Westconnect - EON Highspeed - IPV4 - Ping des Grauens

  • Hallo an alle.
    Ich habe nun ein paar Wochen einen Glasfaseranschluss von der Westconnect.
    Einen Tarif von EON Highspeed (250er).

    Grundsätzlich kann man zusammenfassen, dass eigentlich alles OK lief.

    Das einige was mich wirklich stört sind meine PING Zeiten.
    Ich wohne in der Nähe FFM. Mit meinem DSL Anschluss der Telekom hatte ich sehr gute PING Zeiten (1ms zu google.de).

    Nun habe ich eine PING Zeit von 13ms!
    Mein IP4 Adresse wird in Schleswig-Holstein lokalisiert. Das erklärt die PING-Laufzeit.

    Das nervt mich schon etwas. Warum haben die keinen Breakout in der nähe FFM.

    Muss mal bei Nachbarn fragen, die keine IPV4 haben ob das bei denen auch so ist.

    Gruß Dolphin

  • Wo die GeoLocation deiner IP gesetzt ist, ist erstmal zweitrangig.

    Die Location kann auch je nach GeoLocation Datenbank variieren.

    Schau dir doch evtl. erstmal einen Traceroute / MTR an, um den Paketweg nachverfolgen zu können.

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  • 2 10 ms 10 ms 8 ms 033-155-088-212.ip-addr.vsenet.de [212.88.155.33]
    3 28 ms 8 ms 9 ms 065-149-088-212.ip-addr.vsenet.de [212.88.149.65]
    4 8 ms 9 ms 11 ms 154-145-088-212.ip-addr.vsenet.de [212.88.145.154]
    5 8 ms 7 ms 6 ms et-2-0-5.0.vs-core-r1.6838.ip.vsenet.de [217.24.235.181]
    6 9 ms 8 ms 8 ms et-2-1-2.0.vs-core-r1.6898.ip-addr.vsenet.de [217.24.235.153]
    7 14 ms 12 ms 11 ms 72.14.221.106
    8 12 ms 11 ms 11 ms 142.251.65.71
    9 12 ms 11 ms 11 ms 192.178.253.0
    10 * * * Zeitüberschreitung der Anforderung.
    11 * * * Zeitüberschreitung der Anforderung.
    12 * * * Zeitüberschreitung der Anforderung.
    13 * * * Zeitüberschreitung der Anforderung.
    14 * * * Zeitüberschreitung der Anforderung.
    15 * * * Zeitüberschreitung der Anforderung.
    16 10 ms 9 ms 9 ms bt-in-f94.1e100.net [142.250.154.94]


    Ja, das stimmt. aber macht es ja nicht besser...

  • 1 ms Ping mit DSL ist unmöglich, da hast du falsch geguckt.

    Wenn du eine Aufheiterung willst, Adressen im Cloudflare Free Tier sind über IPv6 an Telekom-Anschlüssen teilweise immer noch nach USA geroutet, dann stehen da knapp 100 ms. Solche Unfälle leistet sich VSE nicht. In zwei Jahren kannst du zu 1&1 wechseln, wodurch sich der Ping deutlich senken lassen sollte.

    Das dürfte ja eher ein kosmetisches Problem sein und nicht dass sich der Anschluss dadurch bei dir langsam anfühlt und schlecht nutzen lässt?

  • Nun habe ich eine PING Zeit von 13ms!

    Hand aufs Herz, welchen spürbaren (nicht messbaren!) Nachteil hast du dadurch?

    Billige Provider bauen ihr Netz meistens simpel auf, das spart Kosten.

    Also E.ON/Westconnect als billigen Provider zu titulieren - welche objektive Begründung hast du dafür? Meine IP wird andauernd in Kassel verortet, was Luftlinie ca. 120 km von mir entfernt ist, und es gibt nur einen regelmäßigen Anwendungsfall, bei dem mir das negativ auffällt: Wenn mir eine Webseite den nächsten XYZ-Laden/Baumarkt in der Nähe empfehlen möchte oder direkt als Vorauswahl verwendet und ich die Filiale erst händisch korrigieren muss.

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4
    und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+IN, MikroTik CRS305-1G-4S+IN
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  • Das Problem der GeoLocation liegt nicht am Provider, sondern an den GeoLocation Anbietern, die es nicht schaffen, ihre Datenbanken aktuell zu halten. Man kann schon froh sein, wenn man im richtigen Staat verortet wird. Die Position kann sich zwischen den GeoLocation Anbietern auch durchaus unterscheiden.

    Der Trace ist doch ok, ich seh da erst mal kein grundlegendes Problem. 9 ms zu Google, da wird sich üblicherweise niemand beklagen. Die BNetzA fordert, dass Dienste wie VoIP oder Videokonferenzen reibungslos am Anschluss durchführbar sind, und das ist damit mit Sicherheit der Fall.

    Was auffällt: Der Ping ist direkt am ersten Hop hoch. Das kann auf geringe Priorität von ICMP zurückzuführen sein. Aber es sind alle Hops sehr gleichmäßig, es gibt keine Ausreißer oder Paketverluste. Insgesamt ist das eher ein guter Trace, und kein Problemfall.

  • 1 ms Ping mit DSL ist unmöglich, da hast du falsch geguckt.

    Unklar, Windows Ping rundet die Ergebnisse auf ganzzahlige Millisekunden, d.h. 1 Millisekunde bedeutet aus dem Interval [0.5, 1.5[.

    VDSL2 arbeitet mit einem 4 KHz Symboltakt, wenn wir jetzt vom best-moeglichen Szenario ausgehen:

    Router -> Modem -> DSL-Link -> DSLAM -> BNG: BNG ist erster IP-Hop und antwortet -> DSLAM -> DSL-Link -> Router

    der DSL-Link braucht im Mittel 1.5 Takte (1 Takt um das Symbol zu uebertragen, und im Mittel 1/2 Takt Wartezeit weil der Link noch belegt ist)

    DSL-RTT: gemittelt: 1/4*(1.5+1.5+1) = 1 Millisekunden

    DSL-RTT: minimal: 1/4*(1+1+1) = 0.75 Millisekunden

    d.h. fuer den Rest der Strecke bleiben noch ca. 0.5 bzw. 0.75 Millisekunden und es bleibt noch innerhalb dessen was Windows als 1 Millisekunde reportiert. Sonderlich wahrscheinlich ist so eine kurze RTT ueber VDSL2 nicht unbedingt (die Daumenregel sagt eher ~4 Millisekunden), aber unmoeglich?

    Offensichtlich hat man eine Topologie gewählt, die vor allem billig sein muss.

    Das gilt fuer die meisten Provider oder? Aus Providersicht ist es am billigsten Packet so frueh wie moeglich in andere Netze zu uebergeben (hot-potato routing), aber kleinere ISP leisten sich meist nicht so viele Uebergabepunkte wie grosse (auch weil kleinere Provider dafuer wohl relativ mehr bezahlen muessen als groessere).

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (7. Juni 2026 um 15:21)

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  • Das Problem der GeoLocation liegt nicht am Provider, sondern an den GeoLocation Anbietern, die es nicht schaffen, ihre Datenbanken aktuell zu halten.

    Interessante Sichtweise... bei ISPs die taegliche Adresswechsel erzwingen und die IP Adressen ueber ihr gesamtes Gebiet verteilen, haben die GeoIP Anbieter ohne Hilfe des ISPs kaum eine realistische Chance. Ich bin allerdings nicht boese, dass mein ISP meinen Standort nicht verpetzt und ich meistens (und nicht bei allen Datenbanken) dem Standort des ISP-PoPs in Hamburg zugeordnet werde (was 100e Km von meinem eigentlichen Standort entfernt liegt). Meine Sichtweise ist: GeoLocation ist bestenfalls eine Heuristik der man nicht all zu viel Bedeutung beimessen sollte, und ich bin immer wieder (nagativ) ueberrascht wo diese Gruetze zum Einsatz kommt.

    Die BNetzA fordert, dass Dienste wie VoIP oder Videokonferenzen reibungslos am Anschluss durchführbar sind, und das ist damit mit Sicherheit der Fall.

    Mmmh, die BNetzA ist in dieser Hinsicht etwas verwirrt, fuer die Mindestversorgung fordert sie Latenzen kleiner als 150ms, definiert Latenz allerdings als nur einen Haelfte der Strecke, d.h. aus BNetzA Sicht (bzw. aus Sicht der Consultants und Berater welche die BNetzA angeheuert hat um die Mindestversorgung zu ueberpruefen) heisst das eine Round-Trip-Time (RTT) von > 300 Millisekunden ist (gerade noch) OK. MMn. ist das eher Gruetze und zeigt die Probleme auf, wenn man Berater Auftragsforschung machen laesst, klar kommen die zu irgendwelchen Resultaten, aber nicht zwingend zu sinnvollen Resultaten. (Hier stuetzen die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Untersuchungen der ITU/CCITT zur Frage welche Mund-zu-Ohr-Verzoegerung bei Ferngespraechen noch akzeptabel ist (IUT G.114 empfiehlt hier <150ms, und ignorieren, dass die ITU hier mit Mund-zu-Ohr-Verzoegerung argumentiert, nicht mit der reinen Netzwerklatenz... @WiK-Consult, @ZAFACO, wir muessen reden...))

  • Interessante Sichtweise... bei ISPs die taegliche Adresswechsel erzwingen und die IP Adressen ueber ihr gesamtes Gebiet verteilen, haben die GeoIP Anbieter ohne Hilfe des ISPs kaum eine realistische Chance.

    Die Frage ist eher, warum man sowas übrhaupt macht. IP-Adressen waren nie als Quelle für eine Ortsbestimmung vorgesehen. Spätestens seit IPv4 Subnetze gleich rudelweise aus dem asiatisch-pazifischen Raum nach Europa transferiert wurden, hatte sich der Anwendungsfall erledigt, wie die zahlreichen Problemmeldungen über Streamingdienste und deren Ablehnung valider Nutzer zeigt. Und die brauchen tatsächlich nur die Information, dass man sich im richtigen Staat befindet.

    Mmmh, die BNetzA ist in dieser Hinsicht etwas verwirrt, fuer die Mindestversorgung fordert sie Latenzen kleiner als 150ms, definiert Latenz allerdings als nur einen Haelfte der Strecke, d.h. aus BNetzA Sicht (bzw. aus Sicht der Consultants und Berater welche die BNetzA angeheuert hat um die Mindestversorgung zu ueberpruefen) heisst das eine Round-Trip-Time (RTT) von > 300 Millisekunden ist (gerade noch) OK. MMn. ist das eher Gruetze und zeigt die Probleme auf, wenn man Berater Auftragsforschung machen laesst, klar kommen die zu irgendwelchen Resultaten, aber nicht zwingend zu sinnvollen Resultaten. (Hier stuetzen die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Untersuchungen der ITU/CCITT zur Frage welche Mund-zu-Ohr-Verzoegerung bei Ferngespraechen noch akzeptabel ist (IUT G.114 empfiehlt hier <150ms, und ignorieren, dass die ITU hier mit Mund-zu-Ohr-Verzoegerung argumentiert, nicht mit der reinen Netzwerklatenz... @WiK-Consult, @ZAFACO, wir muessen reden...))

    Was nichts daran ändert, dass die gemessenen Latenzzeiten im vorliegenden Fall ausreichend sein werden.

  • Die Frage ist eher, warum man sowas übrhaupt macht.

    Spaetphasenkapitalismus... also zum Durchsetzen oertlich begrenzter Lizensierung von Ton und Bild-Material. Aber auch fuer Uberwachungswerbung, um lokale Werbung zu zeigen....

    IP-Adressen waren nie als Quelle für eine Ortsbestimmung vorgesehen. Spätestens seit IPv4 Subnetze gleich rudelweise aus dem asiatisch-pazifischen Raum nach Europa transferiert wurden, hatte sich der Anwendungsfall erledigt, wie die zahlreichen Problemmeldungen über Streamingdienste und deren Ablehnung valider Nutzer zeigt. Und die brauchen tatsächlich nur die Information, dass man sich im richtigen Staat befindet.

    Jain. Ja, IP Adressen sind dafuer nur bedingt geeignet, sind aber oft ausreichen stabile "Tokens" um auf andere Art und Weise gefundene GeoIP Information fuer Webseiten/Server abrufbar zu machen (z.B. gibt es wohl Banking-Apps die zur Identitaetsueberpruefung auch den Standort per GPSD bestimmen und diese bestaetigten Informationen dann an GeoIP Anbieter weiter verkaufen).

    Was nichts daran ändert, dass die gemessenen Latenzzeiten im vorliegenden Fall ausreichend sein werden.

    In der Tat, ich wollte nur relativieren, dass man da nicht die BNetzA heranziehen sollte, weil die eher Latenz-blind ist...

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  • Das gilt fuer die meisten Provider oder?

    Ja, absolut. Es gilt ja zur Erklärung, dass eine billige Topologie eben zu mittelmäßigen Ergebnissen führt.

    Nach meinem Wechsel zu einem Provider mit billiger Topologie hat sich die Laufzeit Richtung Norden bei mir auch deutlich verschlechtert.

  • Interessante Sichtweise... bei ISPs die taegliche Adresswechsel erzwingen und die IP Adressen ueber ihr gesamtes Gebiet verteilen, haben die GeoIP Anbieter ohne Hilfe des ISPs kaum eine realistische Chance. Ich bin allerdings nicht boese, dass mein ISP meinen Standort nicht verpetzt und ich meistens (und nicht bei allen Datenbanken) dem Standort des ISP-PoPs in Hamburg zugeordnet werde (was 100e Km von meinem eigentlichen Standort entfernt liegt). Meine Sichtweise ist: GeoLocation ist bestenfalls eine Heuristik der man nicht all zu viel Bedeutung beimessen sollte, und ich bin immer wieder (nagativ) ueberrascht wo diese Gruetze zum Einsatz kommt.

    Die GeoIP Anbieter bekommen die Informationen nicht von den ISP. Die räumliche Verteilung von IP-Adressen, gerade bei den großen Anbietern, ist Betriebsgeheimnis.
    Die Informationen sind ein Wechselspiel zwischen dem GeoIP-Anbieter und dem Shop-Betreiber. Hier werden in anonymisierter Form (hoffentlich) die IP-Adressen den Versand-Adressen zugeordnet. Diese Funktionen findet man in einigen Shopsystemen. Firmen wie Amazon, Kaufland oder Otto aber auch Streamingdienste betreiben ihr eigenes System. Damit versuchen sie unter anderem Accountmissbrauch oder Betrügereien aufzudecken.

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  • kingpin42 Hoffentlich so schnell wie möglich.


    Momentan wird zumindest irgendwas nachts geändert. Konnte in letzter Zeit schon mehrfach Routing/Ping Veränderungen feststellen. Dementsprechend leider auch viele kurze und vereinzelt auch längere (5h) Ausfälle erlebt…


    Kannst du uns schon was konkreteres verraten?