Redundanz für einen Ausfall der Glasfaser schaffen

  • Hallo liebes Forum,

    ich beschäftige mich gerade mit ein kleinen Konzept für den Ausfall der Glasfaser hier bei uns im Haus.

    Grundsätzlich ist mein Aufbau so:

    Hausanschluss DG --> Fritzbox 5590 mit direkt angeschlossener Glasfaser --> Netzwerk mit Switchen, Repeatern und Endgeräten

    Nun zu meiner Idee:

    Ich habe für Reisen einen 5G-Router (TP-Link Deco x50 5G) mit einem Telekom unlimited Vertrag. Beim Ausfall möchte ich den Deco an die Fritz!Box anschliessen und die Daten über 5g abwickeln. Zum Anschluss möchte ich den WAN-Port verwenden. Sodass die FritzBox eigentlich nur einen anderen Weg ins Internet mit etwas anderen Leistungsdaten nutzen soll. Für die Gerät im Netzwerk bleibt aber mehr oder weniger alles gleich. Eine mir bewusste Ausnahme vermutlich der direkte IPv6-Zugriff von Aussen, da hier der Präfix der DG konfiguriert ist. Aber damit kann ich ganz gut leben ich möchte schließlich nur die Ausnahme abbilden.

    Nun zu meinem Problem wenn ganz simple den 5g-Router an den WAN-Port anschließe passiert erstmal nicht. Das liegt vermutlich an dieser Einstellung in der Fritzbox:

    Ich lese das so das die Fritzbox damit festlegt über welchen Port Glasfaser-Anschluss oder WAN-Port der Zugang zum Internet hergestellt ist.

    Bedeutet ich müsste neben dem anstecken des Kabels auch in der Fritzbox die Zugangsart umstellen.

    Jetzt stellt sich die Frage was passiert in der Fritzbox alles wenn ich die Einstellung verändere? Verliere ich alle Glasfasereinstellungen und muss die beim zurück wechseln komplett wieder setzen oder kann ich nach belieben hin und her schalten?

    Grundsätzlich bin ich auch für andere Umsetzungsidee offen.

    Falls sich jemand fragt warum ich diesen Aufwand überhaupt treibe. Hier ein paar Stichworte: Home Office mit zwei Personen, Smart Home, Familien-Entertainment und noch vieles mehr.

    Vorab vielen Dank und viele Grüße

    Isch83

  • Hallo @Isch3

    grundsätzlich kann ich Deine Idee nachvollziehen.

    Ob Einstellungen in der Fritzbox durch Änderung der Zugangsart verloren gehen, da bin ich im Moment auch überfragt. Du könntest dazu den Support von AVM befragen. Oder Du nutzt die Sicherungsfunktion der Konfiguration der Fritzbox. Mache erst ein Backup der Einstellungen und dann teste es. Gehen die Einstellungen zum Glasfaserzugang verloren, kannst Du zur Herstellung des Ausgangszustandes die Sicherung wieder einspielen. Eventuell ist eine weitere Idee, sich zwei unterschiedliche Sicherungsdateien zu Recht zu legen für beide (vor konfigurierte) Zugangsarten.

    Soweit für Erste. Mal sehen, ob noch jemand bessere Ideen hat.

    Gruß

    GF-Fan

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  • Jetzt stellt sich die Frage was passiert in der Fritzbox alles wenn ich die Einstellung verändere?

    Leider viel. Es sind nicht nur die Einstellungen für den Internetzugang, unterm Blech passiert da noch deutlich mehr. Deshalb ist ein Wechsel der Anschlussart ein häufiger Grund für Instabilitäten in Fritzboxen. Die Empfehlung lautet, beim Wechsel der Anschlussart einen Reset auf Werkseinstellungen zu machen und die Box frisch einzurichten.

    Hilft dir natürlich nicht weiter. Vielleicht kannst du es riskieren, wenn die 5G Verbindung wirklich nur in Ausnahmefällen benutzt wird, die Anschlussart zu wechseln und den Router weiterzubetreiben. Aber wenn es dann zurück auf Glasfaser geht, dann solltest du resetten und ein Backup einspielen, oder die Box von Hand einrichten.

  • Gab es hier nicht mal einen Thread, wonach für diesen Fall ein USB-LTE-Stick als Fallbacklösung an die Fritzbox ageschlossen werden kann. Es gab da auch eine (In-)Kompatibilitätsliste von AVM, soweit ich mich erinnere.

  • Vielen Dank für Eure Ideen und Anregungen.

    Ich hab heute eine Sicherung der Einstellung gezogen und dann einfach mal auf WAN umgestellt. Nach einer kurzen Gedenksekunde der Box lief alles ohne Problem. Auch der Rückweg zurück auf Glasfaser hat ohne Probleme inkl. Der Gedenksekunde geklappt.

    Parallel hab ich auch mal AVM dazu gefragt hier die anonymisierte Antwort:

    vielen Dank für Ihre E-Mail, gern bin ich für Sie da,

    Sie schreiben, dass Sie für den Ausfall Ihrer Glasfaserverbindung noch einen 5g-Router haben und fragen, ob Sie beliebig oft hin und her wechseln können und ob anderer Einstellungen dadurch betroffen sind.

    Ja Sie können gern wechseln, wenn Ihr Glasfaseranschluss ausfällt und wieder zurück, wenn er wieder da ist. Die Einstellungen in Ihrem Heimnetz werden dadurch nicht geändert.

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  • Vielen Dank für Eure Ideen und Anregungen.

    Ich hab heute eine Sicherung der Einstellung gezogen und dann einfach mal auf WAN umgestellt. Nach einer kurzen Gedenksekunde der Box lief alles ohne Problem. Auch der Rückweg zurück auf Glasfaser hat ohne Probleme inkl. Der Gedenksekunde geklappt.

    Parallel hab ich auch mal AVM dazu gefragt hier die anonymisierte Antwort:

    vielen Dank für Ihre E-Mail, gern bin ich für Sie da,

    Sie schreiben, dass Sie für den Ausfall Ihrer Glasfaserverbindung noch einen 5g-Router haben und fragen, ob Sie beliebig oft hin und her wechseln können und ob anderer Einstellungen dadurch betroffen sind.

    Ja Sie können gern wechseln, wenn Ihr Glasfaseranschluss ausfällt und wieder zurück, wenn er wieder da ist. Die Einstellungen in Ihrem Heimnetz werden dadurch nicht geändert.

    Da die FritzBox dieses mit dem USB Anschluß automatisch macht, wäre es eine geniale Angelegenheit von AVM, dieses auch für den WAN Anschluß zu automatisieren. Dann könnte über das Netz auch ein Smartphone mit USB-C LAN-Anschluß als Modem an einer empfangsgünstigen Stelle im Gebäude platziert werden. Diesen dann noch über POE versorgt, wäre das Dauerbackup-Gerät perfekt.

  • Leider viel. Es sind nicht nur die Einstellungen für den Internetzugang, unterm Blech passiert da noch deutlich mehr. Deshalb ist ein Wechsel der Anschlussart ein häufiger Grund für Instabilitäten in Fritzboxen. Die Empfehlung lautet, beim Wechsel der Anschlussart einen Reset auf Werkseinstellungen zu machen und die Box frisch einzurichten.

    Dieses Problem ergibt sich nur bei Umstellen von VDSL und GF Anschlüsse.

    Ein VDSL- oder GF-Anschluss kurzzeitig umzustellen auf den DHCP-Ethernet (WAN-LAN1) hat schon immer gut funktioniert.

    Ich sehe aber auch als einfachste Lösung, sich einen USB-Stick zu nutzen. Aber nur LTE, leider gibt es da nichts mit 5G.
    Als Alternative bietet sich die Nutzung eines mobilen 5G-Routers, wie etwa dem Netgear Nighthawk M5 an. Die meisten mobilen Router erlauben, wie bereits beschrieben, die Nutzung als USB-Modem („USB-Tethering“). Der TP-Link Deco x50 5G hat bedauerlicherweise keinen USB-Anschluss, wenn ich dies richtig sehe.

    Es gebe natürlich noch die technisch beste Variante eines Dual-WAN-Routers, aber welche mit SFP werden wohl den Rahmen hinsichtlich Kosten/Nutzen übersteigen.

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  • wenn es wirklich nur um ein "fall back" geht, so reicht meiner Meinung nach auch ein Tetheringbetrieb via Handy, zumindest wenn man einen laptop benutzt.

    Ist natürlich nicht so komfortabel und bei 2 Leuten im Home-Office bricht Hektik aus. ;)

    Aber ja einfach den TP-Link Deco x50 5G starten und sich da Einlocken geht schnell.

    Nach eine Variante wäre man gibt dem TP-Link Deco x50 5G z.B. die IP 192.168.178.254 und hängt sein LAN einfach mit an die FB. Somit können alle Geräte gleiche Einstellungen behalten, außer, dass die Gateway-IP von 192.168.178.1 der FB umgestellt wird auf den 5G-Router.
    PS: im 5G-Router DHCP ausschalten. ;) Sehr preiswerte Lösung mit geringen aufwand. nur Telefon der FB wird so nicht funktionieren.

  • Dieses Problem ergibt sich nur bei Umstellen von VDSL und GF Anschlüsse.

    Ja, aber genau das macht er ja hier. Wenn du z.B. bei der 7590 von VDSL auf WAN umstellst, wo ist denn da der Unterschied, ob da ein Glasfasermodem oder ein 5G Modem am WAN Port hängt? Es gibt keinen. Das gleiche gilt für die 5590, wenn du von GF auf WAN umstellst.

    Jetzt in der FW 07.80 soll es ja extra einen "Wechselassistenten" geben, der den Wechsel der Anschlussart sicherer machen soll. Aber ob der sich in der Praxis bewährt, muss man abwarten. Mit den momentanen Firmwares bis einschließlich 07.57 ist es nicht zu empfehlen.

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  • Ja, aber genau das macht er ja hier. Wenn du z.B. bei der 7590 von VDSL auf WAN umstellst, wo ist denn da der Unterschied, ob da ein Glasfasermodem oder ein 5G Modem am WAN Port hängt? Es gibt keinen. Das gleiche gilt für die 5590, wenn du von GF auf WAN umstellst.

    Nein, was ich meine ist, bei der 55xx bleibt doch GF am SFP-Port mit seinen Spezifikationen und das Modem kommt an LAN 1 per Ethernet.

    Habe ich gestern mit meiner 5530 ausprobiert. Modem war das Telekom Huawei 5G.

  • Nein, was ich meine ist, bei der 55xx bleibt doch GF am SFP-Port mit seinen Spezifikationen und das Modem kommt an LAN 1 per Ethernet.

    Ach, du willst gar nicht umschalten, sondern beide parallel betreiben, und dann nur das Gateway umstellen? Ja, das geht natürlich, wenn man im 5G Router den DHCP Server deaktiviert.

  • Ach, du willst gar nicht umschalten, sondern beide parallel betreiben, und dann nur das Gateway umstellen? Ja, das geht natürlich, wenn man im 5G Router den DHCP Server deaktiviert.

    Genau, der Glasfaser-SFP-Port ist ja dafür sowieso nicht nutzbar. Man muss sich nur LAN 1 freihalten und verliert den 2,5 GB-Port. Aber wenn man den Fallback-Anspruch hat, wird es dahinter sicher noch andere Switche geben. ;)

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  • Ja. Das kann sehr gut funktionieren. Klar, man muss im Zweifel wissen, an welcher Schraube man drehen muss. Wenn meine Frau allein zu Hause wäre, würde sie auf mich warten. ;) Aber dann geht das sehr gut.

  • Ich bin da raus, habe es gestern nur mal bei meiner Mutter getestet. War ein Besuchsgrund. :PSie braucht kein Fallback mit 89 Jahren, Glasfaser reicht. ;)

    Zu Hause hab ich eine UDM SE, die hat 2x WAN und einmal hängt GF am SFP-Port und mein ZTE MC801A HyperBox 5G. Der Vorteil an der Box ist, dass ich sie als Bridge nutze, sprich auch hier bekommt die UDM SE direkt die IP-Adresse vom Provider.

  • wenn es wirklich nur um ein "fall back" geht, so reicht meiner Meinung nach auch ein Tetheringbetrieb via Handy,

    Zumindest bei neueren Android Smartphones gibt es auch Ethernet Tethering. Man braucht nur einen USB-C auf Ethernet Adapter.
    Das Handy dann mit dem Adapter an die WAN Buchse des Routers und man ist wieder online.

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  • Zumindest bei neueren Android Smartphones gibt es auch Ethernet Tethering. Man braucht nur einen USB-C auf Ethernet Adapter.
    Das Handy dann mit dem Adapter an die WAN Buchse des Routers und man ist wieder online.

    Und am besten mit POE-Versorgung. Dann kann man das Teil an der besten Empfagslage im Gebäude positionieren und die Spannungsversorgung damit sicherstellen.