Erfahrung AVM Mesh

  • Passt hier nur bedingt ins Forum, weil es mit Glasfaser nix zu tun hat, aber alle anderen Bereiche sind noch schlechter.

    Ich wollte nach eurer Erfahrung mit AVM Mesh fragen.

    Ich nutze dies zwischen einer Fritzbox und einem Repeater, dieser ist per Kabel verbunden und so ist der Modus auch konfiguriert.

    Eigentlich nutze ich Mesh nur wegen der Steering-Standards 802.11k/v.

    Mir ist jetzt aufgefallen, dass sowohl Repeater als auch Master auf dem gleichen Kanal arbeiten.

    Ist das so gewollt? Machen das andere Hersteller ebenso?

    Wäre es nicht besser, die Kanäle unterschiedlich zu belegen?

  • Ich kann nichts zum Handover sagen, die Aussage von frank_m ist mir neu, aber ich schätze seine Kompetenz.

    Was ich aus praktischer Erfahrung kann sagen, dass es kein Performance-Problem gibt, wenn die MESH Geräte den gleichen Kanal nutzen. Die neueren WLAN Standards handeln das problemlos.

    Bei MESH per LAN-Kabel, kommt es im AVM MESH durchaus vor, dass die Kanäle unterschiedlich belegt werden. Es kommt darauf an, ob der MESH Master auf Autokanal steht. - Dann verteilen sich die Kanäle manchmal unterschiedlich zwischen den Geräten.
    Steht der MESH Master fix auf einem bestimmten Kanal und ist die Einstellungsübernahme in den MESH Repeatern aktiv, werden diese immer auf den fixen Kanal des MESH Master gehen.

    Bei meinen Speedport MESH Systemen ist das nicht so. Da sind immer alle beteiligten Geräte auf dem gleichen Kanal.

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  • Das hängt auch ein wenig davon ab, welche Geräteversionen bzw. WiFi-Standards verwendet werden. Bei den WiFi 6/AX Geräten mit zwei 5 GHz Bändern wird eines davon explizit für die Kommunikation der AVM Geräte untereinander genutzt. So wird es auch bei einer "LAN-Brücke" sein.

    Lange hatte ich ein AVM Mesh in Betrieb. Mich hat jedoch gestört, das zwingend eine FB der Mesh Master sein muss und dessen WLAN daher immer aktiv ist. Messtechnisch (DG Speedtest) ist der Durchsatz bei einem devolo 5400 Repeater Mesh höher als bei einem AVM Repeater 6000 Mesh. Da WLAN-Messungen immer stark von den Bedingungen vor Ort abhängen, kann/muss meine Erfahrung keine Allgemeingültigkeit haben.

    Die Integration in die Oberfläche der FB ist natürlich bei Geräten aus dem AVM Universum deutlich besser als bei Fremdgeräten.

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  • Funktioniert hier sehr gut. Master ist (noch)eine 6490, daran hängen am lan eine 1200ax, 2400, und eine 4060

    Gibt nur eins was ich bemängeln muss und das wäre die fehlende Möglichkeit nur am Master das wlan zu deaktivieren. Macht man das gehen durch das mesh auch alle anderen Geräte aus.

    Ist ziemlich sinnfrei beim Master im 19“ rack im Technikraum das wlan an zu haben.

  • Welche Kommunikation sollte das denn sein? Abstimmung zwischen den APs?

    Die AVM Repeater mit zwei 5 GHz Modulen benutzen eine exklusive 5GHz Verbindung als "Backbone" zur Fritzbox.

    Das andere 5GHz Modul wird dann zusammen mit dem 2,4Ghz Modul für die Client Verbindungen genutzt

  • Ja, das ist gewollt, um Handovervorgänge zu beschleunigen. Frequenzwechsel kosten Zeit.

    Das wäre mir neu.

    Wenn das wirklich so wäre, warum wird dann in grossen WLAN Installationen (z.B. Büro´s oder Lagerhallen) mit viel Aufwand geplant und gemessen um die verfügbaren Kanäle optimal auf die AP´s zu verteilen?

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  • Wenn das wirklich so wäre, warum wird dann in grossen WLAN Installationen (z.B. Büro´s oder Lagerhallen) mit viel Aufwand geplant und gemessen um die verfügbaren Kanäle optimal auf die AP´s zu verteilen?

    Die Installationen werden auf Abdeckung, aber nicht auf Handover optimiert.

  • Die Installationen werden auf Abdeckung, aber nicht auf Handover optimiert.

    Das würde dann aber im Umkehrschluss bedeuten das Installationen die alle auf dem gleichen Kanal senden keine gute Abdeckung haben?

    Aber ist das gerade nicht der Sinn eines Repeaters die Abdeckung bzw. die Reichweite zu erhöhen?

    Wie gross sind denn deiner Erfahrung nach die Unterbrechungen beim AP Roaming über verschiedene Kanäle?

  • Das würde dann aber im Umkehrschluss bedeuten das Installationen die alle auf dem gleichen Kanal senden keine gute Abdeckung haben?

    Ja, denn die Zellen stören sich gegenseitig, vor allem im Randbereich kommt es deshalb zu Störungen, die sich gefühlt wie eine Reduktion der Abdeckung auswirken - auch wenn man messtechnisch die Signale dort mit gleicher Feldstärke empfangen kann. Aber die Signale der Nachbarzellen, die auch in einem Mesh immer noch Störsignale für die aktiven Kommunikationspartner sind, sorgen dann dafür, dass im Randbereich keine sinnvolle Verbindung mehr zustande kommt. Das hängt dabei auch von der Auslastung der beteiligten Zellen ab und wird folglich von einigen als "Zellatmung" bezeichnet, obwohl der Begriff eigentlich ein Phänomen bei UMTS beschreibt und bei WLAN nicht 1:1 anzuwenden ist.

    Wie gross sind denn deiner Erfahrung nach die Unterbrechungen beim AP Roaming über verschiedene Kanäle?

    Das Problem ist, dass viele Geräte dann gar nicht unterbrechungsfrei roamen. Trotz 11k und 11v muss ein Client erst mal den AP über seine Beacons identifiziert haben, bevor er sich dort einbuchen kann. D.h., er muss seine Kommunikationsfrequenz verlassen und entweder gezielt auf den neuen AP lauschen (was je nach Beacon Intervall dauern kann), oder er muss sogar alle Kanäle ablauschen, wenn er keine Informationen über den Ziel AP hat. Deshalb machen viele Geräte das erst, wenn es gar nicht mehr anders geht, also wenn die Verbindung zum alten AP quasi schon weg ist.

    Kommen die Beacons auf dem Kanal, auf dem er eh schon unterwegs ist, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine zügige Identifikation des Ziels.

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  • Habt ihr etwas mehr Infos dazu, dass ein 5Ghz-Backhaul genutzt wird, obwohl eine LAN-Verbindung verfügbar ist? Bei der Distanz kommt da auf 5Ghz vermutlich nicht viel rum.

    Das kann ich mir gerade schwer vorstellen. Ich würde mal den Port beobachten, an dem der Repeater hängt. Da müsste ich den Traffic ja beobachten können.

  • Habt ihr etwas mehr Infos dazu, dass ein 5Ghz-Backhaul genutzt wird, obwohl eine LAN-Verbindung verfügbar ist?

    Wird nicht. Nach der Einrichtung stellst du von wlan auf lan um. Also entweder oder. Und der backhaul ist auch nur bei den Geräten verfügbar die 3 Funkmodule haben.

  • Habt ihr etwas mehr Infos dazu, dass ein 5Ghz-Backhaul genutzt wird, obwohl eine LAN-Verbindung verfügbar ist?

    Oh, da muss ich mich wohl korrigieren: IMHO wird der 5GHz Backbone nur in der Betriebsart WLAN Brücke genutzt.

    Bei einer LAN Brücke macht das wenig Sinn.

    Der dedizierte 5GHz Backbone ist ja sowieso nur bei Repeatern möglich die 3 Funkmodule haben.

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  • Das hängt auch ein wenig davon ab, welche Geräteversionen bzw. WiFi-Standards verwendet werden. Bei den WiFi 6/AX Geräten mit zwei 5 GHz Bändern wird eines davon explizit für die Kommunikation der AVM Geräte untereinander genutzt. So wird es auch bei einer "LAN-Brücke" sein.

    Ich muss hier "disambiguieren"... frank_m hat es bereits mitgeteilt.

    Ich meinte mit meinem letzten Satz, das bei einer "LAN-Brücke" das LAN für die interne Kommunikation genutzt wird und nicht das WLAN. Bei einer "WLAN-Brücke" natürlich 5 GHz-WLAN.

  • Das Mesh läuft bei mir sehr gut, habe über unser 3 Parteien Haus 3 FBs und 3 Repeater verteilt aber alle über LAN Brücken verbunden, das einzige das nicht richtig funktioniert ist die Update Funktion für DECT Telefone in der Mesh Übersicht. Die Updates muss ich manuell am DECT Gerät anstoßen.

  • Bei mir läuft Mesh hervorragend mit 4060 und Repeater 6000. Beide verbunden über WLAN-Bridge. Handover funktioniert ebenfalls super. Manchmal dauert es bis zur nächsten Datenanforderung, dann merkt er, dass es einen besseren Weg gibt.

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