Abseits dessen: Ich habe vorhin die Bestellung für Glasfaser XXL abgeschickt
Haben ist halt doch besser, als brauchen. ![]()
Abseits dessen: Ich habe vorhin die Bestellung für Glasfaser XXL abgeschickt
Haben ist halt doch besser, als brauchen. ![]()
Mir allein fehlt die Phantasie für Killeranwendungen, die Bandbreiten deutlich jenseits der 100 Mbit in den kommenden Jahren erforserlich machen. Das genannte Videostreaming ist hier ein schlechtes Beispiel - viele (insb. CGI lastige Filme) liegen selbst heute nur als Full-HD oder bestenfalls 2,7k Intermediate vor. Solange nicht einmal 4K Content durchgehend verfügbar ist, dürfte 8K von der Realität soweit entfernt sein, wie die Erde vom Mond. Durch die Verschiebung des Filmemarkts in Richtung Streaming kommt erschwerend hinzu, dass die Anbieter im Hinblick auf die Kosten kein Interesse an hohen Bandbreiten haben. Netflix beispielsweise streamt UHD mit max. 17,2 Mbit. Multiplizieren wir das mit 4 um auf die 8k Auflösung zu kommen, liegen wir noch immer deutlich unter 100 Mbit.
Also wenn ich mich richtig erinnere hatte ich im Jahre 1990 ein 65k Modem und bin per SLIPP über den Unizugang ins Netz gegangen. Schon damls "brauchte" ich Medienanwendungen wie Renderdatei für einen Delphin, waren 800 kb und dauerte ca. 5 min.
2002 hatte ich DSL mit 2 MBit/s. Auch da stieß ich schnell an die Grenzen bei P2P.
Und seit ca. 5 Jahren habe ich 250 MBit/s. Jetzt mit 1000/400 geht vieles über das Netz wie VPN zum Freund für Disney+. Wichtig sind hier auch Upstream.
Bei mir braucht Netflix am TV aber zw. 25 und 35 MBit/, sind aber fast alle Folgen in 4K. Und es gibt nicht nur ein Nutzer im Haushalt. Ich habe so eine Durchsatz auf der Leitung von ca. 300 GB bei einem 2-Personen-Haushalt.
Ich glaube bei 100/50 hätten wir schon so machen Engpass.
300 GB im Monat sind 120 kBit/s im Mittel. Die Datenmenge ist also nicht das Problem.
Streaming Dienste über VPN an Bekannte weiterzuleiten ist auch schon grenzwertig. Aber klar, wenn man so die Anzahl der parallelen Streams nach oben treibt, dann werden 100 MBit/s irgendwann eng. Das entspricht dann aber auch nicht mehr dem üblichen Konsumverhalten. Wer aus der Reihe tanzt, muss dann eben tiefer in die Tasche greifen. Das ist dann doch einer der Vorteile der höheren Bandbreite, die mit Glasfaser möglich sind. Auch wenn die Bandbreite für viele nicht das Killerargument ist: Wenn man sie braucht, kann man sie kriegen.
Im Mittel reichen ein paar Mbps.
Spannend sind die Spitzen, wenn man ein neues Spiel mit 50 GB runterlädt. Das soll dann möglichst rasch gehen.
Und mit Gf sind die Bandbreiten technisch einfach zu bedienen.
Im Mittel reichen ein paar Mbps.
Spannend sind die Spitzen, wenn man ein neues Spiel mit 50 GB runterlädt. Das soll dann möglichst rasch gehen.
Und mit Gf sind die Bandbreiten technisch einfach zu bedienen.
Richtig deswegen kann man auch 1Gbit über GPON was nur 2.5Gbits Bandbreite hat anbieten bei einem Splitting Faktor von 64.
Hohe Bandbreiten werden von Privatkunden nur Kurzeitig in Peaks benutzt und nicht langfristig.
Daher auch kein Grund das extra Premium zu bepreisen.
Wenn das wirklich ein Problem wäre, würdest im Ausland keine 10gbit für schon 25€ bekommen.
Sein LAN limitiert man ja auch nicht auf die Geschwindigkeit runter die einem im Mittel reichen.
300 GB im Monat sind 120 kBit/s im Mittel. Die Datenmenge ist also nicht das Problem.
Es sind halt die Peak
Aber klar, wenn man so die Anzahl der parallelen Streams nach oben treibt, dann werden 100 MBit/s irgendwann eng. Das entspricht dann aber auch nicht mehr dem üblichen Konsumverhalten. Wer aus der Reihe tanzt, muss dann eben tiefer in die Tasche greifen.
Es sind ja auch der Upstream. Habe für Daten ein Colocation Server bei einem örtlichen Anbieter
Der Preis hält sich im Rahmen, mit 44 €/Mon. bei 2 Jahre.
Gibt diverse Artikel dazu, z.B. diesen hier. Wobei sich ja eigentlich nichts grundsätzlich ändert, die Option soll ja erhalten bleiben. Neu ist nur dass Eigentümer jetzt evtl länger warten müssen, bis sie einen Anschluss bekommen den sie vorerst sowieso nicht nutzen wollen.
der Vollständigkeit halber, ich habe den vermissten Artikel wieder gefunden:
Aber in Anbetracht der fehlenden Manpower bei den Firmen, die es umzusetzen haben, absolut nachvollziehbar. Würde als Betrieb auch genau so agieren. Warum soll ich Ressourcen verschleudern, bei den man nichts verdient?
.... Warum soll ich Ressourcen verschleudern, bei den man nichts verdient?
Ja und Nein. Mache ich es im Nachgang, können die Kosten höher sein, da später die Einkommen der Ausführenden möglicherweise höher sind und z.a. erhöhter Tiefbauaufwand notwendig wird, da vorher natürlich Bodenöffnungen wieder verschlossen wurden die jetzt erneut hergestellt werden müssen. Der Mittelweg könnte sein, die Speedpipe und den APL im Gebäude zu installieren aber noch keine Faser einzublasen.
Ja und Nein. Mache ich es im Nachgang, können die Kosten höher sein, da später die Einkommen der Ausführenden möglicherweise höher sind und z.a. erhöhter Tiefbauaufwand notwendig wird, da vorher natürlich Bodenöffnungen wieder verschlossen wurden die jetzt erneut hergestellt werden müssen. Der Mittelweg könnte sein, die Speedpipe und den APL im Gebäude zu installieren aber noch keine Faser einzublasen.
Du hast meinen Text missverstanden. Ich habe als das Unternehmen gesprochen, dass erst aktive Anschlüsse legt, als einfach nur Infrastruktur ohne etwas zu verdienen.
Es gibt ganze Straßenzüge in Gemeinden, bei den zurzeit kein Mieter Interesse zeigt an GF. Also kann der Hauseigentümer so viel Anträge stellen wie er will, ich (ISP) baue erst woanders.
Es gibt ja zum Teil unterschiedliche Wege, in welcher Reihenfolge die Netze erstellt werden.
Hier kann ich nur etwas zu net services/weser connect sagen.
Im ersten Schritt wurden alle Trassen entlang der Wohngebiete gebaut und die Verteiler errichtet. An jedem Haus wurde im Tiefbau bereits etwas vorbereitet und dokumentiert. Allerdings noch keine Aktivität am Objekt.
Erst danach kamen die Hausbegehungen. Nochmal später kam wieder der Bautrupp und hat die Hauseinführung realisiert. Dazu wurde im Gehsteig das Pflaster erneut geöffnet und das Mikrorohr in das Haus geführt.
So scheint man relativ gut darauf vorbereitet zu sein, Nachzügler an das Netz anschließen zu können. Dementsprechend niedrig (300€?) sind die Baukosten, die nicht in der ersten Phase zugeschlagen haben.
Ich kenne aber auch andere Unternehmen, die diese beiden Schritte in einem Vorgang durchführen.
Mir allein fehlt die Phantasie für Killeranwendungen, die Bandbreiten deutlich jenseits der 100 Mbit in den kommenden Jahren erforserlich machen. Das genannte Videostreaming ist hier ein schlechtes Beispiel - viele (insb. CGI lastige Filme) liegen selbst heute nur als Full-HD oder bestenfalls 2,7k Intermediate vor. Solange nicht einmal 4K Content durchgehend verfügbar ist, dürfte 8K von der Realität soweit entfernt sein, wie die Erde vom Mond. Durch die Verschiebung des Filmemarkts in Richtung Streaming kommt erschwerend hinzu, dass die Anbieter im Hinblick auf die Kosten kein Interesse an hohen Bandbreiten haben. Netflix beispielsweise streamt UHD mit max. 17,2 Mbit. Multiplizieren wir das mit 4 um auf die 8k Auflösung zu kommen, liegen wir noch immer deutlich unter 100 Mbit.
Natürlich lassen sich immer Szenarien ersinnen, in denen mehr Bandbreite ein Muss ist. Dazu reicht es, wenn Vater im Homeoffice große Projektdateien herunterladen muss, die Frau einen 8K Stream schaut und Sohnemann Call of Duty 28 herunterlädt. In wie weit das zu einem Problem wird (Stichwort Trafficshaping) ist dann aber noch einmal ein ganz anderes Thema.
Wie gesagt, ich bin EDV groß geworden, habe mit 14 meinen ersten PC selbst zusammengabut, habe LAN Partys für 300 Teilnehmer mitorganisiert und auch heute sehr digital unterwegs. Trotzdem muss ich sagen, bin ich mit meinem 250er Anschluss wirklich glücklich. Erst gestern hatte ich einen 40 GB Download angestoßen, habe den Kaffee ausgetrunken, bin duschen gegangen und schon war der DL erledigt.
Abseits dessen: Ich habe vorhin die Bestellung für Glasfaser XXL abgeschickt
Es muss letztlich jeder selbst wissen,ob er GF bucht, oder nicht. - Aber ich habe auch nie gesagt, dass man dann beim GF Anschluss gleich 1000 Mbit buchen muss. - Ich habe auch nur 300 Mbit im Downstream gebucht. - ABER, wenn ich will, weil ich merke, dass ich es BRAUCHE, dann kann ich recht problemlos meine Bandbreite nach oben pushen. - Hätte ich nur Kupfer wird das schwer. preislich liege ich mit 44,95 EuR ab dem 13. Monat für 300 Mbit auch im Fahrwasser dessen, was der Wettbewerb da so für ca diese Bandbreite aufruft. - Anschlussgebühr waren 0 EUR, und die Erschließungskosten ebenfalls 0 EUR. - Also warum zum Henker hätte ich das Anegbot nicht nutzen sollen?
Ich denke in Zukunft wird vor allem für Virtual Reality Brillen einen hohe Bandbreite benötigt. Ich selber habe eine Pico 4 mit 4k+ Auflösung pro Auge. Schon heute kann die Computing Power in der Cloud gebucht werden (Shadow PC, Plutosphere) und es wird nur das Bild übertragen. Ein niedriger Ping und Bandbreite von ca. 80 Mbit sind damit schon heute notwendig. Wenn die Auflösung in Zukunft noch weiter hoch geht und die ganze Familie ihre VR-Brillen verwendet, muss bald schon ein Gigabit Anschluss her.
Übermorgen soll bei mir übrigens der Glasfaseranschluss geschaltet werden (Osnatel, AON). Die letzten Wochen ist mein DSL 25 grottenschlecht. Störabstandsmarge geht in den Keller, darauf folgen Verbindungsabbrüche mehrmals täglich für bis zu einer Stunde. Seit einer Woche habe ich 9 Mbit down und 1 Mbit up. Der neue Glasfaserkasten steht an der Straße neben dem alten DSL Kasten. Haben die da nicht genug Strom für beides anliegen?
Hauptsache das funktioniert übermorgen alles reibungslos mit der Schaltung.
Du hast meinen Text missverstanden. Ich habe als das Unternehmen gesprochen, dass erst aktive Anschlüsse legt, als einfach nur Infrastruktur ohne etwas zu verdienen.
Es gibt ganze Straßenzüge in Gemeinden, bei den zurzeit kein Mieter Interesse zeigt an GF. Also kann der Hauseigentümer so viel Anträge stellen wie er will, ich (ISP) baue erst woanders.
Dann kommt keine einzige Speedpipe in die Strasse. Dann bitte auch kein Backbone oder Anschluß für andere Straßenzüge. Wenn für diese Leitungen nämlich der Gehweg oder die Straße geöffnet werden muß, dann kann auch gleich die Verteilerspeedpipe für den direkten Straßenzug gelegt werden. Man spart sich dann nämlich die späteren höheren Kosten und Aufwände die dann möglicherweise als höhere Anschlußkosten die Anlieger direkt abschrecken und daher eine Buchung verhindern.
Da komme ich dann wieder mit einem meiner Lieblingsthemen um die Ecke: jegliche Infrastruktur gehört in nicht-gewinnorientierte Hände.
Das hätte mit der Gründung der DTAG realisiert werden können. Die Deutsche Bundespost wird in Deutsche Infrastrukturbehörde umbenannt und kümmert sich exklusiv um Bau und Instandhaltung (Straße, Schiene, Versorgungsleitungen aller Art). Im Falle von TK erhält jedes Unternehmen die gleichen Zugangsbedingungen und Wettbewerb entsteht über angebotene Dienste.
Wäre man damals so vorgegangen, hätte das viele Klagen und Verfahren bezüglich Zugangsregulierung, Bit-Stream Access, letzte Meile erspart und evtl. wären wir beim Thema Glasfaserausbau, Elektromobilität, regenerative Energien und deren Transport und manches mehr viel weiter als jetzt.
Ich bin voll bei dir, nur scheint mir dies eher ein Wunschkonzept zu sein, das hätte schon passieren müssen bevor Manfred Krug Telekom Aktien vertickerte. ![]()
Ja, der Zug ist abgefahren und die Passagiere müssen den Zug verlassen, damit sich die Bundesdeutschen Verspätungen nicht europaweit auswirken.
Was für eine schöne Metapher...
Ich hätte meine Aktien verkaufen sollen, als sie über 100€ 100 DM/Stück gestanden haben. Ich dachte es sei ein Anzeigefehler...
Ich hätte meine Aktien verkaufen sollen, als sie über
100€100 DM/Stück gestanden haben. Ich dachte es sei ein Anzeigefehler...
Das waren schon über 100€.
Ich bin voll bei dir, nur scheint mir dies eher ein Wunschkonzept zu sein, das hätte schon passieren müssen bevor Manfred Krug Telekom Aktien vertickerte.
Warum sollte man einem Schauspieler glauben. Der wird dafür bezahlt. War bei Ronald Reagan auch so ...
der Vollständigkeit halber, ich habe den vermissten Artikel wieder gefunden:
https://www.inside-digital.de/news/telekom-a…ind-enttaeuscht
Ja, den kenne ich auch. Wobei ich den Artikel vom Aufbau her für ziemlich irreführend halte. Da muss man schon genau lesen um zu sehen worum es geht, eben darum dass Hausanschlüsse ohne Tarifbuchung mit niedrigerer Priorität gebaut werden.