Kooperation Deutsche Glasfaser und Vodafone

  • Meiner ist schon von 2016, also aus der Anfangszeit der DG. Ich wohne auch nicht weit weg von deren "Home Base". Wenn die Laufzeit des Anschlusses eine Rolle spielt, dann sind es die alten Anschlüsse, die nicht bei Vodafone verfügbar sind.

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  • An meiner Adresse (DG mit GPON, vor 3 Jahren gelegt) ist nun auch VF verfügbar. Fritzbox 5530/5590 geht aber nicht, man muss wohl zwingend den ONT der DG verwenden.
    Außerdem kann man keine Festnetz-Flat buchen (es ist nur eine Flat ins VF Mobilfunknetz) inklusive.

    Ob sich der derzeit große Ping /Latenz reduzieren wird, konnte mir der Glasfaser-Support von VF leider nicht beantworten. Derzeit ist unser Ort (in der Nähe von München) über zwei Darkfiber von VF angebunden. Darüber betreibt die DG ihr Netz mit ihren zwei bekannten Übergängen ins Internet im weit entfernten Frankfurt und Düsseldorf (und somit Latenzen >10ms zu Google&Co). Unser Nachbarort wurde dagegen direkt von VF ausgebaut, dort mit einem ping von 2ms zu Google.

  • Außerdem kann man keine Festnetz-Flat buchen (es ist nur eine Flat ins VF Mobilfunknetz) inklusive.

    Das ist zumindest an meiner Adresse nicht korrekt (und ich gehe davon aus, dass das für sämtliche Anschlüsse über Vodafone im DG-Netz gilt).


    Zugegeben, etwas unübersichtlich gelöst, dort ist selbst im kleinsten Tarif folgendes zu finden (man muss einen Tarif auswählen und dann weiter zur Router-Auswahl gehen):

    • Telefon-Anschluss mit Festnetz- * und Vodafone-Flatrate
    Zitat

    Standard-Gespräche ins deutsche Festnetz und Vodafone-Mobilfunknetz sind inklusive. Sonderrufnummern sind ausgenommen. Weitere Kosten hängen vom Verbrauch ab, z. B. 0,199 € pro Minute für nationale Standard-Gespräche in deutsche Mobilfunk-Netze. Call-by-Call und Pre-Selection sind ausgeschlossen.

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  • Ist dir überhaupt mal CG-NAT bei Vodafone untergekommen? Normalfall sollte DS Lite (mit 192.0.0.1 statt Anzeige DS-Lite-Tunnel im Online-Monitor) sein und es existiert die Möglichkeit, sich auf Dual Stack mit Public IPv4 umstellen zu lassen.

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  • Bis jetzt ist mir in der Kombination Vodafone über Deutsche Glasfaser gar nichts untergekommen. In den Datenblättern ist lediglich PPPoE erwähnt und aus Berichten bezüglich Verfügbarkeit aus dem Forum wissen wir, dass diese lediglich in den GPON-, jedoch nicht AON-Gebieten, gegeben ist. Mehr ist (mir) aktuell nicht bekannt.

  • Achso, ich bin jetzt in meiner Naivität jetzt mal davon ausgegangen, dass Vodafone sich jetzt nicht für die Kooperation mit DG extra CGNAT-Router angeschafft hat, wenn für alle anderen Zugänge schon DS Lite am Start ist.

  • Normalfall sollte DS Lite (mit 192.0.0.1 statt Anzeige DS-Lite-Tunnel im Online-Monitor) sein

    Wenn da als Adresse 192.0.0.1 angezeigt wird, und nichts von DS-Lite steht, dann ist es auch kein DS-Lite, sondern "normales" CGNAT.

    Im OpenWrt-Forum gibt es einen Log-Auszug, der eindeutig zeigt, dass diese Adresse direkt über PPPoE zugewiesen wird, ohne DS-Lite-Tunnel: https://forum.openwrt.org/t/ipv4-ipv6-vo…ermany/214381/3

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  • Aber im OpenWrt Thread geht es um einen DSL Anschluss mit Telekomvorleistung (und die Telekom kann bekanntermassen PPPoE) und nicht um einen FTTH Anschluss auf DG Vorleistung (die DG macht ja bisher kein PPPoE), oder?

  • Wenn da als Adresse 192.0.0.1 angezeigt wird, und nichts von DS-Lite steht, dann ist es auch kein DS-Lite, sondern "normales" CGNAT.

    Glaube ich nicht. Alles, was ich dazu finde, gibt irgendwas über AFTR oder Provider-NAT zurück, also definitiv kein normales CG-NAT, wie man es von den Anderen kennt.

    Aber im OpenWrt Thread geht es um einen DSL Anschluss mit Telekomvorleistung

    Diese 192.0..er-Geschichte ist mir auch schon bei Vodafone-eigenen Glasfaseranschlüssen begegnet, sollte also schon aus dem Vodafone-Netz kommen.

    DG soll ja den L2-Traffic an Vodafone übergeben, von daher glaube ich nicht, dass die Eigenheiten der DG große Auswirkungen darauf haben, wie man das Vodafone Internet geliefert bekommt.

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  • Die Frage war doch, ob DS Lite oder CG-NAT? L2-BSA hatte ich als gesicherte Erkenntnis in Erinnerung, daher auch die nicht flächendeckende Verfügbarkeit. Ich kann mich natürlich irren, aber imho L2-BSA = transparenter Zugang in Vodafone-Netz = Beibehaltung der schon bekannten Verfahren aus dem Glasfaser-Bereich.

  • Das haengt immer davon ab was der Vorleister bereit ist mit zu machen. So verwendet O2 im DSL und FTTH Bereich immer PPPoe mit echtem Dualstack, aber bei DOCSIS nur CG-NAT/ds-lite (nicht ganz klar was genau), vermutlich weil das alles ist was Vodafone da anzubieten bereit ist.

    UNd da es hier mit der DG um einen Vorleister geht der bisher meines Wissens noch nicht in Aktion getreten ist, ist es halt IMHO noch schwer vorhersagbar wie das technisch umgesetzt werden wird. Aber das ist natuerlich auch nur Spekulatius meinerseits.

  • Achso, ich bin jetzt in meiner Naivität jetzt mal davon ausgegangen, dass Vodafone sich jetzt nicht für die Kooperation mit DG extra CGNAT-Router angeschafft hat, wenn für alle anderen Zugänge schon DS Lite am Start ist.

    Mit Verlaub: Ich möchte jetzt nicht besserwisserisch 'rüber kommen, aber der mit DS-Lite beim ISP zum Einsatz kommende AFTR _ist_ ein CG-NAT-Router:

    Zitat aus RFC6333-Chapter 4.1:

    Code
    4.1.  Access Model
    
       Instead of relying on a cascade of NATs, the Dual-Stack Lite model is
       built on IPv4-in-IPv6 tunnels to cross the network to reach a
       carrier-grade IPv4-IPv4 NAT (the AFTR), where customers will share
       IPv4 addresses.

    In seiner Rolle als CG-NAT arbeitet der AFTR sogar noch etwas aufwändiger als ein Standard-CG-NAT-Router, der nicht für DS-Lite verwendet wird (also nicht zugleich ein AFTR ist):

    Zitat aus RFC6333-Chapter 6.6:


    Zu 192.0.0.1:

    Wenn da als Adresse 192.0.0.1 angezeigt wird, und nichts von DS-Lite steht, dann ist es auch kein DS-Lite, sondern "normales" CGNAT.

    Im OpenWrt-Forum gibt es einen Log-Auszug, der eindeutig zeigt, dass diese Adresse direkt über PPPoE zugewiesen wird, ohne DS-Lite-Tunnel: https://forum.openwrt.org/t/ipv4-ipv6-vo…ermany/214381/3

    Ja, wenn ich mir den verlinkten Thread im OpenWRT-Forum anschaue, scheint dort, sofern ich das richtig deute, tatsächlich eine IPv4-Kommunikation über die dem WAN-Port des Routers per PPP-IPCP zugewiesene IP-Adresse 192.0.0.1 zustande zu kommen:

    Das ist tatsächlich kurios, denn der IPv4-Range 192.0.0.0/29 (also die 8 Adressen 192.0.0.0 - 192.0.0.7) ist von der IANA in seiner IPv4 Special-Purpose Address Registry als "IPv4 Service Continuity Prefix" mit der Eigenschaft "Globally Reachable = False" vermerkt. Der Range wurde ursprünglich in RFC6333-Chapter 5.7 als well-known in der dort beschriebenen Bedeutung (als Range für die Adressvergabe der Endpunkte B4+AFTR des IPv4-in IPv6-Tunnels) definiert und wurde später gemäß RFC7335 als "IPv4 Service Continuity Prefix" verallgemeinert.

    Für mich heißt das: Der Range 192.0.0.0/29 ist global nicht eindeutig routebar (ähnlich dem "Shared address space" 100.64.0.0/10) - wie Vodafone hiermit eine IPv4-Kommunikation hinbekommt, erscheint vor diesem Hintergrund rätselhaft.

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  • Indem es einfach auf deren Gateway erneut nattet? Oder übersehe ich etwas?

    Ja, das wird wohl so sein. Andererseits: Wie differenziert Vodafone beim zentralen NATing die 192.0.0.1-Adressen verschiedene Kundenanschlüsse? Im Kontext DS-Lite wird das ja durch die "Extended Binding Table" erreicht, wie oben von mir zitiert. Haben wir hier aber nicht. Abgesehen davon, dass 192.0.0.1 bei DS-Lite für den AFTR reserviert ist (und für das B4-Element im Kundenrouter 192.0.0.2 verwendet werden sollte), würde man doch für diese Konstellation dann den "Shared Address Space" 100.64.0.0/10 verwenden, um die Kundenanschlüsse auseinander zu halten.