Glasfaser wird am Haus verlegt, nur wir dürfen nicht angeschlossen werden

  • Ich habe gerade mal etwas bei den Protokollen unseres Stadtrats recherchiert. Hier waren zuletzt nur die mangelhaften Straßenarbeiten ein Thema. Von der Förderung graue Flecken bzw. Homes passed war im letzten Jahr nichts zu lesen. Da frage ich mich ja, warum so etwas dort nicht einmal diskutiert wird?!

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  • Ja, wahrscheinlich. Habe mal bei der stärksten Fraktion im Rat angefragt.

    Die Förderung für Homes passed kann man übrigens vergessen, weil laut Stadt und DG ist das Projekt der weißen Flecken schon zu weit fortgeschritten, um Synergien zu ziehen. Wobei bei uns ja "lediglich" das Leerrohr von der Straße zum Haus geführt werden müsste.

    Somit ist bei uns auch jede weitere Förderung hinfällig, weil wir nach Abschluss des Projektes weiße Flecken via Homes passed als angeschlossen gelten. Sollte es jemals ein graue Flecken Programm für unsere Stadt geben, sind wir dann auch nicht förderfähig.

    Da kann man nur hoffen, dass die DG uns ohne Geldmittel irgendwie anschließt.

  • Das ist eher ausgeschlossen. Glasfaser Nordwest baut 2 Straßen weiter. Aber wir liegen außerhalb des Ortskerns und sind daher für die Glasfaser Nordwest nicht wirtschaftlich. Wir seien typische Fördekulisse,.kam als Rückmeldung. ;(Also zusammengefasst: zu gut für die DG, zu schlecht für die Glasfaser Nordwest.:evil:

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  • "Als angeschlossen gelten" obwohl er nicht angeschlossen werden darf - also so was kann nur in Köpfen von Beamten existieren... Es gibt eine Glasfaserleitung in der Straße vor dem Haus und jemand, der ein Anschluss gerne hätte, darf aber nicht angeschlossen werden. Geht es noch dummer? Da kann man echt nichts mehr dazu sagen. Soll Sven seine existierende Leitung zerstören sodass sein Haus als weiße Fleck gilt?

  • Heute war es nun soweit: Ein Transporter hielt vor unserem Haus und ein Mann mit Spaten und Zange machte sich an "unserer" am Grünstreifen herausragenden Speedpipe zu schaffen. Ich schnell raus, da ich zufällig zuhause war und ihn angesprochen. Der Herr war sehr nett und hatte berichtet, dass die Stadt mit ihm als Beauftragten der Deutschen Glasfaser eine Rundfahrt gemacht hätte. Dabei wurde angeordnet, dass bei uns und unseren Nachbarn (da ragte auch ein Bündel raus) die Pipes entfernt werden müssen, da wir nicht im Fördergebiet lägen. Er hat auch sein Unverständnis hierüber mitgeteilt, konnte aber auch keine Aussage machen, ob die Deutsche Glasfaser uns noch anschließen würde. Die Lage der Pipes sei jedenfalls registriert und könnte daher im Falle des Falles auch wieder genutzt werden. Wie das technisch geht, nachdem er unten in der Erde mit der Zange das Ding abgetrennt hat, weiß ich nicht.

    Auf jeden Fall eine kuriose Aktion, die einzig und allein mit den Förderbedingungen zusammenhängt. "Das ist Deutschland" sagte er noch. :)

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  • So langsam wird Deutschland mit seinen dummen Regelungen und Gesetzen echt zur Lachnummer, kein wunder, dass die Digitalisierung nicht vorangeht, bei so schwachsinnigen Richtlinien!

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  • Als bei mir in Gemeinde würde jetzt in der letzten Baustufe 3 (Niedersachsen) noch eine nachverdichtung gemacht und nach der Datenquellen der TKU gegangen für Anschlüsse unter 30 Mbit/s.

    Dabei würden zwei Häuser auf der Linken Seite erschlossen und Rechts ein Haus nicht.

    XXXX - 2002 Telefon

    12.03.2002 T-ISDN XXL

    20.10.2005 T-ISDN Call Time 240 Freiminuten

    13.05.2006 T-DSL 2000 (Speedport W501V)

    18.09.06 Wegfall T-ISDN Call Time ISDN und zugebucht Call & Comfort/T-ISDN

    2006-2008 Tarif Umstellung

    24.11.2008 Wegfall Call & Surf Comfort (2) T-ISDN

    zugebucht Call & Surf Comfort Universal (4)

    15.05.2015 Wegfall Call & Surf Comfort Universal (4)

    Zugebucht Surf Comfort All-Net (DSL Ram 6000)

    8.6.22 EWE Glassfaser 300

  • So langsam wird Deutschland mit seinen dummen Regelungen und Gesetzen echt zur Lachnummer,

    Das Problem ist, wenn man mal drauf verzichtet, dann passiert sowas wie bei den Corona Schnelltests: Massenweise Betrug und Missbrauch der öffentlichen Steuergelder. Entweder man reglementiert es klar, oder es findet sich jemand, der sich persönlich bereichert. Beschwert euch bei denen, und nicht beim Gesetzgeber, der gezwungen war, auf diese Entwicklungen zu reagieren.

  • Ich würde mir da jetzt nicht so den Kopf machen - die mussten jetzt sicher dafür Sorgen das solange die Förderung noch nicht Schluss-Abgerechnet ist, sicherstellen das Du nicht mit angeschlossen wirst.

    Wenn das Förderprojekt abgeschlossen ist würde ich denken kannst Du einen normalen Hausanschluss beauftragen - evtl. ist der dann halt nicht kostenlos aber vlt. kannst Du mit der Aussage das die Speedpipe schon bis zur Grundstücks- (oder gar Haus-?) Grenze liegt etwas aushandeln

    Ich denke nicht das Du auf Jahrzehnte ohne GF-Anschluss bleiben wirst.

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  • Ich habe den Fall schon mal berichtet, aber die Gesetzeslage ist schon absurd.

    Hier sind zwischenzeitlich die Fördervoraussetzungen für ein einzelnes Wohngebiet entfallen, und das bevor auch nur ein Spatenstich getan wurde.

    Das heißt, nach der nun erfolgten Versorgung des Wohngebietes mit VDSL (allen steht mindestens 200 Mbps zur Verfügung), gab es im gesamten Ort keinen Bereich mehr, der förderfähig war. Trotzdem wurde das Gebiet mit Steuermitteln erschlossen, inkl. der grundsätzlichen Trassenführung zum Ort hin.

    Der Anbieter kann diese Infrastruktur danach nicht für weitere Gebiete nutzen, da in der Zwischenzeit "weser connect" in die eigenwirtschaftliche Vermarktung eingestiegen ist.

    Es kann mir keiner erklären, dass wir nicht in der Lage sind, bessere Förderrichtlinien zu erlassen.

  • Den Fall hatten wir schon. Die Randbedingungen haben sich nach Erteilung des Förderbescheides geändert. Relevant für die Förderung sind natürlich die Bedingungen zum Antragszeitpunkt.

    Ich hab ja Verständnis dafür, wenn man an den Förderrichtlinien herumkritisiert. Die sind nämlich wirklich die Hölle. Aber bitte macht dann auch Vorschläge, wie es abstrakt generell für alle besser gemacht werden könnte. Denn die Richtlinien müssen für alle gleich sein, wenn es um die Vergabe von Steuergeldern geht, das dürfte offensichtlich sein. Spätestens dann muss man generische Regeln aufstellen, z.B. die Zeitpunkte betreffend, für die die Förderung bewilligt wird. Und dann kommen solche Ausnahmesituationen zustande, denn abstrakt generell wird man solche Sonderfälle nicht abgedeckt bekommen.

  • Ich hätte da einen einfachen Vorschlag. Zum Zeitpunkt des Glasfaser-Anschlusses wird die aktuell max. Geschwindigkeit der anderen Medien erfasst. Dies ist durch den bisherigen Anschlussinhaber zu bestätigen.
    Dementsprechend gibt es dann gestaffelt Geld.
    1000 MBit/s = 0 €, 500 MBit/s = 2 €, 250 MBit/s =4 €, 200 MBit/s = 6 €, 150 MBit/s = 9 €, 100 MBit/s = 11 €, 50 MBit/s = 13 €, 30 MBit/s = 15 €.

    Anträge sind vorher zu stellen. Wer länger als 1 Jahr benötigt, bekommt Abstriche.

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  • Ich hätte da einen einfachen Vorschlag. Zum Zeitpunkt des Glasfaser-Anschlusses wird die aktuell max. Geschwindigkeit der anderen Medien erfasst. Dies ist durch den bisherigen Anschlussinhaber zu bestätigen.
    Dementsprechend gibt es dann gestaffelt Geld.
    1000 MBit/s = 0 €, 500 MBit/s = 2 €, 250 MBit/s =4 €, 200 MBit/s = 6 €, 150 MBit/s = 9 €, 100 MBit/s = 11 €, 50 MBit/s = 13 €, 30 MBit/s = 15 €.

    Anträge sind vorher zu stellen. Wer länger als 1 Jahr benötigt, bekommt Abstriche.

    Wem willst du damit als erstes verschrecken ? Die Anbieter oder die ausbauenden Nachauftragnehmer ?

    Glasfasermonteur aus Leidenschaft

  • Wem willst du damit als erstes verschrecken ? Die Anbieter oder die ausbauenden Nachauftragnehmer ?

    Warum? Gut, meine Zahlen sind aus der Luft gegriffen, ich kenne nicht die tatsächlichen Fördergelder.
    Aber das Prinzip ist einfach. Zum einen passt es damit zu den örtlichen Gegebenheiten und es gibt keine Aussetzer, weil man auf der falschen Straßenseite wohnt. Zum anderen wird durch die kurzen Laufzeiten erreicht, dass sich keiner zwischendrängt und dann nichts passiert.