Erfahrungsbericht: Fritzbox7520 von DSL umstellen auf Glasfaer/ONT via Lan

  • wo ich mich am Feiertag echt geärgert habe, muss ich meinen Frust loswerden.
    Mein Nachbar wechselte von 1&1DSL mit der Bestands-Fritzbox auf Telekom-GF150MBit/s. Dazu gab es von der Telekom einen ONT, ein Brief mit Zugangsdaten gab es angeblich nicht (weniger fürs Online-gehen als für das Kundencenter und Email, war mein Gedanke), denn der ONT war mit der GF-Verbindung auch direkt online.
    Wirklich indiskutabel ärgerlich war die Fritzbox 7520: unter Internet > Zugangsdaten kann man umstellen auf "anderer Anbieter" + "Verbindung via Lan", dann will die Box einen Neustart, was verständlich ist und dann blinkt die Power-LED weiterhin. Ob der Neustart durchgeführt wurde, Windows hat nicht einmal gemeckert über Wlan-Abbruch, auch nicht beim 2ten Versuch, aber ein Netzstecker-ziehen für 10 Sekunden hat Klarheit geschaffen, doch: Power-LED weiterhin am Blinken, ONT selbstverständlich mit LAN1 verbunden. So bleibt nur noch der Werksreset und es begrüßt einen der Einrichtungsassistent, super. Mangels Zugangsdaten ist schon auf der ersten Seite Schluss, ohne Angabe einer Nummer in Feld 1 gehts nicht weiter, da ist der Assistent hartnäckig. Es gibt direkt kein Abbrechen als Option, erst wenn man unten bei den Seitenanzahlen auf die 5 drückt, aktiv farblich hinterlegt war bis dahin die 1, kommt ein Popup, welches fragt ob man den Assistent abbrechen möchte - so sche!sse war das bislang noch nie gelöst, ist zwar schon eine Weile her, aber ich kenne den Einrichtungsassistenten nur so, dass der Abbruch des Assistenten immer angezeigt als Option angezeigt wird. Egal, so war der Assistent wenigstens beendet, denn online war die Box schon lange, also auch angeschlossene Wlan-Geräte waren wieder online. Sehr gewundert hat mich, dass die Box auf der Übersichtsseite 85MBit/s Upload und 15xMBit/s Download angezeigt hat. Ich habe ebenfalls eine 1&1-7520 in meinem Lan, die sagt für 1-2 Stunden nach Reboot 1GBit/s bei Senden und Empfangen in der Übersicht im Bereich des linken grünen Balkens, später bleibt nur noch der grüne Balken ohne Angabe (der Mesh-Master/5690 sagt weiterhin 1GBit/s, Speed ist auch OK, sind eh nur 300MBit/s).

    Aber wie schafft es die 7520via Lan am ONT den Speed des Tarifs = den Online-Speed auf der Übersichtsseite anzuzeigen (wie lange kann ich nicht sagen) ? das in meinem Fall, inklusive Mesh-Verbindung "nur" 1Gbit/s angezeigt wird halte ich für logisch, weil Lan, wie erkennt die 7520 am ONT den tatsächlich gebuchten Online-Speed (+ Überprovisionierung) ?

    Positiv war hingegen Telefon: Rufnummer mit Vorwahl eingeben, da Zugangsdaten halt fehlten, eventuell noch Telekom als Anbieter auswählen, sicher bin ich da nicht mehr und nach 1-2 Minuten warten war die von 1&1 portierte Telefonnummer bei der Telekom registriert und erreichbar.

    Also ärgern muss man sich vor allem über AVM/Fritz :( wenn die Fritten einen Werksreset zum Wechsel von DSL auf "Zugang via Lan1" benötigen. dann sollte es das reine Umstell-Menü auch nicht geben, ODER ES FUNKTIONIERT, DANN WÄR ES AUCH OK. Wenigstens kann man noch halbwegs gut erkennen das was nicht stimmt, weil die Power-LED immer noch blinkt = kann kein Zugang über den sogar angeschlossenen Lan1-Port aktiv sein (aber ich glaube bei "Zugang über Lan-1" gibt es bei keiner Fritzbox ein Blinken der Power-LED, selbst wenn das Lankabel nicht steckt). Wenn es nicht geht, dann solche Menüs nicht anbieten !!!!
    Das Ärgernis mit dem Einrichtungsassistenten wäre auch nicht nötig: einfach direkt sichtbar schon auf der ersten (und den folgenden) Wizard-Seiten die Option zum ABBRECHEN anbieten. Ich muss auf die letzte/zumindest eine andere Seitenzahl als die 1 klicken damit die Abfrage kommt... welcher Idiot hat sich das ausgedacht ? eure Produkte sollen den Kunden HELFEN und UNTERSTÜTZEN und nicht den User gängeln wo es nur geht.

    PS: nicht das hie jemand was falsch Versteht: die Geschwindigkeitserkennung interessiert mich, ebenfalls, ob andere User ähnliche, oder bessere Erfahrungen gemacht haben in einer Situation wie meiner, aber im Grunde war der Wechsel erfolgreich, kein Grund für weitere Hilfe nötig.

    Telekom Glasfaser 300 über Fritzbox 5690pro

  • Nun ja, so ganz werde ich aus der Vorgehensweise nicht schlau, dennoch: bei Wechsel der Anschlussart IMMER einen Werksreset durchführen und anschließend ohne das Einspielen von vorher durchgeführten Sicherungen die Fritze einrichten. Einzige Ausnahme hiervon: das Telefonbuch.

    Nun ist eine 7520 auch keine handelsübliche FB, sondern ein eigens für 1&1 entwickeltes Modell. Es gibt zwar große Ähnlichkeiten zu der 7530 (ohne AX), spätestens seit FRITZ!OS größer 7.14 ist es jedoch nicht mehr möglich softwaretechnisch eine 7530 aus diesem Modell zu machen. Von daher halte ich sonderbares Verhalten für möglich.

    Bei meinen Tests, sah es jedoch auch anders aus: https://www.glasfaserforum.de/file-download/779/

    Der gesamte Bericht findet sich hier: DYI: GPON Glasfaser Modem / ONT selbermachen

  • also die Fritzbox7520 die ich hier in mein Lan gehängt habe (vorher ebenfalls via DSL online) hat das über Umstellung der Anschlussart im Menü problemlos mitgemacht, aber das ist auch schon >1,5 Jahre her, also wohl noch keine 8.x Firmware. Ebenfalls meine 6690 problemlos umgestellt von Zugang via Breitbandkabel auf Zugang via Lan1, aber das ist ebenfalls knapp 2 >Jahre her.

    Ich sehe auch nicht, dass der Anbieter AVM beim Wechsel der Zugangsart einen Werksreset empfiehlt (die Hotline vielleicht). Aber dann sind wir wieder beim "solche Menüs nicht anbieten die eh nicht klappen" sondern direkt auf Werksreset verweisen.

    Telekom Glasfaser 300 über Fritzbox 5690pro

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  • Wir haben die Erfahrung gemacht (auch ich persönlich), dass ein Wechsel der Anschlussart ohne Werksreset sonderbare Effekte nach sich ziehen kann. Sobald der Werksreset stattgefunden hat, sind diese Eigentümlichkeiten verschwunden.

    Da jede Fritze irgendwie anders konfiguriert ist, benötigt man eine gemeinsame Basis für das Troubleshooting. Diese ist der Zustand nach dem Werksreset.

    Abgesehen davon wird damit zuverlässig alter Schrott beseitigt, das System daher aufgeräumt. Wer hat nicht noch Zuweisungen im DNS der Fritze von MAC-Adressen, deren Geräte es nicht mehr gibt?

  • Eine auf Werkseinstellungen gesetzte 7520 habe ich ohne Probleme schon am Telekom-Anschluss eingesetzt.

    Mangels Zugangsdaten ist schon auf der ersten Seite Schluss, ohne Angabe einer Nummer in Feld 1 gehts nicht weiter, da ist der Assistent hartnäckig

    Das kenne ich anders. Nach etwas Wartezeit kann man den Einrichtungsassistenten über die Schaltfläche unten abbrechen. Wegen Telekoms easy login kann man dann auch einfach irgendwelche ausgedachten Zugangsdaten in der Fritz!Box eintragen und sofort läuft alles.

  • HubeBube
    im Allgemeinen mag das sein, aber nicht bei diesem knapp 70 Jahre Rentner, da wurde der Anschluss (von seinem Sohn) mit Startcode eingerichtet und auch das Wlan war noch Ausgangskonfiguration, da wurde nix geändert.

    DLMttH
    eigentlich hatte ich gewartet, aber kam nix. Mitbenutzersuffix = 0001 als Standard war das einzige, was mir bewusst war, einfach irgendwas eingeben habe ich nicht wirklich bedacht. Aber warum nicht direkt die Möglichkeit bieten den Einrichtungsassistenten zu beenden/noch besser erst gar nicht ausführen zu müssen (nach Werksreset startet der sowieso)

    Telekom Glasfaser 300 über Fritzbox 5690pro

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  • Aber wie schafft es die 7520via Lan am ONT den Speed des Tarifs = den Online-Speed auf der Übersichtsseite anzuzeigen (wie lange kann ich nicht sagen) ?

    Die Information bekommt die Box über PPPOE vom Provider. Die Telekom überträgt das irgendwo im Verbindungsaufbau, die Details finden sich hier im Forum.

    Es gibt einen Grund, warum ich bei größeren Umstellungen einen Reset auf Werkseinstellungen empfehle. Deine Erfahrungen überraschen mich nicht.

  • Die Information bekommt die Box über PPPOE vom Provider. Die Telekom überträgt das irgendwo im Verbindungsaufbau, die Details finden sich hier im Forum.

    Wenn das Protokoll TR369 aktiviert ist, läuft die Einrichtung automatisch.

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  • na gut, dann nehm ich das so hin. Auch wenn der Router keine Zugangsdaten von mir bekommen hat, die Telekom hat schon vor 30 Jahren ihre Kunden an der IP erkannt (und Modem war ja korrekt angemeldet über den persönlichen Aktivierungslink und Modem-ID + Anschlussdosen-ID = bereits online laut grüner LED), besonders die Anschluss-ID verweist ja klar auf den physikalisch bei mir liegenden Anschluss. Telefonie scheint ja auch via IP-Adresse erkannt zu werden.
    Ich hab bei meiner Box die exportierten Fritzbox-Einstellungen aus Neugier entschlüsselt und da sehe ich für alle Telefonnummern: username= +49VorwahlRufnummer, authname=anonymous@t-online.de und keine Passwörter = läuft auch über die IP-Erkennung. In der entschlüsselten Datei steht, wenn auch unter DSL -> Internet als Username mein Telekom-Login 12Zahlen0001@setup.t-online.de, Passwort lautet setupbng = das scheint auch nichts wirklich hoch sicher verschlüsseltes = unwichtig zu sein. Und eine TR069-Fernkonfiguration gibt es auch, mit Serverangabe, Username und "einem echten Passwort". Dabei wurde die Box jungfräulich von AVM direkt an die Telekom-GF angeschlossen.

    Ändert aber nix an meiner ursprünglichen Kritik: wenn das Umstellen von DSL auf "via ONT" nicht klappt, oder in >90% nicht klappt, dann sollte AVM doch einfach direkt auf den Werksreset verlinken, oder zumindest textlich auf der Menü-Seite erwähnen, dass in manchen (vielen) Fällen ein Werksreset nötig tut, aber nix davon. Sind doch sonst nicht so zimperlich bei dem Verein, den Repeatern und Powerline-Geräten hat man das Konfig-Backup doch auch einfach kommentarlos genommen (mein alter DVB-C-Repeater/letztes OS = 7.04 kann das noch).

    Telekom Glasfaser 300 über Fritzbox 5690pro

  • Ändert aber nix an meiner ursprünglichen Kritik: wenn das Umstellen von DSL auf "via ONT" nicht klappt, oder in >90% nicht klappt, dann sollte AVM doch einfach direkt auf den Werksreset verlinken, oder zumindest textlich auf der Menü-Seite erwähnen, dass in manchen (vielen) Fällen ein Werksreset nötig tut, aber nix davon.

    Täte man dies, dann würde man sich selbst in das Knie schießen. Gerade den Wechselassistenten hat man reichlich beworben. "Bullet proofed" scheint dieser jedoch nicht zu funktionieren...

    Nachtrag:

    Bitte im Kontakt lesen, wenn der Wechsel der Anschlussart nicht zuverlässig funktioniert, wie groß ist dann das Vertrauen in den Wechselassistenten? Man hätte zuerst diese Herausforderung lösen sollen, bevor die Übertragung auf eine neue Box mit evtl. Wechsel der Anschlussart propagiert wird.

    Einmal editiert, zuletzt von HubeBube (17. Mai 2026 um 11:23)

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  • So wahnsinnig viel passiert da in der Regel nun auch nicht.

    Unter OpenWrt kann man ziemlich unproblematisch die verschiedenen Interfaces setzen, natürlich auch QoS Parameter. Da muss man natürlich keinen Reset machen.