Glasfaser-Vermarktung: „Ein relativ sinnloses Unterfangen“

  • woher weiß ich nun ob es L2-BSA oder (WIA) wird?

    (WIA) wäre super, aber wenn es L2-BSA wird, wäre das schlecht.


    aber das sehe ich ja dann sofort wenn es geschaltet wird, an der ASN von der mir zugewiesenen IP Addresse

    Einmal editiert, zuletzt von BlackMage2 (27. Februar 2026 um 17:41)

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  • BlackMage2

    Ich bin gerade aufgrund meines Nickerchens etwas verwirrt, aber nehme doch an, dass du vorher schon 1&1 DSL hattest und zwar mit Versatel IP?

    Dann wirst du bei Drillisch zwangsweise L2-BSA bekommen. WIA wäre ja Telekom-Routing und das wolltest du doch nicht riskieren oder verwechsle ich dich jetzt mit einem anderen Nutzer?

    Achso millen in der c't 9/25 wurden günstige DSL-Anbieter tabellarisch präsentiert. Da stand drin, dass öffentliche IPv4 in Zukunft bei Maingau nur noch bei Bedarf geschaltet würde. Wann dieser Zukunftsfall eintritt oder ob der für Neukunden so langsam eingetreten ist, weiß ich nicht.

  • naja nicht ganz. an einem anderen Standort hatte ich schon 1&1 über das Telekom Netz.

    an meinem neuen Standort gab es halt nur Fiber von der Telekom und anderen zu unattraktiven Preisen. also d.h. da habe ich noch keine Erfahrungen mit dem Glasfasernetz und mit dem DSL-Netz auch nicht. Kabel war bisher immer attraktiver.

    und durch die Änderungen im Kabelnetz mit höheren Uploadraten wird es auch wieder attraktiver(aber halt wieder nur für Neukunden durch die anfänglichen Rabatte)


    und was soll eigentlich VVDSL bedeuten? Etwa so wie Super Vectoring DSL nur nicht von der Telekom?


    und übrigens funktioniert

    Zitat

    bei mir nicht. da bekomme ich nur "jq: parse error: Invalid numeric literal at line 1, column 20"

    edit: ahh funktioniert jetzt doch, habe da einige Angaben falsch gemacht.. (funzt übrigens auch prima in einer cygwin shell unter Windows, aber unter Win wäre die PowerShell Variante wahrscheinlich sinnvoller)

    7 Mal editiert, zuletzt von BlackMage2 (27. Februar 2026 um 19:37)

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  • also ja bei dem Beispiel von oben kriege 1U1, aber an meiner Adresse DTAG

    an meiner alten Adresse war es auch schon DTAG

    wie escape ich eigl. Orte mit Leerzeichen in der URL?
    ahh schon gut, einfach weglassen(oder durch %20 ersetzen)

    5 Mal editiert, zuletzt von BlackMage2 (27. Februar 2026 um 20:49)

  • der Preis fuer zusaetzliche Mbps geht mit zunehmender Kapazitaet nach unten, weil der Grenznutzen abnimmt, 10 Gbps ist fuer die meisten Nutzungen nicht 10 mal besser als 1 Gbps (und ein 1 Gbps nicht 10 mal besser als 100 Mbps...)

    Sicher, weder Preis noch Geschwindigkeit sind linear, doch würde eine solche Angabe schamlos und platkativ die Reserven offenbaren. Bei der Verpackung im Supermarkt bekommt man zwar mehr Inhalt fürs Geld, aber das Ablaufdatum ist bei der größten VE auch nicht weiter in der Zukunft.

    DSL und Kabel erreichen nur mit Sonderkonditionen vernünftige Preise pro Mbps. Und wenn man den Upload berücksichtigt, erscheint beides sehr teuer.

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  • Eigentlich müssten die ISPs verpflichtet werden, die im Supermarkt den Grammpreis online den Preis pro Mbps (Downstream oder meinetwegen (Downstream + Upstream x 0,5) : 2) anzugeben. Einfach um den Kunden ein Gefühl zu geben, wie effektiv alte Technik man da bekommt. Bei fast 49 ct/Mbps stünde die Telekom mit VDSL 100 für regulär 48,95 € nicht besonders gut da.

    es ist aber nicht so einfach die Leistungen zu vergleichen, wir reden eben nicht über eine Tüte Hülsenfrüchte.

    Der eine mit Telefon, der andere nicht, eventuell optional beides, aber manchmal auch zwingend enthalten. Zählen Down- und Up-Mbps da gleich ? (Upstream ist dem Homeofficenutzer idR viel wichtiger, vor allem wenn es im Breitbandkabel meist bei 50Mbit/s endet und bei DL 40Mbit/s, was in der Praxis aber oft mehr ist wie 50Mbit/s Breitband). Modem/Router enthalten ? geschenkt/geliehen/gemietet ??? Minutenpreis, all-Net-Flat, eventuell noch ein TV-Paket Basic für lau obendrauf... das alles kann man nicht simpel in Mbps vergleichend abbilden, oder wäre für den Anbieter ganz schlecht sich zu verkaufen, dann kann man nur die Internetleitung als solches vermarkten - mag dir gefallen, gilt bestimmt nicht für alle (schon alleine wegen Festnetz, was auch ich schon gar nicht mehr nutze).

    Also mir hat telekom-hilft nie wirklich weitergeholfen, da hat es zwar letztendlich geklappt, aber es war einfach ein Krampf. Der komplett fehlende Support sowie das zwangsfreischalten der Telekom war nicht optimal.

    Im Endeffekt hat mich nur gestört das es immer noch nur Tarife bis 1GBit gab und das zu wesentlich teureren Preisen als es DSL oder Kabel hier gab. Die Infrastruktur für das Anbieten von höheren Geschwindigkeiten ist höchst wahrscheinlich da, es wurde nur einfach nicht angeboten. (250MBit/s mit DSL für 34,99€, Fiber 300 wären 49,99€, Fiber 600 64,99€ und Fiber 1000 74,99€; ich finde es ja sehr schön das Fiber so viel besser sein soll; aber für mich ist das nur ein sehr teures Unterfangen, mit Kabel oder VDSL bin ich wesentlich billiger dran)

    Und nein wahrscheinlich hätte ich wenn es höhere Geschwindigkeiten in derselben Preisdimension gegeben hätte auch nicht zugeschlagen.

    Also über den Ausbau selber, GF-Anschluss befindet sich nur knapp einen Meter von der abgesprochenen Position entfernt, plötzlich und unerwartet ist da ein Graben vor dem Haus für 5-6 Stunden ohne jegliche Information vorab (Zettel im Briefkasten, das möchten ja auch die wissen, die nicht mal bestellt haben). Vielfach, Gott sei Dank nicht bei uns vor der Tür, den Gehweg stümperhaft wieder hergestellt.
    Aber mit der telefonischen Kundenbetreuung war ich sehr zufrieden, die haben sich auch zurückgemeldet, meist telefonisch, aber bei schriftlicher Anfrage und waren dabei sehr sympathisch, haben auch keinen Mist erzählt. Wenn sich bei der Einrichtung dann ein Fehler zeigt und sich das ganze um 3-4 Monate verzögert, dann ist das eben so, das weiss ja vorher keiner. Bei mir ging es mit 28 Monaten von Ankündigung "wir bauen aus" bis "kann bestellt werden" aber auch wirklich gut, wenn ich hier und in anderen Foren so lese.

    Ich sehe kein echte Preisproblem:
    DSL250 Telekom 55€, GF-300 = 50, VF-Kabel = 50€, 1&1-DSL 35€-dauerhaft, 1&1 GF = 40€-dauerhaft.
    Vergleich natürlich immer relativ, DSL = 250MBit/s, GF und Kabel 300. Auch Upstream bei DSL max 40MBit/s, GF = halber Downstream üblich, Vodafone Kabel 50Mbit/s per se das Maximum an Upstream (bislang zumindest noch so).
    Also das finde ich jetzt schon als relativ gleichwertig vergleichbar, die Leistungen sind halt nicht identisch, dementsprechend die Preise auch nicht. Es ist vielleicht nicht immer das dabei, was DU willst, man kann nun mal nicht für jeden Kunden und seinen persönlichen Bedarf einen eigenen Tarif anbieten (zumindest nicht günstig).

    Stimmen tut aber, wie auch ich in der Nachbarschaft sehe, dass kaum Interesse als solches besteht. Als Forennutzer für Internet-Technik wie hier und ich denke nicht nur ich habe da auch andere Foren, lebt man auch in einer Blase. Den meisten Menschen ist es sch**ß egal wie das Internet ankommt, es funktioniert, ab 50 Mbit/s ist das beim durchschnittlichen Kleinverbraucher selbst mit Streamen gegeben mit 1-2 Nutzern (wenn Jugendliche dazu kommen ändert sich das meist *g*). Und niemals vergessen, weil auch nicht wirklich falsch die Einstellung: never change a running system, da kennt man sich aus, das funzt ausreichend. Von daher ist es wirklich nicht so einfach Bekannten und Nachbarn alleine den Hausanschluss (bei der Telekom kostenlos, ohne jegliche Verpflichtung) legen zu lassen, denn das braucht man ja nicht, dann kommt eventuell Feuchtigkeit ins Haus...

    Telekom Glasfaser 300 über Fritzbox 5690pro

  • Als Forennutzer für Internet-Technik wie hier und ich denke nicht nur ich habe da auch andere Foren, lebt man auch in einer Blase. Den meisten Menschen ist es sch**ß egal wie das Internet ankommt, es funktioniert, ab 50 Mbit/s ist das beim durchschnittlichen Kleinverbraucher selbst mit Streamen gegeben mit 1-2 Nutzern

    Selbst im heise-Forum gibt es sehr viele Kommentare in die Richtung "habe jetzt einen Billig-Reseller-50-Mbit/s-DSL-Vertrag, warum soll ich 10 EUR mehr für Glasfaser zahlen". Da sind dann bei der eigentlich technikaffinen Leserschaft auch 39 EUR für einen kleinen GF-Tarif eine Zumutung.

    Das Problem aus meiner Sicht ist, dass die Erwartung besteht, dass später im Bedarfsfall sofort auf Glasfaser gewechselt werden kann, weil ist ja dann super wichtig und so. Irgendjemand soll also schonmal kostenlos Glasfaser ausbauen, aber die Investition darf gerne jahrelang brachliegen.

  • Wir drehen uns hier ein wenig im Kreis. Es gibt aktuell für den nachträglichen (= eine Immobilie, die sich bestenfalls im Status "homes passed" befindet) Gf-Ausbau kein wirkliches "Killer-Argument".

    Rein nüchtern und objektiv betrachtet, ist es eine Investition in die Zukunft. Wenn ein Ausbau angeboten wird, dann muss man dabei sein. Im Nachgang (= Nachanschluss) dauert es länger und kostet mehr (für den Kunden und/oder Provider). Letzteres wissen wir alle aus eigener Erfahrung: was man nicht sofort erledigt, wird immer teurer.

    Nun besitzt ein Glasfaseranschluss natürlich keine positive emotionale Komponente wie ein neues Auto, Motorrad, Luxusreise,... und daher ist der Vorteil eines solchen schwer zu vermitteln, hat keinen spürbaren Benefit.

    Evtl. sollten sich die Gf-Ausbauenden mal mit den großen Marketingagenturen in Verbindung setzen, da funktionieren die Werbekonzepte für nicht lebensnotwendige Dinge wie Coca-Cola ja auch.

    Mit "Technikgeschwafel" erreiche ich im Allgemeinen keinen Kunden mehr. Die Zeiten, dass ein Werbeslogan wie "Vorsprung durch Technik" die Augen hat leuchten lassen, sind meines Erachtens vorbei. Stattdessen sollte die Strategie in Richtung "Erleben, was drin ist" gehen.

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  • Von daher ist es wirklich nicht so einfach Bekannten und Nachbarn alleine den Hausanschluss (bei der Telekom kostenlos, ohne jegliche Verpflichtung) legen zu lassen, denn das braucht man ja nicht, dann kommt eventuell Feuchtigkeit ins Haus...

    Das kann beim Auswechseln einer Gas- oder Wasserleitung oder des Strom- oder Telefonkabels natürlich nie passieren ...
    Alle Versorgerleitungen, bis auf Telefon, wurden bei mir schon mal von den zuständigen Versorgern erneuert. Davor ist man also nicht gefeit.

    Die o.g. Argumentation ist dermaßen unsinnig. So ein Problem kann immer auftreten.

  • Selbst im heise-Forum gibt es sehr viele Kommentare in die Richtung "habe jetzt einen Billig-Reseller-50-Mbit/s-DSL-Vertrag, warum soll ich 10 EUR mehr für Glasfaser zahlen". Da sind dann bei der eigentlich technikaffinen Leserschaft auch 39 EUR für einen kleinen GF-Tarif eine Zumutung.

    Das Problem aus meiner Sicht ist, dass die Erwartung besteht, dass später im Bedarfsfall sofort auf Glasfaser gewechselt werden kann, weil ist ja dann super wichtig und so. Irgendjemand soll also schonmal kostenlos Glasfaser ausbauen, aber die Investition darf gerne jahrelang brachliegen.

    Meiner Meinung nach sind die Leute nicht technisch versiert, aber warum auch immer in so einem Forum, wahrscheinlich nur wegen des Preises, die Foren sind voll von "wie mach ich mich zum Depp um 23Cent/Monat zu sparen?" usw. Es muss sicherlich nicht zwingend Telekom sein (bzw. der Zugang des Netzwerkanbieters), auch wenn ich das für sinnvoll halte. Es ist kein Garant für einen fehlerfreien Zugang, aber doch schon für eine schnelle Fehlerbehebung im Falle des Falles.

    Dein 2ter Punkt: zumindest bei der Telekom ist das so, da wurde mir der kostenlose Hausanschluss pro-aktiv angeboten (Zeitungsbericht mit Link zur Onlinebestellung) = ist doch erstmal Sache des GF-Anbieters wie er damit klarkommt, ich möchte auch gar nicht wissen, wie viel Subventionen pro Anschluss vom Staat gezahlt werden = Win-Win für Anbieter+Kunde. Siehe meinen Anschluss: Nachbar DSL, ich Koax, jetzt, nach gut 6 Monate nachdem der GF-Anschluss nutzbar war 2x GF, wobei das für den Nachbarn technisch nicht wirklich was ändert ob 1&1-DSL100 oder nun 1&1-GF150. Bei mir und dem deutlich höheren Upload im Homeoffice schon. Wer so blöd ist zu denken, dass der GF-Anschluss am besten noch ohne bestehenden Hausanschluss mal eben schnell gelegt wird, ist wirklich realitätsfern, da glaub ich auch nicht, dass das viele denken. Und die Notwendigkeit sehe ich so direkt nicht kommen. Man liesst ab und an, dass ab 2029 oder 30 DSL abgeschaltet wird, aber das glaube auch ich nicht. Vielleicht in irgendwelchen Pilotprojekten, wo GF auch schon zu >99% bis ins Haus verlegt ist. Es gibt aus technischer Sicht auch keinen Grund dafür es nur aus Prinzip abzuschalten, insbesondere wenn GF dann nicht wirklich direkt geliefert werden kann. Das kann sich kein Politiker von welcher Partei auch immer leisten, sowas durchzuziehen, selbst wenn dafür EU-Strafzahlungen drohen sollten (keine Ahnung, aber wäre ja möglich).

    Ein Microsoft-like Trick könnte hier zu Akzeptanz von schnellem Internet verhelfen: wenn die Inhaltsanbieter beim Leitungstest für Videostreaming sagen "unter 100Mbit/s = maximal 144p-Videostreams" (die minimale Rate bei Youtube) und kein HD unter 300MBit/s, dann würden die Nutzer auch direkt einen Sinn darin erkennen einen entsprechend schnellen Internetzugang zu haben, wenn das die Grundvorraussetzung für Streaming in hoher Qualität ist (also nicht aus technischer Sicht vielleicht, aber mach Microsoft ja genauso, was immer die PC-Hersteller + Händler auch zahlen für eine "dauerhaft kostenlose Windows-Version ihrer Kunden"). Mit eben diesen unnötig hohen Hardwareanforderungen sorgt Microsoft ja dafür, dass der PC-Markt floriert. Dass auch Win11/25H2 ebenfalls auf meinem Latitude6530 rennt, wenn man beim Installieren die Hardwareanforderungen übergeht, steht auf einem anderen Blatt und sicher: natürlich könnte der Laptop schneller sein, aber im Grunde machtr er auch so alles was er soll, selbst wenn er 3 Sekunden langsamer bootet usw.

    Das kann beim Auswechseln einer Gas- oder Wasserleitung oder des Strom- oder Telefonkabels natürlich nie passieren ...
    Alle Versorgerleitungen, bis auf Telefon, wurden bei mir schon mal von den zuständigen Versorgern erneuert. Davor ist man also nicht gefeit.

    das hab ich selbstverständlich auch nicht gesagt, aber das, was du erwähnst, sind halt zwingende Notwendigkeiten, da gibt es nix zu diskutieren, während der "auf unbestimmte Zeit ungenutzt GF-Anschluss"schlicht und ergreifend nur "Gefahrenpotential" hat ohne den geringsten Mehrwert. Manchmal muss man als Anbieter nur Geduld haben, dann amortisiert sich der kostenlose Anschluss schon. Wie erwähnt hatte ich vorher Breitbandkabel. Das hatte ich vor 2014 schon an meiner alten Adresse und im jetzigen Haus wurde der Hausanschluss beim Telekom-Breitbandkabelausbau hier im Haus Anfang der 80er Jahren gelegt. Unterm Strich hat der Anbieter (bzw der 3te oder 4te Anbieter nach der Telekom) doch alles richtig gemacht, irgendwann wird es schon einer nutzen. OK, jetzt nach knapp 11 Jahren ist der Kabelanschluss wieder ungenutzt, TV haben wir hier eh via Sat, aber zumindest eine Weile wurde der Anschluss mal genutzt.

    Telekom Glasfaser 300 über Fritzbox 5690pro

    Einmal editiert, zuletzt von Joerg123 (28. Februar 2026 um 12:01)

  • Die Grundvoraussetzungen sind doch überhaupt nicht geschaffen. Die Leute müssen erst einmal verstanden haben, dass VDSL aktive Technik erfordert, die irgendwann weg ist. Dann verstehen die aber, dass das vielerorts länger dauert als propagiert und lehnen sich zurück.

    Wenn die Leute dann verstanden haben, dass nicht nur Zugangstehniken, sondern auch Provider unterschiedlich gut sind, fördert das sogar noch die Unsicherheiten. Die Übergangszeit mit Providermonopolen in weniger privilegierten Gebieten kommt dann noch dazu.

    Bleibt der Stammtisch. Unweit von meiner Ecke wird man durch Glasfaserplus zu einem Telekom-Tarif genötigt, um an Glasfaser angeschlossen zu werden. Vor Ort ist allerdings NetCologne der VDSL-Netzbetreiber und dementsprechend viele sind dort auch direkt Kunde, wenn auch mit maxial 100 Mbit/s, aber immerhin mit einem einwandfeien Internetdienst. Wechselt dann einer von denen mit maximal 100 Mbit/s zur Telekom mit mindestens 150 Mbit/s und merkt, dass manche Dinge schlechter funktionieren als vorher mit DSL, wird sich das unter gewissen Leuten auch rumsprechen.

    unter 100Mbit/s = maximal 144p-Videostreams

    Wäre schon frech, aber ich denke, da fällt es dann auch leichter, für 30 Euro mtl. einen 250er DSL-Anschluss zu buchen, als die 40 Euro aufwärts für Glasfaser 150. Also die 23 Cent kann ich hier nicht bestätigen, ich liege jetzt bei rund 31 Euro für Kabel 600 mit flatterhaftem Upload, der durchschnittlich so 25 Mbit/s schafft.

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  • wie erwähnt: ich sehe sie Glasfaser 300 nicht als überteurten Nachteil MIT 150Mbit/s Upstream zu 40Mbit/s bei DSL.

    Mein persönliches Anliegen ist ein ausreichend schneller Internetzugang, GF hat sich da als beste Wahl erwiesen (ich kenne auch (V)DSL und Breitband). OK, der Zugang kostet vielleicht etwas mehr/"zu viel" was eben auch eine Absicherung bei Ausfallbehebungen beinhaltet (sollte es denn passieren). Mir geht es NICHT darum den letzten Cent zu sparen, auch wenn ich kein Geld übrig habe um es aus dem Fenster zu werfen.

    Die Variante den Internetnutzern technisch Grenzen zu setzen wäre natürlich frech, war natütrlich nur ein Gedankenspiel, auch das würde sich kein Politiker trauen und ohne rechtliche Vorgaben wird das kein Streaminganbieter unterstützen, wo es technisch unter 50Mbit7s tun. Aber Microsoft + die PC Hardware Industrie fährt ganz gut damit, wer auch immer was genau verdient (M$ wird sich die Hardwareanforderungen an das nächste WinOS schon kräftig bezahlen lassen und die Händler werden wissen, welchen Nutzungszeitraum die eingebaute Hardware hat bis diese ausgeschlossen wird). Da lässt sich für viele Firmen viel Geld verdienen.

    Telekom Glasfaser 300 über Fritzbox 5690pro

  • ich möchte auch gar nicht wissen, wie viel Subventionen pro Anschluss vom Staat gezahlt werden

    Auch wenn du es nicht wissen willst: aber bei >85% der Haushalte die Homes Passed ausgebaut werden zahlt der Staat keine Subventionen. Das sind rein eigenwirtschaftliche Ausbauvorhaben.

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  • So lange man bei Glasfaser als Privatkunde für Bandbreite auf der gleichen Hardware Plattform extra Zahlen soll ist das einfach nur eine künstliche Verteuerung.

    Also so wie bei DSL, Kabel, Mobilfunk und jeder anderen Zugangstechnologie auch?

    Gut, die Provider könnten auch einfach pauschal 50 Euro je Kunde nehmen. Ob das allen gefällt, wage ich zu bezweifeln.

  • ist das einfach nur eine künstliche Verteuerung.

    Oder halt normale Preisfindung im Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage.

    Da stellen die tatsaechlichen Produktionskosten meist nur eine untere Grenze fuer langfristig nachhaltige Preise (aber auch Verluste bei einem Produkt (z.B. Tintenstrahldrucker) in Kauf zu nehmen kann sinnvoll sein, z.B. wenn man dadurch bei anderen Produkten (Tinte) mehr Ueberschuss macht und den Verlust ausgleicht).

    Das oben gesagt gilt generell, aber dazu kommt halt noch, dass sich Dienstleistung und Kosten eines ISP nicht darin erschoepfen ein Zugangsnetz zu bauen undzu betreiben, man muss die Daten schon noch zwischen Xugangs- und Internet hin und her transferieren, und diese Kosten sind abhaengig von der notwendigen Kapazitaet und die steigt halt mit den Vertragsraten an. (Nicht linear, aber qualitativ erzeugt ein Kunde mit 1000Mbps Anschluss mehr Kapazitaetslasg als einer mit 100 Mbps, und daher ist es allein aus diesem Grund erwartbar, dass 1000er Tarife teurer angeboten werden als 100, selbst wenn beide ueber das selbe PON realisiert werden.)

    Das heisst natuerlich nicht, dass die aktuellen Preisniveaus in Stein gemeisselt sind*, aber ich wuerde nicht die Luft anhalten...


    *) Es gab da ja auch schon Bewegung, z.B. liegt die Einstiegsstufe bei FTTH bei vielen Anbietern bei ca. 100Mbps, also hoeher als die 16 oder 50 bei DSL und das bei aehnlichem Preisniveau.


    P.S.: Jetzt hat sich gerade Init7 zum selben Thema geaeussert, https://blog.init7.net/de/die-oekonom…tionsindustrie/

    kommt aber zu einem anderen Schluss:

    Andererseits sind die Produktionskosten pro Anschluss identisch, egal ob das Breitband-Angebot 10Mbit/s oder 10Gbit/s Bandbreite beinhaltet.

    Das deckt sich nicht ganz mit den Informationen, die ich von anderen ISP hoere, mag vielleicht der Sondersituation von Init7 geschuldet sein: wenn der Ausbau von Kernnetz und Uebergaben von den Geschaeftskundenanforderungen dominiert wird und die Endkundenanschluesse tatsaechlich keine nennenswerte Aenderung des Kapazitaetsbedarfs bewirken, sind die Kosten des Zugangsnetzes relevanter (und da nimmt Init7 halt eine hoehere Einrichtegebuehr bem 25G Tarif, weil die Optikmodule da halt teurer sind).

    Aber das aendert nichts daran, dass in einem Markt die Kosten immer nur ein unteres Limit sind.

    2 Mal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (1. März 2026 um 12:25)