warum gibt es so keine symmetrischen Privatkundentarife?

  • Nein, es wird gar nicht eng, da nicht alle Haushalte permanent diese Bandbreite beanspruchen.

    Da gibst Du es zu. Es gilt die Annahme, das nicht alle jederzeit dier Leistung abrufen. Wenn doch, dann gibt es ein Problem. Also besteht ein Zusammenhang.

    Und ja. Den gibt es bei AON auch.

    Einmal editiert, zuletzt von Schnurz (31. Juli 2025 um 13:55)

  • Da gibst Du es zu. Es gilt die Annahme, das nicht alle jederzeit dier Leistung abrufen. Wenn doch, dan gibt es ein Problem. Also besteht ein Zusammenhang.

    Der Schluss ist mir zu kurzsichtig!

    "Wer zu Fuß über die Straße geht, der wird überfahren" ist eine vergleichbare Annahme. Die Erfahrung (= Statistik) zeigt, das dies die Ausnahme und nicht der Regelfall ist. Letztlich zeigt dir die Darstellung einer Glasfaserfritze direkt an die Faser einer GPN-Topologie angeschlossen Daten, die das Schreckgespenst vertreiben bzw. die Befürchtungen entkräften.

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  • Wenn ich unsere Verteilung der gebuchten Tarife in einem Gebiet so anschaue, sind alleine schon mindestens 2 Gigabit-Tarife an einem PON-Port mit 1:32 Splitting eine Seltenheit. Weniger als 3 % haben bei einem unserer WLP-Partner den Gigabit-Tarif gebucht.

    Wer will schon so viel Geld ausgeben ? Geht der Wunschtraum nach Upselling wohl nicht auf ;)

    Ich würde behaupten, die PON-Segmentbandbreite stellt selbst bei einem 1:64 Splitting nicht das Nadelöhr dar.

    Auch wenn jeder 1G hätte würde es keine Probleme geben.

  • Die Kunden müsste halt mal Laut werden und en ISP vermitteln das sie symmetrische Bandbreiten wollen und auch die Preise von 140€ einfach total weltfremd sind.

    Aber so kommen sie einfach mit der ausreden ja es hat anscheinend keiner Bedarf es bucht ja kaum einer.

    Während im Ausland Privatkunden 10GS haben. :S

  • Die Kunden müsste halt mal Laut werden und en ISP vermitteln das sie symmetrische Bandbreiten wollen und auch die Preise von 140€ einfach total weltfremd sind.

    Wie schon weiter oben geschrieben, benötigen die allermeisten Kunden eben keine symmetrischen Bandbreiten. Und eigentlich auch keine Gigabit-Geschwindigkeiten. Für 4K-Streaming benötigt man gerade mal ca. 18 MBit/Sekunde im Downstream. Upstream vermutlich Bruchteile davon. Da kann eine vierköpfige Familie pro Nase einen Stream laufen lassen und hätte selbst mit einem 100 MBit-Tarif immer noch genügend Luft für gleichzeitiges Surfen, Telefonieren oder Zocken.

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  • alpha_zulu


    Das aber jetzt keine Begründung warum man es den Kunden auf Glasfaser-Basis dann künstlich wegnehmen muss.
    Die Tarife basieren alle auf künstlichen Beschränkungen und nicht auf Technischen Limits.

    Im Ausland bekommst du auf XGS-PON Basis meist einfach das Maximum und fertig.

  • Da lassen die Kunden aber auch nicht rund um die Uhr im 5-Minuten-Intervall einen Speedtest laufen und beschweren sich, wenn nur 940 statt der vereinbarten 1000 Mbps "ankommen".

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  • Ok, magst Du mich aufklären? Mein aktuelles Verständnis ist, wie oben geschrieben, dass 32 Haushalte sich 2.5/1.25 GBit teilen. Nun ist das nicht meine Welt und mein Empfinden ist, das es sehr schnell eng werden kann - vor allem wenn sich mehr Leute die großen (1000/500) Leitungen holen.

    Dazu kann ich nur sagen das selbst an Trafficreichen Abenden das allemal ausreicht. Ich kenne selber die abläufe bei einem lokalen ISP der P2P FTTH verkauft und L2 BSA über GFNW bezieht. Auf einem P2P OLT laufen 480 Kunden, dieser ist mit 10G angebunden, und mehr als 3G Traffic laufen da nie drüber. Der AVG liegt bei 650Mbit/s. ;). Und aus Quellen kann ich sagen das die GFNW zumindest praktisch nie mehr als 10-16 aktive ONTs im Segment hat.

  • Die Kunden müsste halt mal Laut werden und en ISP vermitteln das sie symmetrische Bandbreiten wollen und auch die Preise von 140€ einfach total weltfremd sind.

    Aber so kommen sie einfach mit der ausreden ja es hat anscheinend keiner Bedarf es bucht ja kaum einer.

    Während im Ausland Privatkunden 10GS haben. :S

    Und warum haben sie es? Weil jeder ISP genau weiß, dass es sowieso nicht genutzt wird.

    Samstag Abend, 4 Personen Haushalt. 3 Mal streaming plus 4 Handys mit Instagram, YouTube und Co. Sind gerade Mal 100 down, vermutlich 10 Up. Die 2* im Jahr, wo Bilder hochgeladen werden für das Fotoalbum reichen dann die 30/50/100 MB Up locker aus.

    Die Leute hier im Forum machen nicht Mal ein Promille der Endkunden aus. Die interessieren die ISP so gar nicht.

    Und wenn man mehr will muss man zahlen.

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  • homöopathischen dosen? was soll das ein? verstehe gerade den kontext nicht

    Ich glaube er meint, dass es ein nur paar wenige (regionale) ISP gibt, die ihren Kunden standardmäßig einen synchronen symmetrischen Tarif anbieten. Und dass zu ganz "normalen" Konditionen. Die beiden Links sollen entsprechende Beispiele aufzeigen.

    Einmal editiert, zuletzt von alpha_zulu (15. August 2025 um 10:14)

  • Um noch mal einen Wert aus der Praxis zu liefern: Im 12-Monats-Mittel nutze ich 213 kBit/s Upload und 2,53 MBit/s Download. Das Verhältnis Down:up ist also in etwa 11:1, mein Vertrag bietet aber 2:1. Ich denke nicht, dass das am Bedarf vorbeigeht. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal wirklich auf einen Upload warten musste.

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  • Um noch mal einen Wert aus der Praxis zu liefern: Im 12-Monats-Mittel nutze ich 213 kBit/s Upload und 2,53 MBit/s Download.

    Das ist in etwa so informativ, wie eine Berechnung wie schnell Du mit Deinem Auto im Monatsmittel (also ueber 24*7*30 Stunden) faehrst oder wieviel Last Du im Mittel transportierst. Generell interessant aber wenig brauchbar um zu bestimmen wie schnell Du instantan faehrst oder welche Geschwindigkeit Dein Auto "liefern" sollte.

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  • Das Problem ist, dass es dabei auf die instantan abgerufenen/genutzten Bandbreiten ankommt, und die lassen sich aus den mittleren monatlichen Raten oder Datenvolumina nur schlecht ableiten.

    Im Preseem Network Report 2025 (die Praesentation findet sich auf Youtube) gibt es zumindest die mittleren Raten fuer die taeglichen Spitzenzeiten.... aber auch die "leiden" darunter das uebliche Langzeitnutzungen wie Videostreaming oder Webbrowsing stark downloadlastig sind und solche lang andauernden Nutzungen starken Einfluss auf den Mittelwert haben.