Der Bagger kommt nicht wieder

  • Brauchen die Anwendungen wirklich weit über 1Gbit/s? Glasfaser wird oft dem Kupfer gegenüber gestellt. Kupfer ist aber nicht gleich Kupfer. Bei DSL ist bei 250 Mbit/s Schluss, bei Kabel geht dagegen 1 Gbit/s, sogar in unserem Kleinstadt. Und DOCSIS 4.0 gibt es theoretisch auch, die Frage ob Vodafone in diesen Einsteigen will bleibt offen.

    Idealerweise würde Glasfaser nur dort aufgebaut, wo es nur DSL gibt, am besten sogar nur in schlechtem Ausführung. Ich und andere in Kabelgebieten könnten warten. So wird man teilweise genötigt in eine neue Technologie viel zu früh einzusteigen.

  • Kabelinternet hat, wenn es nur bis zum nächsten Verteilerkasten geht, was ja mittlerweile überwiegend der Fall ist, aktuell nur einen einzigen wirklichen Nachteil gegenüber Glasfaser und das ist die Bandbreite für den Upload. 50 MBit/s bei einem 1.000 MBit/s Anschluss sind einfach nur lächerlich. Der zweite Nachteil, nämlich die massive Überbuchung in einem Segment, ist hausgemacht und könnte mit hohen Investitionskosten relativ leicht behoben werden. Hier sind wir schon fast flächendeckend bei FTTC angekommen.

    Die Glasfaser beim Kabelinternetanschluss ist mittlerweile so nah am Kunden dran, noch näher und wir hätten einen typischen FTTB Anschluss, wo die Inhausverkabelung mit Kupfer ausgeführt wird.

    ABER Glasfaser im Haus oder in der Wohnung zu haben hat natürlich, mit Blick auf die Zukunft gesehen, das wesentlich größere Potential und wird auch die Technik der Zukunft sein. Aktuell jedoch gibt es nur den großen Nachteil beim Upload gegenüber Kabelinternet. Wer den nicht braucht, der fragt sich momentan zu Recht, warum er denn wechseln sollte.

    Klar, die Provider haben jetzt große Investitionskosten beim Ausbau, vor allem wenn dieser Eigenwirtschaftlich erfolgt, aber im Grunde genommen müsste der Tarifpreis für einen Gigabit Anschluss bei 40-50 € pro Monat liegen (mit 500 oder 1.000 MBit/s Upload), damit dieser für die Masse interessanter wird und nicht nur für diejenigen, die jetzt schon das zukünftige Potential von Glasfaseranschlüssen sehen. Langsamere Tarife müssten preislich natürlich dementsprechend unterhalb der 40-50 € Grenze liegen.

    xDSL sehe ich schon längst auf dem Abstellgleis, der Zug braucht nur noch ein wenig, bis er am Ende angelangt ist und still steht.

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4
    und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+IN, MikroTik CRS305-1G-4S+IN
  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Bei uns wurden auch Reihenhäuser mit Gf erschlossen, die eine Coax-Kabel Anbindung hatten. Nicht erschlossen wurden die typischen 6-8 Stockwerke hohen Mehrfamilienhäuser (ebenfalls Coax-Kabel bereits vorhanden), das lag sicher im Wesentlichen an den monetären Interessen der Vermieter und den erhöhten Brandschutzvorschriften. Interesse der Mieter war schon da, allerdings spielt das ja keine Rolle.

    Ich gehe jedoch davon aus, das in den nächsten Jahren vermehrt Bestandsimmobilien von Coax-Kabel auf FTTH umgerüstet werden.

  • Und HFC hat noch weitere Nachteile.

    Der Strombedarf ist sehr hoch. Die Latenzen die schlechtesten am Markt.

    Und heute ist Vodafone weit von FTTB entfernt. Teilweise hängen hunderte Haushalte an einem Strang.

  • In diesem Thread gab es immer mal wieder die Frage nach zukünftigen Killeranwendungen, die künftig den zwingenden Bedarf an

    Warum lasse ich mir GF ins Haus legen. Böse gesagt, weil ich’s kann. (DHH Eigentümer) :D

    Der aktuelle technische Hauptgrund ist tatsächlich der höhere Upload ggü. Kabel und DSL und die GF ist am Anfang, nicht am Ende wie Kupfer und Koax.

    Eine Killeranwendung sehe ich für mich tatsächlich nicht und die Aufzählung von ChatGP ist interessant, aber mich z.b. interessiert mehr das, an was keiner denkt und niemand bisher auf den Schirm hat.

    Hätte man z.b. zu C64 Zeiten irgendwie erahnen können, dass so was wie ein Smartphone DIE Killeranwendung schlechthin werden wird? Ich nicht.

    Und so wird’s vielleicht auch mal, nur mit GF möglich, eine Killeranwendung geben die z.b. stabile 10gbit Upload braucht.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • ... dass so was wie ein Smartphone DIE Killeranwendung schlechthin werden wird? Ich nicht.

    Und so wird’s vielleicht auch mal, nur mit GF möglich, eine Killeranwendung geben die z.b. stabile 10gbit Upload braucht.

    Smartphone die Killeranwendung? Sehe ich nicht so. Die Entwicklung geht doch eher rückwärts.

    Der PC sollte die Rechenleistung und Verfügbarkeit des Elektronenrechners persönlich zu Hause ermöglichen. Jetzt sind wir an einem Punkt, wo die Anwendungen zwar ihre GUI auf einem persönlichen Gerät, auch mobil in der Hosentasche, läuft, aber im Endeffekt wieder "in der Cloud" also dem Großrechner im Rechenzentrum. Nur das ich jetzt verschiedenste Rechenzentren nutzen kann.

    Meine Daten sind trotzdem nicht privat weil andere auch darauf zugreifen könnten.

    Client Server computing wie das VT100 Terminal an der VAX.

  • Smartphone die Killeranwendung? Sehe ich nicht so. Die Entwicklung geht doch eher rückwärts.

    Der PC sollte die Rechenleistung und Verfügbarkeit des Elektronenrechners persönlich zu Hause ermöglichen. Jetzt sind wir an einem Punkt, wo die Anwendungen zwar ihre GUI auf einem persönlichen Gerät, auch mobil in der Hosentasche, läuft, aber im Endeffekt wieder "in der Cloud" also dem Großrechner im Rechenzentrum. Nur das ich jetzt verschiedenste Rechenzentren nutzen kann.

    Meine Daten sind trotzdem nicht privat weil andere auch darauf zugreifen könnten.

    Client Server computing wie das VT100 Terminal an der VAX.

    Das hast du schön aus dem Kontext von sunday380 gerissen. Immer schön in ganzen Sätze.

    Hätte man z.b. zu C64 Zeiten irgendwie erahnen können, dass so was wie ein Smartphone DIE Killeranwendung schlechthin werden wird?

    Ich hatte ein 14.4 Modem zu Amiga-Zeiten und von daher es schon den Hammer, wenn ich es geschafft habe ein 500 kb - Datei in 5 Min. zu laden.
    Da konnte sich wirklich keiner vorstellen, dass man ein Mobilgerät hat, welches eben mal in 10 sek. eine DVD laden kann. Ups, DVD gab es ja damals auch noch nicht wie auch 8k-Videos.

  • Ich habe nicht bestritten, das die Geräte kleiner und mit mehr Leistung ausgestattet sind, als man sich das in der Öffentlichkeit zum Jahrtausendwechsel je hätte vorstellen können. Aber die Art der Verwendung wird durch Cloud und Webbrowser-Betrieb eher wieder in Richtung CS gehen. Oder glaubt irgendjemand das Dienste wie VR/AR auf dem Desktop/Laptop oder gar Mobil gerechnet werden würden? Und wie wird Offce365 betrieben ...

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Ich habe nicht bestritten, das die Geräte kleiner und mit mehr Leistung ausgestattet sind, als man sich das in der Öffentlichkeit zum Jahrtausendwechsel je hätte vorstellen können. Aber die Art der Verwendung wird durch Cloud und Webbrowser-Betrieb eher wieder in Richtung CS gehen. Oder glaubt irgendjemand das Dienste wie VR/AR auf dem Desktop/Laptop oder gar Mobil gerechnet werden würden? Und wie wird Offce365 betrieben ...

    Es ist so von sunday380 und mir gemeint, wir wissen noch gar nicht welches das nächste Killerfeature hinsichtlich Bandbreite es wird.

    Es ging nicht darum, dass die Geräte kleiner werden, es gab zu Amiga-Zeit(1987) gar keine Mobilfunkgeräte auch nur annähernd in diese Richtung. Ein Nokia 9210 mit SymbianOS erschien erst 1990. Und nochmal 5 Jahre später wurde der DVD-Standard festgeschrieben.

    Ich glaube nicht, dass 1990 sich auch nur jemand vorstellen konnte, dass es jetzt normal ist per Funk (5G) mit einem Modem 8k-Videos zu streamen.

    Gestern erst dazu eine Werbung für Hybrid-DSL von der Telekom in meinem Briefkasten gefunden. :D :D :D :D War gezielt an die Bewohner der Straße gerichtet, wir haben hier alle GF. :lol:

  • Bei uns wurde von der Telekom ausgebaut und vor ca 2 1/2 Jahren das Netz in Betrieb genommen. Es wurden nur die Gebäude angeschlossen, in denen auch mindestens ein Anschluss bestellt wurde. Für Gebäude ohne Bestellung wurde keine Vorbereitung getroffen, auch kein Leerrohr im Gehweg vor dem entsprechenden Gebäude. Da ich in unserer Stichstraße der "letzte" Besteller war, endeten die Bauarbeiten an meinem Haus. Oberhalb von mir gibt es nichts.

    Seitdem waren immer wieder "Telekom"-Drückerkolonnen unterwegs, die versucht haben, weitere Glasfaseranschlüsse zu verkaufen. Auch an uns, obwohl wir schon angeschlossen sind ;)


    Nun die Überraschung: gestern aus dem Urlaub heimgekommen, standen eine Stichstraße weiter Halteverbotsschilder an der Straße und heute morgen kamen von zwei Autos von Leonhard Weiß (die bzw deren Subs haben hier vor 3 Jahren den Ausbau gemacht). Mal sehen, ob da tatschächlich Nachanschlüsse gebaut werden. Ich bin gespannt.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Hier wird tatsächlich jedes Haus kostenlos angeschlossen (Telekom) ohne Buchung eines Vertrages. Der Ausbau läuft seit 2 Jahren und ist bald fertig. Es bekommt auch jeder ein Leerohr auf dem Gehweg, sollte jemand den kostenloses Hausanschluss nicht beauftragt haben.

  • Aber genau das macht die Telekom jetzt ja bei neuen Projekten nicht mehr.

    Wir sind ein altes Projekt (Vorvermarktung 2020) und schon da hat es die Telekom so gemacht, wie sie es jetzt angekündigt hat. Es scheint also schon vorher nicht einheitlich gemacht worden zu sein.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Ist doch eine schöne Backup-Lösung ... :D

    Nein, Mobilfunk ist nur dann eine Backuplösung, wenn man der Einzige ist, bei dem die "normale" Leitung ausfällt.

    Du glaubst gar nicht, wie der Bär im Mobilfunknetz tanzt, wenn das leitungsgebundene Internet beim Endkunden ausfällt. Dann wählen sich sofort alle Mobiltefone und manche Tablets in das Mobilfunknetz ein. Das habe ich leider selbst erleben müssen.

  • Wir sind ein altes Projekt (Vorvermarktung 2020) und schon da hat es die Telekom so gemacht, wie sie es jetzt angekündigt hat. Es scheint also schon vorher nicht einheitlich gemacht worden zu sein.

    Scheint so, denn hier Vorvermarktung Juni 2020, Ausbaustart Januar 2021. Alle häuser die wollen können kostenlos angeschlossen werden.

    Update, es geht immer noch hab eben mal einen Adresse bei uns im Ort probiert:

    Einmal editiert, zuletzt von millen (19. August 2024 um 14:37)

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Scheint so, denn hier Vorvermarktung Juni 2020, Ausbaustart Januar 2021. Alle häuser die wollen können kostenlos angeschlossen werden.

    Update, es geht immer noch hab eben mal einen Adresse bei uns im Ort probiert:

    Das ist bei uns auch so, aber eben ohne vorverlegte Leerrohre. Ich kann hier Adressen abfragen, zu denen es definitiv kein Leerrohr gibt und bei denen auch nichts in der Straße verbaut wurde. Dennoch wird mir Verfügbarkeit angezeigt.

    Das dürfte ja der Grund dafür sein, dass eine Stichstraße weiter die Baufirma steht und die Straße vermutlich nochmal aufgräbt (wg der Halteverbotsschilder). Ich werde es weiter beobachten.

  • Nun die Überraschung: gestern aus dem Urlaub heimgekommen, standen eine Stichstraße weiter Halteverbotsschilder an der Straße und heute morgen kamen von zwei Autos von Leonhard Weiß (die bzw deren Subs haben hier vor 3 Jahren den Ausbau gemacht). Mal sehen, ob da tatschächlich Nachanschlüsse gebaut werden. Ich bin gespannt.

    Ich kann es jetzt bestätigen: es wurde ein Glasfaserleerrohr zu einem Mehrfamilienhaus gelegt. Interessant, dass man es für nur ein Haus gemacht hat. Ich hätte gedacht, dass man da mehrere Baustellen zusammenkommen lässt.