DG PoP: Bericht aus 2018 noch Stand der aktuellen Technik?

  • Es wird zwar nicht explizit erwähnt, aber ist das eine übliche GPON-Implementation?

    Machen das andere Netzbetreiber ähnlich oder gibt es tatsächlich auch den Fall, dass im Kabelverzweiger in den Straßen passiv gesplittet wird?

    Sowohl als auch.

    Die Telekom setzt die Splitter sehr nahe zum Kunden in die NVts und dadurch auch sehr verteilt.

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  • Soweit ich das kenne, und ich habe selber auch PoPs von innen gesehen, ist die Bauweise aus Zorneding auch weiterhin in Verwendung. Die hat eben den Vorteil, das man mit der PtP Verkabelung AON oder GPON verwenden kann.

  • (Wieso) wird dann GPON verwendet im POP wenn eh alles PtP verkabelt wird?

    Ich dachte der Vorteil für den Provider bei GPON wäre, dass sich mehrere Teilnehmer eine Faser teilen, aber bei dieser Ausbauweise der DG hat doch jeder Teilnehmer ohnehin dann seine eigene Faser oder? Und was wird dann genau im POP anders gemacht als bei AON? Bei AON wird ja sicher auch nicht jeder Teilnehmer seinen eigenen Uplink ins Internet haben, sondern auch vorher die Fasern gebündelt werden. Vielleicht kann mir das mal jemand erklären :)

  • Vereinfacht gesagt: das teure ist nicht die Verlegung der Fasern bzw. ob noch etliche Fasern zusätzlich im Bündel vorhanden sind. Grundsätzlich sind die Glasfasern sehr billig. AON benötigt jedoch pro angeschlossenem Haushalt einen aktiven Port im PoP. Dieser Port kostet merklich.

    Der Uplink vom PoP in den Backbone ist sowieso gemultiplext, gleich in AON oder GPON Topologie.

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  • Danke für eure Antworten soweit.

    Mein Gedanke war auch, dass es für den Betreiber grundsätzlich günstiger ist, GPON-Ports bereitzustellen, die man nur optisch und passiv splittet und der Datenstrom erst später aktiv terminiert wird.

    Und wenn ich sehe, dass NG-PON2 und weitere Standards die Bandbreite "mal eben" auf 40G und mehr in dem Segment aufblasen, sehe ich da so schnell auch keine Limitierungen aufziehen. Wobei ich tatsächlich keine Idee habe, was heute auf einer Single-Mode-Faser physikalisch möglich wäre.

    (Ergänzung: Wenn ich es nicht falsch verstehe, liegt der bisherige Rekord bei 1,5 PBit/s. https://newatlas.com/telecommunicat…s-speed-record/

    Das liest sich für mich, dass dabei ein gewöhnliche Single-Mode-Faser zum Einsatz kam.)

    Spannend ist das unterschiedliche Vorgehen. Für mich ist das Vorgehen der DG, erst im PoP zu splitten, insgesamt nachvollziehbar.

    Vielleicht wäre es für die Telekom auch relativ einfach, eine einzelne Faser bis in die Vermittlung neu zu spleißen, um dort ggf. einen AON-Port bereitzustellen.

    Vorausgesetzt, dass dieser Bedarf in Anbetracht der Entwicklung von xPON überhaupt noch relevant ist. Symmetrische Bandbreiten bietet ja bereits XGS-PON.

    Einmal editiert, zuletzt von mbo77 (17. August 2023 um 09:17)

  • Ich hatte es auch an anderer Stelle schon mal geschrieben, ich bin kein großer FAN von GPON. Aber meine Vorbehalte richten sich eher in Richtung Onboarding, Management, Service und Maintenance-Bedarf. Die Bandbreite ist meines Erachtens wirklich kein Problem bei GPON, auch nicht bei vielen Kunden in einem Passiv-Segment.

  • Ja, das Management ist aufwändiger. Ist schon schick, wenn es bei AON quasi nur Plug and Play ist.

    Aber DG und Telekom machen doch bereits vor, dass auch kundeneigene aktive Komponenten machbar sind.

    Wenn der Gesetzgeber jetzt nicht ohne Not nachgibt, bin ich mir sicher, dass die Prozesse beherrschbar und auch implementiert werden.

    Mich ärgert eigentlich eher, dass der Gesetzgeber nicht PtP vorschreibt, so dass ein anderer Anbieter Zugang zur Faser und nicht nur auf Bitebene erhält.

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  • Mich ärgert eigentlich eher, dass der Gesetzgeber nicht PtP vorschreibt, so dass ein anderer Anbieter Zugang zur Faser und nicht nur auf Bitebene erhält.

    Mich ärgert, wenn der Gesetzgeber Technologien vorschreibt und sich nicht auf Vorgabe von Rahmenbedingungen/Vorgehensweisen beschränkt.

    Technologien verändern sich und sind manchmal in kurzer Zeit überholt und/oder durch Besseres ersetzt. Blöd wenn dann alter Technik festgehalten werden muss.

    Beispiel:

    PtP ist Technik.

    Verpflichtendes und kontrolliertes Open Access eine Verordnung.

  • Ich würde PtP nicht als Technik verstehen, sonder als Konzept.

    Open Access ist doch bei PtP und PtMP nicht mehr gleichwertig zu realisieren. Gibt es außer einem Bitstream-Zugang noch anderen Optionen, wenn die Topologie PtMP ist?

    Ich kenne die Vorgaben für Open Access bei Förderung nicht. Ist dort der Zugang zur Faser verpflichtend?

    Denn dann meinen wir im Grunde dasselbe.

  • Bei Fördergebieten ist nach den 24 Monaten die Öffnung verpflichtend aber mit einem nicht unerheblichen Zusatz: Dieser ist zu marktüblichen Preisen zur Verfügung zu stellen. (soweit ich das noch recht in Erinnerung habe). Bitte ergänzen.

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  • Gibt es außer einem Bitstream-Zugang noch anderen Optionen, wenn die Topologie PtMP ist?

    Auch dort ist ein Faser Zugang möglich.

    Einfach wenn die Splitter zentralisiert und mit Steckverbindungen versehen sind.

    Schwierig bzw wirtschaftlich uninteressant wenn sie verteilt und verschweist sind.