Wer zu lange wartet erhält nichts - Gf-Ausbau ist kein Selbstläufer

  • Hallo zusammen,

    auch wenn es manchem nicht passt: Einen Glasfaseranschluss erhält man nicht durch abwarten!

    Der Saarländische Rundfunk berichtet in einem aktuellen Artikel darüber:

    Unklarheit bei Glasfaser-Ausbau in St. Ingbert
    Nach dem Rückzug der Deutschen Glasfaser ist offen, wie es mit dem Glasfaserausbau in St. Ingbert weitergeht. Die Stadt will jetzt zunächst über das weitere…
    www.sr.de

    Man darf durch die Akquisemethoden nicht in eine Trotz- und Motzhaltung verfallen, zu schnell ist der Glasfaserzug vorbei gefahren und zwar ohne Halt! Auch auf den Schienenersatzverkehr (Mitbewerber) darf man nicht hoffen; nur um in der Analogie zu bleiben.

    Aggressive Bewerbung, wie auch Abwerbemethoden durch die Provider sind nicht in Ordnung, ebenso die Verkündung von Unwahrheiten. Dennoch muss einem auch im Jahr 2022 bewusst sein, das der Aufbau einer Glasfaserinfrastruktur nicht von einem, aus Steuergeldern finanzierten Bundesunternehmen (Bundespost und die Telefonleitungen), geleistet wird, sondern von Unternehmen, die mittelfristig Gewinne ihrer Investitionen erwarten.

    Und hier ein weiteres Beispiel in Kelkheim/Taunus

    HubeBube
    13. August 2022 um 11:21

    Einmal editiert, zuletzt von HubeBube (13. August 2022 um 15:53) aus folgendem Grund: Kelkheim hinzugefügt

  • Vielen Dank für diesen Hinweis und deine Meinung dazu. Blöd ist halt nur, wenn jahrelang überhaupt nichts passiert und dann gleich 2 oder 3 Bewerber gleichzeitig auftreten wie bei uns hier in Schönwalde. Da weiß man erst einmal nicht, ob man auf das richtige Pferd setzt bzw. in den richtigen Zug steigt (um beim obigen Bild zu bleiben).

    Ich habe ja vor Wochen bei open infra unterschrieben. Von denen hört und sieht man nichts mehr, wenn man von 2 Plakaten absieht.

    Deutlich mehr sind wohl in dem DNSNET-Zug. Die hatten mich zuvor bei einer von mir gewünschten Beratung hängen lassen. Neulich haben sie dann die Beratung im Gemeindesaal durchgeführt mit dem Bürgermeister.

    Vor ein Tagen lief ein Vertreter bei mir am Zaun lang. Er meinte, dass Ende Juli die kostengünstige Phase vorbei sei. Da habe ich meine Zweifel. Als ich ihn fragte, ob der angestrebte Kooperationsvertrag mit der Gemeinde schon unterzeichnet sei, bejahte er dies. Später stellte sich heraus, dass das eine glatte Lüge war.

  • Wichtig ist dabei lediglich, das man ein Ticket für die Zugfahrt hat.

    Die Wenigsten erhalten von mehr als einem Provider ein Angebot, daher stellt sich die Frage nicht.

    Müsste ich entscheiden, bei einem Mehrfachangebot, würde ich den wählen, der mir die meisten Freiheiten lässt. Also beispielsweise ein Wechsel des Internetaccess-Anbieters ermöglicht und nicht als Kombination Infrastruktur/Glasfaseranbiet PLUS Internetaccess auftritt. Das wäre ja so als könnte ich mit dem gelben Zugfahrschein nur in den gelben Speisewagen gehen und nur gelbe Speisen kaufen, obwohl ich evtl. Appetit auf blau habe.

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  • Die Deutsche GigaNetz GmbH baut eigenwirtschaftlich die Gemeinden aus, die in erreichbarer Nähe zu einem Industriegebiet liegen, dass gefördert ausgebaut wird. Das macht durchaus Sinn, da Mitarbeiter und Maschinen schon vor Ort sind.

    Ich habe nicht gezögert und bestellt. In unserem Ort kamen die 40% zusammen, was mich sehr freut. Es wurde viel informiert, der Bürgermeister war in einem Online-Meeting mit dem Anbieter und die Bürger konnten Fragen einreichen.

    Es wäre vorteilhaft, wenn es eine Regelung gäbe, die den zweiten Anbieter hindert eine Nachfragebündelung zu starten, wenn bereits ein anderer Anbieter eine Nachfragebündelung gestartet hat.

    Bei mehreren Anbietern, sollten sich die Bürger miteinander austauschen. Schauen, wer schon wo bestellt hat. Dann sollten sich alle auf einen Anbieter einigen und alle, die woanders bestellt haben, schließen dort noch einen Vertrag ab und kündigen den bereits abgeschlossenen.

    Der Vertrag kommt schließlich nur zustande, wenn auch ausgebaut wird, da sollte eigentlich nichts passieren.

  • Willkommen im Forum!

    Bis jetzt war mir das Geschäftsmodell von DGN immer unklar, da die orangefarbenen immer an den Stellen aktiv geworden sind, welches DG (die Blauen) liegen gelassen hat. Im MTK beispielsweise Gebiete von Kelkheim und im Rheingau-Taunus Kreis Ortsteile von Bad Camberg. DG betreibt ebenfalls hauptsächlich eigenwirtschaftlichen Ausbau.

    Nach deinen Schilderungen, scheint sich DGN an den geförderten Ausbau mit einem eigenwirtschaftlichen dranzuhängen. Das soll jetzt gar keine Wertung darstellen, sondern beschreibt ein anderes Geschäftsmodell.

    Glasfaserausbau mit mehreren Gf-Unternehmen ist nie rational zu erklären, zumindest meiner Beobachtung nach. Das sieht man nicht zuletzt hier im Forum. Meine Idee ist viel einfacher (dadurch aber nicht einfacher durchsetzbar). Unternehmen, die mit der Begrifflichkeit "Open Access" werben, müssten gleich in deren Werbung alternative Internetaccess- und Telefonanbieter benennen müssen, mit denen Teilnehmervertäge abgeschlossen werden können.

    Bis jetzt sehe ich von dem beworbenen Open Access nicht viel.

  • Die UGG, Unsere Grüne Glasfaser, macht Open Access, wenn sich dann ein andere Anbieter einmietet.

    Soviel ich weiß, lässt die DG, Deutsche Glasfaser, keine anderen Anbieter auf Ihr Netz, obwohl sie es müssten.

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  • Soviel ich weiß, lässt die DG, Deutsche Glasfaser, keine anderen Anbieter auf Ihr Netz, obwohl sie es müssten.

    Müssen tut die DG nichts, weil das eigenwirtschaftlich ausgebaute Netz nicht reguliert ist.

    Es ist aber im wirtschaftlichen Interesse der DG als Wholesale Provider, weitere ISPs auf ihr Netz zu lassen.

    [Edit] dazu muss ein anderer ISP aber erst einmal Interesse haben und dann muss man sich über Preise einigen.

    Beste Grüße

    cyan

    Einmal editiert, zuletzt von cyan (26. Juli 2022 um 17:41)

  • Sie müssen nur die Möglichkeit bei geförderten Ausbaugebieten von OpenAccess anbieten aber sie müssen es nicht „verschenken“. Nur wenn die Nachfrage vllt nicht da ist…

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  • Sie müssen nur die Möglichkeit bei geförderten Ausbaugebieten von OpenAccess anbieten aber sie müssen es nicht „verschenken“. Nur wenn die Nachfrage vllt nicht da ist…

    Und das macht die Telekom auch nicht.

    Ich habe bei mir in der gegen noch nicht gehört das die Telekom bei einen Regional Anbieter der auch ein Kooperationspartner des Regional Anbieter ist ein Netz angemietet hat.

    Der Regional Anbieter hat in meinen LK alle drei Breitbandausbau Stufen gewonnen.

    XXXX - 2002 Telefon

    12.03.2002 T-ISDN XXL

    20.10.2005 T-ISDN Call Time 240 Freiminuten

    13.05.2006 T-DSL 2000 (Speedport W501V)

    18.09.06 Wegfall T-ISDN Call Time ISDN und zugebucht Call & Comfort/T-ISDN

    2006-2008 Tarif Umstellung

    24.11.2008 Wegfall Call & Surf Comfort (2) T-ISDN

    zugebucht Call & Surf Comfort Universal (4)

    15.05.2015 Wegfall Call & Surf Comfort Universal (4)

    Zugebucht Surf Comfort All-Net (DSL Ram 6000)

    8.6.22 EWE Glassfaser 300

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  • Ich glaube auch nicht, dass es die Philosophie der Telekom ist sich irgendwo mit einzumieten, auch wenn es schade ist.

    Es gibt da schon einige Beispiele.

    Die Telekom mietet sich z.B. in die FTTH-Netze ein, die die BEW (Bergische Energie- und Wasserwerke) mit Fördermitteln bauen.

    Sie hat auch Verträge mit M-Net und Netcologne geschlossen, die ihr den Vertrieb von Tarifen über das FTTB/H-Netz dieser Anbieter erlauben, auch wenn das bisher noch nicht gemacht wird.

    Sie vertreibt Anschlüsse über das Netz der Stadtwerke Ludwigsburg. Bei anderen Stadtwerken pachtet sie das passive Netz der Stadtwerke und ist der Netzbetreiber.

    Und auch bei GlasfaserPlus und Glasfaser Nordwest mietet sie sich letztlich in die Netze ein. Auch wenn sie an diesen Firmen natürlich zu 50% beteiligt ist.

  • Ich glaube, dass der Markt einfach noch nicht so weit ist, um andere ISP in seine Netze zu lassen.
    Zurzeit sind in GF-Netze als ISP ja eigentlich alles nur die verfügbar, die auch die Netze bauen oder deren Anhängsel. Aktuell sind alle noch dabei ihre Clans abzustecken durch Ausbau. Erst wenn dies weitestgehend erfolgt ist, werden wohl verstärkt die netzlosen ISP (1&1 etc.) auch in diesen Netzen erscheinen. So ein Anbieter wie 1 & 1 ist doch erst interessiert, wenn ein Netz 1 Million Anschlüsse hat in Verhandlungen zu treten, um für sich sinnvolle Preise zu bekommen.

    Außerdem hängen die meisten Nutzer ja noch in ihren Startverträgen fest.
    Ich glaube, dass das Open Access erst so in 5 Jahren greifen wird.

  • uff, OpenAccess erst in 5 Jahren.. ist das eig. normal das manche Glasfaseranbieter mit 'freiem' Zugang werben, dann aber nur FritzBoxen mit deren ftth-Box supporten?

    bis man da andere Geräte ans laufen bekommt kann nochmal viel Zeit vergehen

    Einmal editiert, zuletzt von BlackMage (13. August 2022 um 14:11)

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  • Willkommen im Forum!

    Ich bin mir nicht sicher ob da eine Verwechslung vorliegt.

    "Open Access" bedeutet, das Du deinen Internetaccess von einem anderen Unternehmen buchen kannst, als von dem Unternehmen, welches die Infrastruktur aufgebaut hat. Beispielsweise einen Internetvertrag mit 1&1 über eine Leitung der Telekom.

    Meinst Du mit Erwähnung der FRITZ!Box die von dem Gesetzgeber im Telekommunikationsgesetz (TKG) vorgeschriebene Endgerätewahlfreiheit? Diese gilt sowohl für Kupferdoppelader (Telefonleitung) als auch für Koaxialkabel (Kabelfernsehen) und natürlich auch für Glasfaser! Der Provider darf (!) dich nicht zur Nutzung seines Endgerätes, im Glasfaserbereich Glasfasermodem oder Netzwerkterminator (NT) oder Optical Network Termination (ONT) genannt, zwingen. Leider wird das mit der Begrifflichkeit Routerfreiheit verwechselt und die Provider sagen häufig das Du natürlich einen beliebigen Router hinter dem Providermodem nutzen kannst. Das wiederspricht dem geltenden TKG.

    Einmal editiert, zuletzt von HubeBube (13. August 2022 um 15:23) aus folgendem Grund: optimal -> Optical

    • Offizieller Beitrag

    Off-topic in neues Thema verschoben:

    BlackMage
    13. August 2022 um 14:51