Beiträge von xrandr

    Spielen denn die Weiße-Flecken-Programme überhaupt noch eine Rolle? Die weißen Flecken wurden bei uns ab 2016 alle mittels VDSL weggebügelt (leider nicht wie im Kreis Diepholz mit FTTH).

    Zum Teil werden diese Gebiete jetzt auch über das Graue-Flecken-Programm überbaut. Die Aufgreifschwelle für "graue Flecken" ist viel höher, zum Beispiel 100 Mbps im Download oder gar zuverlässig mindestens 200 Mbit/s symmetrisch, wie in der Gigabit-Richtlinie 2.0 gefordert.

    Die Richtline 2.0 erreicht damit auch dicht besiedelte Bereiche. In meinen Augen ist sie damit Segen wie auch Fluch zugleich: Findet das Wirtschaftlichkeitslückenmodell Anwedundung, kommen kommerzielle Unternehmen ggf. auf die Idee, ggf. auch HFC-versorgte Bereiche oder Häuser mit "gutem" VDSL auf eigene Kosten mitzuversorgen - und dürfen das auch:

    Zitat

    3.1 [...] Die privatwirtschaftliche Mitverlegung von Leerrohren für privatwirtschaftliche Ausbaumaßnahmen in anderen Gebieten ist im Rahmen des geförderten Ausbaus gegen Kostenbeteiligung zulässig.

    Agiert jedoch nach dem Betreibermodell ein kommunaler Betrieb, kann er nach der Prämisse "wenn du nicht gefördert wirst, haste Pech gehabt" einen eigenwirtschaftlichen Ausbau oder einen unmittelbar durch den Kunden getragenen Ausbau einfach ablehnen - wie im Main-Kinzig-Kreis geschehen. Weil hier mit chirurgischer Präzision auch zusammenhängende Wohngebiete zerschnitten werden, hat ein Wettbewerber für das betreffende Gebiet wohl keine besonders hohe Motivation für einen privat organisierten Aufbau, da ein Großteil schon kommunal versorgt ist.

    Zumal ich Kabel-Internet nach heutigem Stand keineswegs zu zuverlässig mindestens 200 Mbit/s symmetrisch imstande sehe, aber für HFC gilt eine Ausnahme. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Zitat

    Damals haben wir den aus unserer Sicht wirtschaftlichsten Vertrag unterzeichnet“, ist Jens-Hermann Kleine überzeugt und betont: „Es war kein Fehler, den Vertrag zu unterschreiben.“

    Schön dass er es einsieht, wenn auch nicht überraschend (wann gestehen sich kommunale angestellte mal Fehler ein?). So ein Projekt war fortschrittlich und der Kreis Diepholz ist mit Sicherheit einige Probleme los, die ihm bei einem späteren Ausbau noch bevorstünden.

    Als man hier im Rheinland gerade dabei war, großflächig VDSL Vectoring auszubauen, konnte ein Bekannter im (wie Diepholz ebenfalls zu Niedersachsen gehörenden) Kreis Lüneburg bei Hamburg bereits Glasfaser für einen freistehenden Pferdestall (!) kostenfrei ordern. Das fand ich vorbildlich.

    Bei aller Liebe, da liegt offenbar ein wunderbar funktionierendes Glasfaserkabel zwischen A und B, vermutlich OS2. Wir reden doch für den Hausgebrauch über Luxusprobleme.

    sendai hat zwei zweckdienliche Lösungen genannt, jetzt muss der Threadersteller entscheiden, ob der a) Kupplung oder Dose setzt, b) neu legt oder c) spleißt. Ich würde mich wohl für a) entscheiden wenn die Verlegung schwierig ist.

    Ich finde die ganzen IPTV Lösungen an vorhandenen Fernsehern alle als sehr unkomfortabel. Da startet der Fernseher und will SAT, Kabel, DVB-T. Dann muss man erst in den App-Bereich, dort einen IPTV-Anbieter auswählen. Und die funktioniert dann auch noch je nach Hersteller unterschiedlich. Wir haben 3 Fernseher: LG, Sony und Philips. Deshalb bleibe ich bei SAT. :P Wobei ich bei meinem Internetvertrag IPTV mit dabei habe für 3 Geräte.

    Das soll sich in Zukunft wohl mit DVB-I ändern. Ich hab erst mal losgelacht wegen des Namens (klingt wieder nach Insellösung), aber die Idee ist gar nicht dumm:

    Zitat

    Das Empfangs­gerät berück­sich­tigt jeweils alle verfügbaren Verbrei­tungs­wege und stellt die Programme in einer gemeinsamen Senderliste dar. Ziel ist eine best­mögliche Auffind­barkeit der Kanäle, auch wenn unter­schied­liche Empfangs­wege genutzt werden.

    Da bleibt nur zu hoffen, dass es nicht wie HbbTV träge ist, miserablen Datenschutz vorweist und schamlos für Werbeeinblendungen missbraucht (insb. Privatsender) wird.

    Ich befinde mich hier im Landkreis Altenkirchen-Flammersfeld. Also nicht weit weg von Neuwied.

    Hätte auch eher mit XGS-GPON gerechnet, wahrscheinlich Kosten sparen.
    Der Ausbau stand Anfags auch noch auf der Kippe wg. den Kosten (trotz relativ hoher Quoten). Wurde aber dann doch innerhalb 3 Jahren dann fertiggestellt.

    Ah, ok, dort! Das Projekt in der VG Altenkirchen-Flammersfeld ist sehr alt, ich vermute es liegt es daran. Wurde dann mit GPON projektiert und kalkuliert.

    Im Kreis NR sind wir quasi benachbart aber es gibt ganz andere Umstände (z. B. ein frühes Förderprojekt weshalb einige Kommunen nicht auf die DG-Kooperation eingegangen sind, oder für die Nachfrage nach FTTH hinderliche TV-Kabelnetze). Die DG-Kampagnen hier sind etwa ein bis zwei Jahre jünger.

    Schön dass es bei euch funktioniert hat!

    Mein Anschluss ist noch relativ neu (fast 3 Monate) und liegt im nördlichen Rheinland-Pfalz.

    Dann würde ich von XGS-PON ausgehen.

    Im Kreis Neuwied wurden 2024/2025 auch ein paar Netze gebaut, dort liegt zwar ein messbares GPON-Lichtsignal an aber es gibt niemanden, der bisher bestätigen konnte, dass dieses auch nutzbar ist. Die von Anfang an ausgegeben ONTs die ich bisher gesehen habe sind alle für XGS-PON:

    xrandr
    24. Oktober 2025 um 13:58

    Wär aber mal interessant ob der Kundendienst dich auf Nachfrage umstellen kann! Bei DG hab ich aber leider wenig Hoffnung.

    Ich habe vor fast 2 Jahren E.ON Glasfaser beauftragt.
    [...]
    Mein Vertrag lautet noch 250mbit für 59 €

    Jetzt kostet bei E.ON 300 mbit - 49,00 €

    Je nachdem wann du die Auftragsbestätigung bekommen hast, kannst du bald schon kündigen und auf den günstigeren Tarif umstellen.

    Edit: Oder auf 1&1 über die E.ON-Faser.

    Ich meine er war von Anfang an einem anderen Cluster zugeteilt, aber eben so ungünstig durch die Straßenzüge geschnitten, dass die Farbe im Breitbandatlas fast am Gebäude endet =O

    Ist der PoP, den du gesehen hast, so ein größerer Straßenschrank oder noch ein begehbares Häuschen? Würde mich mal interessieren, ob Westconnect auch mit den Mini-PoPs arbeitet.

    können sie intern routingtechnisch in kleinere Netze aufgesplittet und an verschiedenen Standorten gleichzeitig genutzt werden. Es gibt keine Verpflichtung, dass die Netze so geroutet werden, wie sie in der RIPE Datenbank eingetragen sind.

    Das stimmt. An zwei Standorten mit statischer IPv4 hab ich es bisher überprüft, das passte soweit überein (südliches Nordrhein-Westfalen, Routing über Köln/DTAG-STATIC02 und nordöstliches Rheinland-Pfalz, Routing über Frankfurt am Main/DTAG-STATIC13).
    Wobei ich zuletzt auch einen Anschluss in Bonn mit Routing über einen der Standorte, für die ich keine Zuordnung gefunden habe, sah.

    Wäre nur schön, wenn man auch irgendwo erfahren würde, was genau alles zu Cluster 4 gehört 😄

    Laut meinem Bekannten erfährt man sein Cluster nur, wenn man anruft und mit Glück einen Mitarbeiter erwischt, der das prüft.

    Cluster 4 bzw. alle bei der Datenerhebung im Dezember 2025 in Betrieb befindlichen oder absehbaren Adressen dürften im Breitbandatlas ersichtlich sein.
    Mein armer Bekannter hat das Pech, ganz knapp dran vorbeigeschlittert.

    Nur komisch ist halt das ich trotzdem schon Verbindung hatte zumindest zu DG (wenn auch nur ganz am Anfang)

    DG ist nicht auf PPPoE angewiesen, die machen das sehr effizient über DHCP. Im Prinzip dasselbe Protokoll, mit dem du über Ethernet deine Geräte mit IP-Adressen versorgst. Das kann 1&1 aber im Fremdnetz nicht ohne weiteres auch implementieren. (Wenn zwei DHCP-Server im selben Netzwerk laufen, gewinnt einfach der Schnellere. Da müsste also DG im Speziellen den einzigen DHCP-Server betreiben und die Routen speziell für 1&1 ändern.)

    Laut heise gibt es einen Bug in der PPPoE Implementierung des FRITZ!OS.

    Super Fund!

    Ich hoffe es ist trotz Paywall in Ordnung, da mal was zu zitieren:

    Zitat

    Ganz anders bei 1&1: Da der Provider keinen Zugriff auf die Modemdaten der ans DG-Netz angeschlossenen Kunden hat, müssen sich diese mit Benutzername und Passwort einwählen. Für die Umstellung wählt man also in den Einstellungen der Fritzbox einfach den neuen Provider aus und trägt die Zugangsdaten ein. Dabei schlägt jedoch „in Einzelfällen“, wie Fritz und 1&1 unisono behaupten, der seit Monaten bekannte PPPoE-Bug zu. Die Fritzbox überträgt die Einwahldaten nicht korrekt und der Nutzer kommt nicht mehr ins Internet.

    Ob der Hotline-Mitarbeiter, den man bei Anruf in die Leitung bekommt, die Ursache nebst Lösung kennt, ist Glücksache.

    Ich würde ja mal das TKG vermuten:


    1) Der Eigentümer eines Grundstücks [...] kann die Errichtung, den Betrieb und die Erneuerung von Telekommunikationslinien auf seinem Grundstück sowie den Anschluss der auf dem Grundstück befindlichen Gebäude an Netze mit sehr hoher Kapazität insoweit nicht verbieten, als

    1.

    auf dem Grundstück einschließlich der Gebäudeanschlüsse eine durch ein Recht gesicherte Leitung oder Anlage auch für die Errichtung, den Betrieb und die Erneuerung einer Telekommunikationslinie genutzt und hierdurch die Nutzbarkeit des Grundstücks nicht dauerhaft zusätzlich eingeschränkt wird,

    2.

    das Grundstück einschließlich der Gebäude durch die Benutzung nicht unzumutbar beeinträchtigt wird, ...