Die synthetische FRITZ!Box in einer GPON-Topologie

  • Naja, die Europakarte zeigt doch, dass eine freie Routerwahl sehr überschaubar ist, was die Länder angeht.

    Selbst in Frankreich scheint die Angelegenheit keine hohe Priorität zu haben,.... und die Franzosen sind eigentlich gleich bei allem auf den Barrikaden, wenn "Pierre-Normalverbraucher" dauerhaft Nachteile entstehen. 😉

    Man sollte auch nicht nur nach Europa schauen, wie zuvor geschrieben. Die Situation in Asien ist ebenfalls ausschlaggebend. Da bis auf wenige Ausnahmen nahezu alle Router als Massenprodukte aus China/Taiwan und Co kommen, richtet sich die Verfügbarkeit von Kombigeräten und oder separate ONTs nach den asiatischen Begebenheiten. Der Routermarkt in Europa ist eher ein kleines "Lichtchen" auf der internationalen Torte. 😃

  • Internationale Hersteller entwickeln garantiert keine Sonderlocken für den deutschen PON Markt. Das höchste der Gefühle werden da Speedports und evtl Vodafone Stationen sein, die von Arcadian/Sercom/… fremdgefertigt, und nur von den beiden großen ISP in großen Mengen als Whitelabelprodukte vertrieben werden.

    Pon ist nicht das Problem, das gibt es überall. Aber bei Ubiquiti z.B. ist es immer noch ein Problem Mit PPPoE und erst Recht mit verschiedenen VLAN auf dem WAN Port, egal ob Glas oder Ethernet.

    Und damit funktionieren unteranderen die ONT-SFP von Ubiquiti nicht bei deutschen ISP obwohl der selbe Chipsatz wie in einem Luleey.

    Es scheint das ansonsten Inder Welt gerade bei GF einfach DHCP gemacht wird.

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  • Nein freie Routerwahl ist überall esgeht um den ONT/Modem.

    Ich habe es jetzt mal synonym gemeint....

    Ich glaube, dass eher in Deutschland und wenigen anderen Staaten so ein Aufriss um dieses Thema gemacht wird, ob man einen Zwangsrouter erhält oder einen verbindlichen ONT ....

    Das vielfach genannte Argument des zusätzlichen Stromverbrauchs ist ja nur bei unseren Strompreisen überhaupt erwähnenswert. In Nordamerika wüssten die meisten sicher gar nicht, wo da Problem sein soll... ;)

  • Genauer gesagt geht es um den Netzabschlusspunkt bzw. wo dieser verortet ist.

    Zitat

    The network termination point (NTP) represents a boundary for regulatory purposes between end-users' ISPs' networks. According to Recital 19 of the European Electronic Communications Code (Directive (EU) 2018/1972), the National Regulatory Agencies (NRAs) should define the NTP in accordance with BEREC Guidelines. The NTP can be defined on three positions (Point A, B and C), which directly affects Router Freedom.

  • Aktuell suche ich noch die Buildnumber zu FRITZ!OS 07.57 einer 5590.

    Product=Fritz_Box_HW272 (FRITZ!Box 5590 Fiber)
    Type=Release
    Releasecycle=MOVE21NL1
    Version=07.57
    Build=107834
    OEMs=avm 1und1 avme
    Countries=049 99 0234 0255 0256 0264 0267 027 030 031 032 033 034 0351 0352 0353 0357 0358 036 0371 0372 0376 0382 0385 0386 0387 0389 039 041 0420 0421 043 044 045 046 047 048 054 061 064 066 0972
    Languages=de en es it fr pl nl

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  • Wie ich schon öfter geschrieben habe: Die meisten anderen Länder haben gar keine gesetzliche Anforderung, einen passiven Netzabschluss bereitzustellen, und in der EU Richtlinie wird es auch nicht gefordert. In den Standards ist diese Schnittstelle nicht umfassend ausspezifiziert, deshalb gibt es keine einheitlichen technischen Lösungen.

    Da kann die BNetzA wie ein Rumpelstielzchen ums Feuer hüpfen (und wir hier im Forum auch), daran wird sich nichts ändern. In der Praxis hat das TKG diesbezüglich so gut wie keine Relevanz. Und wenn, dann sind die deutschen Provider die Leidtragenden, denn von ihren Technologiepartnern werden sie keine Unterstützung bekommen. Die haben kein Interesse daran, Entwicklungsaufwand in Erweiterungen zu stecken, die es dann den Konkurrenten erlaubt, Netzausrüstung für das Kundennetz bereitzustellen. Bei dem Volumen des deutschen Marktes bekommt ein IT Ausrüster nicht mal ein Jucken in der Hose.

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  • Zitat

    Und wenn, dann sind die deutschen Provider die Leidtragenden, denn von ihren Technologiepartnern werden sie keine Unterstützung bekommen. Die haben kein Interesse daran, Entwicklungsaufwand in Erweiterungen zu stecken, die es dann den Konkurrenten erlaubt, Netzausrüstung für das Kundennetz bereitzustellen. Bei dem Volumen des deutschen Marktes bekommt ein IT Ausrüster nicht mal ein Jucken in der Hose.

    Das ist dann vom ISP zu kurz gedacht... weil ein guter ISP allein aus Selbstschutz darauf achtet nicht von einem einzelnen Technik-Ausruester abzuhaengen...

    Aber da ist ja auch vom Technologiepartnern keine Extrawurst zu braten, alles was so ein Hersteller machen "muss" ist die Standalone ONTs und SFP ONTs auch an Endkunden zu verkaufen.


    Und jedem ISP steht es nach TKG immer frei einen ONT als aktiven Bestandteil des Providernetzes zu deklarieren, er muss halt den Stromzahlen. Siehe TKG 145:

    Zitat

    (1) Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze dürfen ihr öffentliches Telekommunikationsnetz in den Räumen des Endnutzers abschließen. Der Abschluss ist nur statthaft, wenn der Endnutzer zustimmt und Eingriffe in Eigentumsrechte Dritter so geringfügig wie möglich erfolgen. Die Verlegung neuer Netzinfrastruktur ist nur statthaft, soweit keine Nutzung bestehender Netzinfrastruktur nach den Absätzen 2 und 3 möglich ist, mit der der Betreiber seinen Telekommunikationsdienst ohne spürbare Qualitätseinbußen bis zum Endnutzer bereitstellen kann. Soweit dies zum Netzabschluss erforderlich ist, ist der Gebäudeeigentümer dazu verpflichtet, dem Telekommunikationsnetzbetreiber auf Antrag den Anschluss aktiver Netzbestandteile an das Stromnetz zu ermöglichen. Die durch den Anschluss aktiver Netzbestandteile an das Stromnetz entstehenden Kosten hat der Telekommunikationsnetzbetreiber zu tragen.

    Aufmerksame Leser bemerken, dass der 145 KEINE Anforderungen an die Anzahl der mit einem aktiven Netzbestandteil zu versorgenden Endnutzeranschluesse enthaelt... Da gibt es z.B. bei FTTB inhaus VDSL und G.fast DPUs auch Praezedensfaelle...


    Das Problem ist, selbst die ISPs die argumentieren Kunden-ONTs waeren des Teufels und wuerden ihre Netzsicherheit gefaehrden, sind der Meinung, dass den Strom bitte der Endkunde zu zahlen habe...

  • Aber da ist ja auch vom Technologiepartnern keine Extrawurst zu braten, alles was so ein Hersteller machen "muss" ist die Standalone ONTs und SFP ONTs auch an Endkunden zu verkaufen.

    Ich denke, dass auch die zufriedenen Leute mit ONTs Leidtragende sein könnten langfristig.

    Bisher waren die ONTs vom ISP im Regelfall kostenlos, da als (aktiver) Netzabschluss von einigen Anbietern definiert.

    Zukünftig, bei einem etwaigen Defekt oder aber bei der Umrüstung auf XGPON, würde das Teil dann wohl leider in Rechnung gestellt...

    Darauf hätte ich ehrlich gesagt keine Lust.

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  • Das ist dann vom ISP zu kurz gedacht... weil ein guter ISP allein aus Selbstschutz darauf achtet nicht von einem einzelnen Technik-Ausruester abzuhaengen...

    Eine Second Source ist was anderes, als völliger Wildwuchs bei den Kundenendgeräten. Da hat der Provider die Schnittstelle unter Kontrolle und kann die nahtlose Integration in die eigene Infrastruktur gewährleisten.

    Aber da ist ja auch vom Technologiepartnern keine Extrawurst zu braten, alles was so ein Hersteller machen "muss" ist die Standalone ONTs und SFP ONTs auch an Endkunden zu verkaufen.

    Die sich aber dann im Netz des Endkunden ggf. nicht aktivieren lassen.

  • Eine Second Source ist was anderes, als völliger Wildwuchs bei den Kundenendgeräten. Da hat der Provider die Schnittstelle unter Kontrolle und kann die nahtlose Integration in die eigene Infrastruktur gewährleisten.

    Ja, wobei nahtlose Integration schon allein wegen den ITU Standards die die ONTs einhalten muessen eignetlich zu erwarten ist... da ist IMHO sehr viel FUD im Spiel.


    Die sich aber dann im Netz des Endkunden ggf. nicht aktivieren lassen.

    Was allerdings nicht das Problem des Herstellers ist, sonder IMHO ein Zeichen fuer einen ISP der entweder unwillens oder unfaehig ist die relevanten Vorschriften einzuhalten, beides Gruende die fuer einen ISP Wechsel sprechen.

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  • pufferueberlauf

    Das war bei unserem ISP nicht der Fall, für keinen Teilnehmer in unseren kleinen Mehrfamilienhaus.

    Das GF 2 Modem der TK wäre mir eh zu teuer für das was dieses Gerät können muss. Da würde ich dann lieber in den sauren Apfel beißen und mir bei AliExpress und Co für unter 20 Euro ein GPON ONT schicken lassen, falls man mir bei einem zukünftigen Austausch " die Pistole auf die Brust setzt", zwecks Kostenübernahme.

  • Ja, ob mann ~50 EUR fuer ein GPON ONT (immerhin mit 2.5 Gbps Ethernetport) attraktiv findet oder nicht, ist IMHO Geschmacksache. Allerdings provisioniert die Telekom halt auch viele Fremd-ONTs ohne mit der Wimper zu zucken, d.h. Dein 20 EUR Model waere eine realistische Option ohne basteln zu muessen oder ohne mit dem ISP gross verhandeln zu muessen.

  • Was allerdings nicht das Problem des Herstellers ist, sonder IMHO ein Zeichen fuer einen ISP der entweder unwillens oder unfaehig ist die relevanten Vorschriften einzuhalten,

    Wie gesagt, da die Schnittstelle in den Standards nicht als Kundenschnittstelle ausgelegt ist, ist der Onboarding Vorgang nicht spezifiziert. Deshalb kocht jeder Provider da sein eigenes Süppchen, das sehen wir hier täglich. Die Folge ist eine Mischung aus nicht wollen, nicht können und Fachkräftemangel.

    Das bedeutet dann für den Endkunden oft genug, dass er den Provider-ONT nutzen muss und jegliche Vorschriften in der Praxis wenig bis keine Relevanz haben.

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  • Das sortiert sich doch gerade ganz hervorragend raus. Telekom setzt allein durch ihre Masse Maßstäbe. DG als weiterer großer Player hat sein Onboarding stark verbessert. EON baut passive Abschlüsse nach.

    Dem werden die kleinen folgen müssen. Problem gelöst.