Erfahrungen mit OpenInfra und Internetnord

  • Der beklagte sich immer wieder, dass die EA-Server zur abendluchen Primetime schlecht erreichbar gewesen seien. Ich hatte das allerdings eher als Unterdimensionierung eingestuft, nicht als Peering-Problem.

    Doch, das ist ein klassisches, bekanntes Peering-Problem der Telekom.

  • Wenn ich recht drüber nachdenke, dann könnte mein Sohn durchaus auch „Opfer“ der Peering-Strategie der Telekom gewesen sein. Der beklagte sich immer wieder, dass die EA-Server zur abendluchen Primetime schlecht erreichbar gewesen seien. Ich hatte das allerdings eher als Unterdimensionierung eingestuft, nicht als Peering-Problem.

    Das haengt bei der Telekom beides zusammen... Was passiert ist, dass die Telekom nicht will, dass Inhalteanbieter Endkunden der Telekom gut erreichen koennen ohne bei der Telekom dafuer zu zahlen. Als T1-ISP ist die Telekom jedoch stolz darauf mit den anderen T1-ISPs zu peeren (T1 wird man, wenn man den ganzen Rest des Internets durch kostenneutrale Peerings erreichen kann, d.h. die T1-ISPs muessen miteinander Peeren, macht man das nicht muss man Transit bei den ISPs kaufen mit denen man nicht peert), aber wenn Inhalteanbieter wie EA Transit bei einem anderen ISP als der Telekom kauefen, koennen sie darueber die Endkunden der Telekom erreichen... damit EA und Co. trotzdem ernsthaft ueberlegen Transit/Peering auch bei der Telekom einzukauefen, sorgt die Telekom dafuer dass die Peerings mit den anderen T1-ISPs alle leicht unterdimensioniert sind, damit es in der Primetime zu Problemen kommt (hohe Latenz/Jitter/Paketverlust (alles "Gift" fuer on-line Echtzeitspiele), niedriger Durchsatz,).

    Hier eine aktuelle Aktionswebseite zu dem Thema mit ein paar Medienberichten zu dem Thema.

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  • Durch diverse Erfahrungsberichte von Leuten, die entweder Telekom-Kunden sind und sich extra für EA ein VPN geholt haben oder zu o2 gewechselt sind und alles plötzlich funktionierte, obwohl die DSL-Leitung und der Modemrouter komplett gleich blieben.

    Dieser Thread ist ganz schön, denn dort sieht man nicht nur Obiges, sondern auch dass das Problem bei einem 1&1-Kunden wiederkam, der von einem L2-Gebiet in ein WIA-Gebiet umgezogen ist. Also Versatel und o2 = Hui, Telekom = Pfui.

    Einmal editiert, zuletzt von DLMttH (28. April 2025 um 10:18)

  • Wo immer du den 250er Tarif her hast, auf der Homepage ist er nicht...
    https://internetnord.de/kaufen-sie-hier-ein/

    Bruttopreise von 53,80 bis 129,00 € sind komplett am Markt und Bedürfnissen von Haushaltskunden vorbei und starten bei 300 % der üblichen Raten.

    Das ist ja quasi schon eine Dritt-Miete neben Kaltmiete und Nebenkosten. Ich glaube nicht, dass eine nennenswerte Zahl von Haushaltskunden eine derartige Zahlungsbereitschaft für Telefon und Internet aufweist. Es hat schon seinen Grund, warum bei der Deutschen Telekom die Preisstaffel dort endet, wo sie bei IN anfängt.

    Die Tarifstaffelung 2500, 5000 und 8000 für Privatkunden mit WLAN und GLAN kann sich nur kompletter Vollidiot ausgedacht haben.

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  • Bruttopreise von 53,80 bis 129,00 € sind komplett am Markt und Bedürfnissen von Haushaltskunden vorbei und starten bei 300 % der üblichen Raten.

    Das ist ja quasi schon eine Dritt-Miete neben Kaltmiete und Nebenkosten. Ich glaube nicht, dass eine nennenswerte Zahl von Haushaltskunden eine derartige Zahlungsbereitschaft für Telefon und Internet aufweist. Es hat schon seinen Grund, warum bei der Deutschen Telekom die Preisstaffel dort endet, wo sie bei IN anfängt.

    Die Tarifstaffelung 2500, 5000 und 8000 für Privatkunden mit WLAN und GLAN kann sich nur kompletter Vollidiot ausgedacht haben.

    Du weißt schon, dass du es nehmen musst. ;)

    Aber die Telekom verlangt für 600/300 GPON auch 59.95 €
    Da sind 500/500 in AON-Technik zu 53,80 bei OI nicht teurer. Und AON-Technik ist nun mal teurer bei Investition und Betrieb. Also wird er keine Billigangebote machen.

  • Aber die Telekom verlangt für 600/300 GPON auch 59.95 €

    Das bei der Telekom am häufigsten genutzte Produkt hat 50 Mbit/s und wird bei der Telekom selbst für unter 30 € abgegeben. Bei Vermittlern sind unter 20 € möglich.

    Das ist die Benchmark. Bei 10-30 € mtl. spielt die Musik beim Haushaltskunden, nicht beim Dreifachen.

    Da sind 500/500 in AON-Technik zu 53,80 bei OI nicht teurer. Und AON-Technik ist nun mal teurer bei Investition und Betrieb.

    Das interessiert doch den Endkunden nicht. Deshalb baut die Telekom GPON.

    Diese Produktmatrix hat sich ein Totalversager ausgedacht und dementsprechend wird es der Bude auch wirtschaftlich ergehen. Allein dieser Webshop mit Bildern vom PS4-Controller. Darüber lacht die Welt und die wird es in ein paar Jahren nicht mehr geben. Ob das AON-Netz dann überhaupt noch jemand betreibt? Ich habe Zweifel daran.

  • Das bei der Telekom am häufigsten genutzte Produkt hat 50 Mbit/s und wird bei der Telekom selbst für unter 30 € abgegeben. Bei Vermittlern sind unter 20 € möglich.

    Das ist die Benchmark. Bei 10-30 € mtl. spielt die Musik beim Haushaltskunden, nicht beim Dreifachen.

    Hast du eine andere Telekom? :D

    Ich bekomme als kleinstes GF nur 150/75 zu 44,95 € angeboten
    und 50/20 DSL kostet für den hiesigen Standort 42,95 €

    Das interessiert doch den Endkunden nicht. Deshalb baut die Telekom GPON.

    Diese Produktmatrix hat sich ein Totalversager ausgedacht und dementsprechend wird es der Bude auch wirtschaftlich ergehen. Allein dieser Webshop mit Bildern vom PS4-Controller. Darüber lacht die Welt und die wird es in ein paar Jahren nicht mehr geben. Ob das AON-Netz dann überhaupt noch jemand betreibt? Ich habe Zweifel daran.

    Du verwechselt da etwas zwischen Netzbetreiber und ISP.
    Das Netz baut/gehört OpenInfra, die bauen überall (Schweden, Norwegen, UK, Deutschland) nur AON-Netze. Aber sie vermarkten keine Dienste auf dem Netz. In Schweden sind 20 ISP auf deren Netze. Die Preise in Schweden sind bei den ISP vergleichbar. 500/500 = 488 kr = 44,52 € im Monat.
    Dort sind die kleinsten Datenraten 250/250, auch bei den anderen GF-Netzbetreiber.

    Wenn ich mir schon eine neue Leitung legen lasse, will ich auch das mehr an Performanz, jedenfalls hatte ich schon vor 10 Jahren 100 MBit/s. 50/20 wäre selbst in unseren 2 Pers.-Haushalt mit Ü65 zu dünn. ;)

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  • Hast du eine andere Telekom?

    Damit war bestimmt die Vorleistung der Telekom gemeint, da gibt's 1&1 Glasfaser 50 flächendeckend für 40 Euro nach Rabatt, bei DSL aber halt flächendeckend für knapp 19 Euro Tarife im Preisvergleich.

    Aber sie vermarkten keine Dienste auf dem Netz.

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass Openinfra und Internetnord/Misterfuxx die gleichen Läden sind. Zu Misterfuxx findet man keinen Carrier und Internetnord gehört laut IP-Info mit open infra zusammen.

  • Ich werde das Gefühl nicht los, dass Openinfra und Internetnord/Misterfuxx die gleichen Läden sind. Zu Misterfuxx findet man keinen Carrier und Internetnord gehört laut IP-Info mit open infra zusammen.

    Dies bezog sich auf Schweden. Bei Fuxx glaube ich an eine reine Vermarkter-Bude, da gibt es auch noch Fuxx Sparenergie, auch nicht so überzeugender Laden. ;) Die waren damals auch in unterschiedlichen Ort/Bereichen unterwegs gegenüber Internetnord.

  • Das bei der Telekom am häufigsten genutzte Produkt hat 50 Mbit/s und wird bei der Telekom selbst für unter 30 € abgegeben. Bei Vermittlern sind unter 20 € möglich.

    Wie kommst Du zu diesem Schluss? Mein Verdacht, basierend auf NDT Messungen in Frankfurt ist dass 50 und 100 aehnlich weit verbreitet sind, und 100 ein bisschen mehr...

    Das sind die relativen Haeufigkeiten der NDT Messwerte fuer deutsche ISPs in 3 Goggle Standorten in Frankfurt, der Peak um 100 Mbps ist hoeher als der um 50....

    Auch ein Blick auf die Downloadraten Verteilung fuer die Telekom im Festnetz bei breitbandmessung.de scheint das zu bestaetigen.

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (30. April 2025 um 22:01)

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  • Das interessiert doch den Endkunden nicht. Deshalb baut die Telekom GPON.

    Mein Verdacht ist eher:

    a) GPON ist geringfuegig guenstiger im Bau und Betrieb

    b) GPON wie alle anderen PON Techniken macht es quasi unmoeglich dazu verpflichtet zu werden dark fiber an Mitbewerber vermieten zu muessen (Fasern die man nicht hat kann man nicht vermieten) und damit bleibt noch BSA und BSA ist lukrativer als dark fiber Vermietung...

  • c) GPON ist flexibler im (technischen) Ausbau.

    Gerade die Telekom verwendet sowohl in den DPs am Straßenrand als auch in der Inhouse-Verakbelung (passive) optische Splitter (eugenwirtschaftlicher Ausbau). So kann mit 4 Fasern der Hauseinführung ein 12 Parteien MFH problemlos "verglasfasert" werden.

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  • Hast du mal konkrete Zahlen?

    Bin selber kein ISP und arbeite auch fuer keinen, daher kann ich nur fremde Zahlen anbringen. Was die relativen Baukosten angeht gibt es Schaetzungen aus der Schweiz, hier eine Zusammenfassing bei Init7. Der Bericht Hochbreitbandstrategie des Bundes kommt zu dem Schluss die Kosten fuer die "Verglasung" der noch fehlenden Anschluesse per PtMP, also PON laege bei 3.7 Millionen CHF und per PtP bei 4.0 Millionen, d.h. das waeren ca. 10%.

    Was die Betriebskosten angeht kenne ich da nur die Studie zum Vergleich der Stromkosten verschiedener Zugangstechnologien , hier eine Zusammenfassung von Heise, 114 (PON) gegen 154 (AON), also ca. 35% mehr, aber das kommt immer genau auf das Szenario an und Strom macht nur einen Teil der Betriebskosten aus. Ich vermute der Rest der Betriebskosten ist aehnlich.