Beiträge von Erzknolle

    Um bei der ursprünglichen Frage der Glaubwürdigkeit zu bleiben:

    Das, was die Glasfaserplus bzw. Telekom offiziell ankündigt ("xxx Haushalte") wird das später ausgebaute Gebiet grundsätzlich korrekt angeben. Vorsicht geboten ist bei Vertrieblern die "im Auftrag der Telekom" herumgehen, Infoveranstaltungen etc. machen -> die erzählen gerne auch quatsch damit sie im Gespräch DSL-Verträge mit hohen Provisionen aufschwatzen können. Das ist zwar vom Vertrieb der Telekom sicherlich auch so gewollt, aber unseriös.

    Was gibt es denn an Pressemitteilungen für Dein Gebiet?

    P:S: Dein Haus wird natürlich nur angeschlossen, wenn Du auch einen Vertrag bei in dem Falle der Telekom buchst.
    Man kann beide Anbieter buddeln lassen und hat dann im Keller beide Anschlüsse wovon man einen nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit kündigt. So muss man sich nicht damit herumschlagen, ob ein späterer Ausbau 2 Jahre Wartezeit o.ä. bedeutet

    Hat die Telekom den Ausbau nach Bekanntwerden der Muenet-Pläne angekündigt?

    Ich glaube nicht das wenn eine zweistellige Zahl von Anschlüssen bis zur Quotenerreichung fehlen ein Anbieter der ausbauen will deshalb davon absieht. Das verlängern "bei knapper Quote" ist aus meiner Sicht nochmal eine effektive Marketingmaßnahme, es könnten so noch mehr Anschlüsse zusammenkommen als wenn man ankündigt trotz Nicht-Erreichen auszubauen. Im Zweifel fordert man halt von den Gemeinden/dem Kreis noch irgendeine Verbesserung was diese in heutigen Zeiten sicher möglich machen. Im Zweifel, wenn die Rahmenbedingungen es erlauben, lassen die halt 2-3 Straßenzüge ohne Anschlüsse weg

    Ich wäre zuversichtlich

    Ich schrieb nicht das jetzt jeder Onkel das macht. Aber es ist eine Anwendung die schlecht ohne geht - habe heute eine LM-Studio Installation gemacht und lade gerade noch Modelle mit dauerhaft ca. 500 Mbit down (nur durch mein suboptimales Wifi begrenzt) - insgesamt werden wohl 1 TB zusammen kommen. Das Ding ist: man lädt sich ja verschiedene Modelle herunter um diese gegeneinander auszuprobieren, damit kleinere andere Modelle zu trainieren etc. Mittlerweile laufen auf Privathardware (von Apple) auch Sprachmodelle mit 70 Mrd Parameter - die haben bei Q8 locker 80GB und wenn jemand was neueres gefinetuned oder trainiert hat muss man wieder soetwas großes herunterladen - das sind keine inkrementellen Übertragungen.

    Das Games mittlerweile auch eher 40-50 GB haben ist jetzt auch ein legitimer Punkt.

    Fakt ist: das macht alles wenig Spaß wenn man nur Vectoring hat, vielleicht mit dem 250er noch auszuhalten wenn man die Aussicht auf Besserung in Zukunft hat. Kupfer darf sich nicht in der Breite halten, wenn wir zukünftig auf Augenhöhe mitspielen wollen.

    Für's Protokoll: trotz der mittlerweile schon 3 Jahre alten Pressemitteilung, ist das Glasfaserplus Gebiet hier im Verfügbarkeitstracker von Plusnet als nicht verfügbar markiert.
    Und auf der Website von GF+ ist weiterhin nur der Rosa Riese aufgeführt
    Soviel zum Thema anbieterneutral ;)

    Übrigens: mittlerweile ist auch der Download von großen Sprachmodellen mit 50-100 GB um diese lokal laufen zu lassen nichts außergewöhliches mehr. Spätestens da merkt man, ob es bereits ein Gigabit-Tarif oder "nur 100 Mbit" ist.

    Also ja das verlinkte ist aus dem System. Aber ich hab die Variante die mit einer Teilnehmeranschlussdose zusammenkommt und auf einer Seite schon fertige LC-Stecker enthält (bei den reinen Leitungen die da verlinkt sind sind beide Seiten nur mit Ferulle fertig und da klippst man dann noch das Gehäuse auf. Ist aber etwas weniger geschützt dann.

    Wie ich schon schrieb: es lässt sich gerade so in eine 4mm ID Speedpipe einziehen aber ich würde nicht zuviele Meter oder Kurven empfehlen (außer natürlich man öffnet die Speedpipe dort und zieht in Etappen.

    HubeBube Nein nichts mit Spleißen oder Feldstecker. Die Kaiser Stecker haben die Ferrule bereits angespleißt und man montiert hinterher nurnoch das Plastik drumherum. Dadurch passt es aber auch durch ein Mikrorohr (ist aber sicherlich so nichts was der Elektriker normal machen würde, eher der ambitionierte Nerd)

    Ich habe unter ähnlichen Bedingungen (7mm Mikrorohr mit 4mm ID) eine Verlängerung mit den Kaiser Gf-Ta realisiert. An der vorkonfektionierten Leitung

    Das ganze ließ sich einziehen mit einem "Kati Blitz Mini" und einem verbinden mit dünnem Isolierband oder etwas Kevlar aus einer anderen GF-Leitung. Du kannst sicher aber auch günstiger einen 1mm Einzugdraht besorgen. Aber achtung: man kann nur sehr geringe Kräfte einsetzen, die Leitung wird schnell zerstört. Rechne ggf. damit damit die Gf-Ta nochmal nachkaufen zu müssen wenn es länger und/oder über kurvige Strecken geht.. auf jeden Fall professionelles Kabelgleitmittel verwenden z.B. von Katimex. Ich würde heute eher auf die 2-Stecker Variante setzen weil die 4 wirklich das maximum durch das Mikrorohr waren und wenn etwas kaputt geht sehr wahrscheinlich sowieso alle Fasern betroffen sind. Falls man es je ersetzen muss, dann zieht man einfach eine neue Leitung ein.

    pufferueberlauf Ok, Punkt für Dich. Das jemand so wahnsinnig ist nochmal DSL aktiv massiv zu vermarkten um der Konkurrenz zu schaden war jetzt nicht mein erster Gedanke aber könnte sein

    Die Vertriebsbereiche interessiert nur eins: Geld/Provisionen/Boni.
    Kann man nicht, bei entsprechenden Beschwerdequoten, einem Konzern wie der Telekom den Einsatz von Haustürvertretern verbieten? Man muss es ja nicht gleich marktweit verbieten wenngleich ein branchenübergreifendes Provisionsverbot bei Verbrauchergeschäften wohl am effektivsten wäre.. damit meine ich auch für Versicherungen, Finanzprodukte etc.

    Ihr Eigentum, ihre Entscheidung.
    Wer dann aber Vertreterhorden losschickt statt erstmal mit der Verwaltung eine grundsätzliche Einigung zu finden, hat auch nichts positives im Sinn. Was hätte es denn gebracht, wenn Mieter einen Auftrag erteilen, bei dem die Verwaltung kaum zustimmt weil man eine einheitliche Lösung will? Da sitzt doch bestimmt irgendwo ein Entscheidungsträger, der explizit WILL das die Leute genervt sind vom Thema Glasfaser.

    Vertrieblern ist generell egal ob sie unentwegt beleidigt oder gesellschaftlich verachtet werden. Ich habe schon von Trainings gehört, die sich eher wie Bootcamps diesbezüglich anhörten.

    Das einzige was bei denen Wirkungen zu entfallen scheint: Geld. Können die Verbraucherzentralen nicht mal Musterklagen gegen ISPs führen die mit fragwürdigen Methoden v.a. Ältere überrumpeln? Wenn ein Urteil pauschal alle in einem Ort an der Haustür abgeschlossenen Verträge für nichtig erklären würde etc. könnte das vielleicht etwas bewirken.


    Oder man begrenzt die Provision auf eine Summe, die zwar Informationsveranstaltungen etc. aber nicht so ein aufdringliches Aufsuchen in Privaträumen ermöglicht. Wie wäre es mit 20 statt 200 Euro pro Vertragsabschluss?

    P.S: So ein Vertrieb bringt Glasfaser ziemlich in Verruf.

    Das war wohl auch ein Grund warum z.B. die Telekom ihren XGS-PON-Tarif mit 2 Gbit/s im Download und 1 Gbit/s im Upload ein paar Monate vor den restlichen neuen Glasfasertarifen vorgestellt hat: sie brauchte den Tarif um Mindestanforderungen im geförderten Ausbau erfüllen zu können.

    Das wusste ich noch garnicht und würde erklären warum man sonst so ein Schneckentempo damit hinlegt. Es zeigt aber auch das die Politik mit den Förderprogrammen mitgestalten kann/könnte.

    Wir haben seit gestern einen potenziellen Koalitionsvertrag 2025-2028. Darin heißt es ab Zeile 2201 / Seite 68:

    Zitat

    Digitale Infrastruktur

    Unsere digitalen Infrastrukturen bringen wir mit dem flächendeckenden Glasfaserausbau FTTH (bis in jede (Miet-)Wohnung) entscheidend voran. Es gilt „Markt vor Staat“. Förderprogramme für Mobilfunk- und Glasfaserausbau setzen wir ein, wo kein marktgetriebener Ausbau möglich ist. Dabei berücksichtigen wir den besonderen Förderbedarf von Ländern mit herausfordernder Topografie und Besiedlungsdichte.

    Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG) wird mindestens so lange weitergeführt, bis die bewilligten Förderprojekte abgeschlossen sind. Wir prüfen, wie wir die bei der MIG aufgebaute Kompetenz und Expertise langfristig dafür einsetzen, den flächendeckenden Mobilfunkausbau in bisher nicht beziehungsweise unterversorgten ländlichen Gebieten voranzubringen.

    Bei der Gigabitförderung schaffen wir eine auskömmliche Mittelausstattung. Wir werden schnellstmöglich ein wirksames Beschleunigungsgesetz einführen, das den Mobilfunk- und Glasfaserausbau als überragendes öffentliches Interesse definiert. Ausbauhindernisse und Bürokratie bauen wir konsequent ab, zum Beispiel durch Fiktionsregelungen. Um den Ausbau zu beschleunigen, führen wir digitale Antragsstrecken (zum Beispiel Breitbandportal) verbindlich ein.

    Mindestanforderungen an Breitbandanschlüsse erhöhen wir kontinuierlich. Wir streben ein Konzept für markt- und verbraucherfreundliche Migration von Kupfer- auf Glasfasernetze an. Das Monitoring der Planungs- und Ausbauprozesse vor Ort setzen wir fort. Für den Mobilfunkausbau halten wir an den hohen Versorgungsauflagen bei den Frequenzvergaben fest. Diese müssen anhand des tatsächlichen Nutzererlebnisses überprüft werden können. Wir werden den gesetzlichen Rahmen des Beirats der Bundesnetzagentur weiterentwickeln. Wir werden die Nutzung von Satellitentechnologie zur Mobilfunkversorgung unterstützen. Bei der Vergabe der UHF-Frequenzen setzen wir uns auf europäischer Ebene für eine Berücksichtigung aller berechtigten Interessen ein.

    Ergänzend, zum Wording:
    Wir werden -> finanziert & kommt
    Wir wollen -> unter Finanzierungsvorbehalt

    Was lese ich da raus lesen würde:
    Die Förderung wird auf kleiner Flamme fortgeführt. Aber die Arbeiterkolonnen sind bald in "überragendem öffentlichen Interesse" und "Genehmigungsfiktion" unterwegs. Heißt, wenn nach einer Anzeige kein negativer Bescheid eingeht, dürfen Oleg & Bolek losbuddeln?

    Finanziell ist so ein Schul-Auftrag sicherlich höher, aber das ist doch ein recht kleines betroffenes Gebiet. So ein Glasfaserausbau durch jeden Boardstein ist IMO eine andere Nummer

    Hier wurde dann auch prompt ein halbes dutzend mal eine (in der Mindertiefe) unerwartete Versorgungsleitung getroffen - von den Abnahmen und Nacharbeiten jetzt mal nicht gesprochen

    Aber denke ja wir sind uns alle einig: so eine Ausbaugröße lässt sich nicht vermeiden. Kupfer hat nurnoch begrenzte Zukunft - irgendwann wird der Betrieb zweier Technologien parallel schlicht zu teuer..

    LEO-Sateliteninternet eignet sich aber am besten für mobile oder abgelegene stationäre Nutzung - weniger für richtige Städte - nicht nur wegen der dort oft fehlenden freien Sicht auf den Himmel. Bei Starlink haben wir doch alle jetzt gesehen wie die initialen Geschwindigkeiten schnell mit der Nutzungsdichte auf 70-80 Mbits im Schnitt heruntergegangen sind. LEO-Netze sind schwer wirtschaftlich zu betreiben und von Nachhaltigkeit (sowohl den Sateliten als auch dem Stromverbrauch der CPEs) reden wir jetzt lieber auch nicht.

    Kurzum: da einsetzen wo es Sinn macht, vlt. auch eine Grundversorgung damit gewährleisten, aber nicht den Ausbau stationärer Anschlüsse deswegen vernachlässigen.