Leistung kommt nicht am Endgerät an

  • Guten Morgen, wir haben seit kurzem einen Glasfaseranschluß von Open Infra.

    Ich habe gestern versucht, den Glasfaseranschluß zu installieren, aber an meinen Endgeräten kommt nicht die Glasfaser-Leistung an, wie es sein sollte.

    Folgende technische Konfiguration liegt bei mir vor:

    Das Glasfaser-Modem von Open Infra ist mit einem Netzwerkkabel mit einem Speedport Smart 4 TYP A verbunden. Das Netzwerkkabel ist in der Buchse Link/LAN1 auf der Rückseite des Routers gesteckt. Das bisherige DSL-Kabel ist entfernt.

    Der Speedtest ergibt, dass am Router eine Leistung von 275 Mbit/s anliegt. Soweit so gut.

    Da wir in einem EFH wohnen und der Router im Keller steht und in den oberen Etagen auch bei DSL kaum Leistung an kam, hatte ich die Etagen mit Devolos (dlan 1200+) über das Stromnetz ausgestattet. Das funktionierte bisher sehr gut.

    Das ist jetzt auch noch so, aber über die Devolos kommen am PC in der 1. Etage "nur" ca. 30 Mbit/s an. Fast die gleiche Leistung wie unter DSL.

    Was mache ich falsch? Sind die Devolos evtl. nicht für die neue Technik tauglich?

  • Der Speedtest ergibt, dass am Router eine Leistung von 275 Mbit/s anliegt.

    Welcher Speedtest?

    Da wir in einem EFH wohnen und der Router im Keller steht und in den oberen Etagen auch bei DSL kaum Leistung an kam, hatte ich die Etagen mit Devolos (dlan 1200+) über das Stromnetz ausgestattet.

    Dann brauchen wir nicht mehr weiterzusuchen. Die sind das Problem. Powerline ist grundsätzlich eine schlechte Technologie, das hat nichts mit Glasfaser oder DSL zu tun. Du schreibst ja selber, an der Geschwindigkeit hat sich nichts geändert, folglich haben sie auch deinen DSL Anschluss schon ausgebremst.

    Bei Verbindungen über Stockwerke hinweg bleibt eigentlich nur ein LAN Kabel. Selbst mit WLAN bekommt man das nicht wirklich gut hin, zumal es, wie hier, wohl über mehrere Stockwerke geht. Ggf. kann man vorhandene Datenleitungen, wie Telefon- oder Antennenkabel nutzen, aber dafür muss auch alles passen und man muss darauf achten, die Kabel dann sauber von irgendwelchen Infrastrukturen zu trennen.

  • Du brauchst am besten LAN-Kabel nach oben. Die dlan waren schon vorher Mist - aber du hast ja nicht mehr gebraucht. Jetzt brauchst du mehr.

    Alternativ kannst Du mit (wenn es nicht anders geht) Telekom Speed Home WLAN (nur die schwarzen Repeater) per WLAN mit dem Smart 4 koppeln. Das wird deutlich mehr Durchsatz ergeben.

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  • Ist zwar Off Topic, aber das ist jetzt der zweite Fall, wo ein Speedport an einem Internetanschluss mit DHCP verwendet wird. Bisher war nicht bekannt, dass der Speedport an Anschlüssen ohne PPPoE funktioniert.

    Ich rege daher erneut an, mal zu prüfen, ob der Speedport hier tatsächlich als Router arbeitet und nicht nur als Switch. Oder hat jemand neuere Info bzgl. DHCP-Unterstützung der Speedports?

  • Da wir in einem EFH wohnen und der Router im Keller steht und in den oberen Etagen auch bei DSL kaum Leistung an kam, hatte ich die Etagen mit Devolos (dlan 1200+) über das Stromnetz ausgestattet. Das funktionierte bisher sehr gut.

    Also ohne PLC ueber den gruenen Klee loben zu wollen, das Hauptproblem mit PLC ist IMHO, dass es mit VDSL nicht harmoniert und da oft fuer garstige Stoerungen verantwortlich ist, aber das ist bei FTTH eigentlich kein Argument.

    Wenn Du zu einfach Ethernetkabel wechseln kannst, dann mach das, das ist IMHO die beste Loesung, aber wenn das nicht, oder nicht schnell geht kannst Du versuchen die PLC Adapter an verschiedenen Steckdosen zu verwenden, IIRC funktioniert PLC am besten wenn ein Adapter-Paar an der gleichen Phase haengen, und wenn das bei Dir nicht der Fall ist, kannst Du diesen Zustand vielleicht mit geschickter Wahl der Steckdosen herstellen. Ansonsten wuerde ich erstmal zwei normale Endgeraete per PLC verbinden, dann kannst Du den Durchsatz lokal messen und erstaprst Dir die Variabilitaet von Servern im Internet.

  • Du brauchst am besten LAN-Kabel nach oben. Die dlan waren schon vorher Mist - aber du hast ja nicht mehr gebraucht. Jetzt brauchst du mehr.

    Alternativ kannst Du mit (wenn es nicht anders geht) Telekom Speed Home WLAN (nur die schwarzen Repeater) per WLAN mit dem Smart 4 koppeln. Das wird deutlich mehr Durchsatz ergeben.

    Kabel nach oben scheidet aus. Da streikt die "Chefin". Seinerzeit wurden leider keine Leerrohre im Haus verbaut. Aber danke.

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  • Welcher Speedtest?

    Dann brauchen wir nicht mehr weiterzusuchen. Die sind das Problem. Powerline ist grundsätzlich eine schlechte Technologie, das hat nichts mit Glasfaser oder DSL zu tun. Du schreibst ja selber, an der Geschwindigkeit hat sich nichts geändert, folglich haben sie auch deinen DSL Anschluss schon ausgebremst.

    Bei Verbindungen über Stockwerke hinweg bleibt eigentlich nur ein LAN Kabel. Selbst mit WLAN bekommt man das nicht wirklich gut hin, zumal es, wie hier, wohl über mehrere Stockwerke geht. Ggf. kann man vorhandene Datenleitungen, wie Telefon- oder Antennenkabel nutzen, aber dafür muss auch alles passen und man muss darauf achten, die Kabel dann sauber von irgendwelchen Infrastrukturen zu trennen.

    Speedtest von Telekom. Ich habe auch einen anderen Speedtest-Anbieter nochmals versucht. Kommt nahezu das gleiche Ergebnis. Korrekt, auch bei DSL kam die Leistung über die Devolos gebremst an. Aber es hat halt grundsätzlich ausgereicht und wir waren froh, in den oberen Räume überhaupt das Inet nutzen zu können.

  • Ist zwar Off Topic, aber das ist jetzt der zweite Fall, wo ein Speedport an einem Internetanschluss mit DHCP verwendet wird. Bisher war nicht bekannt, dass der Speedport an Anschlüssen ohne PPPoE funktioniert.

    Ich rege daher erneut an, mal zu prüfen, ob der Speedport hier tatsächlich als Router arbeitet und nicht nur als Switch. Oder hat jemand neuere Info bzgl. DHCP-Unterstützung der Speedports?

    Ich hatte mich zuvor beim Telekom-Support erkundigt, die mehr bestätigt haben das der Speedport Smart 4 ausreicht, da das Modem von Open Infra das Signal umwandelt und ich keinen Speedport Smart 4 Plus benötige. Wenn ich direkt am Router "hänge", ist die Leistung ja auch da..

  • Also ohne PLC ueber den gruenen Klee loben zu wollen, das Hauptproblem mit PLC ist IMHO, dass es mit VDSL nicht harmoniert und da oft fuer garstige Stoerungen verantwortlich ist, aber das ist bei FTTH eigentlich kein Argument.

    Ich frage für einen Laien. Was ist PLC, was ist IMHO und FTTH???

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  • PLC: Power Line Communication= Missbrauch eines Netzkabels zur Datenübertragung

    IMHO: In My Humble Opinion = m.E.

    FTTH: Fiber To The Home = Faser bis zum Haus

    Lass die Finger von PLC, missbrauch lieber eine Telefonleitung (2 Paare). Da kommen auf kurze Distanz auch 100 MBit rüber.

  • Lass die Finger von PLC, missbrauch lieber eine Telefonleitung (2 Paare). Da kommen auf kurze Distanz auch 100 MBit rüber.

    Davon kann ich ebenfalls nur abraten, vor allem, wenn es über 2 Stockwerke geht. Wenn da Telefonkabel liegt, dann nutze g.hn.

  • da das Modem von Open Infra das Signal umwandelt

    Sicher benötigst du deswegen keinen Router mit eingebautem Glasfasermodem, allerdings arbeitet dein Internetanschluss mit dem DHCP-Protokoll, womit der Speedport nach landläufiger Meinung nicht umgehen kann, da er nur PPPoE, als Internetzugriff mit Zugangsdaten beherrscht. Konkret bedeutet dies eigentlich, dass der Speedport an deinem Internetanschluss rein logisch nicht als Router arbeitet und falls dein Internet trotzdem funktioniert, arbeitet er möglicherweise als Switch und das wäre potentiell gefährlich, da dann keine Firewall aktiv ist.

    Ich würde dir daher unabhängig von der Powerline-Adapter-Thematik empfehlen, zu prüfen, welche IPv4-Adresse deine Endgeräte derzeit erhalten. Sollte diese mit einer 100. (oder zumindest nicht mit 192.168. oder 10.) beginnen, bestätigt sich mein Verdacht und du nutzt den Anschluss nicht so, wie du denkst.

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  • Kabel nach oben scheidet aus. Da streikt die "Chefin". Seinerzeit wurden leider keine Leerrohre im Haus verbaut. Aber danke.

    Liegen eventuell andere Leitungen, die man zweckentfremden könnte - sprich: Koaxialkabel (für TV per Kabel/Satellit) oder Telefon/ISDN? Da gibt es schöne Modulatoren für.

    Wie schon mehrfach erwähnt ist PLC praktisch Roulette. Das ist Trägerfrequenzverfahren und technisch näher an Funk-/Antennenübertragung dran als an "sauberer", direkter Kabelverbindung. Die Teile übertragen im untersten Megahertz-Bereich und lassen sich durch VDSL2 und diverse andere Signale gerne stören - und auch umgekehrt.

    Der 1200+ ist zudem betagt. Du könntest ein aktuelles FRITZ!Powerline probieren und - wenn dein Stromnetz nach wie vor nicht gut mitspielt - zurückschicken.

    Ich würde aber - wenn Kabel partout ausgeschlossen wird - ein Mesh aus strategisch gut platzierten Repeatern versuchen. Vermutlich reichen schon zwei FRITZ!Repeater 2400.

    Die Annahme, dass PLC immer besser sei als WLAN - denn "es ist ja Kabel" - ist leider ein Irrglaube. Im Prinzip wird nur ein Funksignal auf die Stromleitungen aufmoduliert, deshalb klappt das sogar phasenübergreifend.

  • ein Speedport an einem Internetanschluss mit DHCP verwendet wird. Bisher war nicht bekannt, dass der Speedport an Anschlüssen ohne PPPoE funktioniert.


    Oder hat jemand neuere Info bzgl. DHCP-Unterstützung der Speedports?

    Auch ich kenne nur Speedports Smart 4 Manuals, in denen Benutzername und Kennwort (=PPPoE) eingegeben werden muss (ab Seite 72). Auch bei "Externes Modem verwenden" ab Seite 280 wird PPPoE verwendet.

    Insofern bezweifle ich ebenfalls, das der Speedport als Router mit Firewall funktioniert. Sofern Internetaccess der Endgeräte vorhanden ist, sind diese nun ohne (Firewall-)Schutz dem Internet exponiert und damit Angriffen ungeschützt ausgesetzt. Evtl. sind die angeschlossenen Geräte mittlerweile schon kompromittiert (auch die per WLAN angebundenen Systeme).

    Bevor nun der Thread in Richtung Powerline/dlan vs. LAN-Kabel gelenkt wird, sollte ein Router verwendet werden, der DHCP/IPoE am WAN-Port unterstützt. OpenInfra nutzt kein PPPoE!

    Zitat

    4. Überprüfung der Einstellungen Ihres Routers

    Da FRITZ!Box eines der gängigsten Geräte ist, finden Sie unterhalb eine Anleitung zur anschließenden Überprüfung der Einstellungen Ihrer Routerbox. Bitte beachten Sie, dass je nach Routerhersteller die Angaben abweichen können.

    Jeder glasfaserfähige und DHCP-fähige Router ist geeignet. Optimal ist ein Router mit WAN port.

    Wir empfehlen Ihnen die Konfigurationsanleitung Schritt für Schritt durchzugehen oder den Routerhersteller um Hilfe zu bitten.

    Startguide

  • Sicher benötigst du deswegen keinen Router mit eingebautem Glasfasermodem, allerdings arbeitet dein Internetanschluss mit dem DHCP-Protokoll, womit der Speedport nach landläufiger Meinung nicht umgehen kann, da er nur PPPoE, als Internetzugriff mit Zugangsdaten beherrscht. Konkret bedeutet dies eigentlich, dass der Speedport an deinem Internetanschluss rein logisch nicht als Router arbeitet und falls dein Internet trotzdem funktioniert, arbeitet er möglicherweise als Switch und das wäre potentiell gefährlich, da dann keine Firewall aktiv ist.

    Ich würde dir daher unabhängig von der Powerline-Adapter-Thematik empfehlen, zu prüfen, welche IPv4-Adresse deine Endgeräte derzeit erhalten. Sollte diese mit einer 100. (oder zumindest nicht mit 192.168. oder 10.) beginnen, bestätigt sich mein Verdacht und du nutzt den Anschluss nicht so, wie du denkst.

    Die IPv4-Adresse lautet: 192.168.2.1

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  • Ich würde dir daher unabhängig von der Powerline-Adapter-Thematik empfehlen, zu prüfen, welche IPv4-Adresse deine Endgeräte derzeit erhalten. Sollte diese mit einer 100. (oder zumindest nicht mit 192.168. oder 10.) beginnen, bestätigt sich mein Verdacht und du nutzt den Anschluss nicht so, wie du denkst.


    Sehr sehr guter Hinweis - wusst ich auch noch nicht!

    Der Smart 4 hat zwar vernünftiges WLAN, würde aber auch nicht mit AVM Mesh-Hardware harmonieren. Reibungsloses Roaming ist gerade in Einfamiilienhäusern schöner Komfort.
    Man könnte das Geld statt in neues Powerline auch in eine FB 5590 investieren. Dann einfach mal prüfen, ob die Etage darüber gut abgedeckt wird oder zumindest irgendwo grob ein RSSI von unter -70 dBm (oder max -80) messbar ist. Dort kann man gut mit einem Repeater einsteigen.

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  • Man könnte vieles ausprobieren, aber die Verwendung einer Glasfaser-Fritz!Box würde mir mit OI als Provider als Letztes in den Sinn kommen. Da geht die Reise eher in Richtung 4060, 7690 oder 4690, wenn man viel ausgeben will. Wer nicht viel ausgeben will, dem reicht möglicherweise eine gebrauchte Fritz!Box für ein paar Euro, oder irgendein anderer Router, nur halt kein Speedport.

    Würde sich der Smart 4 plötzlich als DHCP-fähig entpuppen, wäre er ja auch ein prima Gerät, allein schon wegen der WiFi6-Vollausstattung. Dazu ein paar Speed Home WLAN Repeater und auch für den, der des Kabellegens unwillig ist, würde sich ein flottes Heimnetz wahrscheinlich gut realisieren lassen, ohne sich finanziell komplett abzuschießen.

  • @all

    Danke für Eure Anregungen. Evtl. ist die alte Kabel-TV-Dose eine Alternative. Die sind nämlich überall im Haus vorhanden.

    Gut!

    Dann hilft dir sowas wie der Giga Copper G4201C:

    Glasfaser-Weiterleitung im Einfamilienhaus - GIGA Copper Networks
    Glasfaser-Anschlüsse sind auf dem Vormarsch. Das Problem der „allerletzten Meile“ bleibt aber oft bestehen: wie kommt das schnelle Internet ohne […]
    www.gigacopper.net

    Ist auch nicht teurer als gutes PLC, das Set.

    Zur Abgrenzung: Das ist zwar auch Trägerfrequenz und kein Basisband, aber im Vergleich zu Stromkabeln abgeschirmt und exklusiv für Informationsübertragung genutzt.

    Einmal editiert, zuletzt von xrandr (18. Mai 2025 um 14:44)