Die Glafaser-Anbieter (insbesondere die GF-only) bewerben ja die Glasfaser-Technik sehr aggressiv als technologisch überlegen und nicht den gleichen Beschränkungen wie xDSL oder Cable/DOCSIS unterworfen. Während ich da in der reinen Lehre (Glasfaser vs. Kupfer) durchaus mitgehe, stört mich, dass insbesondere die DG (auch andere?) aktiv damit wirbt, dass es sich bei den DG Anschlüssen eben im Gegensatz zu Cable/DOCSIS nicht um ein Shared Medium handelt, sondern jeder die volle Bandbreite hat. Nach meinem Verständnis wird doch aber beim Einsatz von Splittern massiv überbucht. Bei einem 1:32 Split bleiben von 2,5 Gbit Downstream gerade mal 80 MBit pro Teilnehmer. Das ist natürlich Worst-Case gerechnet und nicht alle Kunden nutzen die "großen" Tarife. Aber im Prinzip reichen doch schon 3-4 Nutzer mit 1Gbit-Tarif damit nicht jeder seine Anschlussleistung erhält oder habe ich da einen Denkfehler?
Irgendwo habe ich gelesenen, dass das bei TDM nicht so ins Gewicht fällt wie bei Cable/DOCSIS - aber warum nicht? Die Art des Multiplexing ändert doch nichts an der (massiven) Überbuchung der eigentlichen Leitungskapazität. Vielleicht tritt das Problem seltener auf, da die Slots besser/dynamischer verteilt sind, aber wenn besagte 3-4 Nutzer gleichzeitig einen GBit-Downstream wollen, werden sie ihn nicht bekommen können.
In der Praxis spielt das (noch - die Anwendungen die solche Bandbreiten brauchen werden kommen) eine untergeordnete Rolle, aber mich stört massiv, dass die DG es unterschlägt, dass es sich um ein Shared Medium handelt und selbst auf Nachfrage penetrant behauptet "es handele sich um eine eigene Faser und deswegen würde auch jedem Kunden die volle Bandbreite zur Verfügung stehen".