openfiber.nl die Preise sind mal eine Ansage.
Dass das ein Einzelfall ist zeigt ja schon die Grafik auf der Seite. In den Niederlanden, wo man an der Küste 10 € pro Bier bezahlt, sind auch die höheren Preise moderat ![]()
openfiber.nl die Preise sind mal eine Ansage.
Dass das ein Einzelfall ist zeigt ja schon die Grafik auf der Seite. In den Niederlanden, wo man an der Küste 10 € pro Bier bezahlt, sind auch die höheren Preise moderat ![]()
Als Problem besteht weiterhin eine "zu hohe optische Dämpfung" - was auch immer das heißen mag.
Einfach ausgedrückt: Der Laserstrahl kommt nicht ausreichend "hell" bei dir an. Das erschwert die Unterscheidung der eintreffenden/ausgehenden (digitalen) Zustände. Die Fehlerkorrektur kann das bis zu einem gewissen Grad kompensieren, aber wenn der Pegel zu niedrig ist geht es zu Lasten von Geschwindigkeit und/oder Stabilität.
Mit einem Optical Power Meter kann man den Pegel des auftreffenden Signals messen. Sichtbar ist das Licht nicht.
Wer 2011 noch GSM betreibt, hat die Zukunft verschlafen.
Will ich nicht abstreiten, war aber Realität. Und da musste es dann auf einmal ganz schnell gehen mit LTE.
WAP war 1999-2002 aktuell, nicht 2011. 😆
Trotzdem waren die Seiten für Mobilgeräte meistens noch ähnlich kompakt aufgebaut und theoretisch über 368 kbps bequem abrufbar gewesen. Bis jeder ein Smartphone hatte ...
2009 hat YouTube HD-Video eingeführt.
Und 2013 die Stufe 144p unter 240p, damit man es in maroden Netzen überhaupt gucken kann.
d.h. die heutigen Mobilfunknetze sind mMn. fuer die heutige Last dimensioniert
Hm, ich vermute schon dass es etwas darüber hinaus geht. Für die unter dem Buzzwort "Industrie 4.0" verkauften Dienstleistungen wird man noch Reserve vorhalten. Beim geplanten Network Slicing muss man auch vorsichtig sein um Klagen wegen Bandbreitenengpässen zu vermeiden.
Trotzdem: Wie schnell so ein Netz überfordert sein kann hat man vor 15 Jahren bei dem Massenaufkommen der Smartphones erlebt: Mindestens ein Netzbetreiber hatte an den meisten Orten nur 2G, kein 3G.
Mit den (sagen wir) 384 kbps von GSM/EDGE ließen sich die üblichen Internetseiten (oft noch WAP-optimiert) damals im Prinzip in wenigen Sekunden laden. Weil das aber leider die Gesamtanbindung der Funkzelle war, und das mit Flatrate tarifierte Smartphone im Hintergrund ständig Zeitslots beanspruchte (die es auch bekam), waren die Zellen in der Regel schon mit dem Grundrauschen ausgelastet. Es war ja nicht nur ein Smartphone ständig online, sondern viele. Surfen war mühsam.
Und dann dise empirische IST Marge zur freiwilligen Mindestmarge zu erklaeren (spezifisch ist der Vorschlag, dass Vorleistungspreise fuer jede Tarifklasse 5 Euro plus 20% des netto Endkundenpreises unter dem Endkundenpreis liegen sollen).
[...]
Der empirische Ansatz basiert auf 2 Preisen, und die sind halt beide so hoch wie moeglich, und weil kein effizienter Markt herrscht (sonst braeuchte es keine Einmischung der BNetzA)
Ja, diese Faustformel ist sehr stark über den Daumen gepeilt. Vor allem ist der Berechnungsschlüssel intransparent - was wurde angesetzt, Mittelwert oder Median? Wie wurden größere Provider gegenüber kleineren gewichtet, wurden verschiedene Szenarien eingebracht (bspw. Leerrohre bereits vorhanden, kommunale vs. kommerzielle Betreiber, Distributed Split gegenüber Centralized Split) usw.? Und vor allem wäre interessant gewesen: Welche gezahlten Minima und welche Maxima hat man bei der Erhebung festgestellt, und was führte jeweils zu dieser Position?
Allerdings: Es geht anscheinend mehr um einen "Vorschlag zur Güte" als um eine konkrete Kalkulationsgrundlage, damit man eine Diskussionsbasis hat und sich wohl auf O.-A.-Verhandlungen einlässt. Wenn nur ein Drittel aller FTTH-Netzbetreiber mehr als 10.000 Kunden hat, dann ist aber auch die prozedurale und technische Komponente sehr wichtig. Mal sehen ob sich da eine solche "Plattform" etabliert.
Vielleicht hat die BNetzA aber auch einfach keine Lust mehr, so viele Streitbeilegungsverfahren zu führen ![]()
Das meine ich doch, damit sind die teuren schnellen Glasfaseranschlüsse letztlich auch überflüssig.
Warum denn? Sie dienen der Lastverteilung, sind effizient und bieten denjenigen mit Bedarf die nötige Anbindung. Wie es mit den Netzkapazitäten aussähe, wenn plötzlich alle DSL-, Kabel- und Glasfaserkunden auf Mobilfunk ausweichen müssten, will ich gar nicht wissen. Kann man ja schon auf Festivals beobachten.
Und wenn es nach tatsächlichem und nicht zukünftigem Bedarf ginge, wären die 5G-Netze sicher auch nicht so dimensioniert wie sie es momentan immerhin schon sind.
Und dass sich dann irgendwelche Nerds eifrig Kabel ziehen, hat für den Massenmarkt praktisch keine Bedeutung.
Ist der Gelegenheits-Gamer ein Nerd, weil er auf Anraten seines Kumpels die Konsole per Netzwerk-Switch anschließt? Ist die unbeholfene PC-Benutzerin ein Nerd, weil sie den PC per LAN-Kabel anschließt, denn "der hat ja kein WLAN"? Besteht das junge Pärchen aus Nerds, weil ihr Hausbauer im Smart-Home-Paket alle Räume ohnehin mit Cat.-7-Verkabelung und -Dosen versieht? Ethernet ist im Privatbereich verbreiteter als man denkt, auch wenn viele davon sicher nichts wissen.
Aber egal: Für denselben "Massenmarkt" ist auch 5G überdimensioniert, trotzdem laufen die fetten Funkzellen im 24/7-Betrieb. Mein Handy steht aus Akkuspargründen nur auf LTE (meistens eh kein 5G-NSA verfügbar) und das genügt mir völlig.
Dürfte für die typischen Längen zu Hause bis 10G gut funktionieren.
Ja stimmt, die hatte ich gedanklich als "untauglich" gestrichen weil die SFP-Module so oft überhitzen. Scheint bei den neueren Generationen besser zu sein.
Der Abstand wird sich also nicht nennenswert verändern.
Wo ich meine WLAN-Access-Points platzieren möchte kann ich mir allerdings selbst aussuchen. Wenn die nächste Mobilfunk-Basisstation weit weg oder ständig überbucht ist, habe ich außer einem Providerwechsel wenig Handhabe.
Zudem gewinnt exklusiv zugeteiltes Spektrum immer gegen Allgemeinzuteilungen.
Ja, merke ich daran, dass ich eine Mikrofon-Funkstrecke habe die ich seit einigen Jahren nicht mehr einsetzen darf. Digitale Dividende.
Das Upper-6-GHz-Band wird wohl größtenteils exklusiv für Mobilfunk anstelle von WLAN freigegeben, das stimmt. Hier sehe ich mich an dein eigenes Argument (im Zusammenhang mit dem Glasfaserausbau) erinnert: Was rein kommerziell orientiert ermöglicht wird, ist nicht unbedingt der Allgemeinheit dienlich.
FWA mag in Indien bei den dort vorherrschenden Bevölkerungsdichten sinnvoll sein. In Deutschland ist es Verschwendung des Äthers. Wir müssen nicht alles per Mobilfunk totschlagen. Den Stromverbrauch der zahlreichen Zellen für die enormen Datenraten mal außen vor gelassen; die Luft ist ein noch schlechterer "Leiter" für Information als Kupfer, da muss man mit Beamforming, dichterem Ausbau und rechenaufwendigen Multiplexen tricksen.
Weshalb ein MFH voller Gigabit-Glasfaseranschlüsse nicht wirklich schnellere Endgeräte haben kann, denn die kloppen sich alle um die paar MHz, die allgemein zugeteilt sind.
In der Realität hängen Spielekonsole, Desktop-PC, NAS und andere bandbreitenintensiven Systeme wohl eher an Ethernet. Und selbst FRITZ! forscht momentan an FTTR-Lösungen.
Fürs Handy reicht den meisten Nutzern wohl 50 Mbit/s, was man am breiten Angebot entsprechender Mobilfunktarife sieht.
Mehr als ein Gigabit direkt aus der Luft über 5G sind in einem solchen Umfeld hingegen auch heute schon kein Problem.
Das stimmt, das habe ich schon erreicht - am Fenster in Sichtweite zu einem Funkmast.
Denn es gibt dann nur EINEN Sender mit richtig Leistung und nicht Dutzende WLAN-Funzeln, die sich alle gegenseitig stören.
Wenn die Kanalverteilung eingehalten wird (z. B. 1, 6, 11 bei 2,4 GHz) warten die Transceiver zumindest aufeinander. Ist nicht schön, das stimmt, aber in den meisten Fällen für den Anwendungsfall ausreichend. Und der massive Bedarf an Frequenzen für 5G ist mindestens genau so rücksichtslos wie der Einsatz von Steuergeld für den Glasfaserausbau.
Vor allem sehen wir schon seit längeren, dass drahtlose Heimvernetzung die drahtgebundene abgehängt hat, inzwischen auch beim Durchsatz.
In der Theorie vielleicht. In der Praxis ist es gar nicht so einfach/preiswert, im nächsten oder übernächsten Raum noch 1 Gbps oder (mittlerweile per Twisted Pairs auch billige) 2,5 Gbps zu erreichen. Und wer will, baut sich zuhause 10 Gbps über Singlemode-Faser - ist teuer aber sicher noch günstiger, als seine Bude mit Ruckus auszustatten.
Natürlich könnte man auch einfach bei 4G und Wi-Fi 4 stehenbleiben. Aber für Wi-Fi 4 braucht eben niemand einen Glasfaseranschluss.
Ja aber schon mit 802.11ac erreichst du in der Praxis schnell Upload-Bandbreiten, die über den VDSL-40-Mbps liegen.
Ja, wird seit Ende Mai 2026 wieder vermarktet:
Gigabit-Internet von Vodafone gibt’s jetzt für mehr als 30 Mio. Haushalte
Also, so unsinning ist das was in der Gigabit-Richtlinie 2.0 lese mMn. jetzt nicht...
Zugegeben, die Richtlinie 2.0 halte ich für einen deutlichen Fortschritt und ich zitiere sie hier auch gerne. In der Praxis darf DSL mittlerweile komplett gefördert überbaut werden:
Es werden aber immer noch (oder gerade) Projekte realisiert, die noch auf älteren Richtlinien beruhen, bis hin zum Weiße-Flecken-Programm. In älteren Projekten führt die Trennschärfe bei DSL-Geschwindigkeiten - oder deren Auslegung insbesondere beim Betreibermodell - zu absurden Situationen: Tiefbau erfolgt nur zu einem Teil eines Straßenzuges, die Belastung tragen alle Anwohner. Im Zweifel erfolgt der Nichtanschluss, weil ein unabhängige Analyse eine im einstelligen Megabitbereich zu hohe Maximalgeschwindigkeit ermittelt hat.
Auch in der Richtlinie 2.0 finde ich den konkreten Passus nur beim Wirtschaftlichkeitslückenförderungsmodell (was für ein Wort):
Kommunale Betreiber fixieren sich dann zum Unverständnis der Bürger rein auf die Förderadressen.
Klar, das Foerdervebot fuer Gebiete mit DOCSIS3.1 Netzen ist natuerlich im Interesse der Kabel-ISPs, aber realistisch besteht in solchen Gebieten aktuell ausreichende Versorgung die zumindest nominell das 1 Gbps Ziel der EU (zumindest in Downloadrichtung) erreichbar macht.
Nominell kann auch 5G "ausreichende Versorgung" gewährleisten. Das ist in der Praxis aber Glücksspiel. Wenn es beim Kabel zur David-gegen-Goliath-Situation kommt, weil ein Kabelnetzbetreiber das marode oder überbuchte Netz in einem Versorgungsbereich nicht verbessern möchte, dann hilft es nicht, dass er dort auch noch das Quasi-Monopol besitzt. Der frustrierte Kunde wechselt (wenn er kann) zu VDSL - ja, das habe ich häufig erlebt. Langsamer, aber stabil.
Dass das reine Vorhandensein von einem Koaxialnetz in einem Straßenzug schon ausreicht, um FTTH-Förderung zu verhindern, ist ebenso schwer vermittelbar: "Der Nachbar erhält einen höherwertigen Anschluss kostenfrei, ich müsste für Hunderte von Euros einen Kabelanschluss bestellen - trotzdem beeinträchtigt mich der bauliche Ausbau fast gleichermaßen."
Die neu gebaute Infrastruktur bleibt somit weit hinter ihrem Potential zurück und ist vielleicht sogar unterdimensioniert, bis wieder Tiefbau erfolgt. Das ist Unsinn.
In meinen Augen hätte zumindest ein (wenn auch ggf. mit Kostenbeteiligung verbundener) Mitanschluss im Nahbereich ausdrücklich erlaubt oder geboten werden müssen, so wie es beim Wirtschaftlichkeitslückenfördermodell oft schon gelebt wird.
dann kann ich mich ueber die eine oder andere Waldhuette mit Glasfaseranschluss nicht so richtig aufregen.
Das sehe ich genauso.
ein Vermögen für die Transceiver
TP-Link MC220L gibt es für unter 16 €, dazu ein 1-Gbps-SFP-Modul wie das SFP1G-LX-31 (nicht BiDi, aber günstig) für knapp 10 €, da landet man inkl. Versand bei ungefähr 30 €. Die Differenz zu dem Multimode-Medienkonverter sind vielleicht 10 Euro.
Schaut man bei "10Gtek" auf Amazon, beträgt der preisliche Unterschied zwischen Single- und Multimode-Modul anscheinend 5 €.
Nicht unbedingt im EFH ist der HÜP auch die Gf-TA
Das kann als ein Gehäuse ausgeführt sein (bei der Telekom die "OneBox XS"), muss aber nicht - siehe Grafik oben.
Andere Anbieter teilen es ebenso meistens auf, auch in EFH.
Da es für das Schützenhaus ausreichende Alternativen gibt, halte ich das für Verschwendung.
Über eine gelegte Trasse kann man auch bspw. einen Mobilfunkmast anbinden, der kommt dann wieder mehr Menschen zugute. Ist diese nicht vorhanden, muss auf Richtfunk zurückgegriffen werden mit den üblichen Nachteilen.
Unverständlich findet ich es, wie in einem extra3-Beitrag gezeigt, dass eine Waldhütte mit Glasfaser angebunden wird aber die Mitverlegung eines Stromkabels (bislang gar nicht vorhanden!) nicht zulässig ist.
Die Förderrichtlinien halte ich generell in weiten Teilen für irrsinnig und zu sehr von behördlichem Starrsinn und Interesse der Industrie geprägt.
Inzwischen wird GF in der Gemeinde nur gefördert ausgebaut, mit nicht wirklich nachvollziehbaren Kriterien, wer einen kostenlosen GF-Anschluss bekommt - im Kernort sind zumeist bis zu 250MBit per VDSL und in einigen Strassen auch HFC (Vodafone) verfügbar.
Dann werden diese Anschlüsse nicht gefördert, es sei denn, die Anschlüsse wurden erst nach dem Förderbescheid auf VDSL 250 oder HFC aufgerüstet.
12km GF-Trasse (inkl. 2km Spülbohrungen nur für ein Schützenhaus, teilweise durch Fels) für ca. 50 Homes Passed - was für eine Verschwendung von Steuergeld!
Warum ist das Steuergeld verschwendet, wenn es bei denjenigen ankommt, die es bezahlen; den Bürgern? Ich bin sicher dass die 50 Haushalte genauso Steuern zahlen wie Menschen in deinem Dorf. Bei "Verschwendung von Steuergeld" fallen mir ganz andere Sachverhalte ein.
Der montierte UGG PoP steht weiterhin, nur wird nicht dieser verwendet, sondern keine 50m entfernt ein neuer PoP gesetzt
Von der Telekom?
Wie heißt der denn?
Muss auch sagen die 1&1 Leitung läuft sehr stabil. Bei DG hatte ich ständig Downtimes wegen Wartungen. Bei 1&1 bisher nichts.
So jemanden kenne ich auch, er hatte immer Aussetzer und zum Schluss tagelang einen Verbindungsausfall obwohl physikalisch alles OK war. Vor lauter Frust hat er ausgerechnet bei der Telekom wieder VDSL abgeschlossen (lief bei ihm vorher auch nicht stabil, daher FTTH), als DG wieder online war und eine Gutschrift gewährte, erwägte er das DSL noch zu widerrufen. Dass 1&1 über die DG-Leitung buchbar sei ("ach stimmt, da kam auch so eine Werbung deswegen") hat ihn bestärkt und er ist dort seit Monaten zufriedener als je zuvor.
Der Artikel liest sich wie der Versuch der Schönrederei für den Autor. Ich hatte erwartet, dass Themen wie ISP-Freiheit oder Servicequalität angeführt werden ...
Stattdessen eine lose Aneinanderreihung von Plattitüden.
ZitatDies führt zu Lärm und zu CO₂-Emissionen und könnte überdies Wurzeln oder Pflanzen beschädigen, und auch sonstige Leitungen könnten dadurch kaputtgehen.
Bei DSL bleibt man vor solchen Strapazen verschont. Es sei denn, man wechselt von DSL zu Glasfaser und wieder zurück zu DSL. Doch wer tut das schon?
Nee keine Sorge, die Wurzeln und Pflanzen werden umgesiedelt und später vom Bagger 288 weggebaggert, der für die Versorgung der aufwendigen VDSL-Infrastruktur betrieben wird.
Was daran toll sein soll, "die Strapazen" in die Zukunft zu verschieben, ist mir nicht klar.
Auch diese werden schön im Speckgürtel einer größeren Stadt wohnen, wie das die zuständigen jüngeren Pfarrer irgendwelcher Dorfkirchen längst tun (weil es dort nämlich es Kinderarzt, Kindergarten und Grundschule gibt), während das "Pfarrhaus" neben dem Hühnerstall längst leer steht. Deren "Residenzpflicht" wurde nicht ohne Grund aufgehoben. Auch der "Landarzt" ist ebenso längst weg
Wie willst du denn die Grenze ziehen? Sehr viele Dörfer bzw. Gemeinden ohne Stadtrecht haben die genannten Einrichtungen ebenfalls, und wenn es 2, 3 oder meinetwegen 5 km dorthin sind, hast du selbst in Dörfern mit 50 Einwohnern noch Zuzug. Ich sage nicht dass es keine verwaisten Ortschaften mehr geben wird - die hat es immer gegeben - aber wer bezahlt das feine demografische Aufdröseln nach "Zukunftsfähigkeit"? Und wenn man sich irrt muss nachgebessert werden, damit werden die Kosten wieder in die Zukunft geschoben.
Der Oberseener Hof im genannten Fall mit dem Aero-Club Schotten ist ja auch so ein Beispiel für die "abgelegene Milchkanne". Was mich in diesem Sachverhalt besonders schockiert:
ZitatWarum hat die Telekom nicht den viel kürzeren, nur rund zwei Kilometer langen Verlegeweg nach Altenhain im Kreis Gießen gewählt?
Die Trasse von Betzenrod zum Oberseener Hof misst dagegen acht Kilometer. Die Erklärung ist nach Mitteilung der Telekompressestelle einfach.
»Der Oberseener Hof gehört zwar politisch zum Kreis Gießen, nutzt aber die Schottener Vorwahl. Deshalb wurde der Anschluss über Schotten umgesetzt.« Die Pressesprecherin verweist dabei auf »technische Gründe« und »den Zusammenhang mit der bestehenden Netzstruktur«.
Das will Eckstein nicht nachvollziehen. »Ich glaubte bisher, dass das Telefonnetz der Telekom mittlerweile digitalisiert ist und gebräuchliche Protokolle für den Datenverkehr verwendet werden.«
Damit hab ich allerdings auch gerechnet. Telefonnummern sind virtuell, ob das jetzt über Vermittlungsstelle A oder B läuft, scheint nicht egal zu sein. Vorwahltechnisch hängen Schotten und Laubach anscheinend sogar am selben BNG.
Wie unflexibel kann eine Infrastruktur sein ...?
Ein Mitbewerber hätte bestimmt keine 6 km Umweg gelegt, sondern den direkten Weg gewählt. Prähistorische Vermittlungszonen scheinen bei der Telekom noch sehr relevant zu sein.
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