Verteilung über Powerline Adapter - Fritz!Box oder Modem nötig?

  • Unser Vermieter hat sich geweigert Glasfaser bis in die Wohneinheiten zu legen, weil er nicht durch die Fußbodenheizung durch will...

    Deshalb gibt es jetzt im Zählerraum eine Etage tiefer und auf der anderen Seite des Gebäudes, für jede Einheit eine Strom-Steckdose, die über den eigenen Zähler abgesichert ist und ein Glasfaserkabel. Es ist eigentlich so gedacht, dass jeder hier seine Fritz!Box installiert, und fertig.

    Der WLAN-Empfang ist oben aber so schlecht, dass das so für uns nicht geht. Mit Repeatern habe ich bisher immer nur ziemlich nervige Erfahrungen gemacht... Ein Nachbar hat jetzt hinter seine Fritz!Box einen Powerline-Adapter gehängt, um den in seine Wohnung zu verbinden. Das scheint ganz gut zu funktionieren.

    Kenne mich noch nicht so gut aus, deswegen meine Frage: Benötige ich zwingend unten eine Fritz!Box, um eine Internetverbindung herzustellen, oder kann das auch ein deutlich einfacheres Modem/ONT ohne WLAN etc. von dem ich dann über Powerline weiter verteile? Stellt das Modem die eigentliche Internetverbindung her (so wie ich das vom Kabelmodem kenne), oder muss der Router die pppoe-Verbindung herstellen? Es handelt sich laut Kundendienst wohl um ein AON-Netzwerk.
    Was würdet Ihr empfehlen als die beste Lösung in diesem Fall?
    Vielen Dank!

  • Josse 9. Oktober 2023 um 19:01

    Hat den Titel des Themas von „Verteilung über Powerline Adapter, Fritz!Box oder Modem nötig?“ zu „Verteilung über Powerline Adapter - Fritz!Box oder Modem nötig?“ geändert.
  • Unser Vermieter hat sich geweigert Glasfaser bis in die Wohneinheiten zu legen, weil er nicht durch die Fußbodenheizung durch will...

    Deshalb gibt es jetzt im Zählerraum eine Etage tiefer und auf der anderen Seite des Gebäudes, für jede Einheit eine Strom-Steckdose, die über den eigenen Zähler abgesichert ist und ein Glasfaserkabel. Es ist eigentlich so gedacht, dass jeder hier seine Fritz!Box installiert, und fertig.

    Der WLAN-Empfang ist oben aber so schlecht, dass das so für uns nicht geht. Mit Repeatern habe ich bisher immer nur ziemlich nervige Erfahrungen gemacht... Ein Nachbar hat jetzt hinter seine Fritz!Box einen Powerline-Adapter gehängt, um den in seine Wohnung zu verbinden. Das scheint ganz gut zu funktionieren.

    Kenne mich noch nicht so gut aus, deswegen meine Frage: Benötige ich zwingend unten eine Fritz!Box, um eine Internetverbindung herzustellen, oder kann das auch ein deutlich einfacheres Modem/ONT ohne WLAN etc. von dem ich dann über Powerline weiter verteile? Stellt das Modem die eigentliche Internetverbindung her (so wie ich das vom Kabelmodem kenne), oder muss der Router die pppoe-Verbindung herstellen? Es handelt sich laut Kundendienst wohl um ein AON-Netzwerk.
    Was würdet Ihr empfehlen als die beste Lösung in diesem Fall?
    Vielen Dank!

    Wie habt Ihr früher den Telefon oder Internet Anschluß hergestellt?

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  • Bei AON reicht ein einfacher Medienkonverter, um aus Gf-Signal ein Ethernet-Signal zu machen. Daran wird dann ein Router per Ethernet-Kabel angeschlossen, der auf der WAN-Seite DHCP-Client die Verbindung herstellt.

    Die bedeutet, dass die Übertragung von dem Medienwandler im Keller zu deiner Fritz!Box in der Wohnung transparent erfolgen muss.
    Nach meinem Kenntnisstand aus dem Handbuch von Devolo Magic 2 LAN könnte dies funktionieren.

    Ganz sicher kann man sich aber nicht sein. Hier wäre vielleicht eine Anfrage bei der Firma hilfreich sein.

    Es wäre toll, wenn du deine Erkenntnisse hier mitteilst.

    Wenn es funktioniert, sollte es auch bei GPON vom ONT zu einem Router (Fritz!Box, etc.) erfolgreich sein.

  • Jedes LWL Patch Leitung ist ein Anschluss RICHTIG.

    Die FB in dem Bild ist eine 5530 RICHTIG

    Wie kann man nur ein Netz über das Haus eigene Stromnetz verkaufen. Da gibt es zu viele Störgeräte (Waschmaschine, Geschirrspüler)

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  • DLAN würde ich auch nur als allerletzten Ausweg nehmen, vor allem wenn es vom Keller bis in die Wohnung ein paar Etagen höher gehen soll. Habe da eigene, leidvolle Erfahrungen mit. Nach Möglichkeit meiden!

    Das Verlegen über die Außenfassade kommt auch nicht infrage?

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4
    und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+IN, MikroTik CRS305-1G-4S+IN
  • Josse Vorhin fragte schon Schnurz wie ihr DSL hattet.
    Auf dem Foto ist neben dem Strom-Kabelkanal scheinbar der Telefon-Hausanschlusskasten zu sehen. Sieht recht modern/neu aus. Hast du die Möglichkeit dort einen Blick hereinzuwerfen oder ein Foto von der Leitung zu machen, die in der Wohnung für Telefon/DSL ankommt.

    Meine Überlegung ist, dass bei einem neuen Haus möglicherweise die Telefonleitung schon Cat 5a Leitungen sind. Wenn dies der Fall ist, könntest du sie als eine LAN-Leitung nutzen, wie auch alle anderen Hausbewohner, die den GF-Aschluss nutzen.

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  • Wenn diese verbaut wurde, sollte es auch schon das Gesetz gegeben haben, leer Rohre zu benutzen

    Es gibt kein Gesetz in dem die Verwendung von Leerrohren vorgeschrieben ist. Es gibt da diverse DIN / VDE Richtlinien, das sind aber nun mal keine Gesetze und müssen nicht beachtet werden.

  • Josse Vorhin fragte schon Schnurz wie ihr DSL hattet.
    Auf dem Foto ist neben dem Strom-Kabelkanal scheinbar der Telefon-Hausanschlusskasten zu sehen. Sieht recht modern/neu aus. Hast du die Möglichkeit dort einen Blick hereinzuwerfen oder ein Foto von der Leitung zu machen, die in der Wohnung für Telefon/DSL ankommt.

    Meine Überlegung ist, dass bei einem neuen Haus möglicherweise die Telefonleitung schon Cat 5a Leitungen sind. Wenn dies der Fall ist, könntest du sie als eine LAN-Leitung nutzen, wie auch alle anderen Hausbewohner, die den GF-Aschluss nutzen.

    Das wäre natürlich genial! Bräuchte ich in dem Fall unten nur einen Medienkonverter an den ich GF und Cat 5e Kabel anschließe und oben damit direkt in den WAN der FB?
    Hier Fotos:

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  • Die bedeutet, dass die Übertragung von dem Medienwandler im Keller zu deiner Fritz!Box in der Wohnung transparent erfolgen muss.
    Nach meinem Kenntnisstand aus dem Handbuch von Devolo Magic 2 LAN könnte dies funktionieren.

    Das ist heikel, denn die DLAN Adapter haben häufig einen DHCP Client und schnappen sich dann die IP, die eigentlich für den Router gedacht ist. Wir hatten schon Fälle, da hat DLAN zwischen Router und ONT die Verbindung gestört.

    Die Telefonkabel, die man bei euch verlegt hat, sind leider nicht sehr hochwertig, dennoch wird sich darüber vermutlich deutlich mehr Bandbreite von unten nach oben bringen lassen, als über DLAN, und zwar mit Hilfe von g.hn Adaptern. Dazu haben wir auch schon einige Beiträge hier im Forum mit Links zu passenden Adaptern. Dann wäre allerdings die Verbindung zum DSL weg, darüber muss man sich klar sein.

  • Dann wäre allerdings die Verbindung zum DSL weg, darüber muss man sich klar sein.

    Das wäre kein Problem. Das würde dann nicht mehr benötigt und der Telekom Anschluss gekündigt werden.

    Cool, das mit den g.hn Adaptern gucke ich mir mal an.

    Würdest du den Router der die eigentliche Verbindung aufbaut unten setzen, oder dann erst oben. Oder ist das eigentlich egal, außer dass ich oben sonst noch einen Access Point bräuchte...

  • Hallo Josse

    eigentlich gehört die Fritzbox in Deine Wohnung und nicht in allgemein zugängliche Gemeinschaftsräume. Was ich mich bei Deiner Situation frage, irgendwer (ein Beauftragter vom Vermieter?) muss sich die jetzige Lösung (die GF-Anschlüsse enden nur im Hausanschlussraum (im EG oder Keller?) plus zusätzliche Steckdosen) ja ausgedacht haben. Und wie dachte sich Dieserjenige nun die Verbindung zur eigentlichen Wohnung? PowerLAN ist keine zuverlässige technische Lösung. Leider ist auf Deinem Foto vom Telefonverteiler nicht genau erkennbar, um was genau für ein Kabeltyp es sich handelt. Sind Prägungen und aufgedruckte Bezeichnungen erkennbar? Ideal wäre ein 8-adriges Kabel mit paarweise verdrillten Adern und einem Schirm. Das sieht allerdings nicht danach aus, eher ein gewöhnliches Telefonkabel. Hier im Forum gab es schon ausführliche Beträge, die sich mit der Eignung/Nichteignung und Nutzung von bestimmten Kabeltypen für eine Netzwerkübertragung befassten.

    Bzgl. Verlegung des bisherigen Telefonkabel in einem Leerrohr: Das kann nur der Errichter beantworten oder ein Elektriker, der sich die bauliche Verlegesituation vor Ort mal genau anschaut. Wenn es ideal läuft, ist der Leitungsweg nachvollziehbar, ein Leerrohr bis in Deine Wohnung vorhanden und der Vermieter könnte die Auswechselung der bishergen Telefonleitung veranlassen. Das wäre das Beste.

    Bzgl. Fußbodenheizung als Verhinderung einer Neuverlegung eines GF-Anschlusses bis in die Wohnung:

    Das man nicht mitten im Fußboden bohrt, ist ein Selbstverständlichkeit, doch in einer Raumecke sind wohl kaum Heizschlangen und Zuleitungen. Aber gut, Dein Vermieter, der Eigentümer sollten die baulichen Verhältnisse besser kennen und haben das Sagen.
    Ich hoffe für Dich, dass der Vermieter kooperativ ist und bei der Umsetzung einer technisch besseren Lösung die Mieter unterstützt. Die momente Situation würde ich eher als halbfertg bezeichnen und lässt den Mieter etwas hilflos stehen, wie er nun seinen neuen Internetanschluss in die Wohnung bekommt.

    Drücke die Daumen.

    Gruß GF-Fan

    Einmal editiert, zuletzt von GF-Fan (10. Oktober 2023 um 11:38)

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  • Das wäre kein Problem. Das würde dann nicht mehr benötigt und der Telekom Anschluss gekündigt werden.

    Cool, das mit den g.hn Adaptern gucke ich mir mal an.

    Würdest du den Router der die eigentliche Verbindung aufbaut unten setzen, oder dann erst oben. Oder ist das eigentlich egal, außer dass ich oben sonst noch einen Access Point bräuchte...

    Ich habe dir hier mal etwas von devolo verlinkt: https://www.devolo.de/giga-bridge-telefonset

    Im Keller benötigst Du auf alle Fälle einen ONT (benötigt einen Stromanschluss), der aus dem Lichtsignal ein elektrisches Signal (Ethernet) erzeugt. Dieses wird dann in das devolo Gerät eingespeist. In deiner Wohnung sitzt das devolo Gegenstück und hier kommt natürlich an dem RJ-45 Anschluss ein Ethernet-Signal heraus. Erst in der Wohnung muss daher ein Router stehen.

    Welcher Glasfaserprovider ist das denn bei euch?

    Auf dem ersten Foto kann man ja schon einen devolo Powerlineadapter erkennen, allerdings ist das meiner Meinung nach noch ein Gerät mit veraltetem HomeplugAV(2) Standard. Die g.hn tauglichen devolos finden sich in der Magic 2 Linie, Magic 1 Geräte würde ich mir keines mehr anschaffen. Du kannst den Eigentümer ja mal nach den Ergebnissen eines Speedtests fragen. Es ist interessant wie nahe dieser an die gebuchte Bandbreite herankommt.

    Wie schon geschrieben wurde, die FRITZ!Box im Kellerraum ist keine gute Lösung. Abgesehen von vielem anderen ist das Gift für WLAN und dann hätte es auch keiner Glasfaserfritze bedurft.

  • Und wie dachte sich Dieserjenige nun die Verbindung zur eigentlich Wohnung?

    - Die dachten sich wohl, das müsse direkt über WLAN doch gehen...

    Leider ist auf Deinem Foto vom Telefonverteiler nicht genau erkennbar, um was genau für ein Kabeltyp es sich handelt. Sind Prägungen und aufgedruckte Bezeichnungen erkennbar? Ideal wäre ein 8-adriges Kabel mit paarweise verdrillten Adern und einem Schirm. Das sieht allerdings nicht danach aus, eher ein gewöhnliches Telefonkabel.

    - Ja, ist leider nur ein 4-adriges Kabel ohne Aufdruck...

  • Ich habe dir hier mal etwas von devolo verlinkt: https://www.devolo.de/giga-bridge-telefonset

    Im Keller benötigst Du auf alle Fälle einen ONT (benötigt einen Stromanschluss), der aus dem Lichtsignal ein elektrisches Signal (Ethernet) erzeugt. Dieses wird dann in das devolo Gerät eingespeist. In deiner Wohnung sitzt das devolo Gegenstück und hier kommt natürlich an dem RJ-45 Anschluss ein Ethernet-Signal heraus. Erst in der Wohnung muss daher ein Router stehen.

    Welcher Glasfaserprovider ist das denn bei euch?

    Auf dem ersten Foto kann man ja schon einen devolo Powerlineadapter erkennen, allerdings ist das meiner Meinung nach noch ein Gerät mit veraltetem HomeplugAV(2) Standard. Die g.hn tauglichen devolos finden sich in der Magic 2 Linie, Magic 1 Geräte würde ich mir keines mehr anschaffen. Du kannst den Eigentümer ja mal nach den Ergebnissen eines Speedtests fragen. Es ist interessant wie nahe dieser an die gebuchte Bandbreite herankommt.

    Wie schon geschrieben wurde, die FRITZ!Box im Kellerraum ist keine gute Lösung. Abgesehen von vielem anderen ist das Gift für WLAN und dann hätte es auch keiner Glasfaserfritze bedurft.

    Vielen Dank HubeBube !

    Ist die Devolo Giga Bridge hier schon so das Beste bezüglich Leistung/Preis? Ich müsste dann nur an das Telefonkabel unten einen Stecker drankrimpen, richtig?

    Provider sind die Stadtwerke Schwedt. Die technische Hotline sagt, dass es sich um ein AON Netzwerk handelt.

    Die bieten als Endgeräte ausschließlich Fritz!Boxen und keine externen Modems oder ONTs an. Verstehe noch nicht ganz, was genau ich hier brauche, ob Modem, ONT oder Medienkonverter.

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  • Modem und ONT sind in diesem Zusammenhang Synonym. Bei AON-Topologien ist der Medienwandler auch hierzu Synonym. In GPON-Topologien gibt es keine einfachen Medienwandler, auch wenn das immer wieder behauptet wird (sogar von den Gf-Providern).

    Du würdest in deinem Fall für die devolo Giga-Bridge in der Tat nur einen simplen Medienkonverter (z.B. TP-Link MC220L mit passendem SFP-Modul) für den Keller benötigen und in deiner Wohnung einen beliebigen Router. Das kann sogar ein Router ohne VDSL und/oder Glasfasermodem sein. Z.B. eine FRITZ!Box 4060 oder (gerade im Angebot) Amzon eero Pro oder ....

    Auf wiederverwertete Geräte mit Providerbranding wie Kabelfritzboxen oder die immer wieder erwähnte 7520 solltest Du verzichten, da dort wichtige interne Parameter fehlen. Meistens erkennt man die gebrandeten Geräte daran, das diese nicht die AVM Farben silber/rot oder weiss/rot besitzen, sondern andersfarbig (schwarz, blau,...) sind.

  • HubeBube Vielen Dank! Das hilft schon einiges weiter.

    Was für ein SFP-Modul benötige ich? Wie finde ich das heraus?

    Ich fasse mal zusammen, ob ich so weit richtig verstanden habe:

    - den Stecker vom Glasfaserkabel stecke ich in das SFP-Modul und das dann in den entsprechenden Port des Medienkonverters.

    - Netzwerkkabel vom Medienkonverter in die Giga-Bridge

    - passenden Stecker an das 4-adrige Telefonkabel crimpen und auch in die Giga-Bridge

    - oben das mitgelieferte Kabel einfach in die Telefondose und die zweite Giga-Bridge

    - Netzwerkkabel zwischen Giga-Bridge und meine vorhandene Fritz!Box 7490.

    - diese sollte jetzt die Pppoe-Verbindung aufbauen können....