Vom Glasfaserkabel direkt zum Modem/Router

  • Bei mir wurde im Einfamilienhaus (ohne Keller) das Glasfaserkabel ins Haus geführt. Dort waren aufgerollt noch so viel Meter Kabel vorhanden, dass ich dieses Hauptkabel bis zum Standort von Modem/Router verlegen konnte. Geht das, oder wird der Hausübergabepunkt trotzdem installiert? Soweit ich mitgekriegt habe, ist in diesem Haupkabel nur eine Glasfaser-Ader vorhanden.

    In etlichen Telefongesprächen mit der Deutschen Glasfaser habe ich vorher versucht herauszufinden, ob diese Durchleitung ohne Hausübergabe-Punkt oder Anschlußbox möglich ist. Es war leider kein Techniker zu erreichen, der Genaueres erklären konnte.

  • Willkommen im Forum!

    Der Montageort des HÜPs wird üblicherweise bei der Hausbegehung fotografisch festgehalten.

    Verhältst Du dich freundlich gegenüber dem Anschlussteam und hast noch ca. 2 m Gf-Kabel frei gelassen, besteht durchaus die Möglichkeit den HÜP an deinem Wunschort zu montieren. Ein HÜP muss auf alle Fälle gesetzt werden. Dieser oder der Gf-TA/Glasfaser-Dose (vergleichbar TAE-Dose für Telefondraht) stellt den gesetzlich vorgeschriebenen passiven Netzabschluss (d.h. kein Stromanschluss notwendig) dar.

  • Geht das, oder wird der Hausübergabepunkt trotzdem installiert?

    Es geht ja nicht nur um den HÜP somndern auch um das ONT, welches die "Lichtsignale" der Glasfaser quasi übersetzt.

    Kein Router kann mit den reinen Lichtimpulsen was anfangen.

    Ich habe deine Frage jedenfalls so verstanden, dass du die Leitung direkt mit dem Router verbinden willst.

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  • Es geht ja nicht nur um den HÜP somndern auch um das ONT, welches die "Lichtsignale" der Glasfaser quasi übersetzt.

    Kein Router kann mit den reinen Lichtimpulsen was anfangen.

    Hä?

    Komisch, wie können dann z.B. die Fritzboxen 5530, 5590 und auch 5690pro direkt per Glasfaser-Patchkabel an den GF-TA angeschlossen werden?

    Oder willst Du jetzt spitzfindig behaupten, das im entsprechenden Steckplatz eingesteckte SFP-Modul sei nicht als Teil des Routers anzusehen?

  • Hä?

    Komisch, wie können dann z.B. die Fritzboxen 5530, 5590 und auch 5690pro direkt per Glasfaser-Patchkabel an den GF-TA angeschlossen werden?

    Oder willst Du jetzt spitzfindig behaupten, das im entsprechenden Steckplatz eingesteckte SFP-Modul sei nicht als Teil des Routers anzusehen?

    Da dort häufig gleich eine ganze OpenWRT-Installation drauf läuft, ist das schon ziemlich autonom.

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  • In etlichen Telefongesprächen mit der Deutschen Glasfaser habe ich vorher versucht herauszufinden, ob diese Durchleitung ohne Hausübergabe-Punkt oder Anschlußbox möglich ist. Es war leider kein Techniker zu erreichen, der Genaueres erklären konnte.

    Ein klares Nein.

    An irgendeiner Stelle in deinem Haus wird vom Netzbetreiber ein Übergabepunkt gesetzt. Dies ist halt der rechtliche und technische Übergabepunkt an dem ihre Verantwortung endet.

    Allerdings lässt sich mit den Handwerkern vor Ort meistens eine optimale Lösung finden.

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  • Dies ist halt der rechtliche und technische Übergabepunkt an dem ihre Verantwortung endet.

    Allerdings lässt sich mit den Handwerkern vor Ort meistens eine optimale Lösung finden.

    Ergänzend dazu ist zu erwähnen das der HÜP immer so nah wie irgend möglich an der Hauseinführung des Kabels gesetzt wird. Das hat unter anderem mit Brandschutzauflagen zu tun, da die Materialien (Speedpipes, etc.) die in der Erde verlegt sind, nicht für die Verlegung in Häusern zugelassen sind.
    Das war z.B. bei mir ein riesen Zirkus, weil der Tiefbautrupp die Hauseinführung nicht da machen wollte wo der HÜP bei der Hausbegehung geplant worden war. Jetzt ist bei mir zwischen Hauseinführung und HÜP ca. 3m Speedpipe die in einem Feuerfesten Metallkanal verlegt sind.

    Einmal editiert, zuletzt von hetti72 (24. Juli 2025 um 07:23)

  • Bei mir liegen z.Zt. aufgerollt 13 m des Glasfaserkabels im Wohnraum an der Stelle, wo durch die Hauswand gegangen wurde. Das wird bis zum 11. August so sein, denn für diesen Tag wurde der Hausanschluss angekündigt. Von da habe ich in einem Leerrohr ein einadriges Glasfaser-Kabel bis zum Standort des Modems (zur Umsetzung von Licht- in elektrische Signale und dahinter die Fritzbox) verlegt. Dieses ist 12 m lang. So kam ich auf die Idee, die sich aber leider durch die Erklärungen hier nicht durchführen lässt, die Anschlussdose dorthin zu verlegen. Einmal wegen der "unglaublichen" Brandgefahr und natürlich auch wegen der Vorschrift, dass die Dose direkt neben der Hauseinführung zu sein hat. Ich sag mal, das ist wieder mal typisch Deutsch, warum einfach, wenn's auch kompliziert geht.

    Ich habe mich übrigens nicht getraut, die Fritzbox zu kaufen, die direkt die Licht/Elektrik-Umsetzung eingebaut hat, da die Konfiguration anscheinend nicht einfach ist. Kann man das vielleicht später nachholen, um die monatliche Gebühr für die Fritzbox zu sparen?

  • und natürlich auch wegen der Vorschrift, dass die Dose direkt neben der Hauseinführung zu sein hat.

    Das ist so nicht korrekt! Der HÜP ist in der Nähe der Hauseinführung verortet. Der Ort der Montage von Gf-TA/Glasfaser-Dose ist prinzipiell unabhängig vom HÜP. Beide müssen durch ein Glasfaserkabel verbunden sein.

    Zitat

    TKG, § 73, Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen

    Der Zugang zu öffentlichen Telekommunikationsnetzen an festen Standorten ist an einer mit dem Endnutzer zu vereinbarenden, geeigneten Stelle zu installieren. Dieser Zugang ist ein passiver Netzabschlusspunkt; das öffentliche Telekommunikationsnetz endet am passiven Netzabschlusspunkt.

    Ich habe mich übrigens nicht getraut, die Fritzbox zu kaufen, die direkt die Licht/Elektrik-Umsetzung eingebaut hat, da die Konfiguration anscheinend nicht einfach ist. Kann man das vielleicht später nachholen, um die monatliche Gebühr für die Fritzbox zu sparen?

    Die Konfiguration der Fritze ist nicht kompliziert. Lediglich der Provider muss in einer PON-Topologie die Modem-ID der FB provisionieren. Ist der Provisionierungsvorgang beim Provider standardisiert, gibt es üblicherweise keine Probleme. Die Boxen der 55x0er-Serie sind hier problemloser als die 5690 Pro. Letztere ist darüber hinaus auch nicht für XGS-PON tauglich. Erstere hingegen funktonieren auch mit dem neueren XGS-PON Standard.

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  • DG baut die PON Netze bisher in einer AON-Topologie. Es gibt zwar Meldungen bezüglich optischer Splitter in den Distribution Points von DG, jedoch habe ich dafür keine glaubhaften Belege.

    Die optischen Splitter befinden sich erst im PoP, von daher hat jeder Teilnehmer seine "eigene Glasfaser" von Gf-TA bis PoP. Dies entspricht einem PtP/AON Aufbau.