Da sehe ich aus dem Verwandten und Bekanntenkreis aber eine andere Wahrheit. Viele Leute können sich keine Immobilien oder Wohnungen in der Stadt oder dem direkten Speckgürtel leisten und bauen auf dem Land. Dafür sprechen auch einige Neubaugebiete im ländlichen Raum, die binnen kürzester Zeit, und nach einem Losverfahren!, vergriffen sind.
Das ist aber ein deutsches Problem. Nirgendwo in der EU ist das Verhältnis Eigentum und Miete so stark in Richtung Mietobjekte.
Die, die schon länger Grundbesitz haben, sitzen darauf; die, die erst in den 60er/70er Jahren Eigentum erlangt haben, wohnen darin, verstehen aber nicht, dass man ein solches Objekt weiterentwickeln muss.
Ich sehe es in meinem Umfeld, wie störrisch dort mit Investitionen umgegangen wird.
Die 38 Jahre alte Ölheizung hält ja noch, dann reparieren "wir" sie. Dass es vielleicht schlauer ist, eine neue zu kaufen, bevor sie im Winter den Geist aufgibt, wird nicht gesehen.
Dasselbe: Reparatur eines 60 Jahre alten Daches (Betonstein).
Ich habe Immobilien immer als Investition gesehen, egal ob durch mich bewohnt oder vermietet. Aber die meisten Deutschen kaufen/bauen ein Haus und wollen darin herausgetragen werden.
Meine erste Eigentumswohnung habe ich mit 24 Jahren Anfang der 80er gekauft. Bruchbude, renoviert/modernisiert und 5 Jahre später fürs Doppelte verkauft. Mittlerweile lebe ich im vierten eigenen Objekt, mit 60 Jahren bauen lassen. Alles Berlin und Speckgürtel.