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OpenAccess Entgelte Vorschlag der BNetzA

  • pufferueberlauf
  • 23. September 2026 um 16:30
  • Phino
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    • 9. Oktober 2026 um 22:22
    • #681
    Zitat von kingpin42

    Da sehe ich aus dem Verwandten und Bekanntenkreis aber eine andere Wahrheit. Viele Leute können sich keine Immobilien oder Wohnungen in der Stadt oder dem direkten Speckgürtel leisten und bauen auf dem Land. Dafür sprechen auch einige Neubaugebiete im ländlichen Raum, die binnen kürzester Zeit, und nach einem Losverfahren!, vergriffen sind.

    Das ist aber ein deutsches Problem. Nirgendwo in der EU ist das Verhältnis Eigentum und Miete so stark in Richtung Mietobjekte.
    Die, die schon länger Grundbesitz haben, sitzen darauf; die, die erst in den 60er/70er Jahren Eigentum erlangt haben, wohnen darin, verstehen aber nicht, dass man ein solches Objekt weiterentwickeln muss.
    Ich sehe es in meinem Umfeld, wie störrisch dort mit Investitionen umgegangen wird.
    Die 38 Jahre alte Ölheizung hält ja noch, dann reparieren "wir" sie. Dass es vielleicht schlauer ist, eine neue zu kaufen, bevor sie im Winter den Geist aufgibt, wird nicht gesehen.
    Dasselbe: Reparatur eines 60 Jahre alten Daches (Betonstein).

    Ich habe Immobilien immer als Investition gesehen, egal ob durch mich bewohnt oder vermietet. Aber die meisten Deutschen kaufen/bauen ein Haus und wollen darin herausgetragen werden.
    Meine erste Eigentumswohnung habe ich mit 24 Jahren Anfang der 80er gekauft. Bruchbude, renoviert/modernisiert und 5 Jahre später fürs Doppelte verkauft. Mittlerweile lebe ich im vierten eigenen Objekt, mit 60 Jahren bauen lassen. Alles Berlin und Speckgürtel.

  • HubeBube
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    • 10. Oktober 2026 um 08:17
    • #682
    Zitat von Phino

    Das ist aber ein deutsches Problem. Nirgendwo in der EU ist das Verhältnis Eigentum und Miete so stark in Richtung Mietobjekte.

    Bauen ist eben teuer. Nach meinem Empfinden wird hier die leider erfolgreiche Lobbyarbeit der Nähe der Wirtschaft zur Politik besonders deutlich. Als Beispiele nennen ich nur Wieland- vs. Schuko-Stecker bei Balkonkraftwerken und die Brandlast Glasfaser weil gleichgestellt mit Kupferkabel.

    Ein Punkt allerdings noch zum Vergleich von europäischen Miete/Eigentumsverhältnissen. In Italien ist die Quote der Immobilienbesitzer deutlich höher als in D, allerdings sind viele davon keine Eigentümer, sondern die Kreditwirtschaft. Die private Verschuldung ist aus diesem Grund generationenübergreifend.

    In den Niederlanden war (oder ist) es möglich, die Hausbaukredite steuerlich geltend zu machen, so dass Häuslebauer ihre Steuerlast dramatisch senken könnten. Höhe Verschuldung = niedrige Steuerlast.

    Vergleiche sind immer problematisch, wenn die Randbedingungen unterschiedlich sind. Dies lesen wir alle: Gf Ausbau in Spanien billiger als in D.

    Übrigens werden in La Palma Wasserleitungen überirdisch verlegt, das ist auch deutlich billiger und so häufig bricht der Vulkan dort auch nicht aus...

  • xrandr
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    • 10. Oktober 2026 um 08:39
    • #683
    Zitat von Funker

    Dürfen dann aber mit Fördermitteln diesen Leuten ihren Glasfaseranschluss bezahlen.

    Dieselben Leute haben auch in der Regel Festnetz und Mobilfunk, und fördern dann genauso Handymasten und privatwirtschaftlich gebaute FTTH-Anschlüsse wie auch MSANs und CMTS weit weg von ihrem Zuhause. Entweder direkt oder indirekt, in dem sie Vorleister bezahlen. Was ist denn daran schlimm? Auch meine Adresse darf nicht gefördert werden, aber ich bin doch froh wenn der Anbieter die gezahlten Gelder in hiesige Infrastruktur investiert. Dasselbe mit meinen Steuern.

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  • Schnurz
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    • 10. Oktober 2026 um 09:32
    • #684
    Zitat von HubeBube

    Übrigens werden in La Palma Wasserleitungen überirdisch verlegt, das ist auch deutlich billiger und so häufig bricht der Vulkan dort auch nicht aus...

    Stimmt. Und im Winter ist die Gefahr durch einfrieren bei Bodenfrost auch nicht gegeben.

    Das ist nämlich der eigentliche Grund dafür, das Wasserleitungen bei uns mindesten 80cm tief vergraben werden.

  • HubeBube
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    • 10. Oktober 2026 um 12:34
    • #685

    Und aus diesem Grund sind diese Bedingungen bei länderübergreifenden Betrachtungen immer zu berücksichtigen!

  • Phino
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    • 10. Oktober 2026 um 14:12
    • #686
    Zitat von HubeBube

    Übrigens werden in La Palma Wasserleitungen überirdisch verlegt, das ist auch deutlich billiger und so häufig bricht der Vulkan dort auch nicht aus...

    Und in England werden die Abwasserleitungen außen verlegt. ;)

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  • Phino
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    • 10. Oktober 2026 um 14:30
    • #687
    Zitat von HubeBube

    Bauen ist eben teuer.

    Eigenheim schaffen war als Investition immer eine Sache "des Mutes/der Überwindung" beim ersten Mal. Aber ich habe in den vergangenen 42 Jahren in meinen eigenen Wohnungen/Haus immer preiswerter gewohnt, als wenn ich vergleichbare Objekte gemietet hätte. Wir waren immer in der Lage, mit den Kids ein- bis zweimal im Jahr zu verreisen.
    Ich hatte 1982 mit meiner Frau 10.000 DM Kapital für eine 55.000‑DM-Wohnung, 5 Jahre später für 105.000 DM verkauft.
    UND mein jetziges Haus habe ich komplett bezahlt vom Verkauf der letzten Wohnung (Berlin Friedenau, Dachgeschoss, 115 m² DIN). Ich habe mich nach einer wirtschaftlich sinnvollen Zeit immer vergrößert und habe die Gewinne am Wohnungsmarkt realisiert. Entscheidend ist, sehr früh, aber klein anzufangen.
    Meine Tochter ist jetzt mit 38 Jahren bei ihrer dritten Wohnung und hat jetzt drei Zimmer bei Frankfurt am Main. Gestartet mit einem Zimmer in Berlin. Zwischendurch 1 1/2 Zimmer in den Niederlanden.
    Mit Eigentum ist es so wie mit den Berufen.
    Heutzutage muss man davon ausgehen, dass man mindestens zwei, eher drei verschiedene Berufe in seinem Leben ausübt an verschiedenen Orten.
    Früher: Ich bin Tischler, erbe die Tischlerei und lebe zeitlebens in dem Haus daneben.

  • Funker
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    • 10. Oktober 2026 um 19:03
    • #688
    Zitat von Phino

    Ich hatte 1982 mit meiner Frau 10.000 DM Kapital für eine 55.000‑DM-Wohnung, 5 Jahre später für 105.000 DM verkauft.
    UND mein jetziges Haus habe ich komplett bezahlt vom Verkauf der letzten Wohnung (Berlin Friedenau, Dachgeschoss, 115 m² DIN). Ich habe mich nach einer wirtschaftlich sinnvollen Zeit immer vergrößert und habe die Gewinne am Wohnungsmarkt realisiert. Entscheidend ist, sehr früh, aber klein anzufangen.
    Meine Tochter ist jetzt mit 38 Jahren bei ihrer dritten Wohnung und hat jetzt drei Zimmer bei Frankfurt am Main.

    Das ist ja nett für euch. Bedenke aber dass am anderen Ende des Geldflusses Leute gibt, die eure Gewinne und das Erbe deines Nachwuches erwirtschaften müssen und genau deshalb selbst kein Eigentum erwerben können.

  • Phino
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    • 10. Oktober 2026 um 20:14
    • #689

    Ich sehe es etwas anders.
    Als wir uns mit 24 Jahren unverheiratet eine renovierungsbedürftige Wohnung gekauft und damit verschuldet haben, haben uns die Freunde nur kopfschüttelnd belächelt, aber selbst für Weltreisen oder Autos Kredite aufgenommen. Der entscheidende Unterschied war und ist: Anstelle Miete zahle ich meine Hypothek ab, damit steht man nach mehreren Jahren finanziell immer besser da. So bekommt man für das nächste Projekt auch deutlich bessere Konditionen. So funktioniert Marktwirtschaft.
    Dann die Wohnung renoviert und 5 Jahre bewohnt. Dass sich der Bezirk weiterentwickelt hat, war vom Vorteil, aber nicht abzusehen. Dass wir dadurch für unsere Risikobereitschaft und Investition Gewinn erzielt haben, finde ich mehr als gerecht. Wenn die Wohnung es nicht wert gewesen wäre zu diesem Zeitpunkt, hätten wir sie ja nicht so verkaufen können. Und genau so zukunftsorientiert habe ich immer wieder investiert.
    Manchmal gegen Widerstände anderer Eigentümer.
    So wollten wir 2015 mit einer anderen Eigentümerin in einem Altbau (1906) für unsere Dachgeschosswohnungen (selbst ausgebaut) einen Fahrstuhl einbauen lassen auf eigenen Kosten. Heute könnten sie sich gar nicht mehr dagegen wehren, ist der selbe § 20 WEG, mit dem man auch den Glasfaseranschluss durchsetzen kann.
    Und wenn Modernisierung gar nicht ging, einfach wieder verkauft.
    Und meine Tochter hat es ohne unsere finanzielle Unterstützung alleine so weit gebracht.

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  • Funker
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    • 11. Oktober 2026 um 10:14
    • #690
    Zitat von Phino

    Ich sehe es etwas anders.
    Als wir uns mit 24 Jahren unverheiratet eine renovierungsbedürftige Wohnung gekauft und damit verschuldet haben, haben uns die Freunde nur kopfschüttelnd belächelt

    Die Leute, die ich kenne, kaufen mit 24 keine Wohnung und bekommen auch keinen Kredit dafür (die Rate zahlen sie dann vom Bafög oder was?). Aber auch die erwirtschaften halt wem anders die Rendite, weil sie irgendwo wohnen müssen. Der Vermögenszuwachs über den du dich so öffentlich freust, entsteht ja nicht aus dem Nichts, dafür hat jemand anders gearbeitet.

    Stell das mal nicht so dar, als sei Rendite aus Vermögen dein "Erfolg". Freu dich doch darüber, dass du es hast und dass es nicht wie in Frankreich bis zum Maximum wegbesteuert wird.

    Dasselbe Modell wird ja in DE gerade mit Glasfaser versucht, funktioniert aber nicht so ganz. Glasfaser ist anscheinend doch nicht so extrem wichtig wie ein Dach überm Kopf.

  • Funker
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    • 11. Oktober 2026 um 10:42
    • #691

    Weitere Beispiele für angemessene Endkundenpreise:

    Zitat

    Ich bin mit mein 110/20 für 14,99€ dauerhaft monatlich zufrieden. Das war damals ein Spezialangebot weil Dokom die Tochtergesellschaft von Dogewo Wohnungsgesellschaft ist, galt für Dogewo Mieter. Die Ausfälle in 24 Jahre Kabelinternet lässt sich an zwei Hände abzählen und wenn etwas war, wurde der Fehler schnell behoben. (Damals Ish dann Unitymedia und nun Dokom) Außerdem liegt bei mir auch immer die volle Bandbreite an. Ich würde wechseln, wenn die Preise für 1000/xxx bei ~30€ dauerhaft liegen Aber es ist kein kein Glasfaseranschluss verfügbar bei uns, was die Drückerkolonnen nicht abhält, trotzdem fleissig Verträge anzubieten.

  • pufferueberlauf
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    • 11. Oktober 2026 um 11:16
    • #692
    Zitat von Funker

    Weitere Beispiele für angemessene Endkundenpreise:

    Subjektiv sicherlich fuer Dich, das hast Du ja unvissverstaendlich klar gemacht, aber die spannendere Frage ist, wie sieht das die Masse der Kunden? Und darauf hattest Du bisher keine datenbasierte Antwort... spekulieren kann man trefflich, aber ohne Daten ist halt schwer abzuschaetzen wie realistisch solche Spekulationen sind.

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  • Funker
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    • 11. Oktober 2026 um 11:48
    • #693

    Das sind einfach nur ISP-Endkundenpreise ohne 20-30 € netto aufgeschlagene Bitstream-Steuer.

  • Edding
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    • 11. Oktober 2026 um 12:10
    • #694
    Zitat von Funker

    Das sind einfach nur ISP-Endkundenpreise ohne 20-30 € netto aufgeschlagene Bitstream-Steuer.

    Ja, Bitstrom als einziges Modell hält die Preise hoch. Es ist ein gutes System für kleine ISPs, die sich kein eigenes Netz im großen Stil leisten können.

    Besser funktionieren würde es meines Erachtens, wenn man die Bandbreitenprofile abschaffen und pro Technologie nur das Maximum erlauben würde.

    Preislich könnte man sich an Frankreich orientieren: Dort sind es 16 € pro Kunde. Das würde die Marktmacht des Netzbetreibers schon deutlich entschärfen.

    Trotzdem sollte Bitstrom die ultima ratio bleiben und der Wettbewerb auf der Faser die prima ratio. Die Regulierung sollte von der NE3 bis zur NE4 symmetrisch sein.

    Gefragt ist unser auf diesem Auge blinder Gesetzgeber.

  • pufferueberlauf
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    • 11. Oktober 2026 um 12:25
    • #695
    Zitat von Funker

    Das sind einfach nur ISP-Endkundenpreise ohne 20-30 € netto aufgeschlagene Bitstream-Steuer.

    Mmmh, und weiterhin freie Spekulation ohne untermauernde Daten. Dein gutes Recht, aber halt kein produktiver Diskussionsbeitrag.

    Zitat von Edding

    Ja, Bitstrom als einziges Modell hält die Preise hoch. Es ist ein gutes System für kleine ISPs, die sich kein eigenes Netz im großen Stil leisten können.

    Unklar was, ausser Deinem Bauchgefuehl Dich zu dieser Meinung gebracht hat, aktuell halten eher die hohen Investitions-Kosten die Preise hoch.

    Zitat von Edding

    Besser funktionieren würde es meines Erachtens, wenn man die Bandbreitenprofile abschaffen und pro Technologie nur das Maximum erlauben würde.

    Das Problem ist halt, das die Bereitsatellung hoeherer Kapazitaeten hoehere Kosten nach sich zieht. D.h. bist Du bereit, dass durch Deine Idee auch nur noch die teuersten Tarife uebrigbleiben? Und wie meinst Du swehen die anderen Kunden die Idee, mehr Zahlen zu muessen, damit Du beim laenderuebergreifenden digitalen Schwanvergleich "besser" da stehst?

    Zitat von Edding

    Preislich könnte man sich an Frankreich orientieren: Dort sind es 16 € pro Kunde. Das würde die Marktmacht des Netzbetreibers schon deutlich entschärfen.

    Dafuer muesstest Du erst die franzoesische Kostenstruktur fuer hiesige ISPs etablieren... der Preistreiber sind die hohen Kosten, d.h, willst Du niedrigere Preise musst Du die Kosten absenken. Also was ist da Deine tolle Idee die Produktion von Internetzugaemgen fuer ISPs billiger zumachen? Bisher laufen Deine Ideen eher darauf hinaus die Kosten zu erhoehen und die Einnahmen abzusenken, was in Anbetracht der fuer viele ISPs bereits brenzligen finanziellen Situation eher nicht umgesetzt werden wird (es sei denn das Ziel ist viele Geschaeftsaufgaben zu erzeugen).

    Zitat von Edding

    Trotzdem sollte Bitstrom die ultima ratio bleiben und der Wettbewerb auf der Faser die prima ratio. Die Regulierung sollte von der NE3 bis zur NE4 symmetrisch sein.

    Gefragt ist unser auf diesem Auge blinder Gesetzgeber.

    Du haengst da mMn. zu sehr dem Traum von der Wunderwirkung der unsichtbaren Hand des Marktes an. Besserer Wettbewerb ist hilfreich und erstrebenswert, aendert aber wenig am durch hohe Kosten verursachten Preisniveau.

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  • Phino
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    • 11. Oktober 2026 um 15:06
    • #696
    Zitat von Funker

    Die Leute, die ich kenne, kaufen mit 24 keine Wohnung und bekommen auch keinen Kredit dafür (die Rate zahlen sie dann vom Bafög oder was?). Aber auch die erwirtschaften halt wem anders die Rendite, weil sie irgendwo wohnen müssen. Der Vermögenszuwachs über den du dich so öffentlich freust, entsteht ja nicht aus dem Nichts, dafür hat jemand anders gearbeitet.

    Stell das mal nicht so dar, als sei Rendite aus Vermögen dein "Erfolg". Freu dich doch darüber, dass du es hast und dass es nicht wie in Frankreich bis zum Maximum wegbesteuert wird.

    Dasselbe Modell wird ja in DE gerade mit Glasfaser versucht, funktioniert aber nicht so ganz. Glasfaser ist anscheinend doch nicht so extrem wichtig wie ein Dach überm Kopf.

    Ich weiß, das kennt heute keiner mehr, dass man erst was spart und dann das Geld investiert mit dazugenommener Hypothek.
    Eigentlich war das erste Projekt eine Notlösung. Selbstbewohnte Sozialbauwohnung wurde nach 15 Jahren umgewandelt. Anstatt MIMIMI haben wir geschaut, was geht. Mit 24 Jahren haben wir beide schon ca. 3 Jahre nach der Lehre gearbeitet. Da hatte jeder schon mal 5000 DM gespart. Und bei 20 % Eigenkapital mit zwei Festanstellungen bekam man damals wie heute eine Hypothek.
    Wenn du Immobilien als Investment kaufst und verkaufst, wird der Gewinn auch hier besteuert, und nicht zu knapp. Aber wir haben immer in unseren Wohnungen selbst gewohnt und dann ist es auch in Frankreich so, dass nach 5 Jahren keine Steuer anfällt.
    Der letzte Absatz erschließt sich mir so gar nicht.:S

  • Thomas1978
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    • 11. Oktober 2026 um 21:26
    • #697
    Zitat von Funker

    Das sind einfach nur ISP-Endkundenpreise ohne 20-30 € netto aufgeschlagene Bitstream-Steuer.

    Nur zur Begriffsklärung: Eine Steuer ist es nicht, der Staat sieht von dem Geld nichts.

    Es ist das Vorleistungsentgelt, mit dem der Netzbetreiber sein Netz finanziert. Ob es zu hoch ist, ist eine berechtigte Frage, genau darum geht es ja im BNetzA-Vorschlag.

    Aber dafür braucht es Zahlen zu den Kosten, nicht einen Kampfbegriff.

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4 und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+, MikroTik CRS305-1G-4S+IN, ASUS QG-U1080
  • BlackMage2
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    • 11. Oktober 2026 um 22:05
    • #698
    Zitat von pufferueberlauf

    Mmmh, und weiterhin freie Spekulation ohne untermauernde Daten. Dein gutes Recht, aber halt kein produktiver Diskussionsbeitrag.

    Unklar was, ausser Deinem Bauchgefuehl Dich zu dieser Meinung gebracht hat, aktuell halten eher die hohen Investitions-Kosten die Preise hoch.

    Das Problem ist halt, das die Bereitsatellung hoeherer Kapazitaeten hoehere Kosten nach sich zieht. D.h. bist Du bereit, dass durch Deine Idee auch nur noch die teuersten Tarife uebrigbleiben? Und wie meinst Du swehen die anderen Kunden die Idee, mehr Zahlen zu muessen, damit Du beim laenderuebergreifenden digitalen Schwanvergleich "besser" da stehst?

    Dafuer muesstest Du erst die franzoesische Kostenstruktur fuer hiesige ISPs etablieren... der Preistreiber sind die hohen Kosten, d.h, willst Du niedrigere Preise musst Du die Kosten absenken. Also was ist da Deine tolle Idee die Produktion von Internetzugaemgen fuer ISPs billiger zumachen? Bisher laufen Deine Ideen eher darauf hinaus die Kosten zu erhoehen und die Einnahmen abzusenken, was in Anbetracht der fuer viele ISPs bereits brenzligen finanziellen Situation eher nicht umgesetzt werden wird (es sei denn das Ziel ist viele Geschaeftsaufgaben zu erzeugen).

    Du haengst da mMn. zu sehr dem Traum von der Wunderwirkung der unsichtbaren Hand des Marktes an. Besserer Wettbewerb ist hilfreich und erstrebenswert, aendert aber wenig am durch hohe Kosten verursachten Preisniveau.

    wie schafft es denn die franzoesische Kostenstruktur zu existieren? das funktioniert ja auch irgendwie? und scheinbar nicht schlecht

    faire Internetpreise für Glasfaser sind für mich:

    35€ max. für 1Gbit

    60-90€ max. für 10Gbit(also etwa 8,5 Gbit/s)

    Das sind realistische Preise die genau dem EU-Durchschnitt entsprechen.

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  • pufferueberlauf
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    • 11. Oktober 2026 um 22:16
    • #699
    Zitat von BlackMage2

    wie schafft es denn die franzoesische Kostenstruktur zu existieren? das funktioniert ja auch irgendwie? und scheinbar nicht schlecht

    Nun ja, aktuell liegt die Schaetzung fuer die Kosten pro eigenfinanziertem Anschluss in Frankreich bei ca. 600 Euro, und bei uns 3000-4000 Euro#... finde den Unterschied.

    Zudem haben die Franzosen in Niedrigzinszeiten angefangen zu bauen, was die Finanzierung verbilligt haben duerfte und haben inzwischen halt auch eine bessere Auslastung der FTTH Netze*, was die Amortisierung beschleunigt... All das zusammen bewirkt mehr Preisspielraeume und der etwas bessere Wettbewerb bewirkt da, dass diese Peisspielraeume auch beim Endkunden als niedrigere Preise ankommen. Aber auch franzoesische ISP achten bei allem Wettbewerb darauf rentabel zu bleiben.

    Habe ich aber gefuehlt auch schon ein paar mal (zu oft) vorgetragen, ab er anscheinend ist davon nichts haengen geblieben?


    #) Auch durch eine Mischung existierender Kabel-Schaechte oder Masten und daher schlicht weniger teurer Tiefbau...

    *) Da war oft weder VDSL-Vektoring oder DOCSIS verfuegbar, und bei ADSL16 haben wohl viele Nutzer aktuen Bandbreitenhunger und sind bereit dafuer etwas mehr zu bezahlen.

  • Edding
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    • 12. Oktober 2026 um 11:44
    • #700
    Zitat von BlackMage2

    wie schafft es denn die franzoesische Kostenstruktur zu existieren? das funktioniert ja auch irgendwie? und scheinbar nicht schlecht

    Die Netzte sind Co-invest finanziert und es gibt echten Wettbewerb auf der passiven Faser.

    Aber die Schweizer haben ja auch ein gutes auf dem Incumbent Netz, auch durch echten Wettbewerb auf der passiven Faser.

    Einmal editiert, zuletzt von Edding (12. Oktober 2026 um 11:50)

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