Deutsche Glasfaser: Kundeneigener Router

  • Weiß jemand oder kann aus Erfahrung sagen, ob die DG-Router nach der Umstellung des NT auf einen kundeneigenen Router weiterhin funktionieren?

    P.S.: "Mein" DG-Router ist noch ein Genexis PLATINUM-7840

    Erstelle doch über das DG Portal ein Ticket mit genau dieser Frage. Das wird dir die deugl am Besten sagen können. Spricht wirklich etwas gegen den Genexis? Evtl. ist ja ein Tausch gegen eine 7590 möglich?

    • Offizieller Beitrag

    Weiß jemand oder kann aus Erfahrung sagen, ob die DG-Router nach der Umstellung des NT auf einen kundeneigenen Router weiterhin funktionieren?

    Ich gehe davon aus, dass sie nicht weiter funktionieren, da sie offenbar VLANs für ihre Funktionen verwenden, die am Anschluss für kundeneigene Router nicht vorhanden sind. Zumindest bei den Genexis-Routern hat man auch keinerlei Einfluss auf diese Einstellungen.

    Unabhängig davon, ob es technisch funktionieren würde, verlangt die DG den Mietrouter mit einer relativ kurzen Frist zurück, wenn der Anschluss auf kundeneigenen Router umgestellt wird. Wenn du den nicht zurückschickst, wird der Router zu einem Preis in Rechnung gestellt, den du für so ein Gerät ganz sicher nicht zahlen willst.

  • Es ist denkbar - sogar wahrscheinlich - dass die DG die Konfiguration in den DG Routern ändern kann, via TR069. So könnte Sie die VLAN Tags, die der DG Router erwartet, entsprechend anpassen. Ich hab aber keine Ahnung, ob sie das tun. Technisch wäre das wohl kein Problem.

    Man müsste jemanden finden, der die Umstellung machen lassen hat. Die Frage ist: Geht dann mit dem DG Router gar nichts mehr, bis man den eigenen Router anklemmt, oder tut er noch? Wenn letzteres der Fall ist, dann wird er auch später tun.

    Ich vermute, dass es noch geht. Man kann nicht erwarten, dass jeder Kunde sofort parat steht, um die Einrichtung des eigenen Roiuters vorzunehmen, und dann ginge gar nichts mehr am Anschluss, auch kein Telefon. Deshalb vermute ich, dass die DG auch die DG Router umstellt, bis der Kunde die Zeit hat, den eigenen Router anzuklemmen, und so die Ausfallzeit zu reduzieren.

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  • Ich vermute, dass es noch geht.

    Nein, geht nicht mehr.

    Im Januar 2021 wurde mein Anschluss nach meinem Antrag über Nacht von DG Sagemcom Mietrouter auf kundeneigenen Router (FB 7590) umgestellt.

    Über den DG Sagemcom Mietrouter war dannach kein Internet Zugang mehr möglich.

    Der Mietrouter wurde zurück gefordert.

  • Hallo,

    möchte auch kurz beschreiben wie ich hinbekommen habe, auch den NT von der Deutschen Glasfaser nicht mehr zu brauchen.

    Situation war die folgende, 2018 eine Anschluss von DG bekommen, ab Schaltung mit eigenem Router, hier eine Fritzbox 6890, da ich gerne noch ein LTE Backup habe, wenn ein Bauer mal die Glasfaser erwischen sollte.

    Da ich mir immer schon sicher war, einen AON Anschluss zu haben (NT Twist) und die Faser an dem HÜP direkt zugänglich ist, hatte ich den Wunsch, den NT abzuschaffen. Habe nie verstanden warum die Anbieter bei Glasfaser alle diesen Schrott unbedingt den Kunden aufdrängen. Einen dummen Medienkonverter kann ich ja verstehen, aber keinen halben Router mit zig Funktionen.

    Nach einem kurzen Test mit der Fritzbox 5530 war ich mir sicher dass es auch funktionieren wird, da die Physikalische Verbindung angezeigt wurde. Allerdings hat die DG bis heute mir nicht die VLAN Ids rausgerückt, sondern wollte nur ihre komische Pauschale von 60€ für den Rückbau des NT, was ja aber gar nicht notwendig ist.

    Da ich aber auch mich für die Fritzbox 6890 behalten wollte, wegen dem LTE Backup, habe ich mir jetzt einen SFP mit 1310nm tx 1490nm rx von fs.com besorgt und einen Medienkonverter und passende Faser (LC-APC auf LC-APC).

    Dank der VLAN ids hier aus dem Forum, danke nochmals, Funktioniert es jetzt auch. Da der Anschluss hier direkt für Kundeneigenen Router Konfiguriert ist: Internet Vlan auf 362 setzen und dann beim Verbinden lange warten!

    Irgendein Sicherheitsfeature des DHCP Server verteilt bei neuer MAC Adresse erst keinen neuen Lease. Hat bei mir ca 50MINUTEN gedauert. Nur dass war der Grund warum die 5530 auch nicht funktioniert hat, ich hätte nur länger warten müssen.

    Blieb nur noch Telefonie, hier musste ich auch umkonfiguieren: Unter der Rufnummer muss Anmeldung immer über eine Internetverbindung aktiv sein. VLAN ist dort nicht erforderlich.

    Ping Zeiten sind etwas besser geworden, Download liegt auch 20mbit höher jetzt bei ca 410.

    NT ist von der DG ist abgeklemmt und gut ist....

    Nachmachen auf eigene Gefahr.

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  • habe ich mir jetzt einen SFP mit 1310nm tx 1490nm rx von fs.com besorgt und einen Medienkonverter und passende Faser (LC-APC auf LC-APC).

    Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Mit AON ist es zum Leidwesen der GPON Nutzer deutlich einfacher. Magst Du uns noch verraten, um welchen Medienkonverter es sich handelt?

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  • Ping Zeiten sind etwas besser geworden, Download liegt auch 20mbit höher jetzt bei ca 410.

    Was heißt etwas?

    Und noch eine Frage, ich habe selber einen GPON Anschluss der DG und habe Probleme mit einem Jitter von 1-5ms was für Glasfaser ja eigentlich relativ untypisch ist. Dazu sind die Latenzen auch nicht die besten(Erster Hop von der DG ca. 3-8ms). Ist das bei AON auch der Fall?

  • Offiziell muss die DG einen passiven Netzabschluss bereitstellen. Auf die Auseinandersetzung würde ich an Stelle der DG verzichten, jedenfalls solange der Kunde nichts beschädigt.

    Eben. Hätten die einen offiziell erlaubten sfp im Angebot, hätte ich den auch genommen. Wenn es mal Probleme mit dem Anschluss gibt, kann ich ja immer nochmal auf deren NT umstecken.

    Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Mit AON ist es zum Leidwesen der GPON Nutzer deutlich einfacher. Magst Du uns noch verraten, um welchen Medienkonverter es sich handelt?

    https://www.fs.com/de/products/75…campaign=review

    mit einem TP-Link MC220L

    Da hatte ich dann wohl Glück damals. Bei mir hat sich die 5530 unmittelbar verbunden.

    Definitv! Hätte auch nicht gedacht dass es so lange dauert. Aber man bekommt die ganze Zeit keine Antwort auf DHCP Requests und irgendwann klappt es auch. Also wenn man sicher ist, dass alle Einstellungen stimmen einfach eine Stunde abwarten.

    Was heißt etwas?

    Und noch eine Frage, ich habe selber einen GPON Anschluss der DG und habe Probleme mit einem Jitter von 1-5ms was für Glasfaser ja eigentlich relativ untypisch ist. Dazu sind die Latenzen auch nicht die besten(Erster Hop von der DG ca. 3-8ms). Ist das bei AON auch der Fall?

    Leider hab ich die Speedtest ergebnisse von vorher nicht mehr. Meine aber, es schwankte die Latenz immer um 8ms nun eher 3-4ms. Jitter jetzt um 0,5ms. Alles mit Ookla gemessen.

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  • Moin Leute,

    ich bin noch nicht ganz (Glasfaser wird erst noch gelegt...

    Nun zur Frage, ich habe eine Fritzbox 7590. Nun habe ich mal nachgefragt ob ich denn eine Fritzbox (5530) mit direktem Glasfaseranschluss auch benutzen kann. JA ABER!!! war die Antwort. hier die Original Antwort:

    Guten Tag Herr xxxx,

    wie telefonisch besprochen, finden Sie hier noch einmal die Informationen zur Verwendung einer Fritz!Box 5530 mit Ihrem Glasfaseranschluss.

    Bei der Verwendung eines Routers mit Glasfaseranschluss gilt es folgendes zu beachten:

    • Nach der Umstellung können wir nicht mehr den vollen Umfang bei der technischen Unterstützung bieten.
    • Vertragliche Anpassungen sind dann nicht mehr möglich.
    • Die nachträgliche Umstellung erfolgt durch einen Techniker-Einsatz vor Ort und ist kostenpflichtig. (Kosten 750€)
    • Der Anschluss des Glasfaserkabels erfolgt über einen GPON-Anschluss

    Bei Fragen rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns.

    Nun stellt sich die Frage, ob ich die 5530 kaufen soll oder doch lieber die 7590, die ich ja schon habe.

    UND 750€ für einen Rückbau des Kupfer/ Glasfaser Umsetzers ist ja ABZOCKE, oder sehe ich das falsch?

    Wie ist denn eure Meinung?
    Danke schon mal!!

  • Die 750 Euro sind genauso nicht gerechtfertigt wie die 60 Euro bei der DG. Ich würde erstmal die 7590 nutzen da man eh kaum Abstriche macht und bis ende des Jahres warten. Dann erfolgt ja eh eine Änderung im TKMG. Um welchen Anbieter geht es denn?

  • Ich glaube das mit den Kosten ist ein Versehen, bzw. Typischer ext. Dienstleister Fehler. Der Preis der sonst und überall die Runde macht, waren bzw. sind 60€.

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  • Ich glaube das mit den Kosten ist ein Versehen, bzw. Typischer ext. Dienstleister Fehler. Der Preis der sonst und überall die Runde macht, waren bzw. sind 60€.

    Naja selbst wenn man die 60 Euro bezahlt wird der Router hinter GPON nicht funktionieren, da ja nur der ONT zurückgebaut wird. Man bekommt ja keine Zugangsdaten(PLOAM und so).

  • HMM,

    Der Anbieter ist wirklich die deutsche Glasfaser. UND ich habe mehrmals nachgefragt und dann extra noch einmal per Mail bestätigen lassen: wenn ich also einen eigenen Router (5530) anschließen möchte, ist eine evtl Fehlersuche und Vertragsanpassung nicht mehr möglich. Ich denke Zugangsdaten usw. müssen sie ja rausrücken. Es gibt ja eine sogenannte Routerfreiheit in Deutschland.

    • Offizieller Beitrag

    Ich habe ganz stark den Eindruck, dass die Deutsche Glasfaser das Thema aussitzen will und auf eine "Ausnahme" hofft, die das gegen Ende des Jahres in Kraft tretende TKG im Gegensatz zur aktuellen Version u.U. erlaubt. Bis dahin werden die Kunden mit "geh weg" Preisen und anderen rechtlich nicht haltbaren Drohungen von der Wahrnehmung ihrer gesetzlichen Ansprüche abgehalten.

    Bislang ist mir kein Fall bekannt, dass ein Kunde bei der Deutschen Glasfaser den Anschluss eines eigenen GPON-Endgeräts direkt an die Glasfaser erfolgreich und funktionsfähig durchgesetzt hätte. Wenn jemand einen kennt, würde nicht nur ich mich über einen Bericht freuen.

    Aus praktischen Erwägungen würde ich davon abraten, einen Router für den Direktanschluss zu kaufen. Es gibt Provider, bei denen das kein Problem ist, aber die Deutsche Glasfaser gehört nicht dazu. Wer es doch versuchen will, muss sich auf einigen Ärger einstellen und benötigt zudem eine gute Portion technisches Wissen. Wer auf den Internetanschluss angewiesen ist, lässt es lieber.

    Das Beispiel Routerfreiheit bei der Deutschen Glasfaser zeigt sehr deutlich, dass es nicht nur klare Gesetze zum Schutz der Nutzerinteressen braucht sondern auch eine Aufsichtsbehörde, die nicht zum Jagen getragen werden muss. Immerhin hat die Bundesnetzagentur schon mal verlauten lassen, dass sie keinen technischen Grund für eine Ausnahme von der Pflicht sieht, einen passiven Netzabschluss bereitzustellen. Jetzt müsste sie diese Pflicht aber auch mal durchsetzen.

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  • Nun stellt sich die Frage, ob ich die 5530 kaufen soll oder doch lieber die 7590, die ich ja schon habe.

    UND 750€ für einen Rückbau des Kupfer/ Glasfaser Umsetzers ist ja ABZOCKE, oder sehe ich das falsch?

    Wie ist denn eure Meinung?

    Mein Tipp, da Du ja bereits einen Schriftwechsel mit der deugl hast. Nimm doch Kontakt mit dem Heise Verlag / c't in dieser Sache auf.

    Da gibt es die Rubrik "Vorsicht Kunde". Siehe hier. Auf Seiten des Heise Verlages verfolgt man das Thema Routerfreiheit sehr genau und ich kann mir gut vorstellen, das ein Printartikel aus deinem Fall wird.

    Die Investoren hinter DG sind sicherlich nicht gerade auf schlechte Publicity aus. Durch Artikel in der Fachpresse wird erst einmal mehr erreicht als durch Anrufen der Bundesnetzagentur.

    Es liegt ja kein konkreter Fall vor auf den die Behörde reagieren muss oder kann.