Fritzbox 7590 AX, Glasfaser keine Internetverbindung

  • Ich habe leider eine neue Baustelle bei der DG:


    Seit heute morgen um 08:50 ist das Internet ausgefallen und seitdem nicht mehr wieder da. Habe alle Rechner schnell noch an das alte DSL-Netz mit dem alten Router angeschlossen, das funktioniert ja bei mir alles noch weiterhin.


    Woran kann der Ausfall liegen? Wurde da etwas rumgebastelt? Soll ich andere VLAN IDs probieren? Oder würdet ihr da anrufen?


    Danke und Gruß,

  • Zufällig wohnhaft im Gebiet West und Ostmünsterland/Oelde?


    laut der Störungsseite der DG war ein Ausfall von 8:56 - 15:00?

    Genau in dem Gebiet bin ich wohnhaft. Ich prüfe nun ob es wieder geht.


    Edit-1: Es geht nun wieder. Bleiben noch die anderen älteren Baustellen offen. Warte da nun auf den Umzug der Rufnummer.

  • "Service" - "Störungen/Wartumgen" stehen eigentlich relativ fix, wenn Störungen sind, auf der Seite. Nur die Informationen sind sehr "mau".

    Da wünsche ich mir manchmal schnellere Infos bei der DG eigenen Website: https://www.deutsche-glasfaser…e/stoerungen-und-wartung/

    Oftmals ist diese hier schneller: https://xn--allestrungen-9ib.de/stoerung/deutsche-glasfaser/


    Grundsätzlich gilt aber: Störungsmeldung bei dem Support aufgeben!

  • Um sicher zu gehen lieber nochmal nachfragen. Normalerweise ist aber, solange es um eine Kombination aus Telefonie und Internet handelt, dass der Vertrag mit der Übernahme auch gekündigt ist. Aufpassen muss man nur, wenn weiter Zusätze, die nich in dieser Kombination bzw. mit zur Telefonie gehören, diese werden nicht gekündigt und könnten weiterlaufen.

  • Mensch da bekomme ich leider die nächste Baustelle.


    Wie funktionieren denn Portfreigaben mit diesem Glasfaser?


    Warum habe ich eine IPv4, die sich nie ändert und warum ist die IP in der Port-Freigabe eine andere, als die mit der ich das Internet besuche?


    Wie kriege ich eine Portfreigabe getätigt? Die geöffneten Ports erscheinen immer geschlossen.

  • Im Netz von DG erhälst Du eine nicht öffentliche IPv4 Adresse. Ohne weitere externe Services kannst Du daher von außerhalb nicht auf dein Heimnetz zugreifen.


    Verwende stattdessen IPv6-Adressen für den Zugriff und gebe diese Adressen in der FB für den Zugriff von außen frei. Da musst Du lediglich beachten, das Du nicht die Adressen der Privacy Extensions frei gibst, diese verändern sich nämlich.


    Hier im Forum findest Du an vielen Stellen diese Problematik und auch Lösungsvorschläge.

    • Offizieller Beitrag

    Die Antwort ist Carrier-grade NAT, auch kurz CGNAT genannt.


    Die IPv4-Adresse, die dein Router bekommt, ist aus dem Adressbereich 100.64.0.0-100.127.255.255 (100.64.0.0/10). Dieser sogenannte "Shared Address Space" wird gleichzeitig von vielen ISPs genutzt und ist im Internet deshalb nicht eindeutig, ähnlich wie die in RFC 1918 reservierten Adressen (192.168.x.y, etc.), die du wahrscheinlich in deinem LAN verwendest.


    Der einfache Grund dafür ist, dass IPv4 Adressen bei der zuständigen regionalen Vergabestelle (RIPE) nicht mehr in ausreichender Menge vorhanden sind, um jedem Anschluss eine öffentliche Adresse zuzuteilen. Das betrifft vor allem jüngere Provider, weil sie nicht über große Zuteilungen aus der Vergangenheit verfügen.


    Um Geräte in deinem LAN von außen zu erreichen, kannst du IPv6 nutzen. Es gibt außerdem viele Möglichkeiten, über externe Server oder Dienstleister einen Tunnel aufzubauen. Auch diverse VPN-Systeme können CGNAT umgehen. Bei der deutschen Glasfaser gibt es anders als bei vielen anderen Providern keine Möglichkeit, für einen Privatkundenanschluss eine öffentliche IPv4 Adresse zu bekommen, auch gegen Aufpreis nicht.

  • Bei der DG gar nicht. Wie gesagt, im Forum finden sich zahlreiche Threads zu der Problematik, und da gibt es auch Anleitungen, wie man wieder per IPv4 auf seine Heimgeräte zugreifen kann – Stichwort Portmapper oder VPS, je nach Anwendungsfall.

  • DG empfiehlt offiziell EDV kossmann als deren ipv4 Partner...

    • Offizieller Beitrag

    Das Angebot von EDV Kossmann ist kein vollwertiger Ersatz für eine öffentliche IPv4 Adresse, die direkt am Anschluss genutzt werden kann. Es ist ein NAT-Forwarding mit weiteren Einschränkungen. Z.B. schreibt EDV Kossmann selbst:

    • "IPSec (nutzt auch AVM Fritzboxen) wird nicht unterstützt"
    • "Leider ist unser Lösung nicht für PlayStaion / PSN geeignet."
    • "Derzeit unterstützen wir mit unserem Service der feste IP für DG nur das TCP Protokoll."
    • "Derzeit können wir einen Peak von ~ 200 Mbits anbieten."

    Die Adresse kann außerdem nur ankommend genutzt werden. Abgehende Verbindungen nutzen weiterhin die Adressen des CGNAT Pools.


    Die Weigerung der Deutschen Glasfaser, Privatkunden auf Anfrage oder gegen Aufpreis öffentliche IPv4 Adressen zu geben, lässt deren Kunden ganz schön im Regen stehen. Dass das kein vernachlässigbarer Makel des DG Angebots ist, sieht man schon daran, wie oft und langwierig in diesem Forum CGNAT Probleme und "Lösungen" diskutiert werden. (Ich empfehle trotzdem, in Nachfragebündelungen einen Anschluss zu bestellen. Nach der Mindestvertragslaufzeit kann man dann abwägen, ob die Umstände, die diese Einschränkung macht, die Vorteile des Glasfaseranschlusses überwiegen. Ich mache niemandem einen Vorwurf, der sich deswegen für eine Kündigung des Internetzugangs entscheidet. Das hat sich die DG selbst zuzuschreiben.)


    Ergänzung: Ich möchte das aber auch nicht zu sehr runtermachen. Für einige Zwecke reicht es und es hat zumindest gegenüber anderen Ansätzen den Vorteil, dass es keine zusätzliche Hardware braucht. Und man kann es kostenlos testen.

  • Ich sehe das so wie das Henne-Ei Problem. Im Wesentlichen laufen alle aktuellen IP-tauglichen Geräte, die in das öffentliche Internet kommunizieren mit IPv6.

    IPv4 benötigen die IoT-Geräte deren Hersteller maximal billig Komponenten eingekauft und in den Ausschreibungsunterlagen vergessen haben eine IPv6-tauglichkeit festzuschreiben.

    Wir als Geiz-ist-geil Kunden tragen einen erheblichen Anteil daran.

    So ist man 20 Jahre mit offenen Augen in die Misere gelaufen. Nun haben wir 2022 und IPv4 ist allgegenwärtig und IPv6 ein scheinbares Mysterium.

    Ich möchte auch alfalfa gar nicht in der Sache bezüglich DG wiedersprechen, auch in meinen Augen ist es in Borken versäumt worden, sich über die Notwendigkeit von öffentlichen IPv4 für die Kunden Gedanken zu machen. Selbst wenn man IPv4 nicht mehr wollte, dann hätte man bestimmt einen kleineren Bereich noch einkaufen und den Preis umlegen können.

    Ich mag da evtl. etwas radikal sein, jedoch sollte in meinen Augen einem Privatkunden eine öffentliche IPv4-Adresse schon 10€/Monat wert sein. Preise haben immer eine Lenkungswirkung. Liest man hier ja oft genug.

  • Ich sehe es halt ein bisschen anders. Soll ich den Aufwand und die Kosten treiben, um irgendwie auf Gedeih und Verderb eine Verbindung über eine aussterbende Technologie aufzubauen? Oder spendiere ich den Aufwand lieber in den Verbindungsaufbau über eine moderne Technologie und hab dann später deutlich weniger Migrationsaufwand?


    Ja, es gibt Smarthome Geräte, die offenbar nur IPv4 sprechen. Aber auch für die gibt es ja Lösungen. Ich vermisse die öffentliche IPv4 Adresse nicht.