Erfahrungen mit OpenInfra und Internetnord

  • Ja, dazu haben wir hervorragende Anleitungen hier im Forum.

    Sie läuft ja eben nicht tadellos, sie wird ihre Daten ja nicht los. Und irgendwo wird sie sich darüber beklagen. Die Infos will ich, also das Ereignis-Log der Anlage, in der sie alle Aktionen protokolliert.

    Was ich nicht verstehe (da fehlt mir der technische background): Wieso wurden die PV-Daten mit der öffentlichen IP bis Anfang Sept. und mit der privaten IP bis zur Umstellung auf die öffentliche IP vor zwei Wochen in die App/Cloud übertragen und jetzt nicht mehr, wenn das Routing, als einziger Ansatz-/Korrekturpunkt vermutlich das aktuelle Problem nicht auslöst?

    Wegen der Anleitungen werde ich mich mal auf die Suche begeben.

    Ob und wo es so ein Ereignis-Log gibt, muss ich erfragen - auch hier keine Ahnung.

    Sorry.

  • AleMil

    Du solltest Openinfra/Internetnord bitten, dem Verkäufer der IPv4 Adresse dringend zu empfehlen das Routing zum Hersteller der PV-Anlage, die ja wohl die App betreibt, zu prüfen und zu reparieren.

    Okay, mache ich gerne.

    OI hatte mich mit dem Problem an IN verwiesen und IN noch nie gefragt, um welchen Solar-Anbieter es sich handeln würde.

    Danke.

  • Ich hätte noch zwei weitere Vermutungen:

    1. mit der neuen Fritzbox Version (und im Labor davor) gibt es eine von AVM verwaltetet IP-Sperrliste:

    siehe https://avm.de/fritz-labor/fr…verbesserungen/

    Zitat

    NEU Zusätzliche IP-Sperrliste von AVM automatisch beziehen und anwenden

    Die Einstellung findet man unter Internet > Filter > Listen > IP-Sperrlisten > "Blockierte IP-Adressen: bearbeiten" > Zusätzliche IP-Sperrliste von AVM verwenden

    Meine Empfehlung wäre testweise den Haken weg zunehmen, zu testen ob dann Daten in der App auftauchen und dann den Haken wieder zusetzen

    Falls es klappt: AVM Support nerven die IPs vom App Anbieter freizuschalten

    2. Der Anbieter deiner PV-App blockt deinen IP Bereich aus irgendeinem Grund (Geoblocking, vorherige Tor-Exitnodes in dem Bereich etc. pp.) eventuell auch unbewusst weil das "die Firewall" automatisch macht.

    In diesem Fall: App Anbieter nerven das er das mal prüft und ggf. freischalten soll

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  • Wenn diverse Tech Hipster und manche Nachrichtenmagazine endlich v6 anbieten würden, könnte man mit V6 only ganz gut leben. Internetnord bietet die Möglichkeit dafür. Wireguard kann mit V6 betrieben werden.

    Headquarter: | 250 / 250 Mbit InternetNord/Easybell IP V6

    Router: Unifi Dream Router 7 SC/UPC - LC/APC Adapter direkt am AON Anschluss

    WLAN: 1 x WiFi 7 UDR, 1 x UAP AC Pro Mesh im Gartenhaus

  • AleMil, wie ist das bei Dir inzwischen weiter gegangen? Ich frage, weil ich nämlich ein ähnliches Peoblem habe. Meine PV-Anlage wurde zuletzt am 14.11. gegen Mitternacht beim Hersteller meines WR gesehen, seither offenbar Sendepause, welcher Hersteller,ist das bei Dir, wenn ich fragen darf? Bei mir ist es Sungrow.

    Meine aktuelle öffentliche IP-Adresse habe ich aber mind. schon seit 24. Oktober, zumindest besagt das der MyFritz-Report, den ich an jenem Tag bekommen habe. Eine Fritz-Labor Version setze ich auf meiner Fritte nicht ein (Version 7.57) und eine von AVM verwaltete Sperrliste wird laut FritzBox Oberfläche auch nicht angeboten.

    Ein Neustart des WR hat nichts gebracht und der WR ist bei mir per LAN angeschlossen, die FB sieht den WR auch in den Netzwerkeinstellungen.

    Für mich absolut unklar, wie es von wörtlich einem Tag auf den anderen dazu kam, dass der WR nicht mehr „nach Hause telefonieren“ kann…

  • Namaste zusammen,

    ich habe mir jetzt die gesamten 61 Seiten durchgelesen, bin aber insgesamt nicht sehr viel schlauer geworden...was ich herauslesen kann, ist das Service und Qualität insgesamt von OI/IN über die Zeit wohl etwas besser geworden sind...


    Kurz zu meiner Lage: Ich wohne in einem kleinen Dorf im Landkreis Oberhavel und die Gemeinde hat beschlossen, das der GF-Ausbau durch OI erfolgt. Aktuell habe ich 50 Mbit per VDSL, die auch völlig reichen.

    Letztes Jahr sind deren Treppenterrier auch hektisch durchs Dorf gerannt, haben bei jedem geklingelt und einige haben auch Verträge unterschrieben. Es hat sie nicht abgehalten, noch mehrmals bei denen zu kligeln, die kein Interesse hatten und das auch kundtaten. Das Verhalten war alles in allem sehr aufdringlich ("Sie sind bald ohne Internet", "So eine Chance kommt nicht wieder" etc.)...

    Anyway, die Bautrupps zogen durchs Dorf, haben viel gebuddelt (manchmal zuviel, Telefonkabel gekappt, u.a. beim Bäcker). In meiner kleinen Stichstraße (5 Anwohner) haben auch 2 unterschrieben, bei denen schauen jetzt vor dem Grundstück die GF-Kabel aus der Erde.

    Klar ist ja, das *irgendwann* VDSL via Kupfer abgeschaltet wird. Wann das genau sein wird...weiß keiner im Einzelfall. Habe dann interessehalber nochmal auf der OI-Seite geschaut, was denn für meine Adresse angezeigt wird:


    Sind also um die 1200€. 800/800 ist natürlich viel zu viel, aber auf der Seite von IN wirds auch nicht viel günstiger, wenn man was kleineres nimmt.

    Da ist nun die Frage: Was ist nach 2 Jahren, sollte es IN nicht mehr geben oder die erhöhen massiv die Preise? Andere Anbieter können, aber wollen vielleicht nicht auf die GF von OI. Dann steht man ohne da, falls VDSL abgeschaltet ist...

    Oder man spart sich die Kohle jetzt, hofft auch noch ne Weile VDSL und wenns wirklich abgeschaltet wird, geht immer noch Starlink...ist halt auch die Frage, wie lange einen OI noch ans Netz klemmt und ob das viel teurer wird zukünftig...

    Dann gleich noch 2 Fragen zu IN, wenn ich hier schon Romane verfasse:

    - Support endet Freitag 17:00, wenn ich am WE was habe, ist das Pech?

    - Andere VoIP-Anbieter außer Easybell, die mit SIP auf Port 5060 arbeiten, funktionieren nicht?

    - Immer noch CGNAT oder öffentl. IPv4 oder IPv6?

    Danke fürs Lesen

    DK

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  • Es gibt so viele schlechte Internetanbieter und Netzbetreiber in Deutschland, warum verschmähst du ausgerechnet OI/IN? Außerdem wird VDSL so schnell nicht abgeschaltet, OI schließt ja nicht einmal Mehrfamilienhäuser an.

    Deinen VoIP-Anbieter kannst du frei auswählen, wie bei jedem anderen Internetanschluss auch. Die Kooperation mit easybell ist nicht viel mehr als eine Information, damit die Kunden nicht ohne Telefonie da stehen.

    Dual Stack mit CG-NAT ist Standard und öffentliche IPv4 kann erfragt werden.

  • - Andere VoIP-Anbieter außer Easybell, die mit SIP auf Port 5060 arbeiten, funktionieren nicht?

    Es funktionieren alle freie VoIP-Anbieter. Ich nutze seit 2001 Easybell neben DUS.net und sipgate. Laufen alle zeitgleich auf der Fritz!Box. Easybell ist echt gut.

    - Support endet Freitag 17:00, wenn ich am WE was habe, ist das Pech?

    Du verwechselt hier deinen Internetprovider mit dem Netzbetreiber. Der Netzbetreiber ist für den Kunden für die Bautätigkeiten/Hardware zuständig. Netzausfälle sind Sache des ISP.

    - Immer noch CGNAT oder öffentl. IPv4 oder IPv6?

    Wie eigentlich alle CGNAT, aber bei OI bekommst du auch öffentliche und feste IP-Adressen.
    Außerdem hast du AON Technik, die für den Endkunden wesentlich einfache Anschlüsse gegenüber GPON.

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  • Ich hab doch geschrieben, "Fragen zu IN". Ist das nicht der ISP?

    Stimmt, aber den musst du nicht am Samstag anrufen, weil du dich nicht einwählen kannst. Die Telefonnummer ist nur für die Ausbauphase an deinem Haus.
    Und solle ein Bagger deren Leitungen beschädigen, dann sieht dies das Last-/Leitungsmanagement von alleine oder bekommt vom ISP Bescheid.
    Direkten Endkundenkontakt gibt es eigentlich bei keinem Infrastrukturbetreuer, auch nicht bei Strom, Wasser oder Gas.

    Ich hätte jedenfalls lieber OpenInfra gehabt. Ich hatte damals bei beiden Anbieter (OpenInfra(Fuxx) und DNS:NET) abgeschlossen, mit der Gewissheit, dass ja nur einer baut.
    Da unser abgewählter Bürgermeister aber mit DNS:NET geklüngelt hat, ist es nichts OpenInfra geworden. X(
    Für mich ist halt die AON Technik das wichtigste Kriterium, ISP kommen und gehen, aber wenn die Entscheidung für eine Technologie getroffen ist, wird die nicht so schnell zurückgenommen.
    Und für Privatkunden ist es halt in Deutschland die Möglichkeit günstig an symmetrischen bis zu 10 GB zu kommen. Bei OpenInfra aktuell wohl 8000/8000 MB/s.

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (10. Februar 2025 um 12:32)

  • Stimmt, aber den musst du nicht am Samstag anrufen, weil du dich nicht einwählen kannst.

    Klar rufe ich meinen ISP an, wenn die Interneteinwahl nicht geht...wen sonst?

    Die Telefonnummer ist nur für die Ausbauphase an deinem Haus.

    Da ruft man OI an, nicht den ISP, richtig.


    Analogie zu jetzt: Komm ich nicht ins Internet, rufe ich bei 1&1 an. Das ist mein ISP. Natürlich rufe ich dann *nicht* bei der Telekomik an, auch wenn es deren Leitungen sind.


    Einer von uns beides verwechselt was, und ich glaube, ich bin es nicht :/

  • Einer von uns beides verwechselt was, und ich glaube, ich bin es nicht :/

    Das war dein Text. ;)

    Dann gleich noch 2 Fragen zu IN, wenn ich hier schon Romane verfasse:

    - Support endet Freitag 17:00, wenn ich am WE was habe, ist das Pech?

    Meine Antwort:

    Du verwechselt hier deinen Internetprovider mit dem Netzbetreiber. Der Netzbetreiber ist für den Kunden für die Bautätigkeiten/Hardware zuständig. Netzausfälle sind Sache des ISP.

    openinfra mach um 17:00 Schluss und ist für dich am WE nicht erreichbar, da betrifft nicht den ISP. Die müssen eine Störungshotline vorhalten.

    Die ergibt sich aus dem § 58 Entstörung TKG. Die Begrifflichkeit "unverzüglich" impliziert auch die Erreichbarkeit am WE.

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  • Das mit dem Kundendienst ist bei DNS:NET auch so. Wenn ich mich dort mit meinen Daten einlogge, bekomme ich weitere Kontaktdaten. Ich vermute mal das es ähnlich für Kunden ist NI.


    Auf der Webseite gibt es ja schon ein Kontaktformular und ich vermute, dass sie als ISP wissen, dass sie innerhalb eines Tages reagieren müssen und nach 2 Tagen die gesetzlich geregelten Ausfallentschädigung zahlen müssen.

    Ich glaube aber, bestätigt durch die Berichte hier und meinen Erfahrungen, dass im Konsumerbereich es keine gute Hotline gibt. Danach seine ISP auszusuchen, ist eher hoffnungslos. Außer du nimmst Geld in die Hand, so ab 200 €/Monat aufwärts.
    Ausnahmen bei einzelnen Mitarbeiter, egal welcher ISP, gibt es glücklicherweise immer wieder.

  • Andere VoIP-Anbieter außer Easybell, die mit SIP auf Port 5060 arbeiten, funktionieren nicht?

    Die meisten Anbieter funktionieren wohl problemlos. Aber hier funktionieren eingehende Anrufe beim Anbieter fonial nicht, sie werden nicht signalisiert, obwohl öffentliche IPV4 Adresse eingerichtet ist. Ich vermute aber, das liegt an fonial und nicht an IN, weil andere Dienste wie z.B. eingehende Wireguard VPN Verbindungen problemlos funktionieren.

    - Support endet Freitag 17:00, wenn ich am WE was habe, ist das Pech?

    Ja nach meiner Erfahrung ist das so. Aber nach ein paar ersten Monaten mit diversen kleinen Ausfällen läuft der Anschluss inzwischen ziemlich stabil.

    Einmal editiert, zuletzt von farrol (15. Februar 2025 um 18:02)

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  • Internet 250/250 Mbit/s34,80 €
    Internet 500/500 Mbit/s44,80 €
    Internet 1000/1000 Mbit/s56,80 €
    Internet 2500/2500 Mbit/s64,80 €
    Internet 5000/5000 Mbit/s74,80 €
    Internet 8000/8000 Mbit/s99,80 €

    Die Preise sind nun auch geschichte, verständlich wegen div. gestiegender kosten. Bin bisher, und hoffentlich auch zukünftig, sehr zufrieden mit meinen 250/250 Mbit/s für 34,80€. Ich wollte für ein Kumpel nachschauen ob es diese Möglichkeit auch bei ihn gibt. Die kleinste zu buchende Geschwindigkeit ist aktuell 500/500 Mbit/s für 53,80€ und 1000/1000 Mbit/s für 59,80€. Die 8000er kostet nun schon 129€. Ich habe also aktuell noch ein Schnapperpreis für meine Leitung.

  • Zu den neuen Preisen fällt einem nichts mehr zu ein, die waren vorher schon dumm die Tarife.
    Und verständlich ist da nichts dran, da für Bandbreite die kosten nicht steigen bei Privatkunden.

    54€ und dann wundern warum die Leute bei DSL bleiben. :rolleyes:

  • Wo kommt diese Idee her Kapazitaet waere fuer ISPs umsonst? Spaetestens wenn es um die Dimensionierung von Backbone und Transit/Peering geht kostet mehr Kapazitaet auch mehr Geld... jetzt uebersetzt sich die Zugangskapazitaet von Endkunden nicht direkt und proportional in Auslastung um, aber Anschluesse mit hoehere Kapazitaet haben durchaus das Potential dazu.

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (26. Februar 2025 um 13:23)

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  • Gleichzeitigkeit erhöht die Kapazitätsanforderungen.
    Das bisschen Peak das ein Kunde mit seiner 1Gbit+ Leitung verursacht beim Runterladen geht im 95th Percentile unter.
    Du hast eh so gut wie nur die MRC da Traffic nur in Upstream Richtung abgerechnet wird bei Transit.
    Und wenn das alles ne rolle spielen würde, gäbe es keine 10Gbit Sym ab 20€ im Ausland für Privat.

  • Zitat

    Und wenn das alles ne rolle spielen würde, gäbe es keine 10Gbit Sym ab 20€ im Ausland für Privat.

    Die Anforderungen an das was ein ISP zu leisten hat unterscheiden sich halt in den verschiedenen Maerkten. In der Schweiz z.B. koennen SwissCom und Salt mit 10 Gbps werben (und schraenken das im Kleingedruckten auf 8 Gbps ein), ist halt ein "bis zu" Wert. In Deutschland steht der ISP in der Pflicht die vertraglichen Raten auch gemaess der Interpretation der BNetzA zu erfuellen oder er muss bereit sein Minderungs-/Kuendigungsrechte einraeumen. In dem Moment in dem ich regulatorisch die Zugangskapazitaet gar nicht mehr verlaesslich "auf die Strasse bringen muss" ist es einfach als ISP schlicht eine gewisse Ueberlast mit einzuplanen.

    Aber unabhaengig davon deuten die Daten an, dass Kunden mit Anschluessen mit mehr Kapazitaet auch mehr Daten im Monat umsetzen (https://youtu.be/xIGm15R65n4?t=2882), wenn die nicht gleichzeitig laengere Aktivitaetsfenster haben, dann steigt auch die Kapazitaetsauslastung an.... Die Daten sind sub-optimal, weil das monatliche Datenvolumen halt sehr grob ist, aber IMHO deutet sich an Kunden mit groesseren Tarifen erzeigen mehr Last... (gut fuer ISPs dass die Kunden i.d.R. auch bereit sind mehr fuer solche Tarife zu zahlen).

    Das zeigt sich uebrigens auch bei Empfehlungen zur Kapazitaetsdimensionierung bei denen nicht nur der Durschnittsdurchsatz Tavg (in der Spitzenzeit) sondern auch die vertragliche Maximalkapazitaet (Tmax_max) mit beruecksichtigt wird:

    Zitat

    Modified “COMMSCOPE/CLOONAN’S CAPACITY EQUATION” Traffic Eng Formula:

    C (Nsub * Tavg) + (K-1) * Tmax_max + Tmax_max The subtle change is that there are now three main components to the traffic engineering formula:

    1. 2. 3. Peak Busy Period Average Consumption (i.e., Nsub * Tavg)

    Peak Busy Period Ripple for managing QoE (i.e. (K-1) * Tmax_max)

    Headroom for maximum Service Tier Burst (i.e., 1 * Tmax_max)

    Klar, jeder ISP macht das etwas anders, aber das ist zumindest ein veröffentlichtes Model ueber das wir diskutieren koennen.