Glasfaser wird am Haus verlegt, nur wir dürfen nicht angeschlossen werden

  • Hallo!

    Unsere Gemeinde ist offizielles Fördergebiet unseres Kreises, so dass auch in unserer Straße (Sackgasse) derzeit Glasfaser durch die Deutsche Glasfaser verlegt wird. Allerdings wunderte ich mich, dass erst das Haus nach uns in der Straße in der Übersicht auf der Website der DG auftaucht. Meine Recherche ergab, dass der Kreis anhand einer Studie ermittelt hat, dass nur Haushalte mit einer verfügbaren Datenrate von weniger als 30MBit/s im offiziellen Fördergebiet liegen. Wir haben mit VDSL knappe 37 MBit zur Verfügung. Das führt dazu, dass obwohl das Kabel nun an unserer Haustür entlang gelegt wird, wir nicht angeschlossen werden dürfen. DG verweist nur an den Kreis und an die Förderbedingungen. Aber hat die DG denn kein Interesse außerhalb der offiziellen Fördergebiete Kunden "auf dem Weg" zu beliefern?

    Wie sind da Eure Erfahrungen?


    Vielen Dank und viele Grüße

    Sven

  • Puh, das ist geförderter Ausbau und Du willst daran teilhaben, obwohl bei dir die Bedingungen nicht zutreffen? Ganz schwieriges Thema. Ich würde versuchen in Borken jemand von der Bauabteilung zu erreichen und nach Möglichkeiten in deinem Falle zu fragen.

    Evtl. gibt es da eine Lösung für dich, auch wenn ich es bezweifle, das es kostenlos sein wird. Gut möglich, das die 750€ Pauschale aufgerufen wird.

    Auf alle Fälle schadet es nicht, den Ausbau fotografisch mit einbelichtetem Maßband zu begleiten. Das kann bei späteren Anschlussarbeiten helfen!

  • Ist die 30MBit/s jetzt nicht grade von der Bundesnetzagentur gesetzt worden was ein bedarf Haushalt ist und somit Förderberechtigt ist.

    XXXX - 2002 Telefon

    12.03.2002 T-ISDN XXL

    20.10.2005 T-ISDN Call Time 240 Freiminuten

    13.05.2006 T-DSL 2000 (Speedport W501V)

    18.09.06 Wegfall T-ISDN Call Time ISDN und zugebucht Call & Comfort/T-ISDN

    2006-2008 Tarif Umstellung

    24.11.2008 Wegfall Call & Surf Comfort (2) T-ISDN

    zugebucht Call & Surf Comfort Universal (4)

    15.05.2015 Wegfall Call & Surf Comfort Universal (4)

    Zugebucht Surf Comfort All-Net (DSL Ram 6000)

    8.6.22 EWE Glassfaser 300

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  • Inzwischen darf leider auch bei mehr verfügbarer Leistung gefördert ausgebaut werden. Die Vorlaufzeiten durch Markterhebung, Ausschreibung, Planung, etc. für geförderten Ausbau sind aber lang und ein beauftragtes Projekt wird nicht automatisch erweitert. Für die nicht vom geförderten Ausbau erfassten Gebäude müsste der Provider einen privatwirtschaftlichen Ausbau durchführen. Das könnte sich an den Abschluss des geförderten Ausbaus anschließen, ggf. mit einer Vorvermarktungsphase, um den Bedarf zu ermitteln. Ob etwas in der Art geplant ist, erfragst du am besten beim Provider.

  • So bitter das klingt: Es ist vollkommen ausgeschlossen, um Zuge des Projektes an einen Glasfaseranschluss zu kommen. Der Grund ist, dass damit die Förderbedingungen verletzt würden, die dann letztlich die gesamte Fördersumme für das Projekt in Gefahr bringen würden. Wir hatten mehrere vergleichbare Fälle in unserer Gemeinde, und die haben auch alles versucht: Beim Glasfaseranbieter, bei der Gemeinde, beim Landkreis, beim Fördergeber ... keine Chance.

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  • Die Aussage war eher darauf bezogen, dass die Förderrichtlinien absoulter Murks sind, wenn Häuser die direkt an dem Kabel liegen nicht angeschlossen werden können.


    Deutschland will überall immer vorne mit dabei sein und dann werden solche handwerklichen Fehler bei der Ausgestaltung der Förderbedingungen begangen.


    Ich kann da einfach nur den Kopf schütteln.

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  • wenn Häuser die direkt an dem Kabel liegen nicht angeschlossen werden können

    Die Häuser dürfen nicht im Rahmen des geförderten Ausbaus angeschlossen werden. Nach dem geförderten Ausbau ist das sehr wohl erlaubt. Der Provider darf auch jetzt schon die dafür nötigen Rohre in der Straße und andere Infrastruktur auf eigene Kosten mitverlegen lassen. Ob er das tut und privatwirtschaftlich weiter ausbaut, ist dann aber eine wirtschaftliche Entscheidung.

  • Die Häuser dürfen nicht im Rahmen des geförderten Ausbaus angeschlossen werden. Nach dem geförderten Ausbau ist das sehr wohl erlaubt. Der Provider darf auch jetzt schon die dafür nötigen Rohre in der Straße und andere Infrastruktur auf eigene Kosten mitverlegen lassen. Ob er das tut und privatwirtschaftlich weiter ausbaut, ist dann aber eine wirtschaftliche Entscheidung.


    Nichtsdestotrotz finde ich die Richtlinien Blödsinn. Da hätte mindestens ein Passus reingehört, der auch die Gebäude mit abdeckt, die zwischen direkten Verbindungen von geförderten Gebäuden liegen und nicht bereits Glasfaser angeschlossen haben bzw. unter Gigabit Kapazität liegen.


    So verzögert man den Breitbandausbau nur unnötig oder verhindert ihn sogar. Vor allem wie im konkreten Beispiel weil man dort ein paar MBit über der förderfähigen Bandbreite liegt, bleibt der Anschluss höchstwahrscheinlich unausgebaut, obwohl man hier für ein paar Euro zusätzlich (weil ja eh gearbeitet wird) hätte erschließen können.


    Schlimmstenfalls muss dann später nochmal gegraben werden. Das ist weder ökonomisch, noch ökologisch.

  • Irgendwo muss man eben eine Grenze ziehen. Die Mehrarbeit für einen späteren Anschluss, der bei genug Interesse in einem möglichen privatwirtschaftlichen Ausbau auch nicht als Einzelanschluss realisiert werden muss, ist überschaubar. Wie gesagt darf der Provider die Vorbereitungen dafür auf eigene Kosten schon machen, so dass später nicht zusätzlich gegraben werden muss, um parallele Infrastruktur bis dort zu führen. Dass die Straße oder der Bürgersteig vor dem Haus für den Anschluss wieder geöffnet wird, ist kein Mehraufwand sondern passiert genauso auch während des Erstausbaus.


    In dem bekannten Fall von Genhodder, der es bis in die Polemiksendung Extra3 geschafft hat, gab es im Anschluss an den geförderten Ausbau auch einen privatwirtschaftlichen Ausbau. In dem Ort hatten übrigens alle das übliche Angebot der Deutschen Glasfaser vorliegen, aber mehrheitlich nicht bestellt. Erst danach wurde gefördert gebaut, also aus Steuergeldern bezahlt. Den Zuschlag hat dort wiederum die Deutsche Glasfaser bekommen.


    Der Ort hätte einen Vollausbau ohne Steuergelder oder höhere eigene Kosten haben können, hat aber kein ausreichendes Interesse bekundet. Dann ist der Staat eingesprungen, und die Bürger haben lauthals in den Medien protestiert, dass nicht alle vom Steuerzahler einen Anschluss geschenkt bekommen. Mein Verständnis für dieses Anspruchsdenken könntest du mit der Lupe suchen und würdest es trotzdem nicht finden.

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  • Der Ort hätte einen Vollausbau ohne Steuergelder oder höhere eigene Kosten haben können, hat aber kein ausreichendes Interesse bekundet. Dann ist der Staat eingesprungen, und die Bürger haben lauthals in den Medien protestiert, dass nicht alle vom Steuerzahler einen Anschluss geschenkt bekommen. Mein Verständnis für dieses Anspruchsdenken könntest du mit der Lupe suchen und würdest es trotzdem nicht finden.

    :D Genau so!

  • Vielen Dank für eure Rückmeldungen!

    Ich habe noch einmal bei DG nachgefragt. Ein Ausbau außerhalb des Fördergebiets, auch wenn direkt auf dem Weg liegend, sei nicht vorgesehen. Ich könnte über den Kreis versuchen, in das Fördergebiet aufgenommen zu werden. Aber da wir ja außerhalb der Grenzwerte liegen, ist dies m.E. vergebene Lebenszeit.

  • Hallo!

    Ich hole mein Thema noch einmal hoch. Inzwischen läuft in unserem Ort offenbar parallel zum geförderten Ausbau eine Nachfragebündelung. Diese umfasst laut Hotline aber wieder nicht unser Haus.

    Man teilte mir mit, dass die "Gebietsentwicklung" hierfür verantwortlich sei. Nun ist die Frage, wie man diese am besten kontaktiert. Über die klassischen Wege landet man immer beim Kundenservice. Habt ihr eine Idee?


    Viele Grüße!

    Sven

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  • Das geht dann wohl nur über den Anbieter, der die Nachfragebündelung macht. Ist das der gleiche vom geförderten Ausbau? Woher kommt denn die Info mit der Nachfragebündelung? Wenn ein Anbieter das wirklich macht, dann kann man das nicht übersehen. Die kleistern alles mit Werbung zu, was nicht bei 3 auf dem Baum ist. Schließlich brauchen sie die Aufmerksamkeit. Da sollten dann ja genügend Kontakte angegeben sein.


    Aber wie gesagt: Es ist denkbar, dass die Förderrichtlinien es nicht zulassen, dass die euch in deiner Straße einen Anschluss anbieten, wenn ihr schon 30 MBit/s bekommen könnt. Das müsste geprüft werden. Bei uns ging es damals definitiv nicht.

  • Ab wann kann eigentlich ein anderer oder gleicher Anbieter in geförderten Gebiet weiter ausbauen erst nach der Förderung?

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    20.10.2005 T-ISDN Call Time 240 Freiminuten

    13.05.2006 T-DSL 2000 (Speedport W501V)

    18.09.06 Wegfall T-ISDN Call Time ISDN und zugebucht Call & Comfort/T-ISDN

    2006-2008 Tarif Umstellung

    24.11.2008 Wegfall Call & Surf Comfort (2) T-ISDN

    zugebucht Call & Surf Comfort Universal (4)

    15.05.2015 Wegfall Call & Surf Comfort Universal (4)

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