Beiträge von kammann

    Aber ich finde nirgendwo im 1&1 Control Center die SIP Informationen, um die Telefonie zu konfigurieren. Im Snailmail-Schreiben von 1&1 (persönlicher Sicherheitsbrief) werden meine Telefonnummern nicht aufgeführt, anders als es im Anleitungsheft Seite 6 dargestellt wird.

    Ohne Einrichtung über den Startcode musst Du tatsächlich ein SIP-Passwort im Control-Center selbst vergeben. Bei portierten Rufnummern geht das erst am Tag der Rufnummernportierung (evtl. schon am Vorabend). Die Einrichtung in der FB ist dann dank vorkonfiguriertem Profil problemlos.

    Ja, eine Analyse mit Wireshark zeigt, dass zu sehr vielen TCP-Retransmits kommt und somit der effektive Datendurchsatz sehr gering ist (<3 Mbit/s). Ich habe das Problem an mehreren Stellen bei Ionos/Strato adressiert, die Ursache bleibt aber unklar. Es gibt sicher kein generelles Problem mit dem Datendurchsatz von IONOS zur DG. Bis vor zwei Wochen gab es ein direktes Peering am DeCix, seit Kurzem gibt es ein PNI (Privates Peering) in Frankfurt, andere Server bei Ionos/Strato werden darüber mit >300 Mbit/s erreicht.

    Ein Produktmanager bei Strato meinte, dass es sich bei HiDrive um die gleiche (nicht: selbe) Platform wir bei GMX/Web.de Mediacenter handelt - letzteres zeigt auch in Richtung DG keine Performanceprobleme. Einziger Unterschied: Das GMX Mediacenter hat IPv6 aktiv, während my.hidrive.com nur mit IPv4 läuft. Zu einem 1&1 Testanschluss im DG-Netz wird auch die volle Datenrate erreicht (dieser nutzt natürlich das Backbone von 1&1 Versatel).

    Somit liegt der Verdacht nahe, dass das CGNAT der DG einen Teil der TCP-Pakete von HiDrive verwirft. Warum das Problem aber nur bei HiDrive auftritt ist unklar.

    Also mit etwas Glück bekommt man von 1&1 einfach funktionierendes Internet (...)

    Vor allem Anschlüsse außerhalb der Region Frankfurt/Düsseldorf profitieren von den dezentralen Peerings der 1&1 Versatel. Während die DG sämtlichen Traffic gebündelt eben in Frankfurt und Düsseldorf ins Internet übergibt, passiert dies bei 1&1 regional. Übrigens auch von/ins 1&1 Mobilfunknetz. Die Wahrscheinlichkeit eines kompletten Netzausfalls ist bei 1&1 jedenfalls deutlich geringer als bei der DG.

    Die Glasfaser-ID ist die vollständige Anschlusskennung, in Deinem Beispiel die 12345-ABC-2--1. Falls Du die PLZ am Anfang weglässt, wird sie von 1&1 automatisch ergänzt.

    Die Modem-ID trägst Du am Tag der Schaltung selbst ein. In der Mail "Termin für die Schaltung Ihres internetanschlusses" befindet sich ein Link
    (beginnend mit https://control-center.1und1.de/glasfaser-registrieren?token=xxx), dort kannst Du die AVMG-Nummer eintragen. Wechselt man das Endgerät, muss man derzeit noch über den 1&1 Support einen neuen Link anfordern. Perspektivisch soll das wohl in das Control-Center integriert werden.

    Wer flexibel bleiben möchte, kann auch den ONT (z.B. der von DG ursprünglich gelieferte) registrieren und dann beliebige Router per Ethernet daran anschließen (Router muss PPPoE über VLAN7 können).

    Geht bei mir problemlos (1&1 Rufnummer via DG angemeldet), alle ankommenden und abgehenden Gespräche qualitativ via IPv6 einwandfrei.

    Vermutlich hat das 1&1 irgendwann umgestellt, weil nicht alle Open Access Anbindungen via Layer-2 laufen (und dann eine IP aus dem Netz des Open Access Partners verwendet wird). Konkret mit der DG ist OpenAccess aber via Layer2, d.h. hier müssten die SIP-Server von 1&1 nicht auf IPs aus dem Netz der DG reagieren. Tun sie aber.

    Bei 1&1 ist eigentlich immer DS-Lite mit PCP aktiv, d.h. man teilt sich diesselbe IPv4-Adresse mit mehreren Kunden und bekommt nur einige TCP Ports für ankommende Verbindungen dediziert zugewiesen. OpenWrt kann wohl prinzipiell PCP, zeigt es aber anders als eine Fritzbox in den Verbindungsdetails nicht an. MTU sollte also 1452 betragen (kann ich gerade nicht verifizieren, da mein Testanschluss bei der 1&1 gerade neu eingerichtet wird).

    Mit etwas Hartnäckigkeit an der Hotline (Stichworte "Fremdrouter", "VPN-Server") kann man seinen Anschluss auf Full-Stack umschalten lassen. Zum Testen wäre in jedem Fall eine Fritzbox hilfreich.

    Was passiert mit der Prefix-Delegation? Bekommt man bei 1&1 auch ein ipv6/56 Netz?

    Ist die ipv6 via DynDns aus dem Internet erreichbar? Das ist ja beispielsweise bei LTE nicht immer gewährleistet...

    Du bekommst bei 1&1 über einen DG-GF Anschluss immer ein /56 Netz, das mittels Prefix-Delegation weiter verteilt werden kann. Es ist natürlich frei aus dem Internet erreichbar. Wegen der dämlichen 24h-Zwangstrennung wechselt das zuteilte /56 Netz aber täglich. Der Router ist via DynDNS immer erreichbar - bei den dahinterliegenden Systemen muss man separat DynDNS einrichten und bei Änderung der IP-Adresse ein Update auslösen.

    Nicht PPPoE an sich ist das Problem, sondern die von 1&1 immer noch praktizierte Zwangstrennung nach 24h (mit Wechsel der IP-Adresse und des IPv6-Prefixes). Es gibt immer noch Router, z.B. von Unifi, bei denen man die Zwangstrennung nicht in ein bestimmtes Zeitfenster legen kann, da muss mann dann entweder initial die Verbindung mitten in der Nacht manuell herstellen oder sich mit irgendwelchen Cron-Job-Krücken behelfen, die zumindest bei Unifi nicht einen Reboot überstehen.

    Laut 1&1 einziger Grund für die Zwangstrennung ist die Möglichkeit zur Abschaltung des Vertrags am Vertragsende - die meisten Vordienstleister (auch die DG) lassen nämlich die Leitung bwz. Faser nach Vertragsende aktiv und es gibt technisch keine Möglichkeit, eine bestehende PPPoE Radius-seitig zu trennen. Der Kunde könnte seinen Vertrag somit bis zu einem Reboot des Routers weiter nutzen. Daher wird die Radius-Session halt auf 24h begrenzt, nur für den einzigen Fall, dass der Vertrag enden könnte.

    Aus Kundensicht ist das Angebot doch ohne Risiko - Die MVLZ beträgt tatsächlich nur 24 Monate. Kündigt man danach, aber vor Ablauf von 48 Monaten, dann behält sich 1&1 vor, den vorab gewährten Treuebonus zurückzufordern. Auf welcher rechtlichen Grundlage diese Rückforderung dann geschieht und ob sie seitens 1&1 durchsetzbar ist wird sich zeigen. Ich habe zumindest Zweifel an der Durchsetzbarkeit.

    Ich habe meinen 300/150er Tarif bei 1&1 leider noch für 49€/Monat gebucht und weil ein Wechsel der Konditionen nicht möglich ist, muss ich halt jetzt den Vertrag im Rahmen der 30-Tage-Zufriedenheitsgarantie kündigen und wieder neu abschließen - da ich meinen DG Anschluss parallel auf einer zweiten Faser noch habe, ist das kein Problem für mich.

    Apropos Zufriedenheit:

    Bis auf die nervige 24h Zwangstrennung ist mir noch nichts Negatives aufgefallen: Die 1&1 hat offenbar viele Netzübergänge zur DG geschaffen, mein Anschluss in Oberbayern, südlich von München wurde über nub1801aihr001 geschaltet, also Nürnberg.

    Ping-Zeiten sind damit vergleichbar zur DG, aber die 1&1 nutzt eine dezentrale Netztopologie, so dass mein über 1&1 geschalteter Zugang die Edge-Locations von Google, Amazon&Co in München nutzt, während bei der DG alles zentral über Frankfurt läuft. Ping zu einem 5G-Mobilfunkanschluss der 1&1 beträgt übrigens auch nur 10 ms.

    DS-Lite konnte ich über die Hotline auf Dual Stack umstellen - wobei DS-Lite in Verbindung mit einer Fritzbox auch nutzbar ist - man erhält 18 nutzbare TCP Ports für ankommende Verbindungen.

    Biddeschön 🍺

    Hmm, das kann eigentlich nicht sein. Das wäre ja ein Layer3-Resale (=Nutzung des IP-Backbones der DG), das 1&1 hier macht.

    Kann es sein, dass die PPPoE-Verbindung zu 1&1 gar nicht aufgebaut wird und die IP-Adresse weiterhin von der DG via DHCP kommt? Kannst Du bitte mal in der Ereignisprotokoll der Fritzbox nachsehen, ob tatsächlich eine PPPoE Verbindung zu einem BRAS aufgebaut wird?

    Ich wette Google/Youtube zahlt der Telekom dafuer effektiv auch nichts*

    Und nicht zu vergessen, dass Telekom und Google weiterhin geografisch verteilte private Peerings unterhalten, also nicht nur in Frankfurt, sondern auch in Düsseldorf, Berlin und München. Dito Microsoft und Amazon - und gerade in den Regionen merkt man diesen Unterschied. Es macht halt z.B. für einen Kunden in München schon einen Unterschied,ob man mit 1-2ms Teams, Youtube&Co nutzt oder 10ms nach Frankfurt hat.

    Vodafone hat momentan auch eine sehr gute regionale Peering-Struktur - mal sehen wie das mit inter.links werden wird. Für München/Bayern sieht es schon mal schlecht aus, denn lt. peeringDB ist Inter.links zwar am Equinix vertreten, bietet dort aber keine public peerings an. Aber vielleicht gibt es ja private peerings - man wird sehen.

    So ist es. 1&1 bietet ISDN Leistungsmerkmale, jedoch kein ISDN als TK-Standard.

    Bei 1&1 sind die Telefonmerkmale unabhängig vom Anschluss, sobald das "ISDN Komfort"-Paket gebucht ist (bei GF immer inklusive), erhält man

    - bis zu 10 SIP-Accounts (=Rufnummern)
    - 4 gleichzeitig abgehende Gespräche (beliebig auf die bis zu 10 Rufnummern verteilt)
    - und max. 10 gleichzeitige ankommende Gespräche (es kann sein, dass die Gesamtzahl abgehend+ankommend ebenfalls auf 10 begrenzt ist)

    Eine Fritzbox schafft leider maximal 5 gleichzeitige Verbindungen über SIP, davon bis zu 3 via DECT. Nutzt man intern auch IP-Telefonie, dann sind tatsächlich nur 2 gleichzeitige Verbindungen (nach extern) möglich.

    Quelle: https://fritz.com/apps/knowledge…r-die-FRITZ-Box

    Insgesamt ist das Telefonieangebot von 1&1 im Vergleich zur DG um Welten besser.

    1. Nein, Du gibst bei Bestellung die Anschluss-ID (von der 2. Seite der DG Rechnung) an, diese bezeichnet Deinen Port. Im Pop wird bei einem Wechsel nichts geändert.

    2. Ja, auf Anfrage. Bislang war das problemlos, aber keine Garantie für die Zukunft.

    3. Der Support ist definitiv kompetenter als der von DG. Vermutlich aber bei Problemen, die im Netz der DG liegen machtlos.

    4. Der ganze Wechselprozess läuft jetzt erst an, da gibt es noch keine Erfahrungswerte. Bei einer Sonderkündigung kannst Du aber davon ausgehen, dass ein solcher Wechsel nicht unterbrechungsfrei erfolgen wird. Erst muss die Sonderkündigung bei der DG durch sein und der Port freigegeben sein, dann kann ein Wechsel zur 1&1 erfolgen. Bei regulärer Kündigung sollte das nahtlos erfolgen.

    Um mal wieder auf die Störung bei der DG zurückzukommen: Wo macht denn eigentlich die DG ihr CGNAT für IPv4? Ist das immer noch zentral in Frankfurt und Düsseldorf für alle DG Kunden in ganz Deutschland? Bei der Telekom ist das dezentral über ganz Deutschland verteilt. Mein DG Anschluss im südlichen Bayern wird über die (interne) DG-IP 100.124.1.24 (1. Hop nach dem Router) geroutet. Habt ihr aus anderen Regionen andere Adressen?

    Aktuell (18:15) scheint zumindest noch der Übergang in Düsseldorf gestört zu sein, der IPv4-Traffic z.B. zu Facebook geht noch via Transit:

    über IPv6 funktioniert noch das direkte Peering in Düsseldorf:

    Code
    tracert -6 www.facebook.com
    Routenverfolgung zu star-mini.c10r.facebook.com [2a03:2880:f13f:83:face:b00c:0:25de]
    über maximal 30 Hops:
     1     3 ms     5 ms    11 ms  fritz.box [2a00:6020:461b:c000:1eed:6fff:fe3f:fa0]
     2     *        *        *     Zeitüberschreitung der Anforderung.
     3     *        *        *     Zeitüberschreitung der Anforderung.
     4     *        *       18 ms  2a00:6020:0:8::1
     5    16 ms    19 ms    16 ms  ae16.pr01.dus1.tfbnw.net [2620:0:1cff:dead:beee::10]
     6    18 ms    16 ms    18 ms  po111.asw04.dus1.tfbnw.net [2620:0:1cff:dead:beef::6d82] 

    Bei mir (DG 1000/500) genauso: DL von my.hidrive.com erfolgt tagezeitunabhängig mit max. 20 Mbit/s.

    Was mich wundert: Ich habe im gleichen RZ von Strato in Berlin eine VM, die problemlos 300 Mbit/s+ liefert - wer es testen möchte:

    http://82.165.122.247/1Gb.dat
    http://[2a01:239:2f9:9a00::1]/1Gb.dat

    trotzdem ist das Routing suboptimal - obwohl IONOS direkte Peerings am De-CIX, B-CIX und AMS-IX hat (siehe: https://www.peeringdb.com/net/262 ) läuft die Rückroute über Abox.net und zayo:

    Reverse-Trace (von meiner VM zu DG:):

    Wenn es aber über zayo zur DG keinen Engpass gibt, und Hidrive aus anderen Netzen (z.B. Telekom) ebenfalls performant ist, dann müsste das wohl bedeuten, dass HiDrive in Richtung DG doch eine andere Route nimmt als meine VM im gleichen Rechenzentrum - das ist sehr merkwürdig.

    An meiner Adresse (DG mit GPON, vor 3 Jahren gelegt) ist nun auch VF verfügbar. Fritzbox 5530/5590 geht aber nicht, man muss wohl zwingend den ONT der DG verwenden.
    Außerdem kann man keine Festnetz-Flat buchen (es ist nur eine Flat ins VF Mobilfunknetz) inklusive.

    Ob sich der derzeit große Ping /Latenz reduzieren wird, konnte mir der Glasfaser-Support von VF leider nicht beantworten. Derzeit ist unser Ort (in der Nähe von München) über zwei Darkfiber von VF angebunden. Darüber betreibt die DG ihr Netz mit ihren zwei bekannten Übergängen ins Internet im weit entfernten Frankfurt und Düsseldorf (und somit Latenzen >10ms zu Google&Co). Unser Nachbarort wurde dagegen direkt von VF ausgebaut, dort mit einem ping von 2ms zu Google.