Vorteil einer Fiber-Fritzbox gegen über DSL-Fritzboxen

  • Hallo zusammen,

    den Glasfaseranschluss kann man über mindestens zwei Wege nutzen.

    Einmal nimmt man den aktiven ONT der DTG und von dort aus führt ein RJ45 in die WAN-Dose der DSL-Fritzbox, einer 7590 oder 7590 AX.

    In dem zweiten Weg spart man sich den aktiven ONT aus und wählt eine Glasfaser-Fritzbox, wie eine 5590 und steckt in diese ein beigelegtes, für Privatkundenanschlüsse meist GPON-SFP+-Modul ein.

    Welchen Vorteil gibt es mit der zweiten Lösung? Sind die Latenzen niedriger da die RJ45-Verbindung eingespart wurde? Oder kommt es auf ein vergleichbares Ergebnis heraus.

    Wie ich gelesen habe bekommt man mit der Glasfaser-Fritzbox eine neue IP im 10er Bereich. Bleibt die dann da? Ist es eine echte IPv4 oder wieder nur CGNAT mit einer Pseudo-IPv4?

    Einmal editiert, zuletzt von Walt3r (15. September 2023 um 09:28)

  • Du sparst dir den Strom des ONTs. Ein Elektrisches gerät weniger.

    Aber genau da teilen sich nun aber die Meinungen. Einige sagen, man spart nicht, einige sagen, man spart.

    Kommt dann drauf an was eine FB mit WAN-Dose und äußerem ONT zieht und eben eine 5590 mit einem SFP+-Modul integriert.

    Das können aber nur einige W sein? Wieviel W zieht der ONT? ^^ Habe es noch nie gemessen.

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  • Habe mal wo gelesen 3 WATT oder so

    FRITZ!Box 5590 Fiber / FRITZ!OS 7.50 vom 19.04.2023
    Guten Morgen, meine 5590 mit 7.5 ist seit 2 Tagen in Betrieb. GPon. Mein aktueller Energieverbrauch wird mit ca. 45 % angegeben. Bei der vorher vorhandenen…
    www.ip-phone-forum.de
    FRITZ!Box 5590 Fiber / FRITZ!OS 7.50 vom 19.04.2023
    Guten Morgen, meine 5590 mit 7.5 ist seit 2 Tagen in Betrieb. GPon. Mein aktueller Energieverbrauch wird mit ca. 45 % angegeben. Bei der vorher vorhandenen…
    www.ip-phone-forum.de

    Schau mal da. Da ging es auch ob es besser ist mit ONT oder ohne.

    Nun ist es der richtige

  • Und für den technikaffinen sieht man in der Fritzbox auch die Eigenschaften der Glasfaserverbindung welche Dir bei Nutzung des ONT verborgen bleiben.

    Schau dir mal die Screenshots in diesem Thread an:

    Jansy
    23. Januar 2023 um 19:31

    Die Fiber Informationen sind schon interessant.

    Ich würde nicht ohne wollen.

  • Wie ich gelesen habe bekommt man mit der Glasfaser-Fritzbox eine neue IP im 10er Bereich. Bleibt die dann da? Ist es eine echte IPv4 oder wieder nur CGNAT mit einer Pseudo-IPv4?

    Das hat nichts mit Glasfaser oder Art des Routers zu tun. Die IP-Zugangsstrategie bestimmt der Provider.

    Der Poweruser kann seinen Gigabit-Tarif mit dem 2,5 Gbit Port der Fiber Fritz!Box voll nutzen. Per Gigabit LAN lassen sich nur etwas über 900 Mbit/s Nutzdatenrate erzielen. Das ist zumindest ein Grund.

    Für Sparfüchse mit mittelmäßig schnellen Tarifen sind und bleiben Fiber-Fritz!Boxen aber noch eine Weile lang rausgeschmissenes Geld. Da leistet eine gebrauchte Fritz!Box 7520 am Provider-ONT und Mesh-System mit Speed Home WLAN mehr für unter 100 Euro gesamt.

    Die gebraucht doch noch recht teure 5530 Fiber hat einen weniger leistungsfähigen Chipsatz, also weniger VPN-Performance und langsamere GUI, nicht mal einen USB-Port und nur drei LAN-Ports. Das P/L-Verhältnis ist da schon sehr schwach.

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  • Hallo,

    ich habe einen Glasfaseranschluss der Deutschen Glasfaser (DG). Meine eigene Fritzbox 7590 hängt per RJ45-Kabel am ONT der Deutschen Glasfaser.

    Ich sehe diese Konstellation als Vorteilhafter an für Otto Normalverbraucher (wie ich), da:

    • die DG die vollständige Verantwortung hat, mir einen funktionierenden Anschluss zur Verfügung zu stellen. Erst ab RJ45-Kabel ist es mein Problem. Sollte am Glasfaserstrang etwas defekt sein, kann ich als Laie ohne Messgeräte, Spleissgeräte, etc. daran nichts reparieren. Auch bei einer Glasfaser-Fritzbox wäre das zwar so, aber die letzen Zentimeter, das GPON-SFP+-Modul, sind halt doch meins und ob dieses funktioniert oder nicht wäre dann meine Verantwortung.
    • Ich kann am ONT viele, viele verschiedene Router verschiedenster Hersteller anschließen. Die Auswahl ist groß und evtl. sogar günstig. Die Softwareseitige Einrichtung gewohnt wie immer und relativ einfach.
    • Bei einer Glasfaser-(Fritz)box bin ich in der Auswahl beschränkt. Der Markt hat noch nicht viele (auch verfügbare) Alternativen herausgebracht.
    • Sollten sich meine Ansprüche in meiner Wohnung ändern, zum Beispiel
      stärkeres WLAN oder andere Funktionen, kann ich meine Fritzbox (oder Box eines anderen Herstellers) einfach wechseln und von den neue Möglichkeiten profitieren.
    • Die Internet-Geschwindigkeit an der Glasfaser-Box ist nicht besser sondern gleich. Die Profis können vielleicht noch 1/4-tel Prozent rauskitzeln, aber mit meinem Porsche fahre ich auch nicht die ganze Zeit 300 km/h. Dennoch gibt es Leute die unbedingt einen Porsche haben müssen.
    • Die Differenz im Stromverbrauch wird ggf. messbar aber höchstens marginal und klein sein. Falls ich mal eine Stunde die Kühlschranktür vergesse zu schließen, habe ich wahrscheinlich mehr verbraucht, als die Differenz eines Jahres der Boxen.
    • Ich habe Verständnis dafür, dass Spezialisten die "...Eigenschaften der Glasfaserverbindung..." sehen wollen. Ich als Laie kann diese Daten nicht beurteilen, kann keine Rückschlüsse daraus sehen, will sie gar nicht beurteilen. Ich habe vorher auch beim DSL Anschluss die technischen Daten nicht beurteilt. Es funktioniert und damit gut.
    • Sollte mir der Glasfaseranschluss eines Tages nicht mehr gefallen, hänge ich meine Fritzbox einfach wieder an die Telefondose und stelle auf DSL um. Die gleich Box funktioniert auch dort wieder.
    • Sollte es schnellere Glasfaser eines Tages geben, bin ich auch wieder flexibel. DG tauscht ONT und ich sehe ob ich meine Box behalten oder austauschen will.

    Ich sehe nur wenige Vorteile einer Glasfaser-Fritzbox, wie eine 5590, es sei denn man ist technisch sehr erfahren und begeistert sich daran alles technisch Mögliche getan zu haben.

  • Bis auf den letzten Punkt stimmt das soweit alles. Die ONT der Hersteller liefern werden, soweit mir bekannt, mit einem GBit Ethernet Port ausgestattet. Das ist auch in der Regel das Maximum was DSL Router können. Die teuersten Kabel und Glasfaser Router von AVM haben zusätzlich noch einen 2,5 GBit Port, mit dem kann man dann auch Geschwindigkeiten über Glasfaser von bis zu 2,5 GBit/s nutzen.

    Insofern würdest du bei deinem letzten Punkt auf jeden Fall einen neuen Router benötigen.

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4
    und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+IN, MikroTik CRS305-1G-4S+IN
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  • Thomas1978, du hast Recht, aber ...

    Zur Zeit bietet die DG keinen Tarif über 1.000 an. Den mit 1.000 hatte ich 12 Monate lang zum testen. Wir nutzen zur Zeit aber einen 300/150 Tarif. Ich bin technikafin, und habe Frau und 3 weitere "junge" Erwachsene im Haushalt. Wir kriegen den 300/150 nicht annähernd ausgelastet. Wir kriegen den Anschluss nicht in die Knie. Das langsamste bei uns sitzt vor dem Bildschirm.

    Wer behauptet, er benötige in nächster Zeit mehr als 1.000, hat wahrscheinlich auch einen Porsche in der Garage für die Brötchen 2 Straßen weiter zu holen.

    Und, falls ich für den "...letzten Punkt auf jeden Fall einen neuen Router benötige...", dann kann ich das doch locker. Zu diesem Zeitpunkt gibt es dann schon viele neue Modelle mit Eigenschaften die ich heute noch gar nicht zu träumen wage, zu guten Preisen ...und ich kann einfach (!) wechseln!

  • Wenn man sich mit dem Verbindungspunkt der Deutschen Glasfaser verbindet sieht man, das 2500/1250 anliegen.

    Das bedeutet aber nicht, das man 2500/1250 abrufen kann, da ja das Vertragsmaximum bei 1000/500 liegt.

    Man müsste einen zweiten 1000/500er Vertrag buchen und kann dann die 2500/1250 gut ausschöpfen mit einem kleinen Puffer.

    Edit: Doch man kriegt die 1000/500er schon ausgelastet. Ich habe das regelmäßig. Deswegen plane ich einen zweiten 1000/500er zu buchen samt Fiber-Fritzbox oder zweiter DSL-Fritzbox.

    Einmal editiert, zuletzt von Walt3r (15. September 2023 um 12:34)

  • GPON (Gigabit Passive Optical Network)

    Bundesweit zeichnet sich nach wie vor die Deutsche Telekom beim Glasfaserausbau federführend. Der Konzern startete, wie wir berichteten, 2011 mit dem Ausbau mehrerer Städte. Dabei kam die sogenannte GPON Netztechnik zum Einsatz – übrigens bis heute. Vereinfacht gesagt, funktioniert diese wie folgt:


    Die Energieversorgung erfolgt einerseits im Central Office (oder Optical Line Terminal) der Telekom und dann erst wieder direkt beim Kunden in der Optical Network Termination (ONT). Ein Splitter (passiv) übernimmt extern die Verteilung der Datenpakte zum Endkunden. Die maximale Reichweite beträgt rund 20 Kilometer (ohne Verstärkung), wobei die Kapazität eine einzelne Glasfaser bei satten 2,5 GBit/s liegt. Beim Downstream wird die Wellenlänge bei 1490 Nanometer genutzt - beim Upstream dagegen 1310 nm.


    Jeder OLT (also eine Art Verteilerkasten für Glasfaser), beinhaltet mehrere spezielle Leiterplatten, die wiederum mehrere Ports managen können. Jeder Port kann 32-64 Haushalte mit schnellem Internet versorgen.

    Vorteile und Nachteile der verschiedenen Glasfasernetzwerktechnologien

    Active Optical Network (AON)Passive Optical Network (PON)Gigabit Passive Optical Network (GPON)Ethernet Passive Optical Network (EPON)
    VorteileHohe BandbreitenKosteneffizientHohe BandbreitenNahtlose Integration in Ethernet-Netzwerke
    Große ÜbertragungsdistanzenSkalierbarGroße ÜbertragungsdistanzenEffiziente Übertragung von Breitbanddiensten
    ZuverlässigZuverlässig
    NachteileHohe KostenGeringere Bandbreite pro NutzerTeurer als EPONHöhere Latenzzeiten als GPON
    Komplexes NetzwerkdesignBeschränkte SkalierbarkeitBeschränkte Skalierbarkeit
    Abhängigkeit von StromversorgungVerluste durch optischen SplitterKompatibilitätsprobleme mit älteren Geräten
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  • Man sollte aber dazu sagen, dass ein Upgrade auf XGS-PON und weiteren xPON Techniken jederzeit machbar ist, ohne auch nur eine Faser auszutauschen.

    Daher entfällt ein möglicher Nachteil der geringeren Bandbreite aus meiner Sicht.

  • Hinzu kommt, dass der Strombedarf bei steigenden Geschwindigkeiten über Ethernet richtig heftig ansteigt und die Geräte extrem heiß werden, was wieder eine aktive Kühlung nötig macht und der Bürotauglichkeit abträglich ist.

    Alles über 2,5 GBit/s würde ich nicht mehr über ein Kupferkabel schicken. Das waren bei mir die Hauptgründe dafür, den Teil meines Heimnetzes, der mittlerweile mit 10 GBit/s läuft, auf Glasfaser umzustellen.

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4
    und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+IN, MikroTik CRS305-1G-4S+IN
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  • Hallo,

    geht die Diskusion mittlerweile nicht ein wenig "Off-Topic"?

    Die Ausgangsfrage ist doch "Vorteil einer Fiber-Fritzbox gegen über DSL-Fritzboxen" und

    nicht: "Was ist der Unterschied zwischen AON und GPON"

    oder "XGS-PON"

    oder "Das Heimnetz auf 10 Gbit/s umstellen"

    oder "Wieviele 1.000er Verträge man abschließen könnte"

  • Der wichtigste, ideelle Grund der sich nicht monetär beziffern lässt, ist die Wahrnehmung der Endgerätewahlfreiheit. Von Lieschen Müller auch falsch als Routerfreiheit bezeichnet.

    Seit 2016 gilt diese, sowohl für VDSL,Kabel und natürlich auch für Glasfaser. Aktuell nehmen die Provider Einfluss auf die BNetzA, um eine Ausnahmeregelung per Allgemeinverfügung zu erreichen. Dagegen hilft nur die Verwendung eines eigenen Endgerätes. Setzen sich die Provider durch, dann müssen alle, die bisher ein eigenes Endgerät an der Faser haben, dies durch den Zwangs-ONT des Providers ersetzen.

    Glasfaser: Neuer Netzbetreiber-Angriff auf die Routerfreiheit
    Die Netzbetreiber wollten Beweise dafür liefern, dass es zu Störungen führt, wenn Glasfaser-Kunden einen freien Router benutzen. Die Verbraucherzentrale…
    www.teltarif.de
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  • ...

    Wer behauptet, er benötige in nächster Zeit mehr als 1.000, hat wahrscheinlich auch einen Porsche in der Garage für die Brötchen 2 Straßen weiter zu holen.

    ...

    Der braucht aber den Verbrenner nicht. Der könnte die Entfernung auch mit dem Anlasser schaffen ...

  • Und für den technikaffinen sieht man in der Fritzbox auch die Eigenschaften der Glasfaserverbindung welche Dir bei Nutzung des ONT verborgen bleiben.

    Schau dir mal die Screenshots in diesem Thread an:

    Jansy
    23. Januar 2023 um 19:31

    Die Fiber Informationen sind schon interessant.

    Ich würde nicht ohne wollen.

    faktisch kann man die Informationen aber auch sehen, wenn der ONT ein Webinterface hat, gibt viele ONTs die ein Webinterface haben wo Statusinformationen zu sehen sind.