 4K oder 8K, was ja schon deutlich mehr Bandbreite braucht.

    Dazu kommt auch noch, dass heute selbst beim surfen im Internet schon deutlich mehr Daten übertragen werden, als vor 20 Jahren.

    Wer hier glaubt, dass die Bandbreite wieder nach unten geht, oder gar nur stagnieren wird, der irrt

    Mir allein fehlt die Phantasie für Killeranwendungen, die Bandbreiten deutlich jenseits der 100 Mbit in den kommenden Jahren erforserlich machen. Das genannte Videostreaming ist hier ein schlechtes Beispiel - viele (insb. CGI lastige Filme) liegen selbst heute nur als Full-HD oder bestenfalls 2,7k Intermediate vor. Solange nicht einmal 4K Content durchgehend verfügbar ist, dürfte 8K von der Realität soweit entfernt sein, wie die Erde vom Mond. Durch die Verschiebung des Filmemarkts in Richtung Streaming kommt erschwerend hinzu, dass die Anbieter im Hinblick auf die Kosten kein Interesse an hohen Bandbreiten haben. Netflix beispielsweise streamt UHD mit max. 17,2 Mbit. Multiplizieren wir das mit 4 um auf die 8k Auflösung zu kommen, liegen wir noch immer deutlich unter 100 Mbit.

    Natürlich lassen sich immer Szenarien ersinnen, in denen mehr Bandbreite ein Muss ist. Dazu reicht es, wenn Vater im Homeoffice große Projektdateien herunterladen muss, die Frau einen 8K Stream schaut und Sohnemann Call of Duty 28 herunterlädt. In wie weit das zu einem Problem wird (Stichwort Trafficshaping) ist dann aber noch einmal ein ganz anderes Thema.

    Wie gesagt, ich bin EDV groß geworden, habe mit 14 meinen ersten PC selbst zusammengabut, habe LAN Partys für 300 Teilnehmer mitorganisiert und auch heute sehr digital unterwegs. Trotzdem muss ich sagen, bin ich mit meinem 250er Anschluss wirklich glücklich. Erst gestern hatte ich einen 40 GB Download angestoßen, habe den Kaffee ausgetrunken, bin duschen gegangen und schon war der DL erledigt.

    Abseits dessen: Ich habe vorhin die Bestellung für Glasfaser XXL abgeschickt :)