Ergeben die Fritz!Repeater Sinn, wenn LAN Verkabelung vorliegt?

  • Hallo,

    wir wohnen in einem EFH. Aus Wohnzimmer habe ich in jede andere Stockwerk ein Cat6A Kabel verlegt. Im WZ steht FB7530 (ohne ax) vom ISP, mit allen Ports belegt. Im Dachboden steht ein uraltes Netgear R6300v1 mit dd-wrt drauf, der als AP/Switch fungiert und noch ein LAN Port frei hat.

    Für ein Fall, dass das Netgear Gerät den Geist aufgibt, habe ich mir überlegt, Komplett auf Fritz!-Geräte umzusteigen, auch mit der Hoffnung, dass Roaming zwischen den zwei APs mithilfe von Mesh besser funktioniert.

    Eins verstehe ich aber nicht ganz: wieso soll ich für Fritz!Repeater 3000 ca. 160 EUR ausgeben und dann noch zwei LAN Ports weniger haben, wenn ich für 115 EUR ein Fritz!Box 4050 kaufen kann und diesen als Mesh Node betreiben? Übersehe ich hier etwas? Danke fürs Aufklären im Voraus.

  • Wenn die WLAN-Eigenschaften der beiden Geräte ähnlich gut sind, spricht überhaupt nichts gegen eine 4050. Der Repeater wird mehr WLAN-Radios mitbringen, weil eines vermutlich exklusiv für den Backhaul verwendet wird.

    Wie ich dich verstanden habe, würdest du diese dann per Kabel anschließen. Das wäre die optimale Lösung, auch wenn (sehr theoretisch) ein Backhaul über WiFi größer als 1 Gbps sein könnte. In der Praxis ziehe ich immer eine Cat-Verkabelung für die Anbindung des AP vor.

  • Ja, die Geräte sind bzw. werden weiterhin sein mit einem Kabel verbunden.

    Die Radios in 3000 ax und 4050 geben sich auf den ersten Blick nicht viel: auf 2.4 GHz geht es theoretisch bis 600 Mbit/s, auf 5 GHz bis 2400 Mbit/s. 3000 ax hat aber 4x4 Antenne (vs 2x2) und eine zusätzliche 2x2 Antenne, die bis 1200 Mbit/s kann. Ob die ausschließlich für Backhaul da ist, oder ob die auch bei Kabelgebundenen Geräten als AP zur Verfügung steht, weiß ich nicht.

    Reichen würde vielleicht sogar ein 5-Port Switch und ein 1200 ax Repeater. Da dieser aber auch um 70 EUR kostet, scheint 4050 vernünftiger zu sein.

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  • Hab ne Doppelhaushälfte in ähnlicher IT-Config.
    Im (Wohn)keller bzw. dort im Technikraum der Kabelrouter und demnächst der GF-Router, dort ebenfalls der zentrale Switch fürs ganze Haus.
    Im EG im Wohnzimmer eine FRITZ!Box 4060 als WLAN-Repeater und DECT Basisstation und jeweils noch im Keller und OG ein Repeater, alles via LAN angeschlossen.
    Leistungen der Geräte entsprechend runter geregelt, so dass man auch immer in der entsprechenden Etage am AP hängt.

  • Bei uns handelt sich ebenfalls um eine Doppelhaushälfte. GF Anschluss kommt im Wohnzimmer im EG an. Dort befindet sich ONT und Router und von dort werden die andere Stockwerke versorgt.

    Die Geräte bleiben evtl. am EG Fritz!Box wegen WPA3 hängen, dd-wrt kann auf dem Netgear im 2. OG/Dachgeschoss leider kein WPA3, nur WPA2.

    Ich könnte evtl. die Leistung von dem FB drosseln, dann bleibt aber 1. OG unterversorgt. Oder alles drosseln und im 1. OG noch ein eigenes AP installieren. Oder halt WPA3 ausschalten.

  • Nach meiner Erfahrung haben die Repeater eine deutlich bessere Abdeckung. Sie kümmern sich halt nur um WLAN, es sind keine anderen Technologien an Bord. Entsprechend gibt es auch nur dafür die Antennen, die ideal platziert werden können, ohne Rücksicht auf andere Dinge wie DECT oder ZigBee. Das spürt man.

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  • Es gibt bei Mesh unterschiedliche Ausprägung. Dies ist auch bei Hersteller unterschiedlich interpretiert.
    Deshalb ist es sehr wichtig, dass alle Geräte, die für WLAN zuständig sind, von einem Hersteller sind.
    Wenn du alle AP von AVM per LAN-Kabel anbinden kannst, solltest du dort die günstigen nehmen, die eine 2. LAN-Buchse haben. So hast du auf Jeder ebene weiter Möglichkeiten ohne gleich eine Switch zu installieren.
    Die teuren sind dann von großem Vorteil bei ohne Kabelanbindung, weil sie 2x 5 GHz Sender/Empfangseinheiten haben und es zu keiner Halbierung der Datenübertragung kommt.
    Das Übergeben der Geräte zw. irgendeiner FB und 2 AP funktioniert wirklich sehr gut.

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  • Eine günstigere Alternative wäre die Fritzbox 4050 (allerdings hat diese Dualband-WLAN, also vergleichbar mit dem Fritz Repeater 1200 AX) die du schon genannt hast. Diese kannst du als Mesh-Repeater betreiben und wenn dir die Anzahl der LAN-Anschlüsse reicht, dann brauchst du keinen extra LAN-Switch.

  • Reichen dir denn 1 Gbit/s LAN-Anschlüsse oder brauchst du auch schnellere (natürlich müssen dann auch deine Geräte einen genauso schnellen LAN-Anschluss haben um das komplett auszunutzen)?

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  • Wie viel Mbit/s netto willst du denn erreichen? Denn das Antennendesign der 4050 ist auch nicht so der Bringer, da könnte man sich mit weniger Risiko zunächst eine gebrauchte Fritz!Box 7520 besorgen. Deren WLAN-Charakteristik kannst du dann zumindest zu Hause schon mit der vorhandenen 7530 erproben, die ja baugleich ist.

  • Ich glaube du kannst bequem deine FB vom ISP nehmen und dann lieber 2 x performante 3000 AX.

    Ich würde da bei Kleinanzeigen schauen. AVM gibt auf seine Hardware 5 Jahre und das klappt, also Gebrauchtkauf kein Risiko.

  • Naja, da zahlst du trotzdem 100 Euro oder mehr für, da kriegt man schon drei FB 7520 für. Wenn man nur wenige Geräte hat, die von 160 MHz oder 4x4 profitieren, kann es schon sein, dass man eine Basis-Abdeckung mit 5 GHz mit mehreren 7520 einfacher und günstiger erreicht.

    Das Risiko bei einer gebrauchten 7520 würde ich auch als äußerst gering einschätzen, ich hab da bald 20 Stück von erworben und keine hatte bisher auch nur einen einzigen Defekt. Aber mit Garantie ist da nichts, das stimmt. Da holt man sich für den Fall der Fälle lieber gleich ne Zweite.

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  • Naja, nun sind die Möglichkeiten der 3000 AX schon sehr gut und zukunftsorientiert mit WiFi 6
    Als Beispiel. Selbst mein Pixel 6 Pro, 3 Jahre alt, kann schon WiFi 6a (mit 6 GHz), alle Lappy, 2-3 Jahre alt, sind WiFi 6 und 7.
    Es nicht immer nur die Bandbreite, so sind die Mechanismen von WiFi 6 gerade bei der Client-Übergabe stark verbessert worden.

    Da ist man mit 7520/7530 nicht so dolle unterwegs.

    PS: @Home bin ich bei Ubiquiti gelandet, wenn sie LAN-Anbindung haben sie die AP doch noch etwas flinker, allerdings bei Mesh der AP per WLAN sind sie grottig, ist aber nicht ihr Zielgebiet.

  • Kann sein, kann aber auch sein, dass Wifi 5 ausreichend ist. Zukunftsorientiert wären wohl eher 6 GHz Unterstützung und 2,5 Gbit Anschluss, dafür dass der 3000 AX Beides nicht bietet, ist er dann doch recht teuer. Selbst 4x4 APs mit Beidem gehen mittlerweile schon auf 160 Euro runter.

  • Reichen dir denn 1 Gbit/s LAN-Anschlüsse oder brauchst du auch schnellere (natürlich müssen dann auch deine Geräte einen genauso schnellen LAN-Anschluss haben um das komplett auszunutzen)?

    Wie viel Mbit/s netto willst du denn erreichen? Denn das Antennendesign der 4050 ist auch nicht so der Bringer, da könnte man sich mit weniger Risiko zunächst eine gebrauchte Fritz!Box 7520 besorgen. Deren WLAN-Charakteristik kannst du dann zumindest zu Hause schon mit der vorhandenen 7530 erproben, die ja baugleich ist.

    Momentan kann keine von den Geräten mehr als 1Gbit/s über LAN. Erreichen will ich, dass mein Handy im 1. OG nicht sich an den EG Fritzbox klemmt.

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  • Da der TE ja über verkabelte Wohnung verfügt, kann man ja auch über andere Produkte nachdenken.

    Bei Unifi kostet ein AP U7 Pro 190 €. Technische Daten: 2,5 GB/s Uplink, WiFi 7, 2,4/5/6 GHz.
    AP mit Switch gibt es auch.
    Als Router ein Cloud Gateway Fiber (WAN/LAN 10 GB/s SFP+ und Ethernet, 4x Switch 2,5 GB/s mit PoE) für 300 €.

    Dies wäre ein zukunftsorientiertes Paket. ;)

    Aber kleiner geht natürlich auch. :D

  • TP-Link Omada und Zyxel Nebula sollte man da auch erwähnen. Vor allem, da Omada ähnlich zu Ubiquiti ist.

    Jetzt könnte ich noch anführen, dass man auf US Produkte angesichts der politischen Ereignisse verzichten sollte, dies führt jedoch in einem technischen Forum zu weit!