Deutsche Glasfaser - Performance bei Netzen im Aufbau

  • 15ms als enttäuschend zu bezeichnen ist schon sehr kritisch. Dieser Bereich ist vllt eher im maximalen Bereich der im Rahmen vom glasertypischen Bereiches. Zum anderen Problem muss man den Ausbau immer mit berücksichtigen und auch gewisse Wartungsarbeiten die im backbone u.a auch vorgenommen werden

  • Ich verwende derzeit einen DSL Anschluss der Telekom 50/10 mit den man bei 11ms zu heise liegt. LK Gifhorn.


    Mein DSL Anschluss in HH lag bei knapp über 20ms. DSL Anschluss in Berlin bei meinen Eltern auch knapp über 20.

    Wie gesagt: Da finde ich 15ms für Glasfaser echt bescheiden.

  • Dabei muss man natürlich beachten, wieviel macht die TAL aus und was wird ab dem ersten Hop benötigt? Glasfaser hat nur auf dem ersten Teilstück einen Vorteil. Also allenfalls wenige ms.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
    • Offizieller Beitrag

    Die Latenz war mal niedriger, sogar so niedrig, dass zu einigen Zielen kaum eine Millisekunde jenseits der reinen Round-Trip-Signallaufzeit (1ms je 100km einfache Strecke) zu messen war. Die Technik kann das also im Prinzip. Aber das Netzmanagement ist in den letzten Jahren komplexer geworden und jetzt sind die Latenzen eben ein paar Millisekunden höher. Das macht praktisch keinen Unterschied, und für sehr viele Ziele ist der Anteil der Wegstrecke immer noch größer als der Rest der Latenz, wenn man nicht gerade neben dem DECIX wohnt. Gegenüber VDSL kann man mit dem "Ping" des Glasfaseranschlusses aber leider nicht mehr angeben.

  • Die Latenz war mal niedriger, sogar so niedrig, dass zu einigen Zielen kaum eine Millisekunde jenseits der reinen Round-Trip-Signallaufzeit (1ms je 100km einfache Strecke) zu messen war. Die Technik kann das also im Prinzip. Aber das Netzmanagement ist in den letzten Jahren komplexer geworden und jetzt sind die Latenzen eben ein paar Millisekunden höher. Das macht praktisch keinen Unterschied, und für sehr viele Ziele ist der Anteil der Wegstrecke immer noch größer als der Rest der Latenz, wenn man nicht gerade neben dem DECIX wohnt. Gegenüber VDSL kann man mit dem "Ping" des Glasfaseranschlusses aber leider nicht mehr angeben.

    Naja eigentlich kann man so sagen das die Leitungslatenz bei VDSL mit fast bei ca. 5ms liegt. Das Problem bei der DG ist, das meist vieles erst nach Borken geht und von da erst nach Fra oder dus. Das einzige was mich bei der DG stört ist der Jitter von 1-3ms bei GPON.

  • Die Latenz war mal niedriger, sogar so niedrig, dass zu einigen Zielen kaum eine Millisekunde jenseits der reinen Round-Trip-Signallaufzeit (1ms je 100km einfache Strecke) zu messen war. Die Technik kann das also im Prinzip. Aber das Netzmanagement ist in den letzten Jahren komplexer geworden und jetzt sind die Latenzen eben ein paar Millisekunden höher. Das macht praktisch keinen Unterschied, und für sehr viele Ziele ist der Anteil der Wegstrecke immer noch größer als der Rest der Latenz, wenn man nicht gerade neben dem DECIX wohnt. Gegenüber VDSL kann man mit dem "Ping" des Glasfaseranschlusses aber leider nicht mehr angeben.


    Interessant! Ich hätte gedacht, dass es mit einem größeren Netz eigentlich besser wird, weil es für DG dann ökonomisch leichter ist Teilregionen eine direkte Anbindung an DE-Cix und Co zu geben, anstatt das zentral über das nicht gerade zentral liegende Borken zu Routen. Weiß jemand ob es hier Pläne gibt seitens DH ihr Backbone zu verbessern?


    Das mit dem Jitter hört sich nicht gut an. Wenn ich das richtig verstehe muss man dadurch 1-3ms auf die Latenz hinzurechnen oder gibt es weitere Nachteile? Ich bin in vielen Teams Calls unterwegs und merke Verzögerungen eher schnell.


    Ich lese ferner relativ viel über Ausfälle bei DH und über abendliche Überlastungen. Als jemand der bisher diverse DSL-Anschlüsse über Telekom Leitungen hatte muss ich sagen, dass ich weder Störungen noch abendliche Überlastung kenne. Wenn jetzt der Ping eigentlich ähnlich zu Vectoring ist, frage ich mich überraschenderweise schon ob man bei Vectoring nicht in Summe besser aufgehoben ist, sofern man die hohen Bandbreite nicht braucht.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.

  • Interessant! Ich hätte gedacht, dass es mit einem größeren Netz eigentlich besser wird, weil es für DG dann ökonomisch leichter ist Teilregionen eine direkte Anbindung an DE-Cix und Co zu geben, anstatt das zentral über das nicht gerade zentral liegende Borken zu Routen. Weiß jemand ob es hier Pläne gibt seitens DH ihr Backbone zu verbessern?


    Das mit dem Jitter hört sich nicht gut an. Wenn ich das richtig verstehe muss man dadurch 1-3ms auf die Latenz hinzurechnen oder gibt es weitere Nachteile? Ich bin in vielen Teams Calls unterwegs und merke Verzögerungen eher schnell.


    Ich lese ferner relativ viel über Ausfälle bei DH und über abendliche Überlastungen. Als jemand der bisher diverse DSL-Anschlüsse über Telekom Leitungen hatte muss ich sagen, dass ich weder Störungen noch abendliche Überlastung kenne. Wenn jetzt der Ping eigentlich ähnlich zu Vectoring ist, frage ich mich überraschenderweise schon ob man bei Vectoring nicht in Summe besser aufgehoben ist, sofern man die hohen Bandbreite nicht braucht.

    Ich sag mal so die Latenz wird besser sein und der Jitter so bei 1ms liegen. Ich habe sonst gar keine Probleme und diese Verzögerung merkt man nicht. Dazu kann ich mir ganz schwer vorstellen das du abendliche Überlastungen bei der Telekom nicht kennst, diese hat die schlechtesten und überlastesten Peerings auf dem ganzen Deutschen Markt. Ich habe mit meinem Anschluss keine Probleme, ich würde diesen definitiven buchen und bauen lassen, zur not hat man ein Sonderkündigungsrecht und der Anschluss ist zumindest in deinem Haus.

  • Ah, ok! Zum technischen Verständnis: 1ms Jitter bedeutet eine Verzögerung von 1ms oder hat das mehr Nachteile?

    Ich hätte das näher definieren sollen: Mit Telekom-Leitungen meinte ich, dass die letzte Meile von der Telekom war Ich hatte bisher folgende DSL-Anschlüsse:


    - Telekom

    - Alice

    - o2

    - Telekom

    - 1&1

    - Vodafone

    - Vodafone

    - o2

    - Telekom

    - Vodafone


    Wir sprechen hier über einen Zeitraum vom über 20 Jahren und über verschiedene Adressen. Von der Überlastung bei der Telekom habe ich gelesen, hatte die Anschlüsse von der Telekom aber immer nur kurz und wohl auch immer zum richtigen Zeitpunkt. Unter anderem deshalb war ich, wenn der Anschluss von mir beauftragt war, in der Regel bei o2, die ein sehr ordentliches Peering haben (siehe peeringdb).

  • Das Problem bei der DG ist, das meist vieles erst nach Borken geht und von da erst nach Fra oder dus.

    Das kann man so pauschal nicht sagen. Das gilt vielleicht für die Gebiete, die sich die DG von Borken aus erschlossen hat. Aber die DG hat in Süd- und Ostdeutschland ja auch häufig andere Anbieter zugekauft, und deren Infrastrukturanbindung sieht komplett anders aus.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Das sind alle Anschlüsse die ich über längere Zeit genutzt habe und daher die Qualität beurteilen konnte. Ich selbst Wechsel den Anbieter eigentlich nicht und war mit o2 immer zufrieden.


    Mein Punkt war auch nicht, dass Vectoring ggü. Glasfaser/GPON technologisch überlegen sei. Glasfaser ist klar besser, auch mit GPON.


    Wenn ich mir aber dir Performance der DG (Ausfälle, Überlastung, Ping) ansehe und das mit Telekom-basierten Vectoring Anschlüsse Vergleiche, dann kann drängt sich mit der Eindruck auf, dass man mit einem Vectoring Anschluss der Telekom möglicherweise besser bedient ist. Das liegt aber nicht an der Technik, sondern dann daran, dass DG - so mein Eindruck - Operationsseitig noch viel Luft nach oben hat.


    Vielleicht täuscht der Eindruck aber auch. Über Telekom-basierten DSL Anschlüsse liest man im Netz ja auch sehr viele Beschwerden, während die Anschlüsse die ich verwendet haben immer stabil wie Beton waren. Das liegt wohlmöglich daran, dass die zufriedenen Kunden sich weniger in bestimmten Foren und Kommentaren herumtreiben.


    In jedem Fall wird bei mir ja von DG ausgebaut und ich habe einen Anschluss bestellt. Insofern werde ich dann, hoffentlich nicht erst in 2 Jahren, hier mal eine Rückmeldung über den Anschluss geben.

    Einmal editiert, zuletzt von GroBaer (11. August 2021 um 10:17)

  • Man darf bei all diesen Dingen nicht vergessen, da wo gehobelt wird fallen auch Späne und die DG hobelt sehr viel. Wenn man sich auch die Stellenangebote ansieht, wollen sie zumindest auch mehr bieten.

    Wie Du ja selbst schon sagst, krieg man diese Meldung halt mit und meist zu Abendstunden und bei bestimmten Gebieten aber auch diese Meldungen sind momentan gefühlt eher rückläufig.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Ich würde auch jedem dazu raten einen Anschluss legen zu lassen. Ob man den nach den 2 Jahren noch nutzt ist halt eine andere Sache. Aber dann nachträgtlich dafür entscheiden kann mit den Nachanschlüssen richtig lange dauern...

    Ich bin sehr zufrieden und bekomme bei meinem DG Giga 940/520mbit :D

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Das gilt ja erst ab Tag x und ich denke, da es um gesonderte Bedingung geht (immerhin wird einem kostenlos ein Anshcluss gebuddelt) sind da zwei Jahre durchaus fair

    https://www.bmjv.de/SharedDocs/Pre…rvertraege.html

    Das Gesetz ist verabschiedet und tritt in Staffelungen in Kraft. Im Übrigen werden 24 Monatsverträge nicht generell verboten! Viel wichtiger finde ich die Reduktion der Vertragslaufzeit auf einen Monat, wenn die fristgerechte Kündigung zum Ablauf der Mindestlaufzeit "vergessen" wurde.

  • Hattet ihr auch osteuropäische Bauarbeiter? Ist ja nicht schlimm, aber bei Problemem kommt man nur mit Google translate weiter. Bei mir ging zum Gluck alles glatt.

    Also ich finde das schon schlimm. Als Kunde verlange ich ja nicht dass die akzentfreies perfektes Hochdeutsch sprechen, doch wenn die Sprachkenntnisse dann so schlecht sind dass man Probleme hat mit den Leuten zu kommunizieren finde ich das nicht korrekt solche Leute einzustellen für so einen Job.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Ich empfehle Google Translate. Das hat eine Funktion mit der man quasi Simultan eine Unterhaltung führen kann. Jede Partei hat einen Knopf zum sprechen und dann wird es sehr zuverlässig direkt übersetzt. Habe so sehr gut mit rumänischen Bauarbeitern vor kurzem kommuniziert.

  • Hallo zus.

    lese hier schon seit einiger Zeit mit und wollte nun auch mal meine Erfahrungen mit der Deutschen Glasfaser kundtun.

    Ich wohne ziemlich genau zwischen Köln und Düsseldorf, im Rhein/Erft Kreis. Bin seit etwa 10 Monaten ans DG Netz angeschlossen.

    Die ersten 5 Monate lief eigentlich alles gut. Die gebuchten 400/200 kammen auch bei mir an, mit leichten Einbußen in den Abendstunden, aber mit 360Mbit Download konnte ich gut leben.

    Im Mai diesen Jahres hatte ich dann das erste Mal Probleme. Meine Downloadrate brach auf teilweise nicht benutzbare Werte ein, wohl gemerkt, nur die Downloadrate. Auch war es unabhängig von der Tageszeit. Anruf bei der DG mit den üblichen Aktionen, ONT Werksresett und direkt am ONT messen. Dann hieß es ein Techniker setzt sich mit ihnen in Verbindung. Nach etwa 8 Tagen funktionierte dann alles wieder wie es sollte und ich dachte mir, dass man wohl intern den Fehler beheben konnte. Von einem Techniker habe ich nie etwas gehört und auch sonst von keinem.

    Ende August ging es dann wieder los, gemerkt habe ich es da man teilweise nicht mal normal surfen konnte.

    Also wieder auf Anfang, "Support" anrufen, ONT resetten, am ONT messen. Stop, am ONT messen ging nicht, bekam mit keinem Notebook oder Patchkabel eine Verbindung. Da ich nicht weiterkam bat ich um den Einsatz eines Technikers. Mir wurde dann immer gesagt das die Kollegen von der Technik sich darum kümmern werden, da ja ein Ticket aufgemacht worden sei.

    Dieses "kümmern" sah dann so aus, dass ich durchschnittlich alle drei Tagen eine Email von einem Menschen mit indisch klingenden Namen bekam. Das wäre ja soweit in Ordnung nur leider wurde in diesen Mails in keiner Weise auf mein Problem eingegangen. So bekam ich Tipps wie ich mein WLAN verbessern könne, oder man empfahl mir den ONT zu resetten, mit genauer Anleitung. Auf meine Antworten mit Screenshots reagierte keiner.

    Nach zwei Wochen hatte ich dann die Faxen dicke. Ich setzte einen Brief auf in welchem ich das Problem beschrieb, eine Frist von drei Wochen setzte und bei nicht Behebung des Problems die ausserordentliche Kündigung aussprach. Der Brief ging per Einschreiben mit Rückantwort nach Borken. Nach 5 Tagen bekam ich wieder eine Email, diesmal nicht aus einem indischen Callcenter. Ich solle, wenn möglich Screenshots einiger Speedtests schicken und der Hinweis das ein Technikereinsatz mit 79,99€ zu Buche schlagen könnte, wenn der Fehler bei mir läge. Ich packte alle Screenshots der vergangenen drei Wochen in die Mail, alle die ich zuvor gesendet hatte waren ja scheinbar in Indien verschwunden und stimmte den Bedingungen für den Technikerbesuch zu.

    Etwa 30 Minuten nach dem Senden der Mail rief mich eine Dame an und wir machten einen Techniker-Termin für den nächsten Tag aus.

    Der Techniker war pünktlich, erst wurde das Signal am HÜP gemessen, dann am ONT, er bekam einen Wert von 21 angezeigt und fand diesen zu hoch. Dann rief er i-wo an und sagte dann der Wert wäre für meinen Ort in Ordnung. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal in Erinnerung rufen, dass mein Anschluss zeitweise einwandfrei funktionierte.

    Als nächstes wollte er sich mit seinem Laptop direkt am ONT aufschalten, genau wie bei mir, gelang auch ihm dieses nicht. Er rief dann wieder i-wo an und man versuchte gemeinsam den ONT zur Zusammenarbeit zu überreden, leider ohne Erfolg. Also beschloß er am Ende meines 25m Cat7 Kabels zu messen und was soll ich euch sagen, ausgerechnet jetzt funktionierte der drecks Anschluss einwandfrei. Ich habe ihm dann noch die Screenshots gezeigt um zu beweisen das es halt meistens nicht so ist. Er meinte dann, das der Anschluss bis zum ONT in Ordnung sei und auch meine Hausverkabelung keinen Fehler hat. Darauf sagte ich, das es ja dann nur noch am ONT liegen könne der sich ja eh seltsam verhält. Er meinte das klingt logisch habe ich aber noch nie gehabt. Er hat ihn dann trotzdem gewechselt. Auf den Neuen konnte er sich wieder nicht aufschalten, auch eine dreier Konferenz via Handy mit irgendwelchen Kollegen änderte daran nichts. Er gab schließlich auf und empfahl mir die Sache weiter zu beobachten.

    Nach der Arbeit, etwa fünf Stunden später, war meine Downloadrate dann wieder bei 2,nochwas Mbit. Habe gleich da angerufen und an den letzten Email Adressaten eine Email mit Screenshot geschickt. Das war Freitag nachmittag, die sollten also Bescheid wissen.

    Heute morgen habe ich wieder auf die noch bis 25.10 bestehende 50Mbit Leitung von Netcologne umgeschaltet. Am Montag habe ich einen Termin bei meinem Anwalt, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

    Was ich noch interessant finde ist dieser Screenshot, obwohl meine DL-Rate im Keller ist zeigt der DG Speedtest super Werte.

    Ich werde berichten wie es weiter geht!

    Gruß Frank