Mal wieder: Kein IPv6 bei Deutsche Glasfaser

  • Kaufmännische Entscheidungen trifft man deshalb technologieneutral.

    Rein technisch gesehen ist "kein IPv4 vorhanden" (DG-Standardfall) und "kein IPv6 vorhanden" gleichbedeutend mit "kein Glasfaserinternetanschluss vorhanden". Alles was noch zu tun bleibt, ist den Geldhahn zudrehen.

    Schön wenn die Welt für dich so einfach ist, bei mir kann ich wählen Zwischen Analogen Telefonanschluss und DG (Noch im Bau). Was wähle ich denn da, deiner Meinung nach?

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Kaufmännische Entscheidungen trifft man deshalb technologieneutral.

    Das ist ein schöner Satz.

    Meine Optionen als Privatmensch vor Ort sind: VDSL (Telekom), Glasfaser (DG) und LTE. Wie sähe hier deine technologieneutrale kaufmännische Entscheidung aus?

  • Kaufmännische Entscheidungen trifft man deshalb technologieneutral.

    Schön, wenn Du eine Alternative hast. Bevor bei mir die Glasfaser kam (zum Glück nicht DG), hatte ich die Wahl zwischen DSL mit ca. 12 MBit/s, Koax "Homes passed" ("Neubauten schließen wir nicht an" - dabei hätten sie nichtmal Tiefbau machen müssen, nur Muffe in der Baugrube setzen) und Mobilfunk mit Einbrüchen bis runter auf 3-4 MBit/s.

    Geldhahn zudrehen und kein Internet zu haben ist keine Alternative.

  • würde ja Jemand anderes hier ausbauen, liegt aber nicht in meiner Hand, wer den geförderten Ausbau hier bekommt

    Das widerspricht sich. Bei staatlich gefördertem Ausbau ist die Marktwirtschaft ausgeschaltet und bekommt genau die dann erwartbaren Resultate. Ob das Resultat funktioniert ist allen Beteiligen völlig egal, die wohnen dort ja nicht.

    Ich würde aber auch in dem Fall kein Geld mehr abführen, wenn der Anschluss bspw. seit Januar nicht mehr funktioniert. Ich bin da humorlos.

    VDSL (Telekom), Glasfaser (DG) und LTE

    Da gehe ich ganz pragmatisch: Mit IPv6 über VDSL oder LTE hatte ich nie Probleme, ich würde schlicht keinen Vertrag mit der DG machen, lägen die hier drin. Woher ich das weiß: Ich hatte schon diverse andere FTTx-Anbieter, die keinen Vertrag bekommen haben: Vodafone und PYUR.

    Mein GF-Anschluss und das bis dahin genutzte LTE unterscheiden sich bei Geschwindigkeit und Latenz eh nur marginal. Der Glasfaseranschluss ist auch nur deswegen beschaltet, weil die Telekom dort zum gleichen Preis dort ein höheres Profil schaltet. Wäre das andersrum, wäre es wieder VDSL geworden.

    JWD (Janz weit draußen) hat jüngst die Bundesnetzagentur Star Link zum Grundversorger nach Telekommunikationsgesetz erklärt. Dort würde ich dann ohne Alternativen wohl auch landen. Technik können die Jungs nämlich - Raketen explodieren einfach, wenn man das Thema nicht gebacken bekommt. Mit den Fähigkeiten der DG hätten die noch keinen einzigen Satelliten im Orbit.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Google mal nach Starlink und IPv6 + Twitter/X... So toll können die scheinbar doch nicht mit Technik umgehen. Ob X oder Starlink das Problem ist kann ich dir allerdings nicht sagen, hier läuft es zumindest mit deaktiviertem IPv6 besser.

    Auch LTE ist definitiv keine gleichwertige Alternative, Latenz ist da doch um einiges schlechter. Scheinbar hast du ja glück mit deinem Wohnort...

  • Bei uns gibt es nur die Kupfer Alternative Telekom oder andere mit maximal 12 Mbit.

    VDSL bietet nur ein regionaler Anbieter an mit 100 Mbit.

    Entweder DG oder eben Pech gehabt, so ist das bei uns.

    Wir haben in unserem kleinen Ort 2 verschiedene FTTH Anbieter und 2 verschiedene DSL Anbieter.

    Kommt drauf an in welcher Straße man wohnt. Das Resultat von teilweise staatlich geförderten FTTH Anschlüssen. Schulen waren mit Inexio als erstes dran. Wenn man glück hatte und man auf dem Kabelweg wohnt hat man schon seit 3 Jahren Inexio FTTH.

    Als alternative dann noch völlig überteuertes Richtfunk WLAN Internet das massive Ping Zeiten und auch Störungen hat.

    5G Telekom mit 100 Mbit wäre auch noch zu haben.

  • Auch LTE ist definitiv keine gleichwertige Alternative, Latenz ist da doch um einiges schlechter.

    29 ms (LTE) vs. 24 ms (GF) sind es hier auf fast.com. Und raus kommen auch bis zu 150 Mbit/s.

    VDSL bietet nur ein regionaler Anbieter an mit 100 Mbit.

    100 Mbit/s sind doch ordentlich, "Glasfaser-Speed" habe ich auch nicht, weil viel zu teuer.

    Funktioniert bei dem regionalen denn IPv6? Oder gibt es natives IPv4? Dann wäre ich dort längst.

    Wir haben in unserem kleinen Ort 2 verschiedene FTTH Anbieter und 2 verschiedene DSL Anbieter.

    Die Marktbereinigung könnt ihr nur lösen, indem ihr einen davon wirtschaftlich bankrott gehen lasst. So lange ihr dem falschen Anbieter weiter Geld überweist, wird das nicht passieren.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Mein GF-Anschluss und das bis dahin genutzte LTE unterscheiden sich bei Geschwindigkeit und Latenz eh nur marginal.

    Das tut mir ausgesprochen leid, dass du solch schlechten Glasfaser-Anschluss hast, dass er nur so bescheiden ist wie LTE.

    29 ms (LTE) vs. 24 ms (GF) sind es hier auf fast.com. Und raus kommen auch bis zu 150 Mbit/s.

    Bei mir liegen alle Pingzeiten zu Google, MS und Cloudflare bei deutlich unter 10 ms.

    Und hier das ganze vom Laptop per WLAN zu fast.com

    Kaufmännische Entscheidungen trifft man deshalb technologieneutral.

    Das ist gegenüber von Leuten, die keine andere Wahl haben reine Blasemie. 8o

  • Die Marktbereinigung könnt ihr nur lösen, indem ihr einen davon wirtschaftlich bankrott gehen lasst. So lange ihr dem falschen Anbieter weiter Geld überweist, wird das nicht passieren.

    Da muss Du bei Deinen Ansprüchen aber aufpassen, dass das dann nicht der Falsche ist. Der Großteil der Kunden würde den Anbieter nehmen, der IPv4 nur mit NAT und IPv6 gar nicht anbietet, nur weil der 1,00 € im Monat billiger ist.

  • An meinem DG-Anschluss habe ich auch deutlich bessere Latenz/RTT-Werte, hier gemessen von meiner RIPE-Atlas Probe (hängt direkt am Router) über den letzten Monat zu "well known" Zielen:

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Das tut mir ausgesprochen leid, dass du solch schlechten Glasfaser-Anschluss hast, dass er nur so bescheiden ist wie LTE.

    Das Problem ist, dass Wechsler hier (des Effektes wegen) IMHO Aepfel mit Tomaten vergleicht... beide Messungen laufen mit hoher Wahrscheinlichkeit ueber unterschiedliche Netzwerkpfade, das macht die Interpretation seiner Zahlen zu einer Herausforderung...

  • Da muss Du bei Deinen Ansprüchen aber aufpassen, dass das dann nicht der Falsche ist. Der Großteil der Kunden würde den Anbieter nehmen, der IPv4 nur mit NAT und IPv6 gar nicht anbietet, nur weil der 1,00 € im Monat billiger ist.

    Wobei ich da lieber meinen ISP habe, der mir nur öffentliche IPv4-Adressen liefert als irgendein Konstrukt mit IPv6, die der ISP nicht beherrscht. ;)

  • Das tut mir ausgesprochen leid, dass du solch schlechten Glasfaser-Anschluss hast, dass er nur so bescheiden ist wie LTE.

    Tja, es reicht eben nicht, nur die letzte Meile mit Glasfaser zu überbauen. LTE und 5G haben hier einen hervorragenden Latenzpfad, alle (!) kabelgebundenen Technologien einen eher schlechten. Daran wird sich aufgrund der Marktstruktur auch nie mehr etwas ändern.

    Telefonicas LTE-Standort ist hingegen auf dem kürzesten Weg angebunden, deshalb sind 29 ms fast reine LTE-Latenz. Wird der mal auf 5G Standalone FTTN aufgerüstet, ist FTTH hier wieder Geschichte. Denn dichter als die paar hundert Meter über Funk komme ich an den Telefonica-Backbone niemals per Glasfaserdirektanschluss dran.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Denn dichter als die paar hundert Meter über Funk komme ich an den Telefonica-Backbone niemals per Glasfaserdirektanschluss dran.

    Du scheinst eine sehr spezielle Infrastruktur zu haben. Ein Glasfaseranschluss per Funk?
    Bei AON oder GPON-Anschlüsse ist es egal, ob man 10 m oder 20 km vom PoP entfernt ist, wenn alles handwerklich richtig gemacht wurde.

    Eigentlich sind doch Easybell Fiber-Anschlüsse mit dem Netzbetreiber Telekom, oder wer ist es bei dir.

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (8. April 2025 um 20:05)

  • Das Problem ist eher ein oekonomisches als ein technisches, 5G SA erlaubt technisch die Zugangslatenz in den 1 ms Bereich zu druecken, allerdings hat das massive Kosten der Gestalt, dass die nutzbare Segmentskapazitaet dadurch massiv zurueckgeht (Quelle). Anekdotisch scheint der Zugangslatenz ueber die Luftstrecke eher im Bereich um die 20-30 ms zu liegen, waehrend die Zugangslatenz fuer GPON/XGSPON eher bei 1-3.5 ms (Quelle).

    Das heisst natuerlich nicht, dass die Latenz zu einem bestimmten Ziel ueber einen Mobilanschluss nicht kleiner sein kann als ueber FTTH, insbesondere wenn man unterschiedliche ISPs mit unterschiedlichem Routing vergleicht, aber dann ist es wenig hilfreich so zu tun als beruhen Unterschiede nur auf der Zugangstechnologie.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Easybell ist mit entweder L3-BSA oder dazwischengeschaltetem Versatel-Netz und ohne nationales Backbone einfach der Provider, der naturgemäß die höchste Latenz auf dem Telekom-Glasfasernetz hat. Wohnt man dann noch L3-mäßig ungünstig und zusätzlich weit weg von Düsseldorf oder Frankfurt...

    Ich komme hier mit 1&1 Glasfaser (L2-BSA) in rund 5 ms auf fast.com, mit VDSL sind es dann halt 8.