Glasfaser in Celle (SVO)

  • So ein Nokia XS-010X-Q ONT ist jetzt nicht gerade ein Kost-Verächter ;)

    Code
    Power requirements
    • 12 VDC /1A
    • Power consumption: <8.6 W

    Und mit 200€+ auch nicht gerade billig

    Eine 10G BiDi Optik verbraucht unter 1W und kostet ~50€

    und bietet dabei noch echte 10G

    25G BiDi Optik gibts für etwa 110€ und verbraucht auch unter 1W

  • So ein Nokia XS-010X-Q ONT ist jetzt nicht gerade ein Kost-Verächter ;)

    Code
    Power requirements
    • 12 VDC /1A
    • Power consumption: <8.6 W

    Und mit 200€+ auch nicht gerade billig

    Eine 10G BiDi Optik verbraucht unter 1W und kostet ~50€

    und bietet dabei noch echte 10G

    25G BiDi Optik gibts für etwa 110€ und verbraucht auch unter 1W

    Also wenn man schon solch Vergleiche anstellt, dann aber auch Äpfel mit Äpfel vergleichen ;) der Stromtreiber beim XS-010X-Q ist der 10GBase-T Port. XGSPON SFP+ Module brauchen auch nicht viel meht (max. 1 Watt) als BiDi SFPs:

    SFP+ Transceiver Modul mit DOM - Generisch kompatibel XGSPON ONU SFP+ 1270nmTx/1577nmRx 9.953GTx/9.953GRx Klasse N2 20km DOM SC SMF - FS.com Deutschland
    SFP+ Transceiver Modul mit DOM - Generisch kompatibel XGSPON ONU SFP+ 1270nmTx/1577nmRx 9.953GTx/9.953GRx Klasse N2 20km DOM SC SMF, Product…
    www.fs.com

    Echte 10G netto kann man auch mit 10GBase-BX nicht anbieten, auch da ist bei <9,5 Gbit/s Schluss. Vom Stromverbrauch des aktiven Equipments auf Providerseite sprechen wir besser nicht :)

  • Also wenn man schon solch Vergleiche anstellt, dann aber auch Äpfel mit Äpfel vergleichen ;) der Stromtreiber beim XS-010X-Q ist der 10GBase-T Port. XGSPON SFP+ Module brauchen auch nicht viel meht (max. 1 Watt) als BiDi SFPs:

    https://www.fs.com/de/products/141199.html

    Nur bekommst du in der Regel kein ONT als SFP+ sondern die klassische Variante ala XS-010X-Q ;)

    Die meisten Kunden werden also den höheren Stromverbraucher bei sich zuhause haben.

    Zitat

    Echte 10G netto kann man auch mit 10GBase-BX nicht anbieten, auch da ist bei <9,5 Gbit/s Schluss. Vom Stromverbrauch des aktiven Equipments auf Providerseite sprechen wir besser nicht :)

    Was dem entspricht was man unter 10G versteht :) bei 1G sind es ja auch weniger.

    Bei XGS ist bei ~8.5G Schluss und die Teilst du dir dann auch noch mit vielen anderen, was real dann noch mal weniger bedeutet.

    Bei AE teilst du dir erst den Uplink der in der Regel einem vielfachen der 10G entspricht.

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  • Nur bekommst du in der Regel kein ONT als SFP+ sondern die klassische Variante ala XS-010X-Q ;)

    Die meisten Kunden werden also den höheren Stromverbraucher bei sich zuhause haben.

    Was dem entspricht was man unter 10G versteht :) bei 1G sind es ja auch weniger.

    Bei XGS ist bei ~8.5G Schluss und die Teilst du dir dann auch noch mit vielen anderen, was real dann noch mal weniger bedeutet.

    Bei AE teilst du dir erst den Uplink der in der Regel einem vielfachen der 10G entspricht.

    In der Regel bekommst du als Kunde in AON Netzen auch einen Medienwandler gestellt, den 90% der Kunden dann via RJ45 mit ihrem Router verbinden.

    Und solange es Kunden gibt, die xDSL oder DOCSIS Zugangsnetze nutzen, dürfte der marginal höhere Stromverbrauch bei XGSPON im Vergleich zu 10GBase-BX gar nicht auffallen ;)

    Das stimmt, der Flaschenhals verschiebt sich. Aber deswegen heißt das noch lange nicht, das ein Anbieter seine Accesstechnik gleich mit n*10G oder 100G anbindet. Machen wir auch nicht und fahren sehr gut damit. Macht eine Telekom mit ihrem MSANs übrigens auch nicht. Kenne dort MFGs, die nur mit 1*1G angebunden sind, trotz Profil 35b Kunden darauf.

  • Lange Rede, kurzer Sinn: es fehlt nach wie vor die standardisierte Schnittstelle für die Registrierung eines ONTs am OLT. Punkt. Solange es das nicht gibt, ist das TKG ein Papiertiger. Die Normungsarbeitsgruppen haben einfach nicht damit gerechnet, dass es sowas wie das deutsche TKG gibt, dass einen passiven Abschluss fordert, und die ganzen Prozesse auf eine vom Provider gestellte Kombination aus ONT und OLT ausgerichtet.

    Nun ja, es ist nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU geregelt. Wie so häufig wird EU-Recht erst spät in nationales Recht umgesetzt.

    Das es an der erwähnten standardisierten Schnittstelle hakt, sollte jeder sehen. Deshalb sind die TK-Provider ja auch so darauf erpicht den ONT als Netzabschlusspunkt durchzusetzen. Glücklicherweise erfolglos! Nur muss auch jeder Sachbearbeiter der BNetzA die Regulierung aus dem eigenen Stall auch kennen. Leider scheint das nicht der Fall zu sein.

    Unser BGH hat gerade eine Klausel von O2 einkassiert, die eine Verwendung einer normalen SIM-Karte in einem stationären Router für nicht statthaft erklärt hatte.

    Die Begründung des BGH beruht auf der EU-weiten Endgerätewahlfreiheit:

    Zitat

    Die gemäß Art. 288 Abs. 2 AEUV in allen ihren Teilen verbindliche und in jedem Mitgliedstaat unmittelbar geltende Verordnung (EU) 2015/2120 bestimmt in ihrem Art. 3 Abs. 1, dass Endnutzer eines Internetzugangsdienstes das Recht haben, den Internetzugang mit Endgeräten ihrer Wahl zu nutzen.

    Auch hier gilt natürlich die Konfirmitätsregelung. Schrotthardware darf nicht betrieben werden, das ist ja klar.

    Der Bundesgerichtshof - Presse : Pressemitteilungen - Bundesgerichtshof zur Endgerätewahlfreiheit bei einem Mobilfunkvertrag mit Internetnutzung

  • Es ist ohne Frage möglich, AON kaputtzusparen, aber bei GPON ist ein Flaschenhals unvermeidlich in der Anschlusstechnik. Wie man mehr als einen Gigabitkunden, der die Bandbreite nicht nur sporadisch nutzen will, auf einem GPON-Port unterbringen soll, ohne dass dieser oder andere Kunden regelmäßig ihre gebuchte Leistung nicht bekommen, muss mir mal jemand erklären.

    Dass hier immer wieder Deutsche Glasfaser Kunden fragen, warum ihr Gigabit-Anschluss nicht die beschriebene Bandbreite bringt, wundert mich nicht. Dass hier im Forum dann zunächst nach Problemen in der Technik der Kunden gesucht wird, liegt nur daran, dass das etwas ist, was man selbst überprüfen und im Fehlerfall beheben kann. Ob der Provider die Leistung nicht bringt, "vielleicht" schon nicht auf der GPON-Strecke, ist deutlich schwerer festzustellen, aber angesichts der Technik und der Tarifgestaltung nicht unwahrscheinlich.

    An dieser Stelle möchte ich nochmal vorschlagen, dass AVM eine Auslastungsstatistik für den GPON-Downlink implementiert, so dass der Kunde sehen kann, wieviel auf der Leitung los ist. Die Daten sind verschlüsselt, aber wie viel insgesamt in Richtung aller Kunden auf dem Port gesendet wird, kann jeder ONT sehen. Es wäre schön, wenn das auch der Kunde könnte.

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  • Dass hier immer wieder Deutsche Glasfaser Kunden fragen, warum ihr Gigabit-Anschluss nicht die beschriebene Bandbreite bringt, wundert mich nicht.

    64er Split ist jetzt vielleicht nicht die feine englische Art, aber ich meine, bei echten Überlast-Problemen kamen da doch bisher häufig Werte raus, die noch deutlich unter den für eine Auslastung des PON sprechenden 39 Mbit/s liegen? Ich erinnere mich da an 3-10 Mbit/s und dann lag der Engpass offensichtlich noch näher am Backbone.

  • Ich erinnere mich da an 3-10 Mbit/s und dann lag der Engpass offensichtlich noch näher am Backbone.

    Wieso ist das für dich offensichtlich? Die verfügbare Bandbreite wird nicht automatisch "gerecht" verteilt. Auch da gibt es wieder zwei Herangehensweisen: Den ITU-Menschen fällt da sofort "QoS" ein, also Mangelverwaltung. Den IETF-Menschen liegt Mangelbeseitigung näher.

  • An dieser Stelle möchte ich nochmal vorschlagen, dass AVM eine Auslastungsstatistik für den GPON-Downlink implementiert, so dass der Kunde sehen kann, wieviel auf der Leitung los ist. Die Daten sind verschlüsselt, aber wie viel insgesamt in Richtung aller Kunden auf dem Port gesendet wird, kann jeder ONT sehen. Es wäre schön, wenn das auch der Kunde könnte.

    Das erinnert doch stark an die Möglichkeit, mit einem DVB-C-Stick die Segmentauslastung in einem DOCSIS-Netz zu überprüfen. Wäre sehr zu begrüßen. Kann mir aber nicht vorstellen, dass es sich AVM mit den ISP‘s „verscherzen“ will.

    Gibt es hier jemanden, der Providereinsicht zu diesem Thema hat? Wie oft kommt es derzeit bei GPON zu Überbuchungsproblemen?

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  • Das erinnert doch stark an die Möglichkeit, mit einem DVB-C-Stick die Segmentauslastung in einem DOCSIS-Netz zu überprüfen. Wäre sehr zu begrüßen. Kann mir aber nicht vorstellen, dass es sich AVM mit den ISP‘s „verscherzen“ will.

    Gibt es hier jemanden, der Providereinsicht zu diesem Thema hat? Wie oft kommt es derzeit bei GPON zu Überbuchungsproblemen?

    Das kann sich jeder selber ausrechnen. Typischerweise bei der Telekom ein Split von 1:32 bei einer Datenrate in der Hauptleitung von 2,5Gbit/s im Download und 1,25 Gbit/s im Upload. Also bleibt rechnerisch für jeden Kunden eine Datenrate von 0,078125 Gbit/s im Download ...

  • Mal noch ne weitere laienhafte Frage: Warum ist eigentlich die Uploadrate (meist) geringer als der Download. Man kennt das ja auch von DSL-Anschlüssen ...

    Gibt es dafür technische Gründe? Oder einfach nur, weil "man" in der Regel deutlich mehr dowloaded als uploaded?

  • Mal noch ne weitere laienhafte Frage: Warum ist eigentlich die Uploadrate (meist) geringer als der Download. Man kennt das ja auch von DSL-Anschlüssen ...

    Gibt es dafür technische Gründe? Oder einfach nur, weil "man" in der Regel deutlich mehr dowloaded als uploaded?

    Die Frage stelle ich mir schon lange. Mit Modem war das nie der Fall. BTX als Professioneller Dienst hatte aber schon 1200/75 als Aufteilung. Das Argument der Provider sind immer die Kosten der Datenübertragung für den Upload im Peering. Ich kann es aber nicht mehr hören. Sollen doch die Verantwortlichen bei den Providern in ihrem lokalen Netz die identischen Datenraten verwenden. Mal sehen, wie dort das Arbeiten so von der Hand geht ...

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  • Mal noch ne weitere laienhafte Frage: Warum ist eigentlich die Uploadrate (meist) geringer als der Download.

    Dafür gibt es mehrere Gründe.

    Bei GPON ist da ein klarer technischer Grund. Die mögliche Upload-Datenrate ist nun mal technisch nur halb so groß, wie die Downloadrate.

    Dazu kommen Kundenwünsche. Die DG hat vor einigen Jahren mal umgestellt von symmetrischen Tarifen auf Tarife mit doppelter Download-Rate, obwohl sie zu der Zeit noch AON Anschlüsse vertrieben haben, die symmetrisch arbeiten (1 GBit/s in beide Richtungen). Im Zuge der Umstellung wurde eine Kundenumfrage präsentiert, in der Kunden sich mehr Dowload als Upload gewünscht haben.

    Ich selber monitore meinen Datenverbrauch recht akribisch und zeichne das alles mit Munin auf. Obwohl ich sehr viel mit Clouds arbeite (nächtliche Backups von Rechnern und Servern, alle Bilder werden im heimischen WLAN automatisch von den mobilen Endgeräten hochgeladen etc.), ist meine monatliche Downloaddatenmenge etwa Faktor 10 von der Uploaddatenmenge.

  • Wie gesagt, bin Laie. Warum sind die Kosten in eine richtung höher? (Weil es beim Upload bergauf geht?)

    Soweit ich das noch im Kopf habe, sind die Abkommen der Tier1 Provider ausgeglichen, also Up- und Download von einem Tier1 zum anderen Tier1 ist kostenfrei, da davon ausgegangen wird, das es in beiden Richtungen etwa gleich ist. Zahlungen wären dann "linke Tasche, rechte Tasche".

    Aber in anderen Fällen, insbesondere vom kleinen örtlichen oder regionalen Provider zum Tier1 kann der Upload des kleineren schon "Transportkosten" verursachen, die er dann ausgleichen muss. Und je weniger versendet werden kann, desto günstiger. So habe ich die Erklärungen jedenfalls immer verstanden.

    Und wenn man dann die Diskussionen um die Netzneutralität betrachtet und die Gedanken einiger Provider für bestimmte Dienste zusätzlich Geld zu nehmen, dann sieht man schon worum es eben geht. Gier.

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  • Der Hauptgrund ist Produktdifferenzierung: Man will sich das Geschäft mit teureren Anschlüssen nicht kaputtmachen. Da die meisten Privatkunden keinen Bedarf für schnellen Upstream haben, ist das etwas, das man wegnehmen kann, ohne dass die Kunden rebellieren. Für Geschäftskunden werden die Privatleitungen dadurch aber weniger attraktiv.

    Transit ist üblicherweise richtungsneutral: Die stärker ausgelastete Richtung bestimmt die Kosten. Ob man die weniger ausgelastete Richtung mehr oder weniger nutzt, spielt keine Rolle. Aber es gibt auch einen Unterschied: Große Teile des Downstream Traffics kommen nicht von weit her sondern aus nahen Caches, idealerweise ohne durch fremde Netze zu fließen oder über kostenneutrales Peering. Upstream ist größtenteils individueller Traffic, der also teurere Leitungen braucht.

  • Der Hauptgrund ist Produktdifferenzierung: Man will sich das Geschäft mit teureren Anschlüssen nicht kaputtmachen. Da die meisten Privatkunden keinen Bedarf für schnellen Upstream haben, ist das etwas, das man wegnehmen kann, ohne dass die Kunden rebellieren. Für Geschäftskunden werden die Privatleitungen dadurch aber weniger attraktiv.

    ...

    Es geht also um Geld => Gier

  • Zur Überraschung von niemandem wollen Internetprovider Geld verdienen. Daraus würde ich ihnen keinen Vorwurf machen. Schwierig wird es, wenn sie deswegen nicht ehrlich sind.

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  • Die Frage stelle ich mir schon lange. Mit Modem war das nie der Fall. BTX als Professioneller Dienst hatte aber schon 1200/75 als Aufteilung. Das Argument der Provider sind immer die Kosten der Datenübertragung für den Upload im Peering.

    Ich habe zu Anfang der 2000er auch gehört dass man verhindern will dass Privatkunden selbst Serverdienste betreiben (einfache Websites, FTP, ...) weil das wollten die Telkos selbst teuer verkaufen.

    Und wie Andere schon sagten, die allermeisten Kunden hat das nie betroffen.
    Heutzutage mit Online-Speicher usw ist eine all zu große Asymmetrie dann aber schon ein Nachteil.

  • Sehr interessant alles, aber was ist denn jetzt mit der Ausgangsfrage?

    Wir bekommen in einigen Wochen / Monaten auch Glasfaser von der SVO (gebaggert wird schon) und brauchen ohnehin eine neue Fritzbox (zu alt, schwaches WLAN).

    Ist es jetzt ratsam, die 5590 Fiber zu nehmen und auf die zusätzliche Genexis-Box zu verzichten oder lieber die von der SVO vorgeschlagene 0815-Konfiguration zu wählen?

    Ich dachte erst, direkt eine Fritzbox Fiber anzuschließen ist eleganter.