Beiträge von Funker

    Vermute mal, da wird der Steuerzahler dann einspringen muessen und das auch tun.

    Auch der "Steuerzahler" ist nur die wegschrumpfende Wirtschaft oder irgendein Finanzinvestor, der bei wachsender Wirtschaft lieber Staatsanleihen kauft. Der findet aber längst deutlich höhere Renditen anderswo, weshalb ja auch aus der Deutschen Glasfaser genau wie bei der Deutschen Wohnen ausgestiegen wurde.

    Zitat

    Was daran IMHO sub-optimal ist, dass wir deutlich robusteren Wettbewerb haetten ermoeglichen koennen, wenn wir das Zugangsnetz direkt in staatlicher Hand gebaut haetten.

    Wenn sich verspekuliert wurde und die Kasse leer ist, bleiben am Ende nur Wunschvorstellungen übrig. "Own your mistakes" sagt man in London dann dazu.

    Ich bin mir aber sicher, dass es in einigen Jahren noch ein paar umfangreiche Nachverdichtungsprojekte geben wird

    Genau das meinte ich mit "Wunschvorstellungen". Die Finanzinvestoren sind längst weitergezogen (zu KI) und auch sonst wird diese Nachverdichtung niemand bezahlen (können). Es gibt irgendwann einen Flickenteppich wie beim heutigen Kabelnetz und dabei wird es dann auch erstmal bleiben.

    1) warten wir auch die Abschaltung wegen Unwirtschaftlichkeit (also bis zur DSL-Daemmerung), oder

    2) Managen wir die DSL-Abschaltung so, dass der DSL-Restbetrieb nicht den bereits stotternden FTTH_Ausbau ganz abwuergt?

    3) weder noch

    weil es dann in 9-14 Jahren zu Millionen an Anschluessen kommt ohne brauchbares Festnetz

    Ist schon erkennbar, dass es genau dort enden wird. Bis dahin kann dann noch über unrealistische Wunschvorstellungen bei gleichzeitig wegschrumpfender Wirtschaft diskutiert werden.

    Lies dazu auch mal hier über Incoterms.

    Die kommen doch gar nicht zum Einsatz, internationaler Versandhandel mit Endkunden ist schlicht wilder Westen gerade, inklusive Dropshipping.

    Das ganze ist aus Sicht des Verbraucherrechtes allerdings kein Problem des internationalen Handelsrechtes. Sondern ein Kategorienfehler, den einige sog. "Handelsplattformen" gerade weidlich ausnutzen. Diese Unternehmen sind nämlich eigentlich der Inverkehrbringer der Ware, was man auch schon daran erkennt, dass sie beim Verbraucher auch das Geld nebst fälliger Umsatzsteuer kassieren. Das müsste nur mal vom BGH rechtlich richtig einsortiert werden und dann wäre das Thema sofort vom Tisch. IMHO ist Verbrauchersicht immer derjenige, der die Ware anpreist und das Geld kassiert der rechtlich verantwortliche Verkäufer und Importeur in der gesetzlichen Gewährleistung. Da kann man sich bei Verbrauchern nicht einfach mit "Aber ich bin nur ein rosa Einhorn und heiße Ching Chong Tschu" rausreden.

    Natürlich, Vollkaufleute nach HGB können dann gern weitere individuelle Verträge mit internationalen Handelspartnern aushandeln. Inklusive Beschwerde beim Konsulat, falls sie übers Ohr gehauen wurden. Bei größeren Handelsvolumen erfolgen am anderen Ende gern auch mal Hinrichtungen, falls beim internationalen Geschäft zu viel betrogen wurde. Zumindest langfristig wird sich dadurch das Problem von selbst erledigen.

    Letztlich verhält sich Stiegeler wie die Telekom oder Vodafone bei Störungen. Mein Irrglaube, dass ein kleineres, bemühtes Unternehmen aus der Region hier anders auftritt, hat sich nicht bestätigt.

    Das Problem ist der Vertrag, der bis 11/2027 läuft. Wer sowas im Bestand hat, muss sich gar nicht anstrengen. Bedank dich bei den Erfindern des TKG.

    Groß, klein, grün oder rot. Das ist da letztlich völlig egal. Nur wer die reguläre Kündigung zum Monatsende bekommen kann, strengt sich wirklich an.

    Ich bin gespannt wie lange Vodafone seine Koax Cash-Cow noch melken kann.

    Das ist letztlich, was dort passiert: Mit importierter Technik, die so eigentlich gar nicht auf das lokale Netz passt, wird einfach Kapital extrahiert, bis die Kuh irgendwann keine Milch mehr gibt.

    Würde aber nicht sagen, dass es bei den anderen Technologieträgern großartig anders ist.

    Unser Netzwerkadmin hat vor einem Jahr mit seiner Frau (Informatikerin) eine neue Wohnung gesucht. Bei Quadratmeterpreisen von 16–20 € gab es von 10 Neubauwohnungen nur eine Wohnung, die eine LAN-Verkabelung hatte.

    Ein Papiertiger eben. Was mich wundert, dass da die Glasfasernetzbetreiber nicht mehr hinterher sind, denn deren Produkte verkaufen sich ja schlechter ohne die dahinterliegende Infrastruktur.

    Die Frage ist hier eigentlich mehr "unterirdisch" vs. "oberirdisch".

    Das DOCSIS-Ökosystem wurde in Übersee entwickelt, wo oberirdische Netze weitgehend üblich sind. Alles drehte sich dann darum, Technik an den Schaltstellen auszuwechseln, während die kilometerlangen Kabel auf den Masten hängen bleiben können. Im Zuge dessen reizt man die koaxialen Kapazität dann bis zum Maximum aus.

    Hat man passive Netzbestandteile aber komplett eingegraben wie die seinerzeit die Bundespost, rennt man mit der Strategie in Probleme, wie der Artikel ja feststellt. Wenn man schon den Tiefbau anfangen muss, kann man auch gleich Fasern einblasen. Oben drauf kommt, dass die verwendeten Rohre gehören der Vodafone gar nicht gehören, sondern der Telekom. Das hat man beim Netz-Zwangsverkauf schon sehr geschickt eingefädelt.

    Ich muss aber mal ehrlich sagen, dass das ein wirklich toller ausgestatter Multimedia-Verteiler ist, da wurde sogar eine RJ45 vom Zuleitung Richtung Keller verbaut, sollte man das aus irgendwelchen Gründen doch mal brauchen.

    Ich habe gerade einen frisch fertiggestellten MFH-Neubau ganz ohne MM-Verteiler besichtigt. Es gibt einen gewöhnlichen Elektroverteiler, sowie funktionierende Sat-Multischalter-Anschlüsse in zwei Räumen. Und sonst nichts. (Dem Ü70-Erstbezug ist es auch nicht wichtig.)

    Die Telekom soll laut Bauherren angeblich irgendwann noch Glasfaser einziehen, aber ich sehe nicht wo dieses Wunder passieren soll. Die Telekom vermutlich auch nicht. Ich tippe darauf, dass da wird's nicht leitungsgebundenes mehr kommen wird, der vorhandene Vertrag der Mieter wurde vor Ende der Vertragslaufzeit beendet.

    Wer beim Bau auf die Anwendung der DIN 18015 und EN50173 verzichtet, tja ...

    ...macht sich als ausführender Baubetrieb regresspflichtig, weil von den a.a.R.d.T. abgewichen wird, zu denen halt die geltenden Normen gehören. Wird dir also niemand so bauen. Obendrein bekommst du ohne DIN 18015 schlichtweg keine Baugenehmigung.

    DIN 18015‐2:2021‐10: aktuelle Norm-Anforderungen f. Elektrik
    Welche neuen Anforderungen stellt die aktuelle DIN 18015-1:2021-10 an die Mindestausstattung von Elektroinstallationen in Wohngebäuden? Infos dazu hier.
    hager.com

    Wenn DOCSIS nicht erfunden worden wäre, wer weiß ob es die Kabelnetze dann überhaupt noch gäbe?

    Viele Inselnetze sind nie rückwegfähig geworden und wurden längst abgeschaltet. Ansonsten hat DOCSIS wiederum dafür gesorgt, dass die VDSL-Tarife nicht zu teuer werden konnten.

    Das Geschäftsmodell ist letztlich für den Bitstrom auf beiden Seiten zu kassieren und sich ansonsten auf dem eigenen Infrastrukturmonopol auszuruhen, ganz egal ob privat (21. Jhd.) oder öffentlich (20. Jhd). Und da vermasselt nur eine Alternative schon dem Investor kräftig die Suppe.

    Grundsätzlich bin ich dafür, dass die Kabelnetze mit FTTH überbaut weden.

    Sehe ich auch so. Trotzdem sollte es Alternativen geben, damit die Anbieter preislich nicht übertreiben können.

    Wenn man für 29 € Endkundenpreis unzählige Satelliten in den Orbit bekommt - Raketenstarts sind ja nun mal kein Schnäppchen - muss sich die Telekom schon fragen lassen, was sie mit "nur" GPON zum doppelten Preis eigentlich treibt.

    Dem Anschein nach ist dessen Tuere jedoch aus Metall.

    Das entspräche dann nicht den a.a.R.d.T. ist also ein Baumangel an der Mietsache, welcher durch den Vermieter zu beheben ist. Fällt in die selbe Kategorie wie undichte Fenster oder defekte Steckdosen. (Natürlich es gibt keine Nachrüstpflicht für Bestandsbauten, aber die geltenden Normen aus dem Baujahr der Behausung sind einzuhalten, deshalb existiert es ja dieser Medienverteiler für den Glasfaseranschluss. Er ist eben mangelhaft ausgeführt worden.)

    Wovon träumst du sonst so noch? Diese Art von Infrastruktur findest du nur in Wohnungen mit 25 €/qm Kalt-Miete oder 8000 €/qm Kauf.

    Das Foto vom OP zeigt doch aber genau solch einen Medienverteiler?

    Ich habe das auch schon bei 6 € Kaltmiete im geförderten Wohnungsbau (kommt wieder gerade in Mode) gesehen. Solange noch es keinen Gebäudetyp E gibt, wird grundsätzlich nach dem "anerkannten Regeln der Technik" gebaut und da gehört das mit rein.

    Aber die Hardware geht offenbar nicht in dein Eigentum über? Offenbar nur eine "kostenlose" Miete?

    Genau, das gibt es bei der Telekom gar nicht.

    Tja, Konkurrenz belebt das Geschäft.

    Mal sehen, ob sich Geschichte sich hier auch wiederholt. Satellitendirektempfang war ab den 1990ern in der Pampa ebenso die bevorzugte Methode, rein einen durch privaten Anbieter betrieben. Der Komplettausbau eines Fernsehkabelnetzes durch den Staat wurde da ebenso frühzeitig beerdigt.

    Nicht zu vergessen: Seinerzeit brauchte man dafür freie Sicht auf die spezifische geostationäre Position, für Starlink muss man nur irgendeine freie Stelle am Himmel finden.

    Ich schrieb es schon einmal an anderer Stelle, hier jedoch ein Link zu dem Thema, warum Marktwirtschaft nicht bei öffentlichen Infrastrukturen funktioniert

    Doch, das funktioniert super. Konkurrent der Telekom aus dem Orbit:

    29 € monatlich für bis zu 200 Mbit/s, Hardware einmalig 0 € (statt Miete), keine Einrichtungsgebühr (statt 70 €). Keine Vertragslaufzeit.

    Da kann die Telekom Glasfaser schlichtweg einpacken.

    War beim Fernsehen ja auch schon so. Als SES Astra gelauncht war, war die Goldgrube Telekom Kabelfernsehen tot.

    Man kann ihr auch in den Schrank packen, aber insbesondere wegen WLAN/Funk nicht zielführend.

    Mit einer für Medienverteiler vorgesehenen Kunststoff-Tür sollte das problemlos gehen. Auf Basis einer normkonformen strukturierten Verkabelung werden dann eh Access-Points in den einzelnen Räumen angebracht, zum Speedport passend wäre das dann Speed Home WLAN.