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Kupfer-Glas-Migration: „Homes connected macht keinen Sinn“

  • frank_m
  • 21. Mai 2026 um 20:37
  • frank_m
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    • 21. Mai 2026 um 20:37
    • #1
    Kupfer-Glas-Migration: „Homes connected macht keinen Sinn“
    In der Diskussion um den Übergang von DSL zu Glasfaser fordern Netzbetreiber den Abschied von Kontingentmodellen der Telekom und eine realistische Regulierung.
    www.heise.de

    Quintessenz:

    • Die Kupferabschaltung soll als Druckmittel verwendet werden, um die Kunden dazu zu bewegen, Glasfaseranschlüsse zu buchen
    • 80% Homes connected ist den Netzbetreibern zu hoch: das wird zu teuer. Stattdessen soll wieder nach Homes passed beurteilt werden, welche Regionen abgeschaltet werden.
    • Investoren achten verstärkt auf den RoI, auch bei der Telekom wird das Einsparpotential durch die Kupferabschaltung eingefordert

    Was vorsichtshalber niemand sagt: wie kommen die fehlenden 20+x% ans Netz, wenn Kupfer abgeschaltet wird? Und da der Ausbau von 80% Homes connected schon als zu teuer bezeichnet wird: wer zahlt dann die Anschlüsse, wenn es soweit ist?

    Die Luft wird dünner und dünner für diejenigen, die Glasfaser ausgeschlagen haben, als sie die Möglichkeit hatten.

  • HubeBube
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    • 21. Mai 2026 um 22:23
    • #2

    Na ja, was wird wohl passieren? Deutschland verpasst die EU Ziele und hat die Wahl nichts weiter zu unternehmen, Strafzahlungen zu leisten und die Bundesregierung (welche auch immer) sieht sich dem politischen Druck der abgehängten 20% ausgesetzt. Alternativ dazu wird der Geldhahn aufgedreht (Steuergelder!) und die abgehängten 20% mittels eines neuen Förderprogrammes (durch die Telekom) erschlossen.

  • Sowieso
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    • 21. Mai 2026 um 22:39
    • #3
    Zitat von frank_m

    Was vorsichtshalber niemand sagt: wie kommen die fehlenden 20+x% ans Netz, wenn Kupfer abgeschaltet wird?

    Die 80% Homes Connected müssen nach dem Konzept der Bundesnetzagentur erreicht werden damit der Migrationsprozess überhaupt starten kann. Dieser dauert dann mindestens drei Jahre, in denen (im Prinzip) alle Haushalte im Migrationsgebiet noch angeschlossen werden sollen wenn sie wollen. Ausnahmen soll es z.B. insbesondere in Fällen geben wo von Eigentümern selbst bewohnte Wohnungen auf deren Wunsch nicht angeschlossen werden sollen. Bevor dann die Kupferinfrastruktur tatsächlich abgeschaltet werden kann muss dann nochmal überprüft werden ob die Bedingungen für eine Abschaltung tatsächlich vorliegen.

    Zitat von frank_m

    Und da der Ausbau von 80% Homes connected schon als zu teuer bezeichnet wird: wer zahlt dann die Anschlüsse, wenn es soweit ist?

    Argument der Netzbetreiber ist wohl, dass die Nachfrage ohne drohende Kupferabschaltung nicht hoch genug ist. Um die 80% Homes Connected zu erreichen bevor der Prozess für eine Abschaltung drei Jahre später überhaupt startet müssten sie dann viele Homes Connected "auf Vorrat bauen", also ohne dass zahlende Kunden dahinter stecken. Würde der Migrationsprozess schon basierend auf Homes Passed starten müssten sie die Anschlüsse natürlich trotzdem bauen. Aber die Hoffnung ist wohl dass dann auch viele konkrete Buchungen dahinter stehen. Man baut also nicht Homes Connected auf Vorrat, sondern direkt Homes Activated. Da wäre es dann vermutlich auch verschmerzter wenn der Prozess etwas länger dauert als drei Jahre.

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  • Edding
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    • 22. Mai 2026 um 13:56
    • #4
    Zitat
    • Die Kupferabschaltung soll als Druckmittel verwendet werden, um die Kunden dazu zu bewegen, Glasfaseranschlüsse zu buchen

    Wenn sie freiwillig keinen überteuerten Glasfaseranschluss nehmen wollen, weil er aus Endkundensicht schlecht vermarktet wird, da keinen Mehrwert bietet, müssen wir sie dazu zwingen. :*

    Verkauf mir den Stift

    Einmal editiert, zuletzt von Edding (25. Mai 2026 um 13:57)

  • Schnurz
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    • 25. Mai 2026 um 19:01
    • #5
    Zitat von Edding

    überteuerten Glasfaseranschluss

    Das ist das wirkliche Hemmniss. Gleicher Preis wie DSL würde die Bereitschaft umzusteigen, imho, schon erhöhen.

  • Phino
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    • 26. Mai 2026 um 22:23
    • #6
    Zitat von Schnurz

    Das ist das wirkliche Hemmniss. Gleicher Preis wie DSL würde die Bereitschaft umzusteigen, imho, schon erhöhen.

    Das Problem ist und bleibt: Es ist eine neue Technik mit vollkommen neuen Leitungswegen. Und dies kostet immens viel Geld.
    Bei keinem anderen Land in der EU sind die Anforderungen ans Verlegen und die Genehmigungshürde so hoch. Man muss nur mal durch Spanien oder Italien fahren, um dies zu verstehen.
    Ja, die alten Kupfernetze verrotten langsam (Feuchtigkeitsschäden, ausfallende Hardware etc.). Aber andere Länder haben halt viel früher angefangen mit GF.
    Somit müssen wir jetzt die hohen Kosten tragen, entweder mit Gebühren oder per Steuer.

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  • Schnurz
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    2.038
    • 27. Mai 2026 um 10:26
    • #7
    Zitat von Phino

    Man muss nur mal durch Spanien oder Italien fahren, um dies zu verstehen.

    Der Anblick in Südeuropa treibt mir immer die Tränen in die Augen. Und man hätte in 2008 koordiniert mit dem Umstieg beginnen können. Dann wären wir heute damit durch. Warum 2008? Weil zu dem Zeitpunkt die Telekom den Umstieg von POTS auf VoIP verkündet hat. In dem Zuge hätte man dann auch vom CuDA nach GF propagieren sollen.

  • BlackMage2
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    • 3. Juli 2026 um 14:39
    • #8
    Zitat von HubeBube

    Na ja, was wird wohl passieren? Deutschland verpasst die EU Ziele und hat die Wahl nichts weiter zu unternehmen, Strafzahlungen zu leisten und die Bundesregierung (welche auch immer) sieht sich dem politischen Druck der abgehängten 20% ausgesetzt. Alternativ dazu wird der Geldhahn aufgedreht (Steuergelder!) und die abgehängten 20% mittels eines neuen Förderprogrammes (durch die Telekom) erschlossen.

    Wieso sollte ausgerechnet die Telekom die abgehängten 20% erschließen?


    Zitat von Schnurz

    Das ist das wirkliche Hemmniss. Gleicher Preis wie DSL würde die Bereitschaft umzusteigen, imho, schon erhöhen.

    Ist nicht immer das Problem: Wo soll das Geld dafür herkommen?

  • Joerg123
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    • 3. Juli 2026 um 17:56
    • #9
    Zitat von Schnurz

    Das ist das wirkliche Hemmniss. Gleicher Preis wie DSL würde die Bereitschaft umzusteigen, imho, schon erhöhen.

    das ist nur noch ein marginaler Preisunterschied, bei den etablierten Anbietern ist GF bestenfalls 5€ teurer, bietet dafür aber mehr Geschwindigkeit. Wer einen 50MBit/s Tarif sucht, zahlt bei GF nicht mehr drauf, oder so verschwindend wenig, dass der Preis nicht ernsthaft als Grund herhalten kann.

    Telekom Glasfaser 300 über Fritzbox 5690pro

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  • BlackMage2
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    • 3. Juli 2026 um 18:05
    • #10
    Zitat von Joerg123

    das ist nur noch ein marginaler Preisunterschied, bei den etablierten Anbietern ist GF bestenfalls 5€ teurer, bietet dafür aber mehr Geschwindigkeit. Wer einen 50MBit/s Tarif sucht, zahlt bei GF nicht mehr drauf, oder so verschwindend wenig, dass der Preis nicht ernsthaft als Grund herhalten kann.

    du unterschätzt die Preise und die Tricks der Telekom..

    und ich könnte mir vorstellen das wenn einen Zwang zu Homes connected geben sollte, die Preise um bei Glasfaser angeschlossen werden, nochmal ordentlich angezogen werden

    2 Mal editiert, zuletzt von BlackMage2 (3. Juli 2026 um 18:12)

  • HubeBube
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    • 3. Juli 2026 um 18:50
    • #11
    Zitat von BlackMage2

    Wieso sollte ausgerechnet die Telekom die abgehängten 20% erschließen?

    Weil die Kriegskasse der Telekom im Gegensatz zu den Mitbewerbern prall gefüllt ist (durch die CuDA-Kunden), die bisherigen Gf-Verweigerer der Telekom mehr vertrauen, die Telekom schon allein ihrer Größe wegen Zugriff auf mehr Ausbau-Ressourcen besitzt (z.B eigene Tiefbautruppe).

  • BlackMage2
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    • 3. Juli 2026 um 18:55
    • #12
    Zitat von HubeBube

    Weil die Kriegskasse der Telekom im Gegensatz zu den Mitbewerbern prall gefüllt ist (durch die CuDA-Kunden), die bisherigen Gf-Verweigerer der Telekom mehr vertrauen, die Telekom schon allein ihrer Größe wegen Zugriff auf mehr Ausbau-Ressourcen besitzt (z.B eigene Tiefbautruppe).

    ja, das mag sein. Aber man sollte auch wissen das die Telekom sich es 3mal überlegt bevor sie entscheiden iwo auszubauen.
    Aber man muss auch beachten das wenn direkt die Telekom ausbaut man wenigstens was einigermaßen Vernünftiges bekommt..

    Ich habe sehr schlechte Erfahrungen mit allen möglichen Unternehmen, wo zwar die Telekom auch iwie mit drinn steckt, aber ansonsten nur als fälschiches Markenzeichen für Qualität missbraucht wird.

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  • alpha_zulu
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    • 3. Juli 2026 um 19:08
    • #13

    Letztlich verstehe ich die Eigentümer nicht, die einem Ausbau ihrer Liegenschaft nicht zugestimmt haben, als der richtige Zeitpunkt dafür war. Eigentum verpflichtet!

    Für alles ist Geld da: Netflix, Sky, DAZN, Amazon Prime Video, RTL+ etc. pp.

    Aber wenn ein GF Anschluss (anfangs) 5,00 oder 10,00 Euro teurer ist als das olle DSL, da geht schlagartig die Welt unter. Warum ist das so?

  • BlackMage2
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    • 3. Juli 2026 um 19:17
    • #14

    naja weil viele ISPs nur dann kostenlos ausbauen wenn auch ein Internetvertrag über 2 Jahre abgeschlossen wird

  • Joerg123
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    • 3. Juli 2026 um 19:19
    • #15
    Zitat von BlackMage2

    du unterschätzt die Preise und die Tricks der Telekom..

    und ich könnte mir vorstellen das wenn einen Zwang zu Homes connected geben sollte, die Preise um bei Glasfaser angeschlossen werden, nochmal ordentlich angezogen werden

    kannst du das irgendwie belegen, vor allem was du mit Tricks meinst. Sind das mehr als deine Vorstellungen ?

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass der Staat einspringt, vergleichbar einer Förderung, von E-Auto und Wärmepumpe. Insbesondere bei einem Zwang wird man sich was einfallen lassen müssen. Ein Festnetzanschluss kann nicht verpflichtend sein, 4G und noch mehr 5G, selbst Sat/Starlink&Co sind in vielen Fällen ausreichende Alternativen, wenn man damit keinen Gigabit-Anschluss kompensieren möchte. Dabei denk ich gar nicht an den kleinen Eigenheimbesitzer, die Wohnungsbaugesellschaften werden der Politik schon deutliche Ansagen machen.

    Telekom Glasfaser 300 über Fritzbox 5690pro

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  • whn
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    • 3. Juli 2026 um 19:20
    • #16

    alpha_zulu

    Weil viele Nutzer bei Billiganbietern für DSL weniger bezahlt haben.
    Jetzt werden sie mit der richtigen Welt konfrontiert, in der man für exzellente Leistung angemessen bezahlen muß.

    Ich bezahle bei der Telekom für GA exakt das Gleiche wie vorher für DSL.

    Telekom über Glasfaser Nordwest

  • BlackMage2
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    • 3. Juli 2026 um 19:23
    • #17
    Zitat von whn

    alpha_zulu

    Weil viele Nutzer bei Billiganbietern für DSL weniger bezahlt haben.
    Jetzt werden sie mit der richtigen Welt konfrontiert, in der man für exzellente Leistung angemessen bezahlen muß.

    Ich bezahle bei der Telekom für GA exakt das Gleiche wie vorher für DSL.

    Das stimmt nicht die günstigen Anbieter bekommen genau dieselbe Leistung wie die anderen. Die Vorleister(also in dem Fall die Telekom) sind zu Unabhängigkeit verpflichtet, zumindest bei DSL. Aber bei Fiber dürfen sie machen was sie wollen, da darf der Netzanbieter alleine bestimmen welche Anbieter sie nehmen.

    Einmal editiert, zuletzt von BlackMage2 (3. Juli 2026 um 19:28)

  • Joerg123
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    • 3. Juli 2026 um 19:28
    • #18
    Zitat von whn

    alpha_zulu

    Ich bezahle bei der Telekom für GA exakt das Gleiche wie vorher für DSL.

    das sag ich ja auch immer wieder, dennoch wird hier im Forum stumpf das Gegenteil behauptet. Wobei das bei der Telekom nicht weiter verwundert, handelt es sich doch unabhängig des genutzten Mediums doch eher um einen teureren Provider. Aber selbst bei günstigeren Anbietern sind die Mehrkosten marginal.

    Einen Nutzungszwang für z.B. 2 Jahre könnte man diskutieren, aber nur, wenn die Netzbetreiber direkt den Zugang für Drittanbieter öffnen (so wie z.B. die Telekom), denn verdienen tut man daran auch

    Telekom Glasfaser 300 über Fritzbox 5690pro

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  • BlackMage2
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    • 3. Juli 2026 um 19:31
    • #19
    Zitat von Joerg123

    kannst du das irgendwie belegen, vor allem was du mit Tricks meinst. Sind das mehr als deine Vorstellungen ?

    Also bei mir wurde der Ausbau sehr lange hingezogen ohne wirklichen Gründe. Daher vermute ich mal das es nur daran lag das nicht genug Verträge abgeschlossen wurden. Das kann ich natürlich nicht belegen, aber es gab sonst keine ersichtlichen Gründe.

  • alpha_zulu
    Fortgeschrittener
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    • 3. Juli 2026 um 19:31
    • #20
    Zitat von BlackMage2

    naja weil viele ISPs nur dann kostenlos ausbauen wenn auch ein Internetvertrag über 2 Jahre abgeschlossen wird

    Würdest du erwarten, dass sie dies für „lau“ machen? Wenn ja, mit welcher plausiblen Begründung?

    Bei uns wurde von der DG ein 3-Familien-Haus gratis indoor verkabelt, obwohl nur zwei Parteien gebucht hatten. Der Dritte hat eine GF Dose vollkommen umsonst in die Wohnung gelegt bekommen, ei Anschluss wurde dort bisher nicht gebucht.

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