Deutsche Glasfaser und mih - ein Digitalisierungsdesaster

  • Wir warten seit Monaten auf den Anschluss von DG. Im November kam eine Mail, dass sie uns nicht erreichen konnten, kein Wunder, sie haben ja auch nicht angerufen! Nach stundenlagen probieren, telefonisch jemanden bei mih (ausführender Betrieb im Auftrag der DG) zu erreichen, endlich einen Termin gemacht. Einen Tag vor dem Termin kam telefonisch die Absage, 14 Tage später die gleiche Show: der Termin wurde wieder einen Tag vorher abgesagt mit dem Hinweis, man sollte gar nicht erst nach einem neuen Termin anfragen, in diesem Jahr wird das nichts mehr.

    Heute wieder angerufen, um wieder einen Termin zu vereinbaren. Jetzt wird es richtig irrsinnig, mih macht bis 20.01.25 Urlaub, Termine werden erst nach dem 20.01. vergeben, also nicht mehr für Januar! Ich soll mich nach dem 20.01. wieder melden.

    Wenn sich eine Firma in diesem Bereich erlauben kann, für mehr als 4 Wochen die Arbeit einzustellen, dann wird es ewig dauern, bis Deutschland vernünftig digitalisiert wird.

    DG sollte sich gut überlegen, welche Firmen unterbeauftragt werden, denn Vertragspartner ist DG und nicht mih.

  • Das ganze Unternehmen wird wohl nicht Urlaub machen, sondern nur die Terminvergabe. Und wenn die Termine bis zum 20.1. eh weg sind, warum sollten sie da sein?

    Ich seh das eher als gutes Zeichen: Die Betroffenen haben letztes Jahr so viel gearbeitet, dass sie nun Resturlaub abbauen müssen.

  • Die Monteure von mih in dem Anschlussbereich (Kleinmachnow) sind bis 20.01. im Urlaub. In der Telefonzentrale (vermutlich in Polen) sitzt eine zu bedauernde Mitarbeiterin, die den Anrufern nur mitteilt, dass sie nichts machen kann außer darauf hinzuweisen, dass bis 20.01. niemand in der Region arbeiten wird und erst danach feststeht, wer überhaupt zur Verfügung steht. Dann können wieder Termine gemacht werden.

    Wenn sie wirklich soviel gearbeitet hätten, dann wären nicht zwei Termine abgesagt worden!

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  • In der Telefonzentrale (vermutlich in Polen) sitzt eine zu bedauernde Mitarbeiterin, die den Anrufern nur mitteilt, dass sie nichts machen kann außer darauf hinzuweisen, dass bis 20.01. niemand in der Region arbeiten wird und erst danach feststeht, wer überhaupt zur Verfügung steht.

    Das ist dann aber kein Urlaub, sondern eher ein weggebrochenes Subunternehmen.

    Wenn sie wirklich soviel gearbeitet hätten, dann wären nicht zwei Termine abgesagt worden!

    Nur weil sie nicht bei dir waren, heißt das nicht, dass sue nicht gearbeitet haben. Ich kann den Frust ja verstehen, aber unmotiviertes Ablästern ohne Hintergrundinfos ist nicht zielführend.

    Dieses Forum ist ein technisches Forum für Hilfe zur Selbsthilfe. Was erwartest du jetzt von uns? Um es direkt zu sagen, ins Providerbasing stimmen wir nicht ein.

  • Sorry, ich hatte mich an der Themen-Überschrift orientiert "Erfahrungsberichte", wenn derartige Erfahrungen nicht von Interesse sind, dann nehme ich das zur Kenntnis.

    Mir hätte es damals bei der Entscheidung pro DG durchaus geholfen, wenn ich von den Abläufen bei mih schon vorher etwas gelesen hätte. Und DG habe ich nicht gebasht, sie sollten nur aufpassen, mit wem sie zusammenarbeiten.

  • Mir hätte es damals bei der Entscheidung pro DG durchaus geholfen, wenn ich von den Abläufen bei mih schon vorher etwas gelesen hätte. Und DG habe ich nicht gebasht, sie sollten nur aufpassen, mit wem sie zusammenarbeiten.

    Das ist bei den anderen Netzbetreibern auch nicht anders. Es können auch bei der Erstellung eines Anschlußes technische Probleme entstehen, die zur Verzögerung bei den anderen geplanten Terminen führen können.
    Und die Entscheidung für und wider der DG muß jeder selber treffen. Aber es ist eben auch nicht gesichert, das irgendwann ein anderer Netzbetreiber bei Dir FTTH ausbauen wollte geschweige denn tatsächlich durchführt.

    Einmal editiert, zuletzt von Schnurz (31. Dezember 2024 um 07:40)

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  • Sorry, ich hatte mich an der Themen-Überschrift orientiert "Erfahrungsberichte", wenn derartige Erfahrungen nicht von Interesse sind, dann nehme ich das zur Kenntnis.

    Mir hätte es damals bei der Entscheidung pro DG durchaus geholfen, wenn ich von den Abläufen bei mih schon vorher etwas gelesen hätte. Und DG habe ich nicht gebasht, sie sollten nur aufpassen, mit wem sie zusammenarbeiten.

    Es sind halt einige Leute hier schon seit Jahren in dem Bereich Glasfasererschließung unterwegs, sowohl als Kunde als auch als Techniker.
    Daher musst du verstehen, dass nicht alles so ist, wie es vielleicht aus deiner Sicht erscheint.
    Grundsätzlich musst du dich auf bis zu 36 Mon. von Vorvermarktung bis Anschluss einstellen.

    Hier bei uns wurden im Sommer 2022 die Erdarbeiten im gesamten Ort begonnen. Zum Herbst hin wurde die ersten Häuser angeschlossen. Ich habe einen Termin zum 17.12.22 bekommen. Es waren ca. 3500 EFH im Ort die angeschlossen werden, pro Haus innen ohne Erdarbeiten etwa 30 -45 Min. Du kannst dir ausrechnen wie lange dann 20 Techniker benötigen für 3500 Anschlüsse. Und Techniker um Glasfaser zu spleißen fallen nicht vom Himmel.
    Die Techniker aus unserer Sub-Firma kamen aus Ungarn. Bei der Unterhaltung teilte der Techniker mir mit, dass ich sein letzter Kunde bin. Danach fahren alle nach Hause. Sie kommen erst zum 30 Jan. 23 wieder, sie hatten hier eine 6 Tage-Woche.
    Viele von den Sub-Firmen incl. Erdarbeiten geben ihren Mitarbeiter von Mitte Dez. bis Feb. Urlaub. Das Wetter ist da ein echtes Problem. Egal ob Erdarbeiten, Kunststoff-Pipe verlegen oder die Glasfaser einblasen.

  • Und am Ende ist es nun mal so - du willst etwas von denen.

    Aus Trotz zu kündigen bringt halt nichts, da ich mich nicht darauf verlassen würde, dass ein anderer Anbieter irgendwann ein zweites Glasfasernetz im gleichen Ort hoch zieht. Auch wenn das Thema Überbau eins ist.

    Ich hab's in nem anderen Thread schon gesagt. Am Ende ist es zumindest für die, die einen brauchbaren Vectoring VDSL Anschluss oder Kabel-Internet haben momentan noch ein Luxusproblem. Die Glasfaser kommt, wenn sie da ist. Bis dahin, locker durch die Hose atmen.

  • Letztlich ist es auch so, dass ein Provider, hier Deutsche Glasfaser, den Tiefbau gar nicht selbst erledigt, sondern zahllose Subunternehmen hierfür einsetzt. Mittlerweile sollte sich in das Hirn eingebrannt haben, dass Tiefbauer absolute Mangelware sind und deren Nichtverfügbarkeit eine Ausbaubremse darstellt.

    Auf einen FTTH-Anschluss verzichten, weil der Tiefbauer einem unzuverlässig erscheint? Niemals!

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  • Dazu kommt, dass die Inflation die Preise auch für den Tiefbau immer weiter nach oben treibt und gleichzeitig die in den letzten 2 Jahren stark gestiegenen Zinsen eine Investition noch teurer machen. Beides zusammen wird dazu führen, dass es noch langsamer gehen wird und noch genauer auf die Rentabilität geschaut werden muss.

    FTTH DG 1000/500 | FRITZ!Box 5590 Fiber | 2 mal FRITZ!Repeater 3000AX als Access Points

  • Bei mir hat es nur 1 Jahr gedauert, habe mich allerdings auch spät zu Glas entschieden. Und es ist jetzt eher schlechter als zuvor DSL 250/50. Wenn das so bleibt gehe ich 2025 evtl. sogar auf DSL zurück.

    Will sagen, wenn man gutes DSL hat, ist Glas entbehrlich und das Warten ist egal.

    2 Mal editiert, zuletzt von airjordan (6. Januar 2025 um 10:37)

  • wenn man gutes DSL hat, ist Glas entbehrlich und das Warten ist egal.

    Ich würde das Wort "noch" ergänzen.

    Die allermeisten Privathaushalte würden wohl locker mit Bandbreiten zwischen 50 und 250MBit klarkommen. Gigabit brauchen sicherlich noch die wenigsten.

    Aber das wird sich in den kommenden Jahren ändern.

    Es gab Zeiten, da waren 6MBit mal Pfeilschnell. Das gleiche wird man in Zukunft über 250MBit mal sagen.

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  • Also ich kenne traurigereise noch Haushalte, die den Sprung von 6 auf 16 Mbit/s nicht einmal mitgemacht haben. In einem von einem anderen Netzbetreiber mit günstigem Vectoring versorgtem Gebiet ;(

  • Meine Schwiegermutter hatte bis 2021 noch 6MBit mit ISDN drunter. Ja, kein Witz. Ich konnte und wollte das selbst nicht glauben, bis ich es mit eigenen Augen in ihrer Fritzbox gesehen hatte.

    Der Grund dafür waren am Ende tatsächlich einfach irrationale Vorbehalte gegenüber IP Telefonie.

    Als ich ihr dann offenbarte, dass es eine Sache von Wochen wäre, bis man ihr Betreiberseitig kündigen würde, da alle ISDN abschalten, war das erst mal eine Aufgabe ihr weiß zu machen, dass die böse IP Telefonie zwanzig Jahre Zeit hatte, sich zu etablieren.

    Am Ende kam es aber wie prophezeit, der Betreiber hat gekündigt und nun hat sie - mit Vermittlungs und Umstellungshilfe meinerseits - nen sim.de (1&1) VDSL Anschluss. Komischerweise funktioniert die Telefonie immer noch.

    Dank Fritze musste sie sich nicht mal umgewöhnen. WLAN, Telefon, alles blieb exakt gleich. Sogar die Rufnummernportierung hat erstaunlich gut geklappt.


    Das nur so als Sidestory. :D

    Einmal editiert, zuletzt von MatzE46 (1. Januar 2025 um 01:57)

  • Ich verstehe die Angst vor einer Rufnummernportierung nicht (mehr). Das ist ein hochreguliertes Verfahren, sowohl technisch, als auch im TKG formuliert.

    Die einzig wirklich fatalen Vorgänge, die ich miterlebte, sind genau dann geschehen, wenn der Inhaber der Nummern selbst gekündigt hatte und die Portierung nicht dem aufnehmenden Unternehmen überlassen hat. Dies waren ausschließlich Kurzschlussreaktionen von Enttäuschten, frei nach dem Motto: Ich habe gekündigt, jetzt sollen die mal sehen.

    Die einzigen, die dumm aus der Wäsche geschaut haben, waren diejenigen mit unüberlegten Kündigungen.

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  • Selbst den wenigen mit Kurzschluss Reaktion, kann geholfen werden. Die Nummer wird soweit ich weis, immer noch 3 Monate nach der Kündigung für den Inhaber der Nummern zum portieren vorgehalten. Selbst wenn man kein nachfolgen Provider hat kann man die Nummern zu VoIP Anbieter migrieren und gut ist. Man muss sich nur selber darum kümmern.

  • Ich hatte auch Ende 2021 )es war so um den 12. Dezember rum auf eine Anzeige bei uns in den Gemeindenachrichten von dem Glasfaserunternehmen, welches bei uns ausbaut (UGG). - Darin hat die UGG verkünden lassen, dass sie bis Jahresende die fehlenden Hausanschlüsse noch realisieren sollen (das war 9 Werktage vor Heilig Abend 2021). - Man muss jetzt kein Prophet sein, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht, und man in sewiner Siedlung keinen einzigen Mitarbeiter einer Firma findet, der Glasfasern in die Leerrohre einzieht... - Kurzum, aus Dezember 2021 wurde März 2022.

    Unsere Gemeinde war unter den erstemn 20 Gemeinden, die die UGG ausgebaut hat, was man seinerzeit leider auch an dem (damals) vollkommen überforderten Kundenservice auch gemerkt hat. Mittlerweile sind die in Ismaning personell deutlich besser aufgestellt.

    Für mich ist das eher die Regel, als die Ausnahme, dass etwas nicht so ganz rund läuft mit dem Ausbau der Glasfasernetze in Deutschland.

    Bei mir hat es ein gutes Ende genommen: Mein Anschluss wurde am 09. Mai 2022 geschaltet, und läuft einwandfrei. - Aktueller Tarif 300/150 Mbit.

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  • Merci! Ich fragte weil der Ankerkunde-O2 noch im November/Dezember ueber die UGG nur 250/50 geschaltet hat und laut Mitarbeitern auch dabei bleiben wird. (Ich vermute die Mitarbeiter wissen auch, dass eine Anpassung nur eine Frage der Zeit sein duerfte, haben aber sicher Vorgaben was sie nach aussen kommunizieren duerfen und was nicht). Ich bin jetzt gespannt wann auch O2 generell auf die Telekom Tarifstufen umstellt (bei Telekomvorleistung macht O2 das bereits).