Was fehlt hier noch?

  • Hallo Leute,

    im letzten Jahr waren so viele verschiedene Leute hier von verschiedenen Firmen, dass ich den Überblick völlig verloren habe. Angeblich ist der Ausbau zu 98% abgeschlossen. Ich möchte gerne mein Schlafzimmer renovieren, in dem der HÜP installiert ist. Da dort aber nicht der Router stehen soll, muss ich noch einmal durch die Wand in den Flur. Leider weiß ich nicht, was vom Schlafzimmer zum Flur geführt werden muss. Ich dachte nach dem HÜP kommt das ONT und dort hinein stecke ich ein Netzwerkkabel. Aber da ist nichts zum Einstecken. Das sieht auch sehr offen aus. Im Anhang ist ein Bild. Könnt ihr mir sagen, was da gemacht werden muss? Die Spinne war auch keine Hilfe.

  • Das Plastikteil über dem HÜP ist die Basisplatte des Genexis Fibertwist Systems. Wenn man darauf ein AON oder GPON Modul setzt, hat man einen ONT, an den man mit einem Ethernetkabel ("Cat-Kabel") einen Router anschließt. Es gibt auch einen passiven Aufsatz, der aus der Basisplatte einen Gf-TA (Glasfaser-TeilnehmerAnschluss) macht, an den man einen separaten ONT oder einen Router mit Glasfaserinterface anschließen kann.

    So wie das bei dir installiert ist, würde ich einen Gf-TA erwarten, weil du sonst keine Möglichkeit hättest, ein eigenes optisches Gerät anzuschließen, und diese Möglichkeit muss dir der Provider vom Gesetz her geben. In dem Fall stellen die Provider üblicherweise noch ein weiteres Gerät, den separaten ONT, zur Verfügung.

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  • Das heißt, auf diese Basisplatte kommt ein sog. Gf-TA. Von dort aus zu einem seperaten ONT? Dann habe ich an der Wand schon 4 Kästen hängen. Und dann soll noch das Modem dazu? Warum baut man nicht ein großes, in das die Faser reingeht und ein Ethernetkabel raus? Naja, wird schon seinen Grund haben. Bin nur froh, dass da wieder 'n Schrank stehen wird. (Daher so schmuddelig.)

    Habe ich als einfacher und nicht sonderlich in diese Technik interessierter Endnutzer enorme Vorteile, ein separates ONT zu besitzen? Auf Anhieb gefiele mir die Variante mit dem aufgesetzten Modul, das das Teil zum ONT macht besser. Ich habe aber keine Ahnung, welche Nachteile das mit sich bringt.

    Einmal editiert, zuletzt von recognite (24. Juli 2023 um 11:06)

  • Naja, wird schon seinen Grund haben.

    In erster Linie sind das gesetzliche Vorgaben, die auch Mehrfamilienhäuser berücksichtigen.

    Im Gebäude gibt es als Erstes den HÜP, von da geht es mit Glasfaser zum GF-TA in der jeweiligen Wohnung, am GF-TA hängt der ONT (= Modem), und dann kommt der Router. In Einfamilienhäusern mag das übertrieben wirken, aber in Mehrparteienhäusern kommt das schon hin.

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  • Weil es eine Genexis Bodenplatte ist. Für die gibt es verschiedene Aufsätze, nur GF-TA, nur ONT, oder beides kombiniert. Die Deutsche Glasfaser hat bei mir z.B. einen kombinierten GF-TA/ONT montiert, direkt neben dem HÜP.

  • Ich kenne das System. Aber die deutsche Glasfaser setzt dem Gf-TA doch auch nur auf Verlangen, oder machen sie das mittlerweile standardmäßig?

    Der Netzbetreiber wurde ja noch gar nicht genannt.

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  • Da bekommste bei uns hier bis zu den 1GBit-Tarifen standardmäßig den Deckel mit dem LAN-Anschluss, kannst aber auch auf passiv umbestellen und dann direkt eine 5530 oder 5590 anschließen. So habe ich das gemacht.

  • Da bekommste bei uns hier bis zu den 1GBit-Tarifen standardmäßig den Deckel mit dem LAN-Anschluss, kannst aber auch auf passiv umbestellen und dann direkt eine 5530 oder 5590 anschließen. So habe ich das gemacht.

    Für mich klingt all-in-one besser. Warum hast du dich dagegen entschieden? Was ist der Vorteil bei einem 5530? Was auch immer das ist.

  • Für mich klingt all-in-one besser. Warum hast du dich dagegen entschieden? Was ist der Vorteil bei einem 5530? Was auch immer das ist.

    5530 oder 5590 sind die Bezeichnungen der AVM Fritz!Boxen, die ein SFP Interface haben und mit einem passenden SFP Modul (mitgeliefert) direkt an der Glasfaser angeschlossen werden können.

    Einmal editiert, zuletzt von Schnurz (25. Juli 2023 um 13:41)

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  • So, es sind jetzt alle Geräte da und es funktioniert auch. Allerdings habe ich einen kapitalen Planungsfehler begangen. Ich hatte geplant, einen Übergabepunkt von der Ecke, die ihr auf den Bildern oben und hier (renoviert) seht, hin zum Nachbarraum, weil der 1. viel besser liegt, um WLAN ins Haus zu verteilen und 2. dort die Büro-Lan-Leitung ankommt. Diesen Übergabepunkt habe ich als Netzwerkdose gestaltet. Nun stellt sich heraus, dass vom ONT zum Router gar kein Netzwerkkabel führt, sondern ein optisches Kabel. Fragt mich nicht, wie ich darauf gekommen bin.

    Das Kind ist nun in den Brunnen gefallen. Aufstemmen kommt nicht infrage. Ich muss jetzt das Beste daraus machen. Das Einfachste aber irgendwie Dümmste, was mir einfällt ist, den Router in der Ecke zu belassen, per LAN und Übergabepunkt in den Nachbarraum. Und von dort dann in einen weiteren Router, der dann (nochmal) WLAN aussendet und die Büros versorgt. Das finde ich zu tiefst unbefriedigend.

    Toll wäre es, wenn der eigentlich Router im Nachbarraum stehen könnte. Ich weiß nur nicht, wie man das Signal rüberbekommen soll. Auf der Skizze ist meine Wunschvorstellung. Habt ihr eine Idee, wie man das noch möglichst elegant lösen kann?

  • Für mich sieht es so aus, dass du aktuell einen passiven Gf-TA Aufsatz hast und keinen ONT (der ist aktiv).

    Daran hängt nun die 55x0, korrekt?

    Dann wäre es am besten, auf das aktive Provider-ONT auszuweichen und dieses per Kupfer am Zielort mit dem WAN-Port der 55x0 zu verbinden.

    Dann reicht aber jede gewöhnliche 75x0 Fritzbox oä.

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  • Hier sind ja einige Nutzer bei dem Provider. Die können bestimmt gezielter helfen.

    Das ONT ist aktiv und wandelt die optische Verbindung in kupferbasiertes Ethernet. Also das, was das SFP in der Fritzbox macht.

    Du kannst danach die 55x0 weiternutzen oder auch jede andere Fritzbox nutzen.

    Geschwindigkeit ist davon unberührt. Du hast lediglich ein aktives Gerät mehr und kannst zum Status der Leitung weniger Infos abrufen.

  • Wobei ich nach dem letzten Foto jetzt ergänzen muss, dass du bereits eine aktive Komponente auf dem Twist hast.

    Mal schauen, was andere User für einen Tipp haben. Dafür ist meine Kenntnis über den Fibertwist und den verschiedenen Aufsätzen zu schlecht.

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  • Ja, so steht es auch in der Beschreibung. Die TV Buchse brauche ich ohnehin nicht. Dachte damals das TV geht übers WLan.

    Welches Gerät (ONT) brauche ich denn? Strom ist kein Problem.

    Licht rein, Netzwerkkabel raus. Das wäre super.