FritzBox 5530 und Deutsche Glasfaser

    • Offizieller Beitrag

    Wobei jeder Speedtest der an einem 1000BASE-X Anschluss Werte höher 1 GBit/s ausgibt zweifelhaft ist. Bei 1000BASE-X wird zur Codierung des Datenstromes das 8bit/10bit Verfahren angewendet. Da heißt, die durch die Leitung zu schiebenden Daten blähen sich um 25% auf. Daher steht auch auf den Modulen der Wert von 1,25 GBit/s. Ach ja, Bit und Baud, das waren noch Zeiten... Und das holt einen immer wieder ein.

    Ich hatte extra darauf hingewiesen, dass GPON nicht Ethernet ist. Auf der GPON-Seite des ONT können mehr als 1000 Mbit/s für einen einzelnen Anschluss ankommen. Was ein GPON-ONT daraus macht, ist eine andere Frage.

    lycra mutmaßte, dass ein direkter Anschluss eines Glasfaserrouters schneller und wegen AON an seinem Anschluss auch möglich sein könnte. Das ist im konkreten Fall nicht so. Auf beiden Seiten des AON-ONT ist Gigabit-Ethernet und das transportiert (unabhängig vom Medium) auf der Geräteseite des Netzwerkinterfaces 1000 Mbit/s. Wie das auf der Leitung kodiert ist, ist an die technischen Eigenschaften der verschiedenen Medien und Übertragungstechniken angepasst und für diese Fragestellung nicht relevant.

  • Das ist auch alles unstrittig und technisch korrekt. Es könnte freilich jemand auf die Idee kommen und sich ein 1000BASE-X Modul genauer anschauen und über die 1,25 GBit/s Angabe stolpern. Das war der Trigger.

  • Danke @alfalfa dann sehe ich bei mir auch keinen Grund den NT abzulösen und direkt in die UDM Pro zu gehen ;=)
    Donnerstag wird 1000/500 DG Giga geschaltet, bin gespannt ;)

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  • Von der Technik der DG haben wir nun folgende Info bekommen:

    Inzwischen erfolgt die Installation grundsätzlich mit GF-TA und ONT

    Ab Ende August soll es einen "automatischen" Prozess geben, seinen GF-Router (z.B. 5530) registrieren zu können. Dazu muss eine Mail an die GF gesendet werden (deshalb sehe ich das eher nicht als automatisch an). Ein kostenpflichtiger Technikereinsatz sei dann nicht mehr erforderlich.

  • Bisher nur stiller Mitleser aber trotzdem sehr interessiert. Bin auf Ende August / Anfang September gespannt, ob und was die DG zu bieten hat. Ein vollautomatisierter Prozess wie bei der DTAG wäre sehr löblich, wo man die Daten im Kundenportal selber eingeben könnte :)

  • Hat generell noch jemand Fortschritte gemacht? Bei uns soll erst Ende des Jahres überhaupt ins Haus verlegt werden (Kabel liegen dann 1,5 Jahre vor dem Haus...)

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  • Von der Technik der DG haben wir nun folgende Info bekommen:

    Inzwischen erfolgt die Installation grundsätzlich mit GF-TA und ONT

    Ab Ende August soll es einen "automatischen" Prozess geben, seinen GF-Router (z.B. 5530) registrieren zu können. Dazu muss eine Mail an die GF gesendet werden (deshalb sehe ich das eher nicht als automatisch an). Ein kostenpflichtiger Technikereinsatz sei dann nicht mehr erforderlich.

    Huch, das ist ja was Neues... Hast du das schriftlich?

    Vor einiger Zeit hieß es ja noch 60€ Umrüstkosten (auch bei Neuanschluss) und kein Tarifwechsel mehr möglich...

    Ich habe gerade bei der Technik-Hotline gefragt:

    "Ich möchte einen Glasfaser-Router die Fritzbox 5530 nutzen"

    "Ja, eine Fritzbox 7490 oder 7590 können Sie nutzen, über den WAN-Port"

    "Nein, ich möchte einen Glasfaser-Router, der einen Glasfaser-Anschluss hat nutzen"

    "Ja, einen Deutsche-Glasfaser Router können Sie auch nutzen"

    "Hm, wenn Sie nicht wissen, was ich mit einem Glasfaser-Router meine, dann können Sie mich gerne an einen Kollegen weiterleiten"

    "Nein nein, ich weiß schon..."

    "Also, kann ich dann die 5530 nutzen"

    "Jaja, kein Problem, können Sie nutzen"

    Ich bin nicht überzeugt, von diesem Gespräch...

    Wie auch immer... Bei der Haus-Begehung wurde ein Platz für GF-TA/NT bestimmt.

    Kann ich da dann direkt die FritzBox 5530 einstecken? Der Ort wäre für die FB ungünstig (Keller/ schlecht für DECT). Gibt es denn Kabel für die Strecke von GF-TA ins Wohnzimmer zu kaufen?

    Gruß,

    Hendrik

    • Offizieller Beitrag

    Gibt es denn Kabel für die Strecke von GF-TA ins Wohnzimmer zu kaufen?

    Der Fritzbox 5530 liegt ein 4 Meter langes LC/APC > LC/APC Simplex Single-Mode Kabel bei. Dieses Kabel ist für den Anschluss an den Gf-TA passend. Das Kabel vom Gf-TA zum NT passt nicht in die Fritzbox. LC/APC-Kabel gibt es in jeder gewünschten Länge. Es gibt günstige dünne Patchkabel wie das vom Gf-TA zum NT (z.B. von fs.com), aber auch armierte Kabel, die etwas mehr mechanische Belastung aushalten und dafür teurer sind.

  • Hallo,

    danke für deine Antwort.

    Das Kabel kostet selbst für 10m unter 5€, sehe ich das richtig? Das ist ja ein Schnäppchen; kann ich kaum glauben.

    Gut, damit wäre die Verkabelung im Haus geklärt (die DG bietet ja auch ein Verlegen bis zu X Meter kostenlos im Haus an (bauseitige Leerrohre). Das ist dann vom Gf-TA zum NT, nehme ich an und somit für die 5530 nicht geeignet, richtig?

    D.h. ich kann heute zumindest physisch ohne weitere Hilfe der DG die 5530 am Gf-TA anschließen? Was war das denn dann Anfang des Jahres für ein Theater?

    Zitat

    Das IT-Portal "Deskmodder" weist nun allerdings auf die besondere Praxis beim Anbieter Deutsche Glasfaser hin: Hier beschweren sich zunehmend Nutzer, dass das Unternehmen ihnen den Wechsel zu einem eigenen, glasfaserfähigen Router nicht ohne Weiteres ermögliche. Stattdessen fordere das Unternehmen von seinen Kunden eine Servicepauschale von 60 Euro, weil der verbaute Medienkonverter (auch Optical Network Terminator (ONT) genannt, er wandelt das Lichtleitersignal in ein Ethernet-Signal um) von einem Techniker wieder demontiert werden müsse, zitiert "Deskmodder" aus den Geschäftsbedingungen der Deutsche Glasfaser.

    Der Medienkonverter wird standardmäßig eingerichtet – selbst wer also schon zu Beginn seines Vertrags einen eigenen Router nutzen möchte, kommt nicht umhin, die Servicepauschale zu zahlen. Es scheint zumindest fraglich, ob dieses Vorgehen überhaupt zulässig ist.

    Außerdem entfalle durch den Wechsel zu einem eigenen Gerät jeglicher Support, schreibt das Unternehmen. Laut Deskmodder sollen verärgerte Kunden bereits den Verbraucherschutz sowie die Bundesnetzagentur eingeschaltet haben.

    Warum wird für den Wechsel ein Techniker benötigt?

    Tatsächlich ist fraglich, ob jeder Kunde für den Wechsel zu einem eigenen Router einen Techniker benötigen würde. Denn es gibt durchaus ONTs, von denen der Lichtleiter nur abgezogen und anschließend in einen neuen Router gesteckt werden muss. Doch das ist nicht in jedem Fall so: Mitunter sind Lichtleiter und ONT aufwendiger verbunden oder sogar verspleißt, sodass tatsächlich ein Techniker gebraucht wird. Gut möglich, dass dies tatsächlich auch bei zahlreichen Anschlüssen der Deutsche Glasfaser nötig ist.

    Kann ich bei den DG ONTs den Lichtleiter einfach abziehen, ohne Techniker?

    Bekomme ich von DG die Zugangsdaten ohne Weiteres?

    Gruß,

    Hendrik

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  • Es gibt halt die AON/GPON Problematik. An einem AON Anschluss kannst du die 5530 relativ problemlos betreiben, an einem GPON wirst du es nicht hinbekommen, solange die DG nicht ihre Prozesse dafür ausgelegt hat.

    Kann ich bei den DG ONTs den Lichtleiter einfach abziehen, ohne Techniker?

    Nein, aber am GF-TA bzw. HÜP. Dort sind die passenden Buchsen, in die das Kabel aus dem Lieferumfang der Fritzbox passt.

  • Hallo,

    Es gibt halt die AON/GPON Problematik. An einem AON Anschluss kannst du die 5530 relativ problemlos betreiben, an einem GPON wirst du es nicht hinbekommen, solange die DG nicht ihre Prozesse dafür ausgelegt hat.

    Der Hotline-Mitarbeiter hat davon nix gesagt und m.W. sind doch neue Anschlüsse GPON, oder?
    Ich habe aber das Gefühl, dass der Hotline-MA nicht besonders gut informiert war...

    Nein, aber am GF-TA bzw. HÜP. Dort sind die passenden Buchsen, in die das Kabel aus dem Lieferumfang der Fritzbox passt.

    Ok, das heißt, dass die Verkabelung kein Problem ist, sondern bei GPON fehlen mir die Zugangsdaten?

    Gruß,
    Hendrik

  • Ok, das heißt, dass die Verkabelung kein Problem ist, sondern bei GPON fehlen mir die Zugangsdaten?

    Im weitesten Sinne kann man das so sagen. Das Glasfasermodem muss der Infrastruktur bekannt sein, damit die Ver- und Entschlüsselung funktioniert. Entweder muss man dafür die Daten des DG NTs in die Fritzbox bringen, oder die Fritzbox muss der DG Infrastruktur bekannt gemacht werden. Im Moment kann die DG beides nicht, meines Wissens, und es ist auch kein Weg bekannt, die Daten aus den typischen DG NTs auszulesen.

    Der Hotline-Mitarbeiter hat davon nix gesagt und m.W. sind doch neue Anschlüsse GPON, oder?

    Das ist unterschiedlich und kommt aufs Ausbaugbiet an. Als Faustformel gilt: neuere Ausbaugebiete der DG nutzen GPON, ältere AON. Aber es gibt Ausnahmen.

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  • Die Aussagen der Hotline sind halt wie überall leider sehr schlecht, weil da einfach ein call center sitzt die vllt einen 1-Tages Workshop haben und dann alles per Auswahlmenü an Hilfe erhalten. Da muss man direkt eine Ebene weiter gehen.

  • Kann ich bei den DG ONTs den Lichtleiter einfach abziehen, ohne Techniker?

    An dieser Stelle muss ich frank_m widersprechen. Sofern ein Nokia G-010G-Q oder -P als ONT verwendet wird, kannst Du natürlich das gelbe OS2 Kabel mit grünem Stecker abziehen. Das sind auch gelegentlich die Ratschläge des Supports für den Reset des ONTs. War aber von frank_m im anderen Kontext gemeint, vermute ich.

    Wenn die Hotline sagt, das die 5530 anschließbar sei, wird nicht erwähnt, das damit der LAN/RJ-45 Port der 5530 gemeint wird und nicht das entsprechende Glasfaser SFP-Modul! So kann man die Kunden in die Irre führen.

    Wie schon häufig erwähnt, hat man bei den neueren GPON Anschlüssen die Schwierigkeit, das die deugl nicht die notwendigen Logindaten mitteilt.

    Wer jedoch das Manual des Nokia ONTs liest, wird folgendes finden:

    SLID entspricht dem Password

    Die serial number findet man auch auf der Rückseite des ONT, diese beginnt mit ALCL

  • Wie schon häufig erwähnt, hat man bei den neueren GPON Anschlüssen die Schwierigkeit, das die deugl nicht die notwendigen Logindaten mitteilt.

    Wer jedoch das Manual des Nokia ONTs liest, wird folgendes finden:

    SLID entspricht dem Password

    Die serial number findet man auch auf der Rückseite des ONT, diese beginnt mit ALCL

    Und so bekomme ich dann alle nötigen Informationen, um die 5530 auch mit dem SFP-Modul zu nutzen?

    Gibt es damit Praxis-Erfahrung?

    Gruß,

    Hendrik

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    • Offizieller Beitrag

    Es gibt verschiedene ONTs und bei einigen sind die Anschlüsse innenliegend und das Gehäuse per Aufkleber plombiert. So oder so ist an diesem Ende aber kein für die Fritzbox 5530 passender Stecker, sondern ein breiterer SC/APC-Stecker. Man verwendet also stattdessen das mit der Fritzbox gelieferte Kabel oder ein separat beschafftes LC/APC-LC/APC-Kabel (s.o.) und schließt die Fritzbox damit am Gf-TA (wenn vorhanden) oder am HÜP an. Für Anschlüsse mit GPON-Technik kann man hoffen, dass man die Fritzbox so konfigurieren kann wie den DG-ONT, aber eine Garantie, dass das funktioniert, gibt es nicht. Die Prozesse, um offiziell eine Fritzbox 5530 optisch an einem DG GPON-Anschluss zu betreiben, sind den obenstehenden Berichten nach noch in Arbeit.

  • In der Theorie (sofern die Logindaten stimmen), hättest Du damit die Daten, um am GPON-Anschluss ein anderes Gerät als den von DG gelieferten ONT erfolgreich in Betrieb nehmen zu können.

    In der Praxis würde ich warten, bis die erforderlichen Logindaten vom Netzbetreiber bekannt gegeben werden oder ein anderes Verfahren für kundeneigene Glasfaser-Modems oder -Router unterstützt werden.

    Die Verwendung des gestellten ONT ist ja per se nichts schlechtes oder minderwertiges und Endgeräte mit Kupferinterface sind gängiger als mit Glasfaserschnittstelle.

  • Die Verwendung des gestellten ONT ist ja per se nichts schlechtes oder minderwertiges und Endgeräte mit Kupferinterface sind gängiger als mit Glasfaserschnittstelle.

    Dem würde ich wiedersprechen. Ja es ist eine einfache Lösung für 95% der Kunden. Aber die ONTs haben Nachteile. Sie sind meist ja nicht nur ein einfacher Medienkonverter sondern Router die irgendwie in Software die Daten verarbeiten. Kostet bis zu 10% Performance. Ferner warte ich nur darauf, dass die mal gehackt werden. Ergibt ein erstklassiges Botnetz.

    Vorallem wenn ich als Kunde keine Hoheit über die Geräte bei mir zu Hause habe, hat das immer ein Geschmeckle. Aber das scheint ja der Trend zu sein, der keinen mehr stört.

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  • Ferner warte ich nur darauf, dass die mal gehackt werden.

    Da es keine "Router" sind, und die ganze Infrastruktur des Providers auf der Strecke bis zu deinem Anschluss "gehackt" werden kann, muss dich das nicht interessieren. Dein Router ist das Gerät mit dem du für die eigene Sicherheit sorgst, und mehr nicht.

    Und was die Performance betrifft, so ist der Anbieter dafür verantwortlich, das der ONT auch die Leistung bringt die der Provider vertraglich dem Kunden gegenüber zugesichert hat.