1und1 mit NICHT-AVM Modem

  • Hallo,

    Bei jemand aus der Familie baut GlasfaserNordwest aus.

    Daher stehen zur Auswahl EWE, Telekom und 1und1.
    Weil vor Ort UniFi in Betrieb ist, würde ich gerne was die Hardware angeht, das günstigst-mögliche buchen - alle Features werden ja im UniFi realisiert.

    Bei EWE & Telekom wäre mein Ansatz: ein "Glasfasermodem 2" bei ebay kaufen und gut ist.

    Bei 1und1 steht in den Anforderungen zum Anschluss aber drin:

    ...sieht also so aus als ob die an ihren Anschlüssen ausschliesslich AVM-Router unterstützen. Und die lassen sie sich auch gut bezahlen, Kauf ist nicht möglich, nur Miete.

    Weiss jemand genaueres? Ist die Nutzung eines "Glasfasermodem 2" möglich?


    Warum steht da (screenshot) bei einigen dabei "Verwenbdung mit ONT" - heisst das das Ding braucht noch ein Modem zusätzlich und es kommt dann nur Ethernet in die FritzBox?!? Aber dass hiesse doch man könnte DOCH ein anderes Modem nutzen? Hä? Ich bin verwirrt.


    Ausserdem:
    Es besteht dort derzeit am Standort ein 1und1 DSL-Anschluss.
    Gestern stand im Kundenmenü dieses Anschlusses noch keinerlei Hinweis auf einen Möglichkeit des Umstiegs direkt als Kunde von DSL zu GF.

    Heute sehe ich: es GIBT ein Angebot dafür, und das sieht so aus:

    Hat jemand eine Ahnung, was dieses "Netzanschlussgerät" ist? Ist das eine FritzBox? Oder einfach nur ein einfaches Modem?

    Ausserdem: angeboten wird hier nur GF 250 und höher - kann man als Bestandskunde auch GF 100 buchen? Vermutlich nur an der Hotline?

  • Ganz in Ruhe abwarten. Rechtlich muss ein passiver Netzanschluss erstellt werden.

    Wenn man darauf nicht besteht, bekommt man einen ONT. Dies ist ein GF Modem. Da fällt hinten Ethernet raus. Das wird dann in die UDM Port 9 gesteckt und die Zugangsdaten eingetragen in der UDM.

    Die Aufstellung ist für 99,9% der Kunden. Wer einen anderen Router nutzt sollte eine Idee haben wie es funktioniert. Es funktioniert hinter ONT (Netzanschlussgeräte) jeder Router, nur die Hotline hilft nicht wenn es nicht AVM ist.

    Man kann natürlich auch mit einem Glasfaser-SFP-Modul direkt vom passiven Anschluss in die UDM gehen. Etwas weniger Kabel, aber keinen technischen Vorteil.

    Grundsätzlich immer erst neuanschlüsse mit dem ONT des ISP in Betrieb nehmen für die erste Zeit bis alles stabil läuft.

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (10. Juni 2024 um 10:34)

  • Bei den meisten ist 250 MB das kleinste. Es geht technisch bis 2,5 GB. Wichtig ist auf den Upload zu schauen. Der wird gerne künstlich gedrosselt, sollte eigentlich immer die Hälfte bis Symmetrisch vom Downloadrate sein.

    1&1 ist da sehr knausrig. Vielleicht Mal bei den anderen Anbietern schauen. 1&1 wäre bei mir eher die letzte Wahl. ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (10. Juni 2024 um 10:36)

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  • Danke für Deine Antwort.

    Exakt das - also nur einen ONT, also das einfachst-mögliche Modem - ist ja das was ich will. Entsprechend wäre das bei der Telekom ja das "Glasfasermodem 2".

    Also ich lerne daraus: Die bieten das garantiert auch an, nur nicht online, weil sie die Leute in die teuren FritzBox-Mieten locken wollen. Vielleicht sollte ich mal anrufen.


    Und danke für den Tipp mit dem "ONT des ISP", das ist aber eine teure Idee, denn das würde ja bedeuten: erst mal einen Vertrag über ein Endgerät eingehen dass man dann gar nicht braucht.

    Beispiel 1&1: man kann wählen zwischen "ich buche gar kein Endgerät" und "ich buche eines für 8 EUR im Monat".
    Was ich vermeiden möchte, nicht nur des Geldes wegen, sondern auch weil ich da keine FritzBox hin haben will und auch nicht brauche.

    In meinem eigenen Haus habe ich das auch so gemacht: Telekom-GF-Anschluss, "Glasfasermodem 2" gebraucht gekauft, lief direkt ohne Probleme.

  • Bei den meisten ist 250 MB das kleinste. Es geht technisch bis 2,5 GB. Wichtig ist auf den Upload zu schauen. Der wird gerne künstlich gedrosselt, sollte eigentlich immer die Hälfte bis Symmetrisch vom Downloadrate sein.

    1&1 ist da sehr knausrig. Vielleicht Mal bei den anderen Anbietern schauen. 1&1 wäre bei mir eher die letzte Wahl. ;)


    Nein, das stimmt beides nicht ganz:
    Die kleinsten Tarife die es gibt wären:

    EWE: 100/50 < 300/75
    Telekom: 50/20 < 100/50 < 250/50
    1und1: 50/10 < 100/50 < 250/50


    Einschub
    Also: Es gibt bei ALLEN Anbietern 100er Tarife, bei Telekom & 1&1 sogar noch kleiner...
    1&1 hat zwar im kleinsten am wenigsten Upload, der ist dafür aber auch der billigste. Nicht dass ich sowas buchen würde, aber das ist der klare "Preissieger".
    Bei den 100er-Tarifen ist der Upload bei allen gleich.
    Und symmetrische Tarife für Privatkunden? Wo gibt's denn sowas? Meinst Du jetzt gemessene Werte oder laut Tarif?
    /Einschub


    ...aber das ist nur das was man angezeigt bekommt wenn man die allgemeine Verfügbarkeit an der Adresse prüft, wenn man aus dem Kundenmenü heraus das anschaut was DA angeboten wird, dann geht es erst bei 250 los.

    Ich vermute aber DAS liegt daran dass da jetzt ein 100er DSL läuft und 1&1 upselling versucht. Ich kann mir nicht vorstellen dass man nicht auch einen kleineren bekommt als Bestandskunde, dann aber ggf entweder gegen Wechselgebühr und sowieso nur am Telefon.

    3 Mal editiert, zuletzt von southy1234 (10. Juni 2024 um 10:54)

  • Und danke für den Tipp mit dem "ONT des ISP", das ist aber eine teure Idee, denn das würde ja bedeuten: erst mal einen Vertrag über ein Endgerät eingehen dass man dann gar nicht braucht.

    GFNW ist ein Joint Venture der Telekom und EWE. Das komplett eigene Netz der EWE wird nach meiner Kenntniss in AON gebaut. Das GFNW Netz nach Telekom Spezifikation. Daher sollte dort das GF Modem 2 als ONT funktionieren.

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  • Wenn man beim Provider andere Geräte onboarden kann. Bei 1&1 auf EON Netz geht das im Moment noch nicht, da muss man die 1&1 HW dazunehmen. Ich weiß nicht, ob es bei 1&1 auf Glasfaser Nordwest schon geht. Da sollte man sich vorher schlau machen, bevor man ohne funktionierendes Endgerät dasteht.

  • ...
    Und symmetrische Tarife für Privatkunden? Wo gibt's denn sowas? Meinst Du jetzt gemessene Werte oder laut Tarif?
    ...

    Gibt es schon, man muss nur den richtigen Netzanbieter/Provider vor Ort haben. Ich bekomme bei openinfra/Internet Nord von 250/250 Mbit/s bis zum 8000/8000 Mbit/s. Meine 250/250 Mbit/s sind aktuell bei 260 up und 235 down, für mich passt das.

  • Nein, das stimmt beides nicht ganz:
    Die kleinsten Tarife die es gibt wären:

    EWE: 100/50 < 300/75
    Telekom: 50/20 < 100/50 < 250/50
    1und1: 50/10 < 100/50 < 250/50

    Bist du dir sicher, dass das GF-Tarife sind? Dabei würde für den GF-Ausbau nichts rumkommen für den Netzbetreiber.

    Bei meinem ISP DNS:NET ist alles incl. 250 MB DSL, ab 250 bis 1 GB Glasfaser. Wird einem aber alles zusammen bei einer Adresse angeboten.

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (10. Juni 2024 um 13:20)

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  • Und danke für den Tipp mit dem "ONT des ISP", das ist aber eine teure Idee, denn das würde ja bedeuten: erst mal einen Vertrag über ein Endgerät eingehen dass man dann gar nicht braucht.

    MHH du hast Glasfaseranschluss noch nicht ganz durchdrungen. ;) der ONT ist immer dabei.

    Erstens musst du abwarten, wer tatsächlich mit welcher Technik ausbaut.

    Bei AON benötigt man nur einen Medienwandler von Glas auf Ethernet. Dahinter kommt der Router. Bei AON sind die technischen Transferraten immer symmetrisch. Hier hat jeder Kunde seine eigene Leitung.

    Bei GPON benötigt man einen ONT. Dieser muss mit seiner ID in der Datenbank des Providers hinterlegt werden und dies ist für die Entschlüsselung wichtig. Bei GPON teilen sich 32-64 Teilnehmer die Leitung. Da müssen also alle Daten auf der Leitung verschlüsselt sein. Auch teilen sich alle die Bandbreite. Im Standard sind dies 2,5 GB Download und 1,25 GB Upload. Das ganze funktioniert wie beim Kabelanschluß.

    Da GPON die deutlich preiswertere Technologie ist, wird meist diese verbaut. Leider hat sie aber den deutlich höheren Serviceaufwand. Und dies verträgt sich so gar nicht mit der Servicewüste Deutschland.

  • Hat jemand eine Ahnung, was dieses "Netzanschlussgerät" ist? Ist das eine FritzBox? Oder einfach nur ein einfaches Modem?

    Ja, der ONT. Man weiß leider nicht vorher, welchen man bekommt. Entweder Sercomm (baugleich zu Glasfaser Modem 2, nur anderes Gehäuse) oder neuerdngs eines von zwei Genexis-Modellen, entweder mit 2,5 Gbit oder nur mit 1 Gbit-Port.

    Krass, wie man ein einfaches Thema so zerreden kann.

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  • MHH du hast Glasfaseranschluss noch nicht ganz durchdrungen. ;) der ONT ist immer dabei.

    Ist er nicht bei allen Providern. Gerade 1&1 liefert im Standardfall keinen ONT, da ein Gf-TA montiert wird.

    Es gibt eine Ausnahme in der 1&1 einen ONT stellt: Entweder macht der Kunde glaubhaft, dass er einen 1&1 Homeserver an dem bestehenden DSL-Anschluss verwendet und am GF-Anschluss weiterverwenden wird/möchte oder (und das trifft hier ja evtl. zu) der Kunde wechselt von einem 1&1 DSL-Anschluss zu einem 1&1 Glasfaser-Anschluss. Nur in diesen beiden Fällen erhält der Kunde auf Nachfrage einen ONT, der bisher kostenfrei ist.

    Folgende Hardware wird mit 1&1 Branding geliefert: Sercomm Glasfaser Modem FG1000B.11 / GPON oder Genexis FiberTwist G2110C / GPON.

    Ersteres Modell findet u.a. auch bei Vodafone Glasfaseranschlüssen Verwendung.

    Weitere Infos hier:

    1&1 Glasfaser-Anschluss einrichten
    So richten Sie Ihren 1&1 Glasfaser-Anschluss ein, damit Sie ab dem Schaltungstag komfortabel surfen und telefonieren können.
    hilfe-center.1und1.de

    https://hilfe-center.1und1.de/dsl-handbuch - hier am Ende von "Alternative Anschlüsse (z. B. Glasfaser)" nachsehen.

    2 Mal editiert, zuletzt von HubeBube (10. Juni 2024 um 14:07)

  • Weil? Bei mir wären sie weit abgeschlagen auf Platz 1 in der Auswahl. Wobei die Verfügbarkeit von 1&1 auf der Faser von GFNW sehr frisch sein muss.

    Weil ich mit denen in den letzten 25 Jahren nur negative Erfahrungen in Verbindung mit den Verträgen hatte oder mein Kollegenkreis. Da war es egal, ob Webseiten, Mobilfunk oder DSL-Verträge. Schlimm würde es, als sie so um 2005 sich viele kleine Firmen einverleiben. GMX war da ein krasses Beispiel, wie da mit den Mitarbeitern umgegangen wurde. Ihre Angebote (technisch) waren nie besser als Telekom, nur die haben den deutlich besseren Services, da zahle ich gerne 5 € mehr.im.Monat.

    Aber sie auch HubeBube Beitrag was man für Klimmzüge machen muß um einen schnöden ONT zu bekommen. Bei den meisten ISP ist es da schwerer keinen zu bekommen. ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (10. Juni 2024 um 14:24)

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  • Bist du dir sicher, dass das GF-Tarife sind? Dabei würde für den GF-Ausbau nichts rumkommen für den Netzbetreiber.

    Bei meinem ISP DNS:NET ist alles incl. 250 MB DSL, ab 250 bis 1 GB Glasfaser. Wird einem aber alles zusammen bei einer Adresse angeboten.

    Warum nicht, bei der Telekom kann man 50/20 als Glasfaser erhalten.

  • Das Blatt dürfte sich ziemlich gewendet haben. 1&1 hat mit Versatel einen soliden Backbone und gutes Peering und beherrscht im Gegensatz zu EWE IPv6 auch nicht erst seit gestern. Da sollte man seine Erfahrungen von 2005 nicht überbewerten. Bei dem Preisunterschied dürfte es auch ziemlich egal sein, wie vermeintlich gut die Telekom im Vergleich ist.

    was man für Klimmzüge machen muß um einen schnöden ONT zu bekommen

    Muss man ja nicht. Man wählt den Tarif, den der TE selbst sogar schon gefunden hat und bekommt das Ding zugeschickt. Aber auch das muss ja nicht sein, man kann das Glasfasermodem 2 ja auch einfach für 40€ auf dem freien Markt kaufen.

    bei der Telekom kann man 50/20 als Glasfaser erhalten.

    Bei 1&1 auch. Nur vielleicht nicht über den versuchten Weg.

    sieht also so aus als ob die an ihren Anschlüssen ausschliesslich AVM-Router unterstützen. Und die lassen sie sich auch gut bezahlen, Kauf ist nicht möglich, nur Miete.

    Vielleicht mal grundsätzlich zur Sache:

    - Die 1&1-Router sind keine Mietgeräte, sondern Mietkauf. Nach zwei Jahren kannst du die Miete glaub ich kündigen und dann gehört das Gerät dir.

    - Du bekommst von 1&1 einen Internetanschluss, der standardmäßig mit DS Lite realisiert wird.

    - Du bekommst Telefonie mit Telefon-Flat

    - In deinem Screenshot ist explizit der ONT erwähnt, an welchen ein Nicht-Glasfaserrouter angeschlossen werden kann

    Der Verweis darauf, dass nur AVM-Router unterstützt werden, ist kein Routerzwang im eigentlichen Sinne. Du kannst an den egal wo erworbenen ONT egal welche Hardware anschließen. Es bringt dir nur nicht viel, da du mit deiner Hardware von Unifi weder telefonieren, noch das Internet nutzen kannst, da die UniFi-Hardware kein DS Lite unterstützt. Du kannst also aus technischen Gründen mit deiner Hardware den Anschluss gar nicht verwenden, wie er standardmäßig ausgeliefert wird. Eine Fritz!Box vereinfacht das gewaltig und ist durch die automatische Konfiguration nach etwa einer Minute einsatzbereit, ohne einen Finger zu krümmen. Das wollen die meisten Kunden.

    2 Mal editiert, zuletzt von DLMttH (10. Juni 2024 um 14:54)

  • Ich würde mir bei dem aktuellen Bedarf des TE eigentlich nur GF legen lassen und bei DSL bleiben. Wer nur ein Bedarf kleiner als 100 Mbit hat erscheint mir nicht als Zielgruppe für GF. Somit bleiben alle Möglichkeiten von "es klappt nicht" aussen vor. 8)

    Ups Standort verraten :D

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  • Der Verweis darauf, dass nur AVM-Router unterstützt werden, ist kein Routerzwang im eigentlichen Sinne. Du kannst an den egal wo erworbenen ONT egal welche Hardware anschließen.

    1&1 liefert schon seit langer, langer Zeit Hardware von AVM als Mietrouter. Manchmal mehr und manchmal weniger softwaretechnisch eingeschränkt, jedoch immer qualitativ hochwertige Hardware mit langjährigen Updates. Eben AVM.

    - Die 1&1-Router sind keine Mietgeräte, sondern Mietkauf. Nach zwei Jahren kannst du die Miete glaub ich kündigen und dann gehört das Gerät dir.

    Doch sind sie. Du bezahlst über die gesamte Vertragslaufzeit die Miete.

    Allerdings, das ist das Unangenehme, geht die Hardware nach 24 Monaten in das Eigentum des Kunden über. Hört sich ja erst einmal gut an, jedoch laufen die Mietzahlungen weiter, ohne das 1&1 bei Hardwaredefekten in Haftung zu nehmen ist.

    Aus diesem Grund empfehle ich gerne routermiete.de. Dort gibt es zwar nur einen AVM DSL Router (ohne Branding) für 12 oder 24 Monaten zu mieten. Dafür ist der Mietpreis günstiger und nach Ablauf des Mietvertrages, vorausgesetzt man verlängert, erhält man erneut ein Neugerät.