Deutsche Glasfaser: Kundeneigener Router

  • Hallo,

    Ich möchte hier alle angehenden Kunden der Deutschen Glasfaser warnen:

    Möchtet ihr einen kundeneigenen Router einsetzen, und bestellt demensprechend die kostengünstigste Variante mit dem "Basic Router", so ist der Anschluss dann technisch nicht darauf ausgelegt, dass man dort einen eigenen Router anschließt.

    Ihr müsst dann mit einer Frist von einer Woche erst beim Vertrieb einen "kundeneigenen Router" beantragen, damit euer Anschluss technisch dazu in der Lage ist. Immerhin werden dann die 10 EUR Versandkostenpausche erstattet.


    Es ist also ratsam bereits vor dem Montagetermin die entsprechende Vertragsänderung auf den Weg zu bringen.

    Grüße,

    Nappy

  • Ich weiß nicht, ob ich das eine Warnung nennen würde. Richtig ist, dass DG-Router von der DG verwaltet werden und deshalb die Anschlüsse anders konfiguriert sind als Anschlüsse mit kundeneigenen Routern.


    Die Umstellung eines Anschlusses wird immer in der Nacht durchgeführt. In den Fällen, in denen ich das bisher veranlasst habe, war das immer zum nächsten Werktag möglich.


    Anstatt aber erst einen Anschluss mit Router (Basic oder ein anderer) zu bestellen und dann auf kundeneigenen Router umzustellen, kann man den Anschluss auch direkt ohne Router bestellen: Im Online-Formular einfach keinen anklicken, oder wenn man schon einen anderen Router angeklickt hat, auf den Basic-Router klicken und dann im sich daraufhin öffnenden Hinweisdialog "Weiter ohne Router" auswählen. Den gemieteten Router muss man nach der Umstellung sowieso zurückschicken und kann den nicht "in Reserve" behalten, also besser erst gar keinen Router mitbestellen, wenn man nicht vorhat, den zu benutzen.

  • Ich kann mich leider nicht mehr erinnern ob es diese Option damals schon gab. Hätte ich sie wahrgenommen, hätte ich sie sehr wahrscheinlich auch so in Anspruch genommen. Aber da sie ja nahezu davon abraten einen eigenen Router zu verwenden, kann man ja durchaus auf die Idee kommen für 10 EUR Versand einfach den Basic Router "mitzunehmen". Darauf, dass dies vom Anschluss her nicht kompatibel ist wird man jedenfalls nicht hingewiesen. Und das mit der Woche stimmt leider wirklich. Ich habe am letzten Donnerstag angerufen und mir wurde unter dem Verweis auf Fristen die eingehalten werden müssten gesagt eine Umstellung ist fühestens zu diesem Mittwoch möglich. Wäre auf jedenfall eine Information gewesen die ich gerne vorher gehabt hätte, daher dachte ich teile ich sie mal.

    Edit: Nur um das zu dokumentieren hab ich hier mal das Bild anghangen, dort auf den ausgegrauten Button, darauf müsste man dann klicken um den "kundeneigenen Router" von Anfang an zu bekommen.

  • Die Möglichkeit, den Anschluss ohne Router zu bestellen, gibt es schon viel länger, als es den "Basic" Router gibt.


    Ob man einen Router mitbestellen sollte, ist eine schwierige Frage. Die Verkäufer empfehlen wahrscheinlich aus Erfahrung, den Router zu bestellen. Es ist nämlich leider so, dass viele mit der Frage überfordert sind, ob der vielleicht vom DSL-Anschluss vorhandene Router für den Glasfaseranschluss geeignet ist. Die allgegenwärtigen Speedport-Router sind z.B. nicht geeignet. Oder es ist den Interessenten nicht klar, dass in der Zeit bis zum Auslaufen des alten Vertrags der alte Anschluss weiter betrieben werden muss, um die gewohnte Telefonnummer in dieser Zeit nutzen zu können. Dann ist der vorhandene Router erstmal nicht für den Glasfaseranschluss verwendbar. Der Anschluss ist zwar nicht schwer im Router zu konfigurieren, aber mit nur Einstöpseln wie bei den DG-Routern ist es nicht getan. Die DG Router reduzieren einfach das Support-Aufkommen.


    Die Genexis Platinum Router ("Basic" und "Classic") erfüllen allerdings wirklich nur einfache Ansprüche. Wer sich Hilfe holen müsste, um einen eigenen Router zu konfigurieren, ist wahrscheinlich mit dem "Premium" Router von der DG am besten bedient. Das ist eine Fritzbox 7590.

  • Dann bin ich wohl ein ein Nudging Opfer geworden. Ich habe mir eben nochmal den Online-Prozess angeschaut.


    In der Desktop-Variante muss man tatsächlich erst keinen der 3 angeboteten Router wählen, um dann den oben (mein vorheriger Post) abgebildeten Dialog zu bekommen, indem der "kundeneigene Router" als eigentlich gleichwertige Option dann den ausgegrauten Button hinter einer Warnung bekommt.


    Ich vermute damals bin ich gar nicht zu diesem Dialog gekommen, da bereits das erste Interface suggeriert man müsse eine der 3 Optionen nehmen.


    Mobil ist es interessanterweise anders. Dort wird einem der kundeneigene Router mehr oder weniger als gleichwertige Option angeboten.


    Ich kann das alles soweit nachvollziehen was du schreibst alfalfa aber dennoch: Bei diesem Bestellprozess wird kaum einer initial den Kundeneignen Router nehmen. Selbst technisch versierte Leute.

  • Ja, etwas euphemistisch ausgedrückt "empfiehlt" auch der Online-Bestellablauf, einen Router mitzubestellen. Ich denke, das soll hauptsächlich den Supportaufwand reduzieren. Für sehr viele Menschen ist "kundeneigener Router" nämlich nicht wirklich eine gleichwertige Option, sondern die Wahl, bei der nachher der Anschluss ohne Hilfe nicht geht. Das übersieht man als technisch versierter Mensch leicht.

  • Zum Thema Supportaufwand kann ich noch eine Anekdote hinzufügen:


    Nachdem ich bereits am Donnerstag bei der DG die Änderung in Auftrag gegeben habe, meldete sich am Freitag morgen die DG aktiv telefonisch bei mir:
    Ich habe den Basic-Router bestellt, ob ich diesen benötigen würde. Auf meinen Hinweis hin man könne die Option doch bereits von Anfang an anbieten, sagte die Mitarbeiterin mir, dass sie das auch für sinnvoll hielte, denn sie mache den ganzen Tag nichts anderes als Kunden mit neuem Anschluss und Basic-Router zu kontaktieren.

    Also so ganz passt die Strategie da nicht zusammen. Eventuell ist ihnen aufgefallen, dass solche Geräte auch bares Geld kosten.

  • Moin,


    ich grabe diesen etwas älteren Thread mal aus, weil ich die Problematik ganz interessant finde.


    Ich stehe jetzt auch kurz davor einen DG Anschluss abzuschließen und hatte auch überlegt einen Basic Router zu nehmen, auch wenn ich einen eigenen nutzen werde einfach um im Störungsfall mir den Ärger mit der Hotline zu ersparen, weil man einen eigenen Router nutzt.


    Inwiefern werden die Anschlüsse denn anders konfiguriert? Eigentlich ist das doch völlig egal, was da hinter hängt, ich gehe davon aus, dass aus der Leitung entsprechend DHCP bzw. DHCPv6-PD raus fällt und man so seine IP's bekommt. Oder machen die sich dann einen Spaß und haben eine Art MAC-Filter am ONT?


    Aber ob da jetzt noch ein TR-069 mit raus fällt sollte dem eigenen Endgerät doch egal sein?

  • ich gehe davon aus, dass aus der Leitung entsprechend DHCP bzw. DHCPv6-PD raus fällt und man so seine IP's bekommt. Oder machen die sich dann einen Spaß und haben eine Art MAC-Filter am ONT?


    Es funktioniert nicht einfach so und das wurde mir auch vom Support bestätigt. Ob es an einem VLAN, einem MAC-Filter, einer anderen OLT-seitigen Ausleitung oder noch etwas anderem liegt, habe ich nicht zu ergründen versucht. Selbst wenn man es schaffen würde, einen anderen Router so zu konfigurieren, dass er einen DG Router hinreichend genau imitiert, um Adressen zu bekommen, würde das DG-System wahrscheinlich früher oder später trotzdem einen Fehler feststellen, weil der Konfigurationszugriff auf den anderen Router nicht möglich ist.


    Man bekommt außerdem die Zugangsdaten für den VoIP-Account nicht, wenn man einen DG-Router bestellt hat, da die Telefonie in DG-Routern vom Provider fernkonfiguriert wird. Wenn man den Anschluss dann auf kundeneigenen Router umstellen lässt, muss man den DG-Router wieder zurückschicken. Wenn man also sowieso vorhat, den Anschluss mit einem eigenen Router zu betreiben, dann sollte man den Basic Router erst gar nicht bestellen.

  • Achtung/Hinweis (bin da reingefallen): ich hatte mir den Basic Router für 0€ als Backup-Hardware bestellt (war früher bei DSL auch kein Problem).

    Einen eigenen Router zu nutzen funktioniert dann aber nicht.

    Ein Router-Wechsel bei „DG“ ist nur bei den angebotenen Modellen möglich.

    Bei der Nutzung eigener Hardware wird der Anschluss über den Support anders konfiguriert.

    Gruß Stefan

  • Hallo,


    auch in unserem Dorf ist die Deutsche Glasfaser (DG) aktiv.


    Pop steht,

    Leitungen liegen seit Mai 2020 in der Straße,

    Hausanschluss ist gemacht,

    HÜP ist fertig,

    NT ist in der Wohnung seit Juni angeschlossen,


    lediglich die Aktivierung fehlt noch. Die Handwerker waren schnell, der DG offenbar zu schnell, und so warten wir auf die Aktivierung, welche nach Plan der DG erst im Winter/Frühjahr vorgenommen werden soll.


    Ich verfolge die Diskussionen hier im Forum schon seit einiger Zeit.


    Auch ich habe einen Basic Router für 0€ bei der DG mitbestellt, kann aber Eure Bedenken bzw. Warnungen nicht nachvollziehen, warum man diesen nicht bestellen sollte.


    Zur Zeit habe ich als Router eine selbst gekaufte Fritzbox 7490 an einem Telekom DSL-2000 Anschluss und möchte die FB7490 irgendwann vom Telekom Anschluss an den Glasfaser Anschluss umstellen. Da ich aber bis zum Juni 2021 vertraglich an die Telekom gebunden bin und bis dahin mein Telefon über den Telekom NGN DSL-Anschluss läuft, soll die FB7490 bis Vertragsende mit der Telekom am Telekom Anschluss verbleiben. Nach Vertragsende mit der Telekom wird meine Telefonnummer zur DG portiert. Die Portierung habe ich bei der DG in Auftrag gegeben.


    Bis zur Portierung, so meine bisherigen Überlegungen, werde ich das Telekom DSL Internet und das DG Glasfaser Internet einige Monate parallel nutzen können. In der Zeit würde ich die FB7490 nur für Telefon am Telekom Anschluss und den Basic Router am DG Anschluss lediglich für Internet ohne Telefon nutzten.


    Zur gegebenen Zeit (wenn Telekom das Telefon stilllegt) müsste ich den DG Router vom Glasfaser-NT trennen und an DG zurücksenden und die FB7490 vom Telekom Anschluss trennen und an den Glasfaser-NT anschließen.

    Meiner Vorstellung nach würde ich dann in der FB7490 die Zugangsdaten des DG Glasfaseranschlusses eingeben und Internet und Telefon laufen wieder gemeinsam und allein über die Fritzbox 7490 und den DG Glasfaseranschluss, oder?


    In den Monaten der parallelen Nutzung hatte ich einen Hinweis im Internet gefunden, nach dem die Fritzbox zusätzlich an den DG Router angeschlossen werden kann (https://www.tomssmarthome.de/parallelbetrieb-dsl-glasfaser/).


    Sind meine Überlegungen falsch?

    Sollte ich den DG Basic Router nicht bestellen?


    Mit lieben Grüßen

    Bracew

  • Hallo Bracew,


    du planst, den Glasfaser-Anschluss wenigstens eine Zeit lang tatsächlich mit dem Basic-Router zu verwenden. Dann kannst du den natürlich bestellen.


    Die "Warnung" richtet sich an die, die den Router nur als kostenlose Reserve bestellen wollen, aber den Anschluss eigentlich von Anfang an mit einem eigenen Router benutzen wollen. Der Basic-Router kann nicht als Rückfalllösung im Schrank liegen: Der Anschluss funktioniert nicht mit einem kundeneigenen Router, wenn er für einen von der Deutschen Glasfaser gelieferten Router konfiguriert ist. Sobald man den Anschluss aber auf kundeneigenen Router umstellen lässt, muss man den DG-Router wieder zurückschicken. Das läuft also darauf hinaus, dass man den Anschluss direkt umstellen lassen muss (dauert einen Tag), um den eigenen Router benutzen zu können, und auch direkt den Router wieder zurückschicken muss. Bringt also nix. Aber wenn man wie du den DG-Router wirklich nutzen will, ist das etwas anderes.

  • OK, danke.


    Aber meinst Du mein Plan wird funktionieren?

    Ich hatte mir auch schon überlegt statt des DG Routers eine zusätzliche FB7590 für den Parallelbetrieb zu kaufen?

    Aber eine der beiden FB's liegt dann nachher warscheinlich rum.


    P.S.: Wann kommt eigentlich der DG Router, vor oder nach der Aktivierung?

  • Es ist grundsätzlich möglich, die LAN-Seiten von zwei Routern so zu verbinden, wie das in dem Tutorial beschrieben ist. Ich habe das selbst auch so ähnlich gemacht. Auf dem Router am alten Anschluss sollte man IPv6 deaktivieren, weil die Adressvergabe da anders funktioniert und es mit "DHCP Server abschalten" nicht getan ist.


    Der Router soll vor der Aktivierung ankommen. Manchmal wird er auch kurz danach geliefert.

  • Hallo,


    ich habe einen Anschluss der Deutschen Glasfaser und nutze die mitgeliferte (gemietete) FB 7590. Probleme habe ich mit meinen 3 Speedphones 700/701 wenn die "Unterstützung für CAT-iq 2.0 kompatible Geräte" bei den DECT-Einstellungen der FB aktiviert ist. Es kommt öfters vor, dass eines der Speedphones abstürzt und dann ausgeschaltet werden muss. Nach einer kurzen Pause kann es wieder eingeschaltet werden (einfach in die Ladeschale stellen) und meldet sich dann meistens wieder selbsttätig an.


    Nun habe ich mir einen Speedport Smart 3 besorgt und heute nacht wird von der Deutschen Glasfaser mein Anschluss für den "kundeneigenen Router" freigeschaltet. Weiß jemand von euch was ich dann eingeben muss um den Speedport für die DG zu konfigurieren? Ich möchte nur ungern die schicken Speedphones gegen Fritzfons tauschen.


    Gruß Bernhard.

  • Also wird dann die Freischaltung für den "kundeneigenen Router" heute nacht auch nichts bringen. Das hätte mir der Support von DG auch gleich sagen können. Gibt es denn andere DECT-Telefone außer Fritzfons, die vernünftig mit der FB 7590 zusammen arbeiten?

  • Das hätte mir der Support von DG auch gleich sagen können.

    Man kann Vieles am Kundenservice von Deutsche Glasfaser kritisieren. Dennoch sollte man nicht erwarten, dass man umfassend über die technischen Details eines Fremdrouters informiert wird.

    Im Bestellprozess muss die Auswahl eines kundeneigenen Routers mit zwei Klicks bestätigt werden. Der Kunde akzeptiert mit der Auswahl u. a. folgende Punkte:


    • Nicht alle Router sind geeignet! Und manche müssen aufwändig angepasst werden
    • Sie müssen die gesamte Konfiguration für Telefonie, SIP-Accounts etc. selber durchführen
    • Für fremde Router haben wir keinen Support/Zugriff


    Natürlich ist für den Anschluss und den Betrieb eines kundeneigenen Routers kein Studium der Informatik erforderlich. Absolute Laien sollten jedoch ein Mietgerät des Providers in Betracht ziehen, um im Fehlerfall vollen Support zu erhalten.


    Gibt es denn andere DECT-Telefone außer Fritzfons, die vernünftig mit der FB 7590 zusammen arbeiten?

    DECT ist ein offener Standard, sodass prinzipiell jedes DECT-fähige Telefon mit der Fritz!Box kompatible sein sollte.


    Im Internet findet man verschiedene Test- und Vergleichsberichte zu DECT-Telefonen in Verbindung mit einer Fritz!Box. tech stage kommt in seinem Test von Oktober 2019 zu dem Fazit, dass die Fritz!Fons C5 und C6 in Sachen Sprachqualität, Reichweite und Verarbeitung nicht schlechter sind als andere Geräte in dieser Preisklasse. In Sachen Integration in die Fritz!Box-Umgebung sind die AVM-Geräte (wie zu erwarten) der klare Sieger.


    Welche Kritikpunkte hast du an den AVM-Geräten?

    Schöne Grüße,

    Lars

    2 Mal editiert, zuletzt von Alfy ()

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