Kooperation Deutsche Glasfaser und 1&1

  • nur mal so, was aktuell so angeboten wird in Deutschland ist ein Witz.

    die Glasfasertarife sind so teuer in Deutschland das DSL da wiederum günstig ist(der max. Tarif zumindest)

    bei DSL gibt es auch en relativ fairen Markt im gegensatz zu Fiber

    Das Problem ist, dass DSL auf einer »uralten« abbezahlten Infrastruktur aufbaut.
    Gerade der physikalische Ausbau (Buddeln) ist extrem kostenintensiv geworden. Und jeder, der Glasfaser ausbaut, wird seine Preise so kalkulieren, dass er in 10–15 Jahren diese wieder reinbekommt.
    Hätte man in Deutschland schon vor 10 Jahren verstärkt mit Gf begonnen, wären wir sicher um vieles günstiger unterwegs. In den vergangenen 5 Jahren sind gerade im Tiefbau die Kosten explodiert.
    Aber das Problem mit zu späten Investitionen in die Zukunft haben wir in Deutschland doch überall: Schulen, Straßen, Bahngleise, aber auch im privaten Umfeld, wie das Wohnungseigentümer nicht rechtzeitig modernisieren. Ganz schlimm sind da WEGs. Und wenn mal einer was macht, heulen die Mieter.

  • die Glasfasertarife sind so teuer in Deutschland das DSL da wiederum günstig ist(der max. Tarif zumindest)

    Na ja, ist halt leichter mit einem bereits amortisierten Netz und aktiver Bestandstechnik rentabel guenstige Tarife zu produzieren als wenn man im Mittel zwischen 2000 und 4000 Euro pro home connected investieren muss.

    bei DSL gibt es auch en relativ fairen Markt im gegensatz zu Fiber

    Dass die Telekom verpflichtet wurde quasi alle Reseller zu regulierten Standardkonditionen auf ihr DSL Netz zu lassen ist allerdings eine regulatorische Ausnahme, das Ziel unserer Regulierung ist es solche Massnahmen nur einzusetzen wenn es unumgaenglich ist, und die BNetzA macht ja schon Vorschlaege die Telekom in Koeln, Muenchen, Ingolstadt und Braunschweig? nicht mehr als marktmaechtig zu klassifizieren, damit muss die dann dort auch wohl keine DSL Reseller zu Standardbedingungen akzeptieren... (ich vermute allerdings die Telekom wird in dieser Hinsicht eher vorsichtig agieren und die Reseller nicht sofort rauskegeln oder die Preise sofort anheben.

    Da besteht klar ein Unterschied zwischen den politischen Zielen und dem was Endkunden als politische Ziele implizit vermuten.

  • also ich bezweifel das sich das mit dem Glasfaser von alleine regulieren wird,

    da braucht man ganz klar strikte Vorgaben. Die anderen Länder kriegen das doch auch besser hin..


    also ich habe 3 Anschlussarten an meiner Adresse, wo aber nur für DSL via Telefondose regulierte Standardkonditionen für gibt. im Endergebnis ist dieser Anschluss auch am günstigsten.

    Einmal editiert, zuletzt von BlackMage2 (29. März 2026 um 22:16)

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  • So abartig teuer finde ich GF nun nicht. Zahle für einen relativ neu verlegten 400/200 Anschluss bei der DG 39,99 €. Dafür erhalte ich eine laststabile Verbindung, die auch abends die volle zugesate Leistung bringt. Und ich habe nicht dreimal die Woche mit Synchronisationsproblemem wie bei VDSL zu kämpfen.

    VDSL (bei Ausreizung der Maximalgeschwindigeiten) ist nämlich bei weitem nicht so unproblematisch, wie es hier von vielen oftmals dargestellt wird. Ich kann aus der Vergangenheit ein Lied davon singen. Eine Telekom-Techniker sagte mir mal, manche Anschlüsse seien echte Diven. Da kann auch Feuchtigkeit im Erdreich etc. zu temporären Problemen führen. Und gekostet hat mich 35,- Euro im Monat, kaum günstiger als mein stabiler GF Anschluss.

    Einmal editiert, zuletzt von alpha_zulu (30. März 2026 um 14:42)

  • Da hast du Glück, früh genug dran gewesen zu sein und Pech mit DSL gehabt. VDSL 250 liegt preislich derzeit bei etwa 32 Euro mtl. über zwei Jahre inklusive Schaltung und den 400er Tarif kriegen Neukunden nicht.

    Bei VDSL 250 war hier sowohl der Sync dauerhaft stabil, als auch der Internetdienst ohne Beanstandungen und mit niedriger Latenz.

  • nur mal so, was aktuell so angeboten wird in Deutschland ist ein Witz.

    die Glasfasertarife sind so teuer in Deutschland das DSL da wiederum günstig ist(der max. Tarif zumindest)

    bei DSL gibt es auch en relativ fairen Markt im gegensatz zu Fiber

    Das "Problem" wollen sie ja lösen in dem sie Kupfer abschalten.

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  • also ich bezweifel das sich das mit dem Glasfaser von alleine regulieren wird,

    Das Ziel ist komplett aus der ex-ante Regulierung auszusteigen und nur noch ex-post taetig zu werden, wenn "notwendig" (dabei haben BNetzA und Politik sicher andere Vorstellungen als Endkunden). Die BNetzA will momentan symmetrische Regulierung einfuehren, dass also da wo nur ein FTTH Netz besteht, dessen Betreiber zu regulierten Vorleistungen verpflichtet wird. Das klingt erst mal nicht schlecht, aber das Problem ist, ueberall da woe mehr als ein FTTH Netz existiert gelten diese regulierten Vorleistungspreise dann nicht mehr, d.h. prinzipiell kann ein und der selbe Reseller beim selben Vorleister je nach Adresse unterschiedliche Preise bekommen... das mag fuer Markt-Dogmatiker befriedigend sein, fuer die Etablierung eines bundesweiten Markts bei dem auch Reseller Skaleneffekte nutzen koennen erscheint das eher sub-optimal...

    Tl;dr: unklar ob grossartige Selbstregulierung erwartet wird...

    da braucht man ganz klar strikte Vorgaben. Die anderen Länder kriegen das doch auch besser hin..

    Ja, andere Laender machen is beim FTTH Ausbau besser als wir, z.B. die Schweiz, Schweden, oder auch Frankreich aber das sind Vorgaben die aus der Politik kommen muessen und da erwarte ich bei uns wenig Wandel.

    also ich habe 3 Anschlussarten an meiner Adresse, wo aber nur für DSL via Telefondose regulierte Standardkonditionen für gibt. im Endergebnis ist dieser Anschluss auch am günstigsten.

    Nun das mit dem Preis kommt nur zum Teil aus der Regulierung und zum anderen Teil dass das Netz bereits abbezahlt ist... und die regulierten Standardkonditionen gibt es nur solange die Telekom noch als marktmaechtig klassifiziert wird (oder zukuenftig der alleinige FTTH Anbieter in einem Gebiet ist). Aber dieses DSL Netz wird abgeschaltet werden und daher ist es keine langfristig sinnvolle Strategie sich auf DSL zu versteifen.

  • Das "Problem" wollen sie ja lösen in dem sie Kupfer abschalten.

    Jain, die Kupferabschaltung wird kommen, die Frage ist eher:

    1) warten wir auch die Abschaltung wegen Unwirtschaftlichkeit (also bis zur DSL-Daemmerung), oder

    2) Managen wir die DSL-Abschaltung so, dass der DSL-Restbetrieb nicht den bereits stotternden FTTH_Ausbau ganz abwuergt?

    DSL hat vielleicht noch 9-14 Jahre wirtschaftlich vertretbaren Rest-Betrieb vor sich, aber der FTTH-Ausbau, bei aktuellem Tempo, braucht auch noch aehnlich lange. Aus Endkundensicht ist das natuerlich nur so "semi", weil wir ja die jeniogen sind die am Ende die Zeche zahlen sollen... aber auch aus unserer Sicht ist 1) wenig attraktiv, weil es dann in 9-14 Jahren zu Millionen an Anschluessen kommt ohne brauchbares Festnetz und die Betroffenen werden dann halt im Zweifel > 10 Jahre warten muessen...

  • 1) warten wir auch die Abschaltung wegen Unwirtschaftlichkeit (also bis zur DSL-Daemmerung), oder

    2) Managen wir die DSL-Abschaltung so, dass der DSL-Restbetrieb nicht den bereits stotternden FTTH_Ausbau ganz abwuergt?

    3) weder noch

    weil es dann in 9-14 Jahren zu Millionen an Anschluessen kommt ohne brauchbares Festnetz

    Ist schon erkennbar, dass es genau dort enden wird. Bis dahin kann dann noch über unrealistische Wunschvorstellungen bei gleichzeitig wegschrumpfender Wirtschaft diskutiert werden.

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  • Ist schon erkennbar, dass es genau dort enden wird. Bis dahin kann dann noch über unrealistische Wunschvorstellungen bei gleichzeitig wegschrumpfender Wirtschaft diskutiert werden.

    Ach was. 5G/6G und Starlink werden so geil, dass es für alle Menschen DSL ersetzt :D hat ja schon bei UMTS, WiMAX und SkyDSL funktioniert.

    Ich bin mir aber sicher, dass es in einigen Jahren noch ein paar umfangreiche Nachverdichtungsprojekte geben wird, wo die heutigen Verweigerer eine zweite Chance bekommen. Denn bis dahin dürften viele Immobilien neue Eigentümer und Mieter haben, oder die bisherigen Verweigerer erkennen den überschrittenen Zenit.

    Kurzer Schwank: Im Bekanntenkreis hatte mein Kollege noch die Worte seines Vermieters im Kopf: "Die [DG] will ich nicht, die haben an meinem anderen Haus den ganzen Garten kaputtgemacht."
    Als der Vermieter dann zufällig kurz vor Fristende reinkam, fragte mein Kollege noch mal nach und bekam die Antwort: "Ich hätte mich gefreut wenn jemand einen Anschluss bestellt hätte ...". :shock: Das konnte mein Kollege am letztmöglichen(!) Tag dann noch verwirklichen.

  • ich vermute allerdings die Telekom wird in dieser Hinsicht eher vorsichtig agieren und die Reseller nicht sofort rauskegeln oder die Preise sofort anheben.

    Zumindest Vodafone, 1&1 und o2 nutzen die Vorleistungen im Telekom-Festnetz (DSL und Glasfaser) ja sowieso aufgrund langfristiger Verträge. Die aktuellen sind irgendwann 2021 in Kraft getreten und haben eine Laufzeit von 10 Jahren.

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  • Ich bin mir aber sicher, dass es in einigen Jahren noch ein paar umfangreiche Nachverdichtungsprojekte geben wird

    Genau das meinte ich mit "Wunschvorstellungen". Die Finanzinvestoren sind längst weitergezogen (zu KI) und auch sonst wird diese Nachverdichtung niemand bezahlen (können). Es gibt irgendwann einen Flickenteppich wie beim heutigen Kabelnetz und dabei wird es dann auch erstmal bleiben.

  • Also unser Provider schließt immer wieder mal Häuser und Wohnungen an.

    Da ist die Arbeit (im EFH) aber auch relativ einfach, weil die Speedpipes alle im Gehweg vorbereitet sind. Anschluss wird aktuell weiterhin mit 300 statt 1800 Euro zzgl. Tarif angeboten.

  • Die Finanzinvestoren sind längst weitergezogen (zu KI) und auch sonst wird diese Nachverdichtung niemand bezahlen (können). Es gibt irgendwann einen Flickenteppich wie beim heutigen Kabelnetz und dabei wird es dann auch erstmal bleiben.

    Vermute mal, da wird der Steuerzahler dann einspringen muessen und das auch tun. Was daran IMHO sub-optimal ist, dass wir deutlich robusteren Wettbewerb haetten ermoeglichen koennen, wenn wir das Zugangsnetz direkt in staatlicher Hand gebaut haetten.

    Haette, haette, Fahrradkette...

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  • Das sehe ich auch so, mir sei jedoch die Bemerkung gestattet, dass die Deutsche Telekom mit ihrem Rosinenpicken unter anderen ein Auslöser für die Bildung der weißen Flecken war und auch noch ist. Es ist aber doch auch praktisch (für die Telekom), wenn man (die Kommunen und der Steuerzahler) sich dann mit dem geförderten Ausbau dem vermeintlichen Retter DTAG an den Hals wirft. Die Magentafarbenen sind doch bereits in der Nähe und der gute Ruf tut sein übriges...

  • wenn man (die Kommunen und der Steuerzahler) sich dann mit dem geförderten Ausbau dem vermeintlichen Retter DTAG an den Hals wirft. Die Magentafarbenen sind doch bereits in der Nähe und der gute Ruf tut sein übriges...

    Die klangen bei uns in der Pressemitteilung regelrecht beleidigt, weil sie den Zuschlag für das Graue-Flecken-Programm nicht wie damals beim Weiße-Flecken-Programm (mit VDSL realisiert) bekommen haben. Beim Zuschnitt des eigenwirtschaftlichen Bereiches sind sie dann extra scharf vorgegangen und haben sogar geplante Straßen des Kernortes rausgeworfen.

    Wie unattraktiv kann ein Angebot trotz vorhandener Speedpipes sein ...

  • dass die Deutsche Telekom mit ihrem Rosinenpicken unter anderen ein Auslöser für die Bildung der weißen Flecken war und auch noch ist

    Und alle anderen Provider am Markt nicht? Zum Beispiel Vodafone, die quasi nur das Bestandsnetz ertüchtigen und kaum (oder gar nicht) neue Straßen oder gar Orte mit Koax-Kabel ausgerüstet haben in den letzten 20 Jahren?

    Ich finde es total schräg, einem speziellen Unternehmen wirtschaftliches Handeln (am Stammtisch heißt das dann Rosinenpicken) vorzuwerfen, wenn alle anderen Unternehmen das ebenfalls zur Maxime ihres Unternehmertums gemacht haben.

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  • Rosinenpicken bedeutet nicht, wie von dir erwähnt, lediglich den eigenen Bestand zu modernisieren, sondern vielmehr durch reines Auftreten und vage Ankündigungen, Mitbewerbern den eigenwirtschaftliche Ausbau wirtschaftlich unrentabel werden zu lassen.

    Beispiele findet man immer wieder z.B. bei teltarif. Ein TK-Provider möchte Kerngebiet und Peripherie ausbauen, die DTAG tritt in Erscheinung und kündigt an das Kerngebiet auszubauen. Das war es dann für den Mitbewerber, ich höre immer noch von Rentnern in meiner durch DG ausgebauten ländlichen Stadt: hätte die Telekom Glasfaser ausgebaut, dann hätte ich mich anschließen lassen. Kommt nun nicht mehr, es sei denn die DTAG kauft DG.

  • Da machen die Wettbewerber wohl einiges falsch, wenn sie sich nicht mal gegen eine sehr hochpreisige Telekom durchsetzen können. Und die Verantwortung dafür liegt sicherlich nicht bei den Rentnern.